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Ein Sieg für die Garagengegner ist das Ergebnis der Anrainerbefragung zum geplanten Bau einer Volksgarage unter dem Bacherpark. Insgesamt waren über 8.700 Personen aufgerufen, über die Garage abzustimmen. Rund 2.600 haben ihre Stimmzettel auch wirklich ausgefüllt und zeitgerecht bis zum 12. 6. 2006 zurückgeschickt. Etwa 1.600 lehnten das Projekt demnach ab, rund 840 waren dafür. Das Bacherpark-Projekt hatte für erhebliches Aufsehen und heftige Diskussionen gesorgt, sogar eine wochenlange Besetzung des Parks durch Vertreter einer Bürgerinitiative hatte es gegeben. Die Anrainerbefragung war im Mediationsverfahren zum Bacherpark vereinbart worden. Vereinbart wurde auch, dass das Ergebnis sowohl von den Befürwortern als auch von den Gegnern anerkannt werden soll. An die 9.000 Anrainer des Bacherparks wurden Ende Mai Stimmzettel geschickt. Auch in Wien-Neubau Mehrheit der Garagengegner 66,4 Prozent der Anrainer sprachen sich in einer Bürgerbefragung gegen den Bau einer sog. Volksgarage in der Burggasse im siebenten Wiener Gemeindebezirk aus. Der Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger (Grüne) hatte die Umfrage veranlaßt. Die Anrainer haben klar entschieden, so Blimlinger. Die Menschen, für die das Projekt gebaut werden sollte, wollen es nicht. "Für mich ist das Votum klares Zeichen und Handlungsauftrag - Bezirk und Stadt Wien sind gut beraten, dieses Ergebnis ebenfalls zu akzeptieren", sagte Blimlinger. Allein können die Grünen nicht über die Zukunft des Projekts entscheiden. Sie sind zwar die stärkste Fraktion in Neubau, stellen auch den Bezirksvorsteher, habe aber nur 18 der 40 Mandate in der Bezirksvertretung. Sie bräuchten also Unterstützung von den anderen Parteien. SPÖ. ÖVP und FPÖ haben sich allerdings für die Garage und für eine Befragung im gesamten Bezirksgebiet ausgesprochen. Die von Blimlinger initiierte Bürgerbefragung fand nur in einem Umkreis von 300 Metern rund um den geplanten Standort der Volksgarage statt. Durchgeführt wurde sie von 3. bis 21. April. 4.876 Personen wurden angeschrieben, 1.973 Rücksendungen (40,46 Prozent) waren gültig. 663 Personen sprachen sich für den Bau aus, 1.310 waren dagegen. Am 17. 5. 2006 einigte sich die Initiative zum Schutz des Bacherparkes mit den Befürwortern der Garage auf die Abhaltung einer Bürgerbefragung zum Bau der umstrittenen Tiefgarage.. Am 29. Mai werden ca. 7000 Bürgern - Wahlberechtigte und auch Ausländer, die mindestens fünf Jahre in Wien leben - die Stimmzettel zugesandt, auf denen eine einzige Frage stehen wird: „Wollen Sie den Bau der Volksgarage unter dem Sportplatz, den Ballspielkäfigen und dem Kleinkinderspielplatz (Bacherpark) des Bacherplatzes?" Es kann nur nur mit „Ja" oder „Nein" geantwortet werden. Die Stimmzettel müssen bis zum 12. Juni 2006 zurückgesandt werden. Die Auszählung soll dann durch Mitarbeiter der MA 53 erfolgen. Eine öffentliche Auszählung oder eine Teilnahme von Mitgliedern der Initiative wäre wünschenswert. Bei einer ähnlichen Befragung zur Garage Schützpark in Wien XIV wurde von Seite der Rathausbürokratie behauptet, die erforderliche Rücksendequote von 30 % sei nicht erreicht worden.... Garagengegner halten Bacherpark besetzt Trotz Temperaturen um die -16 Grad halten Gegner der sog. Volksgarage den Park am Bacherplatz in Wien V Tag und Nacht besetzt. Sie wollen erreichen, daß der Park erhalten und die Garage woanders gebaut wird. Nach den Protesten erklärte die Wiener Stadtverwaltung am 24. 1. 