Wiener Opernball 2010
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Direktor Ioan Holender gab zum Abschied eine Gesangseinlage...[12. Februar 2010]
Wiener Opernball 2009
Der Wiener Opernball vom 19. 2. 2009 war trotz Finanzkrise wieder ausverkauft. Zwar hatten zahlreiche Stammgäste hauptsächlich aus dem Bankensektor abgesagt, dafür kamen aber andere zum Zuge. Der Ball sollte laut Ankündigung im Zeichen Joseph Haydns stehen, zu dessen Musik anfangs Balletteinlagen dargeboten wurden. Als Neuerung wurde dann nach Mitternacht Jiddische Musik gesungen und gespielt. Wahrscheinlich wegen der herrschenden Kälte kam es zu keinen nennenswerten Demonstrationen gegen den Ball, es soll aber doch insgesamt vier Demonstranten gegeben haben.
[19. Februar 2009]
___________ Wiener Opernball 2008
Gegen den Wiener Opernball vom 31. 1. 2008 ist erst im letzten Moment, nämlich am Tag des Balles, von einer Tierschutzorganisation eine Demonstration angemeldet worden.
Zu sehen waren nur einige Kleingruppen von Tierschützern an der Ecke Kärntner Straße/Krugerstraße und der grünalternativen Jugend beim Museumsquartier. Eine weitere offenbar nicht sonderlich organisierten Gruppierung von potentiellen Demonstranten wurde auf dem Robert-Stolz-Platz beobachtet.. Auch hier waren kaum mehr als zehn Demonstranten zu sehen. Die Kundgebungen lösten sich teilweise schon gegen 19.30 Uhr wieder auf.Ursprünglich war befürchtet worden, dass von auswärts angereiste Linksradikale, die am 25. 1. gegen den 55. Wiener Korporationsball in der Wiener Hofburg demonstrierten, auch anläßlich des Opernballes randalieren werden. Am 26. 1. 2008 versammelten sich gegen 23 Uhr rund 200 Gegner des Balles der Burschenschaften bei der Babenbergerstraße. Mit diversen Transparenten zogen die teils vermummten Linksextremisten über den Maria-Theresien-Platz zur Hofburg. Dabei wurden Knallkörper und Leuchtraketen gezündet. Vor der Hofburg wurden die Demonstranten von Polizeikräften aufgehalten. Ab Mitternacht kam es schließlich zu Sachbeschädigung. Fensterscheiben wurden eingeschlagen, Glascontainer umgeworfen. Es entstand zum Teil erheblicher Sachschaden. Die anwesenden Polizeikräfte vermieden es jedoch, auch nur einen der Randalierer festzunehmen - wahrscheinlich auf Anweisung der roten Wiener Polizeiführung. Rote und grüne Politiker forderten bereits Tage zuvor ein Verbot des Balles der Korporationen, ein "Justizsprecher " der sog. Grünen erklärte z. B., es könne nicht angehen, dass im Gedenkjahr 2008 im Parlament Schweigeminuten abgehalten werden, während in der Hofburg die Rechtsextremisten tanzen....
Am 30. Januar 2008 kritisierte der Kabarettist Hubsi Kramer bei einer ORF-Diskussion u. a., dass der Opernball nicht nur von Diktatoren und Potentaten sondern sogar auch von Lieblingskünstlern Hitlers wie Herbert v. Karajan und Paula Wessely besucht wurde......
(siehe auch: Grabschändung in Salzburg )[30. Januar 2008]
Opernballdemonstration 2007
Die Tierschutzorganisation "PETA" veranstaltete am 15. 2. 2007 eine Anti-Pelz-Demonstration anlässlich des Opernballs in Wien. Fünf PETA-Aktivisten mit Videoleinwand und Beamer führten den Ballgästen mit einem Film vor Augen, unter welchen Grausamkeiten ein Pelz produziert wird.
Außerdem gab es eine unangemeldete Demonstration von etwa 40 bis 50 "Punks". Die Gruppe wanderte vom Museumsquartier, dem früheren Messepalast, zur Albertina in der Nähe der Staatsoper, wo sie auf der Galerie Parolen skandierte. Unter anderem war zu hören: "Bringt das Kapital zu Fall, nieder mit dem Opernball!" Danach zogen die Demonstranten weiter zur Kärntner Straße und von dort Richtung Stephansplatz.
