Gemeinderatswahlen in Liechtenstein

Bei den Liechtensteiner Gemeindewahlen in Liechtensstein vom 27. - 28. 1. 2007 hat die Fortschrittliche Bürgerpartei (FBP) zwei Vorsteherposten hinzugewonnen. Im Rennen um die Gemeinderatssitze gab es wenig Verschiebungen.

Im Vergleich zum Ergebnis vor vier Jahren bauten die FBP und die grün-alternative Freie Liste (FL) ihre Parteistärke um je ein Mandat aus, die Vaterländische Union (VU) verlor einen Gemeinderatssitz.

Bei den  Gemeinderatswahlen in den elf Liechtensteiner Gemeinden stehen alle Ergebnisse fest bis auf das von Planken, weil dort keiner der drei Kandidaten die absolute Mehrheit erreichte. Eine Stichwahl zwischen den VU und FBP - Kandidaten ist erforderlich.

Das mit Spannung erwartete Rennen um das prestigeträchtige Bürgermeister-Amt in Vaduz konnte der FBP-Kandidat Ewald Ospelt für sich entscheiden. Mit 58,4 Prozent der Stimmen lag Ospelt klar vor seinem Herausforderer Werner Hemmerle von der VU. Nachdem Karlheinz Ospelt von der VU nach zwölf Jahren zurückgetreten ist, stellt jetzt wieder die FBP den Bürgermeister.

In den vier Gemeinden Vaduz, Balzers, Triesen und Ruggell kam es zu Duellen zwischen Kandidaten der FBP und der VU. Diese Zweikämpfe gingen alle zugunsten der FBP aus. Die Freie Liste hatte bei den Vorsteherwahlen einzig in Planken eine Kandidatin ins Rennen geschickt. Wie erwartet, erreichte im ersten Wahlgang keiner der drei Kandidaten das absolute Mehrheit.

Bei den Vorsteherwahlen ohne Gegenkandidaten in den Gemeinden Schaan, Triesenberg, Eschen, Mauren, Gamprin und Schellenberg wurden die amtierenden Vorsteher bestätigt.

[28. Januar 2007]

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Regierungspartei verliert Mehrheit in Liechtenstein

Bei der Landtagswahl vom 13. 3. 2005 in Liechtensteiner hat die die regierende Bürgerpartei ihre absolute Mehrheit eingebüßt. Wie die Regierungskanzlei am Sonntag in Vaduz bekannt gab, verlor die regierende Fortschrittliche Bürgerpartei (FBP), die bisher mit 13 der 25 Sitze im Parlament die Mehrheit hielt, ein Mandat. Die Vaterländische Union (VU) muss einen ihrer bisherigen elf Sitze abgeben. Die beiden von den großen Parteien verlorenen Mandate gehen an die grün-alternative Freie Liste (FL). Diese konnte überraschend ihre Sitzzahl von eins auf drei erhöhen. Die Wahlbeteiligung lag bei 86,5 Prozent.

Die FBP von Regierungschef Othmar Hasler büßte 1,2 Prozentpunkte ein und hat noch einen Wähleranteil von 48,7 Prozent. Die VU verlor 3,1 Prozentpunkte und hat nun einen Wahleranteil von 38,2 Prozent. Die grün-alternative Freie Liste (FL) konnte 4,3 Prozentpunkte zulegen und erhielt 13 Prozent der Stimmen.

Wie die vom Landtag zu wählende fünfköpfige Regierung für die nächsten vier Jahre zusammengesetzt sein wird, ist nach diesem Wahlausgang offen: Nun stehen Koalitionsverhandlungen an, bevor der Landtag die Regierungsmitglieder wählen wird. Die beiden großen Parteien hatten das Fürstentum von 1938 bis 1997 in Koalitionen regiert. Von 1997 bis 2001 trug die VU die alleinige Regierungsverantwortung, seit 2001 stellte die FBP sämtliche Mitglieder der Regierung.

