Landtagswahl 2009 in Salzburg

Nach dem vorläufigen amtliche Endergebnis der Salzburger Landtagswahl vom 1. März 2009 erlitt die SPÖ zwar starke Verluste, behielt aber Platz eins. Einbußen gibt es auch für ÖVP und Grüne. Die FPÖ erzielte als einzige der Landtagsparteien einen Stimmenzuwachs. Das BZÖ scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,4 Prozent.

Die Sozialdemokraten mit Landeshauptfrau Gabi Burgstaller erhielten 39,5 Prozent der gültigen Stimmen (15 Mandate), das entspricht einem Minus von 5,9 Prozentpunkten. Die ÖVP 36,4 Prozent (14 Mandate) ein Minus von 1,5 Prozentpunkten. Auf Platz drei folgen die Freiheitlichen mit 13,0 Prozent (fünf Mandate), das ist ein Plus von 4,3 Prozentpunkten. Die Grünen holen 7,3 Prozent (zwei Mandate) und damit 0,7 Prozentpunkte weniger als vor fünf Jahren. Das BZÖ kam auf 3,7 Prozent.

Nach der Mandatsaufteilung wäre sowohl eine neue Große Koalition als auch eine Zusammenarbeit von SPÖ oder ÖVP mit der FPÖ möglich. Endgültige Am 5. 3. werden die Wahlkarten ausgezählt, die bisher meistens Stimmengewinne für die Grünen und die ÖVP brachten. 

[1. März 2009]
 

Kärnten hat gewählt (Kommentar von K. H. Klement) >>
 
 

Landtagswahl 2009 in Kärnten
Vorläufiges Endergebnis

Bei der Landtagswahl vom 1. 3. 2009 in Kärnten erreichte das BZÖ überraschend 44,93 % (+3,05 mehr als die FPÖ 2003) und 17 Mandate (+1), die SPÖ verlor fast 10 Prozentpunkte und erreichte nur mehr 28,77 % und 11 Mandate (-3), die ÖVP verbesserte sich um fast fünf Prozentpunkte auf 16,78 % und 6 Mandate (+2), die Grünen verloren 1,58 Prozentpunkte und erhielten 5,13 % der Stimmen und zwei Mandate. Die Liste Stark kam auf 0,06 %, Liste GPÖ auf 0,05 % und die KPÖ auf 0,53 % (-0,06). Die Wahlbeteiligung betrug 81,28 %. Ein Debakel gab es für die Schwager-Strache FPÖ, sie erhielt nur 3,79 % und kommt nicht mehr in den Landtag. Das dürfte eine Folge der Intrigen gegen - unter anderen - den früheren stellvertretenden Bundesvorsitzenden Karlheinz Klement gewesen sein, der von Wien aus auf der Kärntner Kandidatenliste zur Wahl 2008 zurückgereiht und, weil er das kritisierte, wegen Majästetsbeleidigung sogar aus der Partei  ausgeschlossen wurde...

Landtagswahl vom 1. März 2009

St.  2009
Vgl 04-09
% 2009
Vgl 04-09
Wahlber.
443449
Gült.St.
354125
Ungült.St.
6368
BZÖ
159098
+159098
44,93% 
+44,93%P
SPÖ
101873 
-24452
28,77%
-9,66%P
ÖVP
59422
+21166
16,78%
+5,14%P
Grüne
18149
-3904 
5,13%
-1,58%P
FPÖ
13311
-126168
3,76%
-38,4%P
STARK
208 
-
0,06%
GPÖ
188 
-
0,05%
KPÖ
1876 
-75
0,53%
-0,06%

[2. März 2009]
 
 

Haider siegt in Kärnten

Bei der Landtagswahl in Kärnten konnte die FPÖ am 7. 3. 2004 zur allgemeinen Überraschung die Serie der Niederlagen beenden und sogar einen Stimmenzuwachs erzielen, sodaß sie wieder stärkste Partei wurde. Der Versuch der Kärntner ÖVP, Haider wegen seiner kritischen Bemerkungen zur US-Aggressionspolitik und seiner Besuche im Irak auszugrenzen scheiterte. Die Erklärung, Haider im Landtag nicht mehr zum Landeshauptmann wählen zu wollen veranlaßte viele ÖVP-Wähler, diesmal die Stimme gleich der FPÖ zu geben. Der Spitzenkandidat der SPÖ Kärntens erklärte nach der Wahl, er stelle keinen Anspruch auf das Amt des Landeshauptmannes.

Die Wähler des rechten Lagers stehen vor einem Dilemmas, zwar hat die FPÖ zahlreiche Wahlversprechen - wie etwa die Verhinderung der Osterweiterung - gebrochen, aber die anderen Parteien sind ja doch das größere Übel, da sie von vornherein die Osterweiterung und andere katastrophale Maßnahmen - wie z. B. die Einschleusung von Lohndrückern - befürworteten.

Bei der Landtagswahl in Salzburg sah es für die FPÖ weniger gut aus, die Partei verlor mehr als die Hälfte der Stimmen, aber sie blieb immerhin noch drittstärkste Partei.
 
 
KÄRNTEN Stimmen Sitze
Wahlbeteiligung: 78,1 % (-2,4) .
FPÖ 42,5 % (+0,4) 16 (-)
SPÖ 38,4 % (+5,6) 14 (+2)
ÖVP 11,6 % (-9,1)   4 (-4)
Grüne 6,7 % (+2,8)   2 (+2)
KPÖ 0,6 % (+0,2)   -

 
SALZBURG Stimmen Sitze
Wahlbeteiligung 77 % (+ 3%) .
SPÖ 45,2 % (+12,9) 16 (+4)
ÖVP 38,1 % (-0,7) 14 (-1)
FPÖ 8,8 % (-10,8)  3 (-4)
Grüne 8,0 % (+2,6)  3 (+1)

[8. März 2004]

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