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Als Beitrag zur Diskussion über den EU-Beitritt der Türkei hat der türkische Künstler Feridun Zaimoglu am 7. 3. 2005 die Kunsthalle im Wiener Museumsquartier mit hunderten Türkenfahnen eingehüllt. Unter dem Titel "KanakAttack" hat Feridun Zaimoglu vor der Kunsthalle 420 türkische Fahnen anbringen lassen. Der Künstler selbst bezeichnete Wien mit seiner Geschichte der Türkenbelagerungen als "geeigneten historischen Ort" für seine Fahneninstallation. Die Fahneninstallation sei ein Gruß an die Türken in Wien, zugleich aber auch das Portal für die Veranstaltung "Literatur im März". Mit dem Projekt wolle die Kunsthalle Wien anläßlich der kontroversiellen Debatten um die EU - Erweiterungsverhandlungen mit der Türkei die politischen, symbolischen und ästhetischen Herausforderungen dieses Beitrittes thematisieren, erklärte Kunsthallen-Chef Matt. "Es geht auch darum, mit diesem Kunstprojekt im öffentlichen Raum einen Beitrag zur Klärung politischer und gesellschaftlicher Fragen zu leisten." Im Zusammenhang mit dem Projekt vom 7. bis 28. März sollen auch mehrere Diskussionsveranstaltungen stattfinden. Manche Medien sprachen von purer Provokation, die Wiener FPÖ sprach von Steuergeldverschwendung. Türkische Zeitungen brachten die Aktion bereits auf Seite eins. Der Wiener Landesparteiobmann Heinz-Christian Strache zeigte sich über die Installation "KanakAttack - Die dritte Türkenbelagerung?" des türkisch-deutschen Autors und Künstlers Feridun Zaimoglu empört: "Dieses Skandalvorhaben, das den Steuerzahler immerhin 40.000 Euro kostet, ist zu stoppen", meinte Strache. Die Wiener FPÖ macht gegen das Kunstprojekt "KanakAttack" mobil. "Wien darf nicht Istanbul werden", so Obmann Heinz-Christian Strache (FPÖ). Bei der Aktion handle es sich um eine Polit-Provokation abseits des guten Geschmacks, die vom Steuerzahler mit 40.000 Euro subventioniert werde, so Strache. Istanbul sei eine wunderschöne Stadt und solle ihre Kultur genauso behalten wie Wien. Aber "mir wird Wien schon zu sehr anders", variierte Strache den bekannten Werbespruch "Wien ist anders". Die anti-österreichische, anti-integrative Agitation mit der türkischen Nationaltapete zeige, daß die Wiener SPÖ-Regierung keine Integration, sondern Parallelgesellschaften fördere. Strache forderte, daß die Umhüllungsaktion ersatzlos gestrichen werde, Kunsthallen-Chef Gerald Matt zurücktrete und das Kontrollamt auf den Plan trete. Außerdem wolle die Wiener FPÖ einen Misstrauensantrag gegen Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) initiieren. [7. März 2005] KanakAttack: Strache fordert von Häupl dringliche Stellungnahme
Wenn die Kunsthalle schon eingehüllt wird, dann in rot-weiss-rot mit österreichischen Flaggen oder Wiener Wappen! "Nachdem die Kunsthalle gerade mit türkischen Flaggen von einem türkischen Nationalisten unter dem Deckmantel der Kunst eingehüllt wird, wäre eine Stellungnahme des Wiener Bürgermeisters mehr als überfällig", so der Wiener FPÖ-Obmann HC Strache. "Was ist der nächste Schritt: Subventioniert Häupl die Einhüllung des Wiener Rathauses mit Halbmonden? Die Subventionierung dieses Aufrufes zur Nicht- Integration und zur Entwicklung von Parallelgesellschaften durch die Wiener Stadtkassa ist eine Provokation der Sonderklasse, so nach dem Motto: Der echte Wiener geht unter, wir von der SPÖ kümmern uns jetzt um die Türken, die hier sind. Da ist es ja auch kein Wunder, daß der Bürgermeister Häupl die Speerspitze bildet, damit die Türkei zur EU kommt, so Strache. Und die SPÖ soll sich ja nicht ausreden, dass sie diese Einzelaktion nicht bewusst unterstützt. Die Kunsthalle ist ja bekannt für ihre Machewerke, so Strache, der beispielsweise an das Video erinnert, in dem ein totgeborener Säugling geschändet wurde und man das den Wienern als "Kunst" verkaufen wollte. Es ist somit sattsam bekannt, was sich hier abspielt, so Strache. Kunsthallen-Direktor Matt soll am besten seinen Hut nehmen. Er kann ja versuchen, in der Türkei das Topkapi-Museum mit österreichischen Fahnen einpacken zu lassen und schauen, wie man dort auf seine Aktion reagiert, so Strache, der den sofortigen Abbruch dieser Aktion im Wiener Museumsquartier fordert. http://www.fpoe-wien.at/ [9. März 2005]
