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Am 1. Juni 2002 veranstalteten nationale Verbände in Jena den "Thüringer Tag" Das kulturelle Rahmenprogramm bot neben dem Auftritt der verschiedenen Redner Musikbeiträge von Liedermachern und Bands. Auf dem Jenaer Hölleinplatz stellten sich auch verschiedene nationale Initiativen und Organisationen mit Infoständen vor, u. a. die NPD-Jena, das NSAW, und die Schülerzeitung „Sprachrohr“. Auf dem Marktplatz, der ursprünglich für die Veranstaltung vorgesehen war, wurde unter Bruch ursprünglicher Zusagen eine linke Gegendemosntration durchgeführt. Von den rechten Kundgebungsteilnehmern wurde ein Veranstaltungszentrum als Treffpunkt für nationale Jugendliche in Jena gefordert. Auch in anderen Städten Thüringens werden kritisch denkende Jugendliche ausgegrenzt und mundtot gemacht. Das wollen sich die nationalen Jugendlichen nicht mehr länger bieten lassen. Die Jenaer Forderung nach einem Zentrum für Jugendliche gilt hierbei als Beispiel für die Anstrengung der nationalen Jugendlichen landesweit. Insoweit gilt die Teilnahme von Jugendlichen aus anderen Thüringer Städten als Unterstützung der Jenaer Forderungen. Solange die Jenaer Jugendlichen keinen Treffpunkt durch die Stadt Jena erhalten, wollen sie den den Jenaer Marktplatz als Versammlungsort nutzen. Es nahmen ca. 200 Patrioten an der Veranstaltung teil, die von ca. 100 linken Gegendemonstranten gestört wurde. Bei den Gegendemonstranten wurden 16 Teilnehmer festgenommen, darunter der linke Stadtpfarrer L. König, was die Polizei mit Verstößen gegen das Versammlungsgesetz begründete. In einem Fall sei ein Polizist attackiert und beleidigt worden. Auf Seiten der nationalen Jugend, die für ihre Forderung nach einem eigenständigen Jugendzentrum demonstrierte, gab es drei Verwarnungen und eine vorläufige Festnahme wegen des angeblichen Tragens verfassungswidriger Abzeichen. [1. Juni 2002] |
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In Guben (Sachsen) demonstrierten am 9. 2. 2002 ca. 50 Nationalisten für die Wiedervereinigung Gesamtdeutschlands. Aufgerufen dazu hatte die Interessengemeinschaft für die Wiedervereinigung Gesamtdeutschlands (IWG). Der Marsch führte vom Bahnhof zum Parkplatz am Lohmühlenweg, in Richtung Grenze, und wieder zurück Versuche von linken Gegendemonstrierern die Demonstrationsstrecke zu blockieren mißlangen, da die Polizei die Demonstranten an den Störern vorbei führte. Von Antifa und PDS nahmen nach eigenen Angaben etwa 80 Mann an der Gegendemonstration teil. NPD-Demonstration in Demmin In Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) demonstrierten am 9. 2. 2002 etwa 200 Nationalisten unter dem Motto "Geld für Arbeitsplätze, statt Geld für Kanonen". Organisiert wurde die Demonstration von der NPD-Greifswald. Die Kundgebung diente als offizieller Wahlkampfauftakt für den Landtagswahlkampf der NPD in Mecklenburg-Vorpommern. Als Redner traten Lutz Dessau (Rostock), Stefan Köster (Kr. Ludwigslust), Dirk Arendt (Stralsund) und Maik Spiegelmacher (Greifswald) auf. Auch der Hamburger Aktivist Christian Worchs ergriff das Wort. Dessen Anwesenheit bei der Veranstaltung in Demmin dürfte den NPD-Funktionären nicht ganz genehm gewesen sein Einige Demminer hatten es sich am Sonnabend während der NPD-Demonstration so richtig gemütlich gemacht: Die Ellbogen auf eine weiche Decke oder ein