Weiters sorgten fünf Aktivistinnen auf der Feststiege der Oper für Aufregung. Die ganz in Gelb gekleideten Demonstranten entfalteten ein Transparent, worauf die Parole "Raus aus Euratom" zu lesen war. Doch bevor noch die Ordner eingreifen konnten, entfernten sie sich wieder.
[15. Februar 2007]
Keine Demonstration zum Opernball 2006
Am 23. 2. 2006 fand als Höhepunkt des Wiener Faschings der 50. Wiener Opernball nach 1945 statt. Rund 4.600 Besucher verfolgten im restlos ausverkauften Sangeshaus am Ring die glanzvolle Eröffnung, die ganz im Zeichen von Wolfgang Amadeus Mozart stand, dessen 250. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. Eine Demonstration gegen die Veranstaltung blieb heuer aus.
Nur 20 Demonstranten gegen den Opernball
Die Beamten der Exekutive, die am Abend des 3. 2. 2005 für die Opernball-Demonstration abgestellt waren, hatten nicht viel zu tun. Es erschienen nicht einmal 20 Demonstranten. Im Vorfeld wurden verdächtig aussehende Personen durchsucht und ihnen potenziell gefährliche Gegenstände abgenommen: Brandsätze, Farbbeutel, Steinschleudern und Ketten wurden sichergestellt.
Sieben Personen sind in der Siebensterngasse im Bezirk Neubau perlustriert worden - an diesem Ort hatte eine Plattform für 20.00 Uhr zum Sammeln für eine Anti-Opernball-Demo aufgerufen. Eine weitere Handvoll Demonstranten wurde in der Nähe der Oper angehalten und durchsucht. Auch in der Krugerstraße wurde etwa ein Dutzend perlustriert.
Laut Polizei blieben Zwischenfälle aus. Auch Festnahmen hat es keine gegeben.
Beim Opernball 2005 herrschte erstmals Rauchverbot, laut Bericht eines TV-Privatsenders soll jedoch Kokain konsumiert worden sein. Beim Blumenschmuck und bei den Kleidern der Balletttänzerinnen der Oper dominierte heuer sattes Orange. Das Fest hatte einen prominenten Debütanten: Bundespräsident Heinz Fischer besuchte zum ersten Mal den Ball.
Einen offiziellen Staatsgast gab es heuer nicht. Aus Griechenland kam auf Einladung von Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) dessen Athener Amtskollegin, Dora Bakoyannis.
Der diesjährige Opernball war seit vergangenem Mai restlos ausverkauft. Der Prominentenreigen war heuer eher spärlich: Die Olympiasieger Kate Allen, Roman Hagara und Markus Rogan kamen ebenso zum Fest wie der Slalom-Fahrer Rainer Schönfelder.
Baumeister Richard Lugner schmückte sich mit dem Ex-Spice Girl Geri Halliwell. Vor Journalisten versteckt, den Walzer und Interviews verweigert und ein Fluchtversuch auf der Feststiege - Geri Halliwell hat es Richard Lugner beim Opernball wahrlich nicht leicht gemacht. Für einen bunten Farbklecks sorgte das deutsche Promi-Paar Tatjana Gsell und Ferfried von Hohenzollern. Mit Kerry McFadden kam ein weiteres Ex-Mitglied aus einer Girlband ("Atomic Kitten").
Eröffnet wurde der Opernball wie üblich mit der österreichischen Bundeshymne und der Europahymne. Nach der Fächer-Polonaise von Carl Michael Ziehrer und der Fest-Polonaise von Johann Strauß Sohn standen Darbietungen der lettischen Mezzosopranistin Elina Garanca und des aus Argentinien stammenden Tenors Marcelo Alvarez auf dem Programm.
Danach erwartete die Festgäste die Polonaise von Frederic Chopin, eine Mazurka und natürlich der Walzer "An der schönen blauen Donau" von Johann Strauß Sohn.
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Traditionelle Opernballdemonstration
Am 19. 2. 2004 gab es in Wien wieder die traditionelle Demonstration gegen den Opernball. Treffpunkt für die Demonstranten war Siebensterngasse Ecke Kirchengasse in Wien Neubau. Von dort setzte sich kurz vor 21.00 Uhr der Demonstrationszug mit etwa 450 Teilnehmern in Richtung Oper in Bewegung. Die Teilnehmer marschierten durch die Neubaugasse in Richtung Mariahilfer Straße.