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Sind die Wiener Steuerzahler für den "Tapetenkünstler" nichts anderes als Lastentiere? Wenn der Deutsch-Türke Zaimoglu meint, die Verhüllung der Kunsthalle mit der "türkischen Nationaltapete" sei "ein imperialer Akt", könnte es sich dabei um eine leichte Sprachunsicherheit handeln. Es sei eher ein geglückter "finanzieller Akt", wenn man für das Tapezieren eines Wiener Museums mit türkischen Fahnen satte 40.000 Euro aus dem Steuertopf einstreifen darf, stellt der Wiener FPÖ-Obmann HC Strache fest. Letztklassig aber bezeichnend für das gesamte Niveau der Aktion sei die Aussage des "Künstlers", dass der Akt "Glaubenspolizisten und Kamele auf den Plan ruft". Mit den Kamelen hat er offensichtlich die zahlreichen Wiener Steuerzahler gemeint, die sich in öffentlichen Reaktionen gegen die 40.000 Euro-Aktion ausgesprochen haben.Angesichts solcher Untergriffe wäre es angebracht, dass Zaimoglu und Kunsthallenchef Matt die Fahnen einholen und gemeinsam nach Istanbul zurückbringen, so Strache. Strache: "KanakAttack" - Wien darf nicht Istanbul werden Kontraproduktive Aktionen wie "KanakAttack" haben mit Kunst nichts zu tun Der Wiener FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache spricht sich zusammen mit Kultursprecherin Landtagspräsidentin Heidemarie Unterreiner dafür aus, dass die ab 7. März geplante Ausstellung "KanackAttack" der Kunsthalle Wien gestrichen wird. Kunsthallen-Chef Gerald Matt soll zurücktreten, zumal ein aktueller Rechnungshofbericht zur Kunsthalle massive Kritik an ihm übt. Weiters kündigt er einen Misstauensantrag gegen den verantwortlichen Kulturstadtrat Mailath-Pokorny im Gemeinderat an, für den man allerdings die Unterstützung der ÖVP benötigt. Wenn sich die ÖVP für die Integration der Zuwanderer ausspricht, wird sie den Antrag unterstützen. Wenn nicht, geht sie den Weg von SPÖ und Grünen, die in Wien kulturelle Parallelgesellschaften installieren wollen. Die "KannakAttack" zielt in diese Richtung. Der Deutsch-Türke Feridun Zaimoglu will nach eigenen Worten "eine offensive Gegenattacke" reiten, wehrt sich gegen "Integrationsdruck" und will "ein Stück der kulturellen Hegemonie". "Wien darf nicht Istanbul werden," kontert Strache. So wie Istanbul, eine schöne und interessante Stadt, seine kulturelle Identität behalten soll, soll auch Wien seine Identität bewahren. Der Slogan "Wien darf nicht Chicago werden" ist ja nicht mehr aktuell, da sich Chicago inzwischen zu einer der sichersten Großstädte der USA gemausert hat. Betrachtet man jedoch die Kriminalitätsrate in Wien, wäre es nicht verwunderlich, wenn dort mit dem Slogan "Chicago darf nicht Wien werden" Wahlen geschlagen werden, so Strache. Wien muss jeder Hinsicht unsere Heimat bleiben, fügt Unterreiner hinzu. Kontraproduktive Aktionen wie "KanakAttack" haben mit Kunst nichts zu tun und fallen in die Kategorie Politagitation. Der Rücktritt Gerald Matts ist daher notwendig. Die vom Rechnungshof aufgedeckten frisierten Besucherzahlen wären allein schon Grund genug dafür. Die mit zumindest 40.000 Euro aus Geldern der Wiener Steuerzahler ausgestattete "KanakAttack" muss aber auch für Kulturstadtrat Mailath-Pokorny Anlass sein, die Ablösung Matts zu betreiben, so Strache und Unterreiner. http://www.fpoe-wien.at/ |