2005 mit den Parkbesetzern verhandeln zu wollen. Es soll ein Mediationsverfahren geben. Am Konzept der Volksgaragen will man aber festhalten. Die Stadt und der Betreiber zeigen sich im Konflikt um die Volksgarage am Bacherplatz zum Schein gesprächsbereit. Das Angebot an die Parkbesetzer, die bereits mehr als zwei Wochen bei klirrender Kälte im Bacherpark ausharren: "Zurück an einen Tisch", so der Bezirksvorsteher von Margareten Kurt Wimmer. Eines steht aber schon vor den Gesprächen fest: Die Volksgarage wird laut Wimmer auf jeden Fall gebaut (!), nur der Baubeginn werde sich durch das Mediationsverfahren verzögern. Bei diesem Verfahren sollen mögliche Abänderungen besprochen werden. Die Bürgerinitiative halte davon nichts, so deren Sprecherin Herta Wessely. Sie will über einen Alternativstandort verhandeln. Am Konzept der Volksgaragen will die Stadt trotz aller Proteste festhalten. In Wien seien etwa 650.000 Autos gemeldet, jährlich würden es mehr. Stellplätze sind laut Stadt Wien also in manchen Bezirken Mangelware. Um mit dieser Situation fertig zu werden, wurde das Konzept der Volksgaragen 1999 beschlossen. Bis zum Jahr 2010 sollen daher alle Bezirke, die ihnen zustehenden 300 Stellplätze in Volksgaragen bekommen, so Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (SPÖ). Derzeit sind 14 Standorte in Betrieb. sechs sind im Bau, sieben in Planung. In fünf Bezirken sind noch keine Anträge für den Bau einer Volksgarage gestellt worden, so Garagenkoordinator Alfred Theuermann. Wenn alle Volksgaragen gebaut sind, sollen sogenannte Sammelgaragen folgen. Der Unterschied sei vor allem jener, dass Bezirke dann mehr als 300 Stellplätze bekommen könnten, hieß es. Die Förderungen und günstigen Tarife sollen aufrecht bleiben, so die Stadt Wien. [24. Januar 2006]
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(Wien XIV) Im Januar und Februar 2005 wurde in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative "Rettet den Schützpark" und der Bezirksvorstehung des 14. Bezirkes eine Anrainerbefragung durchgeführt. Von der Bezirksvertretung wurden Fragebogen an 3945 Haushalte verschickt, pro Haushalt konnte nur eine Stimme abgegeben werden. 868 (22 %) Fragebogen wurden an die Bezirksvertretung zurückgeschickt, davon waren 214 Stimmen (24,65 %) für den Garagenbau und 653 Stimmen (75,23 %) gegen den Garagenbau. Da die Rücksendequote unter 30 % lag ist das Ergebnis für die Stadtverwaltung nicht bindend... [24. März 2005] Rote Bürokraten wollen weitere Tiefgaragen unter Parkanlagen bauen Sogenannte Volksgaragen will die SPÖ-Stadtregierung in mehreren Wiener Bezirken bauen lassen. Diese sollen jeweils unter vorhandenen Parkanlagen gebaut werden, die dann verschwinden oder jahrelang zu Baustellen würden. Vorhandene Großgaragen stehen dagegen größtenteils leer, wie z. B. die kürzlich erbaute Großgarage mit fünf Stockwerken bei der U3-Haltestelle Ottakring. Im fünften Wiener Gemeindebezirk soll z. B. nach Meinung des SPÖ-Bezirksvorstehers in Kürze mit dem Bau einer 142-Platz Garage unter dem Bacher-Park begonnen werden, wobei pro Stellplatz mit 20000 Euro subventioniert wird, und zwar von den Steuerzahlern, die in Wien größtenteils mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Wahrscheinlich sollen dabei auch hier wieder Baufirmen tätig werden, die Lohndrücker aus den Ostblockländern mit einem neuen Trick als ein-Mann Unternehmer beschäftigen. Im 14. Bezirk soll unter dem Schützpark eine dreistöckige Tiefgarage gebaut werden, obwohl in der unmittelbaren Umgebung hunderte Garagenplätze leerstehen, z. B. in der Meiselmarktgarage. Der beliebte Park und Kinderspielplatz wäre jahrelang eine Baustelle. Nach Bau der Garagen will man die Parkanlagen angeblich wieder herstellen, aber die Abluft aus den Garagen wird die Umweltbedingungen für die Erholungssuchenden radikal verschlechtern. Gegen diese Baupläne haben sich in Wien bisher mindestens sechzehn Bürgerinitiativen gebildet. Im fünften Bezirk wurden bereits 2300 Unterschriften gegen die Verbauung des Bacherparkes gesammelt. Die Bürgerinitiative "Rettet den Schützplatz" fordert zur Unterschrift gegen die Verbauung des Schützparkes auf, entsprechende Fragebögen werden von der Bezirksvertretung des 14. Bezirkes versandt. Die Bürgerinitiativen gegen den Garagenbau wollen auch die Volksanwaltschaft und die Oppositionsparteien gegen die Wiener SPÖ-Stadtregierung mobilisieren. [12. Januar 2004] |
| Offener Brief der Bürgerinitiative-Bacherpark an die Gemeinderätinnen
und Gemeinderäte der Stadt Wien
Betrifft:
Wien, im Mai 2004 Sehr geehrte Frau Gemeinderätin!
