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Mit 96,13 Prozent der Delegiertenstimmen wurde der bisherige FPÖ-Landesparteiobmann Karl Schnell beim 28. ordentlichen FPÖ-Landesparteitag in Zell am See am 11. Oktober 2009 in seinem Amt bestätigt. Als Landesparteiobmann-Stellvertreter wurden die Bezirksobmänner Lukas Essl, Friedrich Wiedermann, Rupert Doppler, Rosemarie Blattl, Ernst Rothenwänder und Andreas Schöppl gewählt. Schnell forderte in seiner Rede unter anderem eine Politik mit Herz und Hirn. „Wir wollen keine Seitenblicke und Adabei-Politik“, so Schnell. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl gab die Devise aus, die FPÖ müsse im Land die Nummer 1 werden. "Die Roten ziehen mit hängenden Köpfen ab, die Freiheitlichen sind am aufsteigenden Ast." Einen entscheidenden Schlag werde es bei den nächsten Wahlen geben, gab sich Kickl optimistisch. Die SPÖ sei eine Selbsthilfegruppe, die Therapie vor dem Publikum und der Öffentlichkeit betreibe. "Sie sind ein zerstrittener Haufen ohne Führung", sagte der FPÖ-Generalsekretär. Bundeskanzler Werner Faymann könne schon mehr mit den Erfolgen von Obama anfangen als mit denen in der eigenen Partei. Der Sozialismus habe sein Ende erreicht - auch in Europa. "Wir müssen wieder ans Ruder kommen, weil Rot-Schwarz versagen“, so Kickl. Für den wiedergewählten FPÖ-Landeschef Schnell ist die FPÖ am richtigen Weg. "Wir machen eine Politik für die Bürger." Der 1. März 2009 (Landtagswahlen, Anm.) sei für die FPÖ in Salzburg ein schöner Tag gewesen, denn es habe nur einen Sieger gegen: Die FPÖ. Hart ins Gericht ging Schnell mit der rot-schwarzen Landesregierung. Er spannte den Bogen von der Olympia-Bewerbung, über das Gesundheitswesen, die Arbeitsmarktpolitik, den Sparkurs bei den Kleinen bis hin zur Energieversorgung und Kriminalität. Kritisch äußerte sich der FPÖ-Landeschef auch zur Verleihung des Friedensnobelpreises den amerikanischen Präsidenten Obama. "Der Friedensnobelpreis hat für mich keine Bedeutung mehr." Die Amerikaner hätten die erste Atombombe geworfen und spielten jetzt Weltpolizei - sei es im Irak oder Afghanistan. "Aber wenn Obama seine Ziele erreicht, überreiche ich ihm den Friedensnobelpreis gerne persönlich", so der Landesparteiobmann. [FPÖ-Pressemeldung vom 12. Oktober 2009] Landtagswahl 2009 in Salzburg Nach dem vorläufigen amtliche Endergebnis der Salzburger Landtagswahl vom 1. März 2009 erlitt die SPÖ zwar starke Verluste, behielt aber Platz eins. Einbußen gibt es auch für ÖVP und Grüne. Die FPÖ erzielte als einzige der Landtagsparteien einen Stimmenzuwachs. Das BZÖ scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,4 Prozent. Die Sozialdemokraten mit Landeshauptfrau Gabi Burgstaller erhielten 39,5 Prozent der gültigen Stimmen (15 Mandate), das entspricht einem Minus von 5,9 Prozentpunkten. Die ÖVP 36,4 Prozent (14 Mandate) ein Minus von 1,5 Prozentpunkten. Auf Platz drei folgen die Freiheitlichen mit 13,0 Prozent (fünf Mandate), das ist ein Plus von 4,3 Prozentpunkten. Die Grünen holen 7,3 Prozent (zwei Mandate) und damit 0,7 Prozentpunkte weniger als vor fünf Jahren. Das BZÖ kam auf 3,7 Prozent. [1. März 2009]
Landesparteitag 2005 der FPÖ Salzburg Beim Parteitag der Salzburger FPÖ in St. Johann im Pongau am 26. 6. 2005 wurde Parteichef Karl Schnell als Landesparteiobmann wiedergewählt. Schnell wurde mit 120 der 170 gültigen Delegiertenstimmen oder 70,6 Prozent wiedergewählt. Beim letzten Parteitag im Jahr 2000 hatte er 88,6 Prozent der Stimmen enthalten. Sein Gegenkandidat, der 33-jährige Bernhard Wagner erhielt auf Anhieb 50 Stimmen oder 29,4 Prozent. Insgesamt waren von den 178 Wahlberechtigten 174 Stimmen abgegeben worden, vier waren ungültig. Wagner, früher Obmann des Ringes Freiheitlicher Jugend, trat als Gegenkandidat nach eigenen Angaben an, weil ihn Schnells Umgang mit interner Kritik störe: Wer der Linie Schnells und seiner bisherigen Stellvertreter nicht widerspruchslos folgt, bekomme Probleme, sagte Wagner zu einer geplanten Statutenänderung, die viele als Maulkorb-Erlass durch die Parteiführung empfinden. Das Hauptreferat am Parteitag hielt Bundesparteiobmann Heinz Christian Strache aus Wien: Er kritisierte Ex-FPÖ-Parteimitglied und BZÖ-Chef Jörg Haider. Dieser habe mehr als eine Million Wähler verkauft und verraten, sagte Strache im St. Johanner Kongresszentrum. Bereits in den vergangenen Jahren habe Haider keine freiheitliche Politik mehr betrieben. Die FPÖ wolle sich nun verstärkt wieder um den Mittelstand kümmern, so Strache. Als neue Stellvertreter von Salzburgs Partevorsitzenden Schnell gewählt wurden Rupert Doppler aus dem Pongau (75,1 Prozent), Karl Moser aus dem Flachgau (71,7 Prozent), Ernst Rothenwänder aus dem Lungau (76,3 Prozent) sowie Gertraud Schimak aus der Stadt Salzburg (63,0 Prozent). Alle vier Stellvertreter üben diese Funktion zum ersten Mal aus. Der vorhergehende Landesparteitag fand im September 2000 in Neumarkt am Wallersee statt.
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