[13. März 2005]

 Stärkung der Monarchie in Liechtenstein >>

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Opposition gewinnt Parlamentswahl in Liechtenstein

Bei der Parlamentswahl vom 11. 2. 2001 in Liechtenstein ist die bisher regierende Vaterländische Union abgewählt worden. Die Partei von Ministerpräsident Mario Frick errang am Sonntag nur noch 11 der 25 Sitze. Die Fortschrittliche Bürgerpartei (FBP) erhielt 13 Mandate und wurde damit stärkste Kraft im Landtag. Auf nur noch einen Sitz kam die grün-alternative Freie Liste, die damit ein Mandat verlor. An der Wahl beteiligten sich 86,7 Prozent der ca. 16.000 Wahlberechtigten in dem von 32.000 Menschen bewohnten Fürstentum zwischen Vorarlberg und Graubünden. 

Ministerpräsident Frick sprach von einer niederschmetternden Wahlniederlage und kündigte seinen Rücktritt an. Sein designierter Nachfolger, der FBP-Politiker Othmar Hasler, zeigte sich vom Ausmaß des Zuwachses seiner Partei überrascht. 

Der Privatisierungsprozess im Land sei für die Bürger Liechtensteins in den vergangenen Jahren zu rasant verlaufen, sagte er. Vor allem hätten aber die gestiegenen Telefonkosten nach der Loslösung von Swisscom für Unmut gesorgt. Hinzu seien die Diskussionen um den Finanzplatz Liechtenstein gekommen. Die Bevölkerung habe seine Verunsicherung jetzt mit dem Wunsch nach einem Regierungswechsel ausgedrückt. Trotzdem werden VU und FBP voraussichtlich Gespräche über eine mögliche Koalition führen. 

Landtagswahl in Liechtenstein 2001 (1997)

Stimmenanteile der Parteien bei der Wahl vom 11. 2. 2001

Die FBP legte an Wähleranteilen 10,6 Prozent zu und kommt neu auf 49,9 Prozent. Die VU dagegen verlor acht Prozent und hat nun noch einen Wähleranteil von 41,4 Prozent. Äusserst knapp viel das Resultat für die grün-alternative Freie Liste (FL) aus, die 2,6 Prozent verlor, und mit 8,8 Prozent Wähleranteil noch einen Sitz im Landtag verteidigen konnte. Ihren zweiten Sitz mußte sie an die FBP abgeben. Die Stimmbeteiligung im Fürstentum betrug 87 Prozent.1997 votierten 49,3 Prozent der Wähler für die VU (13 Mandate), 39,3 Prozent für die FBP (10) und 11,4 Prozent für die FL (2). 

Als stiller Gewinner der Landtagswahlen darf sich nach dem FBP-Sieg auch der Landesfürst Hans Adam II. fühlen. Er mußte wegen der Verfassungsrevision von Seiten der VU und der FL Kritik einstecken. Die FBP hatte sich in der Diskussion zurückgehalten. Der Landesvater hatte wiederholt angedroht, nach Österreich auszuwandern, wenn die revidierte Verfassung nicht nach seinen Vorschlägen ausfallen sollte. 

Die VU und die FBP unterscheiden sich in ihren Programmen nicht. Beide Volksparteien sind bürgerlich-konservativ. Während 59 Jahren, von 1938 bis 1997, haben sie das «»Ländle'' in einer Koalition regiert. Nachdem 1997 die FBP einen Sitz an die FL verlor, wurde die politische Ehe geschieden. Die FBP entschied sich für die Opposition. Die VU regierte in den letzten vier Jahren allein. 

Programmatisch gibt es kaum Unterschiede zwischen beiden großen Parteien, die den Kleinstaat 59 Jahre lang in einer Koalition regiert haben. Erst nach der letzten Wahl entschloss sich die VU, allein zu regieren.  (FBP). Die "Freie Liste" (FL) muß mit Einbußen rechnen. Die Wahlbeteiligung der etwa 16.000 Stimmberechtigten lag mit knapp 87 Prozent ähnlich hoch wie bei den Parlamentswahlen 

[11. Februar 2001]

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