Einige Protestierer waren vermummt, manche mit einer Eishockeymaske. Die Demonstranten versuchten, Polizisten in Diskussionen zu verwickeln: "Ihr beschützt den Lugner, ihr seid's auf der falschen Seite." Einige Teilnehmer versuchten sich mit Hilfe von Alkohol warm zu halten.
Gegen 21.30 Uhr traf der Demonstrationszug bei der letzten Sperre vor der Oper beim Schillerplatz ein. "Nieder mit dem Opernball, bringt das Kapital zu Fall" und "USA internationale Völkermordzentrale" waren die Parolen der Demonstranten.
Die Wasserwerfer der Polizei standen bereit, zum Einsatz kamen sie zunächst nicht. Einige Demonstranten warfen Flaschen, Steine und Böller nicht zurück.
Für großes Aufsehen sorgte die Demonstrationsgruppe auf dem Weg zur Oper in der Mariahilfer Straße. Es waren vor allem Touristen, die nicht genau wußten, was die laute Gruppe eigentlich wollte. Wohl sicherheitshalber haben dann einige Fotos gemacht. Eine McDonald's-Filiale wurde mit Böllern beschossen. Einige Demonstranten versuchten Schaufenster einzuschlagen.
Aus Sicherheitsgründen waren die Aufgänge zum Kärntner Ring und zum Opernhaus gesperrt. Das Gebiet rund um die Oper war wieder zur Sperrzone erklärt. Baustellen und Glascontainer wurden gesichert oder überhaupt entfernt.
Rund 1.000 Beamte waren im Einsatz, um für die Sicherheit in und um die Oper zu sorgen. Eine Opernballdemonstation war heuer offiziell nicht angemeldet, es hatte allerdings Aufrufe im Internet gegeben. Bei der Absperrung rund um die Oper kam der Demonstrationszug gegen 22.00 Uhr zum Stehen. Ein Großteil der Demonstranten hatte sich wieder verlaufen, einige kehrten in die Mariahilfer Straße zurück und prügelten sich mit der Polizei. Außerdem wurden Schachteln angezündet. Die Feuer konnten aber rasch gelöscht werden und richteten keine Schaden an.
Eine Gruppe von etwa 30 Demonstranten war im Bereich Mariahilfer Straße Ecke Capistrangasse von Polizisten umzingelt worden. Die Demonstranten schwenkten Fahnen und riefen Parolen.
Laut Polizei wurden fünf Beamte leicht verletzt. Sieben Demonstranten wurden festgenommen. Einer davon soll die Polizei mit eomer Glasscherbe attackiert haben. Er war am 20. 2. noch in Haft.
_____________ Opernballdemonstration in Wien
Anläßlich des Opernballes demonstrierten am 27. 2. 2003 ca. 1000 Aktivisten gegen die "Zurschaustellung westlicher Opulenz", gegen den Irakkrieg und für die Palästinenser sowie gegen die Neuauflage von Schwarz-Blau, wie den mitgeführten Transparenten und Fahnen zu entnehmen war.
Es kam zu kleineren Zwischenfällen: Demonstranten haben die Poizei attackiert und einen brennenden Papppanzer auf sie gerichtet, Steine und Flaschen wurden geworfen, die Autos beschädigten, es gab auch einige Handgemenge und mehrere Brände, die von Demonstranten gelegt wurden. Jene kleinen Gruppen, die zu Handgreiflichkeiten bereit waren, wurden am späten Abend von der Polizei im Bereich des Karlsplatz und der Secession eingekesselt.Es gab 20 bis 30 Festnahmen wegen Landfriedensbruches und Sachbeschädigung.
[27. Februart 2003]
Opernball und Antiimperialismus Jetzt ist sie also heraus, die Überraschung auf die Österreich jedes Jahr im Jänner wartet: wen wird "Mörtel" Lugner dieses Jahr am Opernball präsentieren? Einen Pornostar, eine tatsächliche französische Schauspielerin oder - Pamela Anderson, der feuchte Traum vom American Way of Life. Die berühmte Silikonnixe ist es also, die noch dazu mit der angeblichen Limousine des Altpräsidenten und Ex-CIA-Bosses George Bush aufkutschieren wird. Gerade passend zum ersten Bombenhagel auf Bagdad und Basra. Eine Provokation des guten Geschmacks, wie immer.