Kissen gestützt, schauten sie von ihren Fenstern aus dem "braunen Treiben" vor ihrer Haustür zu. Und das, obwohl die Demminer Kommunalpolitiker die Bewohner der Hansestadt im Voraus aufgerufen hatten: "Schließen Sie die Fenster, verlassen Sie die Straßen, Bürgersteige und Plätze im Umfeld des NPD-Aufmarsches." Gemeinsamer Aufruf "Wir lassen uns vom Bürgermeister nichts verbieten", schimpft etwa ein Rentner, der sich gegenüber vom Bahnhof - dem Treffpunkt der kahlgeschorenen Gestalten - bequem an einen Gartenzaun gelehnt hat. "Wir wollen uns selbst eine Meinung bilden!" "Ist doch Quatsch, was der Bürgermeister da verlangt", sagt eine 60-jährige Demminerin. "Warum sollen wir uns das denn nicht angucken?" Nur ein paar Meter weiter steht ein weiteres Zuschauergrüppchen. "Wann soll dat denn nu’ endlich losgehen?", fragt ein korpulenter Mann, der auf sein Fahrrad gestützt auf den Abmarsch der NPD-Anhänger wartet. Aber es sind nicht nur etliche Demminer, die dem gemeinsamen Aufruf von CDU-, SPD- und PDS-Politikern sowie Kirchenmitgliedern - eine seltene Einigkeit [jaja, die "Kandidaten der Nationalen Front", alles Blockflöten] - nicht folgen. Aus vielen Orten Mecklenburg-Vorpommerns sind etwa hundert - zumeist jugendliche - Gegner der Rechten angereist, um lautstark ihrem Unmut Luft zu machen [deren Mütchen kann auch anders gekühlt werden ...]. "Man muss doch gegen die Rechten demonstrieren, man kann denen doch nicht die Stadt überlassen", meint etwa ein junger Greifswalder. Vom stillem Protest, der den Demminer Stadtvätern vorschwebte, wollen die jungen Linken nichts wissen. "Wir wollen nicht schweigen", erklärt ein anderer Buntgekleideter. Nicht nur zu einem stillen Protest sind die Demminer aufgerufen, denn weiter heißt es: "Machen Sie auf Transparenten an Ihren Häusern und Geschäften klar, was Sie von den Narzissen halten!" Aber außer bunten Plakaten, die an Laternenmasten hängen [von den Blockflöten arrangiert], gibt kein Peenestädter öffentlich seine Meinung zur Demonstration kund. Als sich der "braune Mob" schließlich in Bewegung setzt und gebetsmühlenartig seine Sprüche herunterleiert [mit Drehorgeln?], öffnen sich weitere Fenster. Ein alter Mann klatscht gar laut Beifall, grüßt die Rechten schließlich mit hoch erhobenem Arm. Pech für ihn - er wird vorläufig festgenommen [oh, ein Meinungsverbrecher!!!]. "Ihr seid doch nicht ganz gescheit!", beschimpft eine Rentnerin hingegen die jungen kahlrasierten Männer, von denen viele fast noch Kinder sind [Eine andere Rentnerin meinte einmal, auf "Narzissen" angesprochen: "Sind das nicht die, wo nix in die Birne haben?"]. Ein kleiner, von Gegnern aufgeschütteter Misthaufen liegt auf der Straße [irgendwie haben die Antifaschisten eine Vorliebe für Darminhalte]. Mit großen Schritten marschieren die NPD-Anhänger über den stinkenden Haufen hinweg. Aber nicht nur ihnen liegt der Mist im Weg, auch die Polizisten müssen ihn passieren. Rund zweihundert Rechte, so schätzt der Neubrandenburger Polizeisprecher Andreas Wegner, sind es insgesamt, die an dem Protestmarsch teilnehmen. Begleitet wird der Marsch von etwa dreihundert Polizisten und Bundesgrenzschützern. Mit einem Schweigemarsch demonstrieren dann am Abend rund 400 Menschen [fast ausschließlich kommunale Vertreter - fürchten halt um ihre Pfründe] gegen den Antritt der NPD bei den Landtagswahlen. Auf einer ökumenischen