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Am 23. 7. 2006 erklärte der Herausgeber des Wallstreet Journals, Paul Gigot, er befürworte die schnelle Lieferung von weiteren Raketen und Bomben nach Israel. Er argumentierte, dass durch die Präzision der US-Bomben und Raketen die Zahl der zivilen Opfer geringer werde. Tatsächlich ist die Zielgenauigkeit der lasergesteuerten Bomben enorm, und man kann damit zielgenau unliebsame UN-Beobachter liquidieren und danach unbeobachtet u. a. Rot-Kreuz Fahrzeuge und flüchtende Zivilisten zielgenau bombardieren sowie verbotene Waffen wie Phosphor, Streubomben und Napalm anwenden. Denn wie schon bei der Vertreibung und Ermordung der Palästinenser nach dem zweiten Weltkrieg soll auch im Libanon Angst und Schrecken verbreitet und die Bevölkerung zur Flucht gezwungen werden. Der UN-Beobachtungsposten in Khiyam (Libanon) wurde laut FOX-News am 25. 7. 2006 durch vier von einem israelischen Flugzeug F-16 abgeschossene lasergesteurte Bomben zerstört. Ein finnischer, ein österreichischer , ein chinesischer und ein kanadischer UN-Beobachter kamen dabei ums Leben. Bei dem Kanadier handelt es sich um Major Paeta Hess-von Kruedener. Unter den vier getöteten Blauhelm-Soldaten ist auch ein Österreicher. Ein steirischer UNO-Beobachter gilt laut Angaben des Bundesheeres seit dem Luftangriff als vermisst. Von Seiten der UNO wurden unterdessen Berichte bestätigt, dass die später ermordeten Soldaten die Israelis über Funk beschworen, das Feuer einzustellen. Bereits vor dem tödlichen Treffern haben zahlreiche Granaten in unmittelbarer Nähe des UNO-Postens eingeschlagen. Der Vorsitzende der Union of Belgian Jewish Progressives (UPJB), Dr.
J. Ravedovich, erklärte am 28. 7. 2006 in Brüssel, daß
der gegenwärtige Premierminister Israels ein Kriegsverbrecher sei,
während dagegen der frühere Premierminister Ariel Sharon nur
indirekt Kriegsverbrechen verübte. Ravedovich sagte, Widerstand in
Palästina und im Libanon ist gerechtfertigt. Er wolle nicht das Töten
Unschuldiger durch die Hamas rechtfertigen, aber wo Agressoren sind, da
wird es auch Widerstand geben. Was Israel im Libanon mache sei Terror.
Erstaunlich ist, wie einseitig noch immer die Medien in der westlichen Welt ein und dasselbe mit verschiedenen Worte propagieren: Israel hat immer recht, Israel wird immer gewinnen, und Israel ist mit allen Mitteln zu verteidigen, ohne Rücksicht auf Recht und Gerechtigkeit, und wer den Zionismus bzw. Israel kritisiert, ist ein Antisemit. Viele werden sich jedoch allmählich wundern, dass die Nachrichten, die sie hören und sehen mit den entsprechenden Kommentaren garnicht zusammenpassen. Die Wiener Kronenzeitung z. B. entschuldigt die gezielte Tötung der UN-Beobachter so: Die Kampfflugzeuge, deren Bomben den UN-Stützpunkt dem Erdboden gleichmachten, hatten wohl nicht den Auftrag:"Schaltet die UN-Beobachter aus" . Der Angriff galt dem Dorf oder Städtchen nahe der israelischen Grenze, und dort waren sicher Hisbollah-Milizen unterwegs. Und darum wurde der Ort gründlich zerstört.... [28. Juli 2006] Am 3. 8. wurden 25 Plantagenarbeiter an der syrischen Grenze zum Libanon beim Verladen von Früchten von den Israelis mit US-Präzisionsbomben ermordet. Interessant ist die Rechtfertigung der Israelis für das neue Massaker in Qana, die behaupten, von dort seien Raketen auf Israel abgeschossen worden. Vorher dort anwesende Journalisten und Rot-Kreuz Personal bezeichnen diese Behauptung als Lüge. Ein Film Israels zeigt eine Raketenstellung weit außerhalb des Ortes in einem Olivenhain. Die Stelle der Abschußrampe ist absichtlich unscharf gemacht um den Eindruck zu erwecken, dort habe sich das bombardierte Gebäude befunden.