Ebenso Tradition ist es, daß sich die Boulevard-Journaillie in Erwartung der anmarschierenden Chaoten in künstliche Erregung schreibt, denn was wäre der Opernball ohne die Opernballdemo samt Pflastersteinen und Polizeiprügel. Tatsächlich ist Wiens Chaotenszene seit langem bestenfalls einmal im Jahr in der Lage, einen matten Auftritt zu liefern. Heuer liegen die Dinge jedoch einigermaßen anders, nicht nur daß der Irakkrieg einen gewissen Mobilisierungsschub für die linke Szene erzeugen könnte, so haben dieses Jahr auch völlig andere Personen als die einschlägig Verdächtigen die Initiative ergriffen und betreiben die Mobilisierung ziemlich professionell.
Es handelt sich um Personen aus jenen antiimperialistischen Gruppen, die man im weitesten Sinne auch als K-Gruppen bezeichnen könnte, die vor allem den Irakkrieg dazu benützen möchten, den Bewußtseinsstand der Szene zu heben und ihre eigene Bündnisfähigkeit voranzutreiben. Neben der altbacken-stalinistischen KOMAK-ML sind es vor allem die dem Trotzkismus entwachsenen Kreise um die durchaus herzeigbaren Zeitschriften "Bruchlinien" und "Intifada", die in der linken Szene immer wieder wegen ihrer kompromißlosen Ablehnung der USA und Israels, auf Feindschaft und Ablehnung stoßen - so weit, daß sich eine Kleinstgruppe (1 Person plus wechselnde Freundinnen) namens "Ökologische Linke" (ÖKOLI) seit Jahren praktisch ausschließlich mit der Bekämpfung dieser angeblich antisemitischen Linken beschäftigt und dazu wahlweise das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands*, die Israelitische Kultusgemeinde oder das Zentralorgan der lachsfarbenen Linken namens "Der Standard" instrumentalisiert.
(* Nachweislich war vor einem Jahr ein Text zuerst auf der Seite der ÖKOLI zu finden, der kurz darauf gleichlautend in die DÖW-Chronik übernommen wurde.)
Die anti-antiimperialistischen "Anti-Nationalen", wozu neben der ÖKOLI auch noch das Café Critique und die Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft, zu zählen ist, insgesamt ein harter Kern von ca. 12-15 Mann, der sich vornehmlich auf Israel-Solidemos findet und ansonsten damit beschäftigt ist, die Linke in die Guten, die ihren Vorgaben folgen, und die Bösen, die auch die Antiimperialisten nicht ausgrenzen möchten, zu spalten, versuchten auch diesmal ihr Spiel mit Hilfe der letztlich unpolitischen, aber offenbar antideutsch anagitierten "Anarchistischen Jugend außer Kontrolle" (AJaK), die zu einer eigenen Demo zu mobilisieren begann. Leicht machte es das antiimperialistische Bündnis, das unter dem Namen "Opernball angreifen" eine Homepage betreibt ( http://www.geocities.com/opernballdemo/ ), seinen Gegnern insofern, als es eine exklusiv für diese Mobilisierung angefertigte Karikatur des brasilianischen Künstlers Latuff zur Selbstpräsentation benutzt. Da dieser Latuff den Großteil seiner Arbeiten in sehr harter und wenig unterhaltsamer Weise für die Anprangerung von Verbrechen der zionistischen Armee benutzt, ist dieser für weite Teile der Linken ein "rotes Tuch", und seine Arbeiten werden u.a. auch von indymedia Deutschland zensuriert, auch wenn sie sich nicht auf den neuen Fetisch der antideutschen Linken, Israel, beziehen. Das "Opernball angreifen"-Bündnis wurde schnell nur mehr als Latuff-Fans bezichnet. Umso erstaunlicher ist es, daß der Spaltungsversuch abgewehrt werden konnte und nun alle Linken zum gleichen Demotreffpunkt beim Museumsquartier (27.2., 19 Uhr) mobilisieren. Auch mußten die Gegenaufrufer sich kooperationsbereit zeigen, da die gesamte Vorbereitungsarbeit von dem "Latuff-Bündnis" übernommen wurde. Die Demo wird sich somit insgesamt von den Losungen des Bündnisses nicht mehr loslösen können, die da lauten (verbreitet auf Plakat, Pickerl und Broschüre): Kriegstreiber stoppen! Kapitalismus zerschlagen! Für die Kämpfe um Befreiung weltweit! Kein ruhiges Hinterland für Ausbeuter und Kriegsstrategen! Stoppt das Embargo und den Krieg gegen den Irak!