Friedensandacht in der St. -Bartholomaei-Kirche erinnert Bürgermeister Ernst Wellmer (CDU) an die Demonstrationen zum Ende der DDR. Die friedliche Revolution von 1989 habe gezeigt, dass Kerzen in der Hand kein Zeichen von Schwäche , sondern von Willenskraft, Mut, Zuversicht und Stärke sind, sagte er. Vize-Landtagspräsidentin Renate Holznagel (CDU) betont, den Neon-Azis müsse der ideologische Nährboden entzogen werden. Dazu bedürfe es aber auch noch mehr Anstrengungen bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in der Region. Nach der jüngsten Statistik haben fast 30 Prozent der Demminer keine Arbeit [na dann tut was dagegen, ihr Versager!]. [11. Februar 2002]
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Am 19. Januar 2002 veranstalteten NPD und freie Nationalisten in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) eine Demonstration anläßlich des Jahrestages der Bombardierung der Stadt durch britische und amerikanische Terrorflieger. Diese fand am 16. Januar 1945 statt und forderte tausende Opfer unter der Zivilbevölkerung. Aktuell ist diese Demonstration schon in Hinsicht darauf, daß die USA auch im derzeitigen Afghanistankonflikt keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung nahmen. Während jetzt aber zivile Opfer als "Kollateralschäden" offiziell bedauert werden, wurde damals der Luftkrieg ganz offen gegen die Zivilbevölkerung geführt und die dafür verantwortlichen alliierten Genräle erhielten sogar hohe Auszeichnungen und wurden durch Denkmäler geehrt. Der Demonstrationszug von mehr als 200 Patrioten zog vom Olvenstedter Platz durch Magdeburg. Ca. 200 linke Gegendemonstranten versuchten den Aufmarsch zu stören. Ein starkes Polizeiaufgebot trennte jedoch die beiden Gruppierungen. Angehörige eines Bündnisses gegen Rechts gaben der Presse gegenüber den Deutschen die Schuld an den Bombenangriffen der Alliierten und sprachen von einem "Mißbrauch der Geschichte" durch die NPD. Am 13. 2. 2002 soll eine ähnliche Demonstration in Dresden (Sachsen) stattfinden. Am 19. 1. 2002 fand auch eine Demonstration in Lüdenscheid anläßlich des 131. Jahrestages der Gründung des kleindeutschen Reiches statt. Ca. 200 Personen nahmen daran teil. Linksradikale suchten die Veranstaltung zu stören und griffen Demonstrationsteilnehmer tätlich an. [20. Januar 2002] |
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Am 12. Januar 2002 wurde von der "Interessengemeinschaft für die Wiedervereinigung Gesamtdeutschlands" (IWG) eine Demonstration in Frankfurt an der Oder (Brandenburg) abgehalten. Die Demo stand unter dem Motto "Recht auf Heimat". Die Demonstration wurde von freien Nationalisten und der NPD, die in Frankfurt auch im Stadtrat vertreten ist, unterstützt. Etwa 50 Demonstranten zogen durch die menschenleere Stadt, begleitet von einigen Dutzend linken Gegendemonstranten, die mit Schneebällen warfen. Die Linken versuchten auch, durch Sitzblockaden den Demonstrationszug aufzuhalten. Ein mittleres Polizeiaufgebot trennte die beiden Gruppen. Zum Abschluß sprach der Vorsitzende der IWG ,Georg Paletta, zu den Versammelten. Er erklärte u. a., Gorbatschow sei 1989 bereit gewesen, Osatgebiete an Deutschland zurückzugeben, was aber von Genscher und Kohl abgelehnt worden sei. Zum Abschluß der Demonstration sangen die Kundgebungsteilnehmer die erste Strophe des Deutschlandliedes. [12. Januar 2002] |