Wahlkampfauftakt in Niederösterreich

Am Abend des 3. 9. 2008 beging die FPÖ Niederösterreich in der Heimatstadt des Spitzenkandidaten für die bevorstehende Nationalratswahl, Dr. Walter Rosenkranz, ihren offiziellen Wahlauftakt. Über 200 Gäste waren am Weingut der Familie Aigner in Krems erschienen, um gemeinsam mit der Parteivorsitzenden, Landesrätin Barbara Rosenkranz und den Spitzenkandidaten der einzelnen Wahlkreise Einigkeit für die bevorstehende Wahlauseinandersetzung zu zeigen. Nach der Begrüßung durch den Landtagsabgeordneten Gottfried Waldhäusl folgte eine launige Rede von Dr. Harald Ofner, der bis 1986 in der damaligen SPÖ-FPÖ Koalitionsregierung Justizminister war. Nachdem Ofner einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Wahlbewegungen gegeben hatte, verlieh er seiner Freude Ausdruck, dass es nach den Turbulenzen vergangener Jahre wieder ein starkes drittes Lager gibt. Darüber hinaus würde ihm der Umstand, dass wieder so viele junge Menschen auf den Veranstaltungen der Partei erscheinen viel Zuversicht für die Zukunft geben. Als nächster Redner folgte der Spitzenkandidat für Niederösterreich, Dr. Walter Rosenkranz. Er umriss in seinen Ausführungen jene Schwerpunkte, die er sich als Politiker setzen möchte. Besonders wichtig ist ihm in diesem Zusammenhang der Erhalt der österreichischen Kulturdenkmäler und Kunstschätze. Rosenkranz wies darauf hin, dass gerade die Reichhaltigkeit, die Österreich auf diesem Sektor bieten kann, auch weiterhin ein Aushängeschild für unser Land sein muss. Als weiteren Punkt nannte der Spitzenkandidat die Bekämpfung des Asylmissbrauches durch Menschen, die unsere Behörden bewusst hinters Licht führen.

Die Landesparteiobfrau der FPÖ Niederösterreich, LR Barbara Rosenkranz, forderte in ihren Ausführungen einen umfassenden politischen Wandel. „Österreich muss im Mittelpunkt des politischen Handelns stehen!“ sagte Rosenkranz. Sie verwies dabei darauf, dass Erfolg und Zuversicht eines Landes Politik für die eigenen Leute voraussetzt. Großen Handlungsbedarf sieht Rosenkranz im Bereich der Sicherheit der Bevölkerung, die in den letzten Jahren rapide abgenommen hat. Die Landesrätin forderte die Innenministerin auf, sich nicht hinter geschönten Kriminalstatistiken zu verstecken, sondern mit entsprechenden Maßnahmen auf die derzeitige Situation zu reagieren.

Krems

Dringender Handlungsbedarf besteht für Rosenkranz auch auf dem Sektor der Familienpolitik. Mit den Worten „Ein Land, dass sich nicht mit den eigenen Kindern verjüngt, hat keine Zukunft!“, machte die Landesrätin darauf aufmerksam, dass nur eine ausgeglichene Geburtenrate über die derzeitigen demografischen Probleme hinweghelfen kann. Anhand des Beispiels, dass alleine für die Kosten des Asylwesens sowie die, damit zusammenhängenden Haftvollzüge, 560 Millionen € jährlich aufgewendet werden müssen, veranschaulichte Rosenkranz, wie viel Potential es in Österreich zur Umverteilung tatsächlich gäbe. Am Schluss ihrer Rede zeigte sich Rosenkranz zuversichtlich für die kommende Wahlauseinandersetzung.

[3. September 2008]


 
Landtagswahl vom 9. 2. 2008 in Niederösterreich

Gewinne für ÖVP und FPÖ, starke Verluste für die SPÖ gab es bei der Landtagswahl vom 9. 2. 08 in Niederösterreich. Die Grünen stagnierten und konnten den gewünschten Sitz in der Landesregierung nicht erreichen. Das BZÖ bekam mit 0,72 % weniger Stimmen als KPÖ und "Die Christen". Gemäß Landesverfassung werden neun Regierungssitze gemäß Wahlergebnis vergeben. Bisher hatte die ÖVP 6 und die SPÖ 3 Regierungssitze, jetzt bekommt die FPÖ einen Regierungssitz, die SPÖ zwei und die ÖVP behält ihre sechs Sitze.

Nach dem vorläufigen Endergebnis (ohne Wahlkarten) erhielt die ÖVP 54,3 Prozent, die SPÖ 25,6, die FPÖ 10,5 und die Grünen 6,8 % der Stimmen. Im Landtag ist die ÖVP wie bisher mit 31 Abgeordneten vertreten, die SPÖ mit 15 - um vier weniger als bisher -, die FPÖ mit 6 (plus 4) und die Grünen weiter mit vier Mandaten.

Bei seinem vierten Antreten als Spitzenkandidat der ÖVP Niederösterreich hat Landeshauptmann Pröll am 9. 2. das Ergebnis von 53,3 Prozent von 2003 sogar noch übertroffen. Das Amt des Landeshauptmannes bekleidet der nunmehr 61-Jährige seit Oktober 1992. Er will auch die gesamte kommende Legislaturperiode von fünf Jahren Landeshauptmann bleiben.

Mit Barbara Rosenkranz kehrt eine zehnfache Mutter in den niederösterreichischen Landtag zurück. Ihr Ziel, der FPÖ wieder zur Klubstärke im Landesparlament zu verhelfen, hat Rosenkranz mit sechs Mandaten klar erreicht. Nach dem Absturz auf 4,5 Prozent vor fünf Jahren hat sie den Freiheitlichen nun zu einer Verdoppelung auf mehr als 10 Prozent verholfen. Barbara Rosenkranz hat dem Landtag bereits von 1993 bis Dezember 2002 angehört, ehe sie in den Nationalrat wechselte. 
 
 

Ergebnis der Landtagswahl vom 8. 2. 2008
(Vergleich zu 2003)


St. 2008
+/- zu 2003
% 2008
+/- zu 2003
Wahlber.
1387365
+81.415
 
+6,23 %P
Abgeg. St.
1014154
+76.667
73,10 %
+1,31 %P
Ungült. St.
23.066
+7.051
2,27 %
+0,46 %P
Gült. St.
991.088
+69.616
97,73 %
-0,56 %P
ÖVP
538.111
+47.046
54,29 %
+1,00 %P
SPÖ
254.103
-55.096
25,64 %
-7,91 %P
FPÖ
104.434
+63.043
10,54 %
+6,05 %P
Grüne
67.452
+909
6,81 %
-0,41 %P
KPÖ
8.509
+1.435
0,86 %
+0,09 %P 
DCP
8.309
+8.309
0,84 %
+0,84 %P
BZÖ
7.158
+7.158
0,72 %
+0,72 %P
LNÖ
2.166
+2.166
0,22 %
+0,22 %P
TRP
846
+846
0,09 %
+0,09 %P

[9. Februar 2008]
 

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