Vor der Demo werden ein Solidaritätskonzert in der Arena mit fünf "Musik"-Gruppen und eine öffentliche Diskussionsveranstaltung stattfinden. Bei der Demo selbst wird sich dann zeigen, ob die Neuorientierung des Demorituals von "freier Alk, heiße Mädels" (so ein Flyer der AJaK) zu einer inhaltlich aufgeladenen Demonstration gegen den Imperialismus gelingt, es also zu einer Art Intifada in Wien kommen kann. Vor allem die Fähigkeit, weitere Kreise für diese Prestigeveranstaltung der radikalen Linken zu mobilisieren, vor allem sind hierbei auch Ausländer, nicht zuletzt Araber, anvisiert, könnte über die zukünftige Relevanz der antiimperalistischen Linken in der Szene mitentscheiden.
Ein weiterer Bündnisversuch, nämlich neben dem Kampf auf der Straße, auch an der Universität einen Kampf um die Köpfe zu eröffnen, wurde vor kurzem - wieder aus Anlaß des Irakkrieges - mit der Initiative "Studierende gegen den Krieg" gestartet, die bisher bereits mehrere Diskussionsveranstaltungen, u.a. mit einem Bericht der zu Jahreswechsel im Irak weilenden Solidaritätsdelegation, und eine Demonstration organisiert haben. Bei der Demo fanden sich dann bereits zahlreiche Gruppen, die sich seit einiger Zeit aus Bündnissen mit den Antiimperialisten zurückgezogen hatten, wieder im Schlepptau ein: so die Trotzkistensekten Sozialistische Linkspartei, Antifaschistische Linke, Der Funke und Linksruck. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes im Schlepptau, da voran neben Fahnen Iraks und Palästinas die Antiimperialistische Koordination marschierte und auch die meisten Redebeiträge stellte (neben einem peinlichen Redebeitrag der SLP, die zum Sturz Saddams und zur Ablehnung des Antiamerikanismus aufrief). Die Isolierung und Behandlung mit der Antisemitismuskeule, die die DÖW-Kräfte (angeführt vom ehemaligen Vorsitzenden des Kommunistischen Studentenverbandes Heribert Schiedel) denjenigen Linken angedeihen lassen möchten, die sich nicht pro Israel orientieren, konnte somit in diesem Fall durchbrochen werden.
Summutt
[29. Januar 2003]
Traditionelle Opernballdemonstration in Wien Am 22. 2. 2001 gab es in Wien wieder die traditionelle Demonstration der Linksradikalen gegen den Opernball. Da es den Demonstranten wegen der Polizeiabsperrungen nicht gelang, in die Nähe der Oper zu kommen, tobten sie sich in den angrenzenden Bezirken aus. Gegen 21 Uhr begann die Polizei die Demonstranten von der Oper weg bis zum Schwarzenbergplatz abzudrängen. Zuvor war es zu mehreren gewalttätigen Zwischenfällen gekommen. Im Bereich Schwarzenbergplatz / Kärntner Ring, wo die Absperrung der Polizei begann, flogen Pflastersteine und Farbbeutel. Dabei wurden mehrere abgestellte Fahrzeuge beschädigt. Auch die Auslagenscheibe einer Bank ging zu Bruch. Nur rund 500 bis 600 Demonstranten, so die Schätzungen der Polizei, nahmen an der Kundgebung teil.