Die BI-Bacherpark (Bürger gegen die Volksgarage Bacherpark) ersucht Sie eindringlich, in Ihren Entscheidungsprozess über die Flächenwidmung und Bebauung des Bacherparks (Plan Nr.7644) folgende Fakten gewissenhaft einzubeziehen: die mittlerweile weit über 2.000 Unterschriften GEGEN den Garagenbau an diesem Standort die fast 200 Eingaben besorgter Anrainer beim Magistrat GEGEN das Projekt die Tatsache, dass die massivst geforderte Anrainerbefragung verweigert wurde die außerordentlich zahlreichen und kritischen Berichte der letzten Wochen in den Medien zum Thema Bacherpark, Volksgaragen, Stadtplanung, Emissionswerte, Verkehrsplanung u. a. die jüngste Kritik des Rechnungshofberichtes zu Volksgaragen und Stadtplanung die wissenschaftlichen Argumente namhafter Fachleute der TU-Wien, BOKU-Wien und der Ärztekammer GEGEN eine Garage an so einem Standort, unter anderem vorgetragen auf der Bürgerversammlung der BI Bacherpark. Vor diesem Hintergrund wird Ihre Entscheidung auch Auswirkungen auf die demokratiepolitische Atmosphäre in dieser Stadt und auf die weitere Erhaltung von Grünraum in den innerstädtischen Bezirken haben. Die Medien und Stadtrat Schicker haben schon von einem Umdenken gesprochen - soll der Bacherpark schnell noch das letzte Opfer dieses Auslaufmodells einer gescheiterten Verkehrs- und Umweltpolitik werden (im Tenor: "Grün weg, Autos rein!")? Margareten ist von abgasreichen Hauptverkehrsadern eingeschlossen. Der anhaltende Protest der Bevölkerung richtet sich gegen ein Programm, das den Verkehr und die Abgase jetzt direkt in die allerletzten Erholungsräume und in die Spielflächen der Kinder und Jugendlichen lenkt. Die Garagenzufahrt wird auch in den engsten Zugangsbereich der Schulen gelegt. Welches Mitglied des Gemeinderats wird die Zunahme blutiger Unfälle mit Kindern persönlich verantworten wollen? Das Stellplatzgutachten (Rosinak & Partner), welches als alleinige Begründung für die Notwendigkeit der Volksgarage Bacherpark dient, wurde nur an einem einzigen Tag durchgeführt. Entsprechend wurde es von Verkehrsexperten der TU-Wien öffentlich als unseriös bezeichnet! Tatsächlich sind viele Garagen rund um den Park nicht ausgelastet, Parkplätze in den Straßen sind laut ausdrücklicher Stellungnahmen dutzender Anrainer ausreichend vorhanden. Deshalb gerät auch die unverhältnismäßige Förderung in Millionenhöhe für private Garagenbetreiber ins Fadenkreuz der Kritik, während in allen sozialen Ausgaben schmerzhafteste Streichungen vorgenommen werden. Im Namen der BI und über 2.000 Unterzeichnern gegen das Projekt, im Namen der prominenten Unterstützer aus Margareten (Teddy Podgorski, Friederike Mayröcker, Stefan Weber u. A.) ersuchen wir Sie nachdrücklich, eine mutige Entscheidung für die Zukunft zu treffen, die den tatsächlichen Wünschen und Bedürfnissen der Margaretener Bevölkerung und einer Stadtplanung für echte und gesunde Lebensqualität Rechnung trägt, und verbleiben mit vorzüglicher Hochachtung BI-Bacherpark
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