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Im Wiener Magistrat gibt es seit 2005 eine eigene Projektstelle die in Engleutsch "Gender-Mainstreaming" genannt wird. Dabei geht es darum, die unterschiedlichen Lebenssituationen von Männern und Frauen "bewusst" zu machen und für "Chancengleichheit" zu sorgen. So sollen nach Ansicht der Projektleiter z. B. mehr Männer als Kindergärtner und dafür mehr Frauen in Männerberufen - womöglich als Manager - arbeiten. Dazu wird z. B. von Zeit zu Zeit in Wien ein "Töchtertag" veranstaltet, an dem nur Mädchen in die Betriebe eingeladen werden, wo ihre Väter (noch) in Männerberufen arbeiten... Neuerdings sollen auch öffentliche Hinweisschilder nach den Prinzipien der Gleichberechtigung gestaltet werden. Schilder und Piktogramme im Wiener Rathaus und bei den Wiener Verkehrsbetrieben sollen demnächst als optischer Ausdruck einer "Gender-Mainstreaming-Kampagne" der Stadt zur Hälfte weiblich werden. Statt der bisher ausschließlichen Aufforderung, einer Frau mit Kind den Sitzplatz zu überlassen, soll man dann einen Mann mit einem Baby hinsetzen lassen. Bei Hinweisstellen auf Wickelplätze sollen Männer mit Babys dargestellt werden. Der bisherige Höhepunkt war ein "weibliches" Fluchtwegschild, das inzwischen wieder zurückgezogen wurde. Es wird auch kritisiert, dass viele umgangssprachliche Ausdrücke Frauen benachteiligen. So sagt man in Wien etwa, man habe nach durchzechter Nacht einen "Kater", Feministen würden jedoch vorschlagen, den Ausdruck "Katze" zu verwenden. Der Ausdruck "Hühnerauge" wird sogar als eine Diskriminierung der Frauen angesehen, besser wäre "Hahnauge". Ferner wird beanstandet, dass man zwar "der Knabe", aber nicht "die Mädchen" statt "das Mädchen" sagt. Auch der Ausdruck "herrenlos" wie z. B. herrenloser Hund ist diskriminierend, man soll ebenso sagen können "frauenloser Hund bzw. HündIn".
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