Die Demonstranten trugen Fahnen mit Totenkopf sowie den Abbildungen von Hammer und Sichel mit. Mit Trillerpfeifen veranstalteten sie einen Höllenlärm. Dafür gab es Transparente mit Aufschriften wie "United Aliens against FPÖVP", "Ausländer irrational statt international", "Drogen - ich bin selbst süchtig", "Lesben kennen keine Gnade" oder "Der einzige Ausweg ist der Sozialismus".Ein Trupp, geleitet offenbar von jungen maskierten Bundesdeutschen, zog die Mariahilfer Straße hinauf, schlug Auslagenscheiben ein, trat gegen Autos, riß Seitenspiegel herunter und zündete Mülltonnen an. Die Polizei holte Wasserwerfer und rückte nach. Die Demonstranten trugen Fahnen mit Totenkopf sowie den Abbildungen von Hammer und Sichel mit. Mit Trillerpfeifen veranstalteten sie einen Höllenlärm. Etliche Kundgebungsteilnehmer, Wiener, wandten sich gegen die Randalierer, sprachen sie an und erklärten, sie würden Gewalttätigkeiten ablehnen. Doch die Bundesdeutschen ließen sich davon nicht beeindrucken und erklärten ihre Beteiligung als "Abenteuerurlaub". Angesichts des enormen Polizeiaufgebots, das von Polizeigeneral Franz Schnabl höchstpersönlich kommandiert wurde, hatten Extremisten jedoch keine Chance. Gegen 23 Uhr war der Spuk größtenteils vorbei. Die Demonstranten waren von den Straßen verschwunden. Die Polizei zog eine erste Bilanz: 17 Beamte wurden verletzt, einer davon schwer. 42 Demonstranten wurden festgenommen. Nach einer - weiter vorläufigen Polizei-Bilanz - wurden sechs private Pkw beschädigt, außerdem gingen etliche Auslagenscheiben zu Bruch.Unbestätigten Meldungen zufolge soll sich auch die Abgeordnete der Grünen Madeleine Petrovic an der Demonstration der Linksradikalen beteiligt haben. Die Höhe des Sachschadens ließ sich noch nicht beziffern. In den kommenden Tagen wird die Polizei ihre Videos sichten, die bei der Demonstration gemacht wurden: Möglicherweise können auch so noch Gewalttäter identifiziert werden.
Der Opernball mit rund 5.000 Gästen ist der jährliche Höhepunkt der Wiener Ballsaison. An dem Ball nahm unter anderem Bundespräsident Thomas Klestil teil, Gast in seiner Loge war der kroatische Präsident Stipe Mesic. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hatte sich ebenso angekündigt wie Vizekanzlerin Riess-Passer und zahlreiche Minister. Als bezahlter Gast des Bauunternehmers Richard Lugner und seiner Frau Christine kam die amerikanische Schauspielerin Farah Fawcett, die vor allem mit der Fernsehserie «Drei Engel für Charlie» berühmt wurde.
[22. Februar 2001]
Wiener Opernball 2000 war trotz Boykottdrohung ausverkauft Der Wiener Opernball fand wie geplant am 2. März 2000 in
Wien statt. Obwohl wegen der FPÖ-ÖVP Regierung ein Boykott ausgerufen wurde und zahlreiche Absagen von geladenen Gästen kamen, war der Ball trotz erhöhter Eintrittspreise ausverkauft.Es nahmen zahlreiche Regierungsmitglieder und Bundespräsident Th. Klestil am Ball teil.
Vor der Oper demonstrierten Regierungsgegner wobei es teilweise zu gewalttätigen Angriffen von Linksradikalen auf die Polizei kam.
Während die Tausenden Teilnehmer laut aber ohne Aggressionen agierten, provozierte der bis zu 500 Mitglieder starke, teilweise vermummte Block von Autonomen bei der Albertina die Polizei - mit dem Abfeuern von Feuerwerksraketen und vereinzelt mit Wurfgeschossen wie Glasflaschen oder Eiern. Der versuchte Durchbruch zur Oper wurde verhindert. Rund 15.000 Menschen dürften nach Angaben von Exekutive und Veranstaltern am Höhepunkt der Demonstration dabei gewesen sein. Rund eine halbe Stunde vor der offiziellen Eröffnung des Opernballes um 22.00 Uhr hatte sich der Tross der Demonstranten im Bereich der Kärntner Straße gesammelt.
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Linksradikale gehen mit einem Absperrgitter auf die Polizei losDort wurden "Widerstands"-Parolen gegen Schwarz- Blau skandiert. Knallkörper sorgten für großen Lärm, Leuchtraketen zischten in Richtung Oper. Ähnliche Demonstrationen gab es zuletzt vor Jahren, als noch Franz Josef Strauß als Ehrengast zum Opernball kam.
Während des Einlasses der Gäste fuhr eine weiße Rolls-Royce Limosine vor, der ein als Hitler verkleideter Demonstrant entstieg. Er begrüßte die zahlreichen Reporter als Volksgenossen und erklärte, daß er wieder da sei. Beim Versuch, die Staatsoper zu betreten, wurde er mitsamt seinem Chauffeur festgenommen und wegen "Wiederbetätigung für den Nationalsozialismus" angezeigt
[3. März 2000]