Der libanesische Premierminister lehnt weitere Verhandlung mit Israels Waffenlieferanten USA bzw. C. Rice ab und fordert einen sofortigen Waffenstillstand. Er dankte auch dem Führer Sheik Nasrallah und den Kämpfern der Hezbollah für die Verteidigung des Libanon. Jetzt können Israelis nicht mehr nach Belieben in das Land eindringen und Leute kidnappen und ermorden wie es in z. B. Gaza seit Jahren an der Tagesordnung ist. [3. August 2006] Deutsche Waffen für Israel Wie der Aggressor in Nahost aufgerüstet wird Israel kämpft bei seiner völkerrechtswidrigen Aggression im Libanon mit deutscher Technik. Wie das Nachrichtenmagazin „Monitor“ berichtete, könnten Israels Panzer ohne deutsche Hilfe „weder fahren noch schießen“. Obwohl das Kriegswaffenkontrollgesetz Waffenexporte in Krisengebiete verbietet, ist Israel der größte Abnehmer deutscher Rüstungstechnik im gesamten Nahen Osten. Wie die DVU fordern auch jüdische Friedensaktivisten einen sofortigen Stopp aller deutscher Waffenexporte nach Israel. Der Träger des alternativen Nobelpreises Uri Avnery warf Deutschland im „Monitor“-Interview „Zynismus“ vor, wenn es seine Rüstungsexporte immer wieder mit seiner „besonderen historischen Verantwortung“ begründe. Die nächste Lieferung deutscher Rüstungstechnik an Israel steht allerdings wohl trotzdem unmittelbar bevor: Laut Medienberichten will die Bundesregierung dem Judenstaat das gepanzerte Militärfahrzeug „Dingo“ zur Verfügung stellen. Das zweiachsige Fahrzeug kann fünf bis acht Soldaten transportieren und ist mit einem schweren Maschinengewehr bewaffnet. Es eignet sich hervorragend für Vorstöße in feindliches Territorium und würde von Israel daher mit Sicherheit bei Aggressionshandlungen gegen seine Nachbarn eingesetzt. Mit 330 Millionen Euro beteiligt sich der deutsche Steuerzahler außerdem zu einem Drittel an der Finanzierung zweier neuer, hypermoderner U-Boote der „Dolphin“-Klasse an Israel. Ausgestattet sind die U-Boote mit einem modernen, computerisierten Führungs- und Gefechtssystem von STN-Atlas-Elektronik sowie einer Vielzahl modernster Sensor-Systeme. Die knapp 60 Meter langen U-Boote haben eine Wasserverdrängung von rund 1.900 Tonnen. Sie werden den auch bei der Bundeswehr gerade erst eingeführten außenluftunabhängigen Brennstoffzellenantrieb bekommen. Sie können weiter fahren, länger tauchen und sind schwerer zu entdecken als andere, konventionelle U-Boote mit Dieselmotoren. Die neuen U-Boote, die mehrere Wochen unter Wasser bleiben können, ermöglichen es Israel, regelmäßig in der Arabischen See und im Indischen Ozean zu patrouillieren, wo Tel Aviv mit Ländern wie dem Iran, Saudi-Arabien oder Pakistan seine potenziellen Gegner sieht. Als technische Besonderheiten besitzen die U-Boote zwei unterschiedliche Torpedorohre. Sechs Rohre mit dem Standard-Durchmesser von 533 Millimetern und vier Rohre mit einem Durchmesser von 650 Millimetern. Aus letzteren könnte Israel auch weit reichende atomare Marschflugkörper mit bis zu 1.500 Kilometer Reichweite abschießen. Es sollen bereits erfolgreiche Tests vor Sri Lanka stattgefunden haben. Insgesamt können die U-Boote 16 Raketen und/oder Torpedos (sowie Seeminen) mitführen. Die beiden U-Boote werden von den Nordseewerken in Emden und den Kieler Howaldtswerken gebaut. Bereits 1999 und 2000 hatten beide Werften gemeinsam drei „Dolphin“-Boote als Geschenk für Israel gebaut. Das Projekt wurde damals unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit umgesetzt. In den Schatten gestellt wird Deutschland bei seiner irrwitzigen Aufrüstung Israels nur noch von den USA. Washington lässt Tel Aviv 6,3 Milliarden Dollar Militärhilfe pro Jahr zukommen. Als „Militärhilfe“ deklariert kommt das Geld direkt von den amerikanischen Steuerzahlern und fließt dann zurück an US-Waffenhersteller. Rund 20 Prozent des israelischen Militärbudgets wird mittlerweile von Washington bestritten. [Pressemeldung der DVU vom 2. 8. 2006] |