Auf Wunsch der Israelitischen Kultusgemeinde soll Gasse nach Simon Wiesenthal benannt werden

Die nach dem berühmten Wienerlied-Komponisten Franz Ichmann benannte Gasse im zweiten Wiener Gemeindebezirk soll auf Wunsch der Israelitischen Kultusgemeinde in Simon-Wiesethalgasse umbenannt werden. 

Wie von der Israeltischen Kultusgemeinde (IKG) gewünscht, beschloss der Kulturausschuss des Gemeinderates der Stadt Wien am 3. 10. 2006 - einem hohen jüdischer Feiertag -, die Gasse umzubenennen. Diesem Vorschlag muss auch noch der Gemeinderat zustimmen. 

Wegen der sogenannten Interkalarfrist ist eine Benennung erst frühestens ein Jahr nach dem Ableben der betreffenden Person möglich. Simon Wiesethal starb am 20. September 2005. Es wurde aber noch der Wahltag 1. Oktober abgewartet, ehe die Entzscheidung im Roten Kulturausschuss fiel.

Derzeit ist die Gasse nach dem Dichter Franz Ichmann benannt, der laut IKG Mitglied der NSDAP war.  "Wir haben einen Akt des Bundesarchivs Berlin, in dem Franz Ichmann in einem von ihm handschriftlich verfassten Lebenslauf aus dem Jahr 1941 angibt, als Blockleiter tätig gewesen und aufgrund dieser Tätigkeit seit 1. Dezember 1940 NSDAP-Mitglied zu sein", erklärte Brigitte Bailer-Galanda, wissenschaftliche Leiterin des sog. Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW), gegenüber dem "Falter".

In einem gemeinsamen Antrag von SPÖ, Grünen, ÖVP und KPÖ in der Leopoldstadt wurde die Magistratsabteilung 7, die Kulturabteilung der Stadt, aufgefordert, den Namen Ichmanngasse in Simon-Wiesenthal-Gasse zu ändern. Die FPÖ hat dem Antrag nicht zugestimmt.

Nach einer Gasse soll nun auch eine Grünfläche nach Simon Wiesenthal benannt werden. Wie "Die Presse" berichtet, soll die Grünfläche am Albertinaplatz nahe der Staatsoper künftig "Simon-Wiesenthal-Park" heißen.

Für die Umbenennung soll es bereits einen Beschluss der Bezirksvertretung geben. Der kleine bisher noch nicht benannte Park soll entsprechend neu gestaltet werden. Auch ein Denkmal für Wiesenthal wird gefordert.

Auf dem Platz befindet sich auch das vom Kommunisten Alfred Hrdlicka produzierte "Mahnmal gegen Krieg und Faschismus". Außerdem stand dort bis zu einem Luftangriff der Befreier im Jahre 1945 der Philipphof. Zumindest 200 Menschen starben im Luftschutzkeller dieses Hauses.

Aus dem Wiener SPÖ-Rathaus heißt es, dass vorläufig die Benennung des Parkes hinter dem Hrdlidka-Denkmal nach Wiesenthal abgelehnt wurde, da Wiesenthal diesem Denkmal kritisch gegenübergestanden.sei..

Eines der bekannten  Wienerlieder  von Franz Ichmann:

Stellt’s meine Roß’ in Stall
Text: Karl Savara / Franz Ichmann, Musik: Ferry Wunsch

Stellts meine Roß’ in Stall,
bald kriagns zum letzten Mal
a Sackerl Hafer und a Heu.
Dann hängt’s das G’schirr an d’ Wand,
bald kriagn’s a Halfterband,
dann kommt der Abschied für uns drei.
Nehmts mir die Peitsch’n weg,
stellts mir’s wo in a Eck’,
damit ich’s nimmer schnalzen hör’.
Hängts an die Tür a Schloß,
dann seits mi endlich los,
weil i jetzt nimmer zu die Fuhrleut’ g’hör.

:
Die letzte Fuhr,
das war ka Fahrt ins Paradies,
das hab i kommen g’sehn, das war mir g’wiß.
Die Roß’ hab’n nimmer zog’n wie früh’r amol am Strang,
die Huaf hab’n klungen wie a Abschiedsg’sang.
Sie war’n mei Stolz, die Roß’, und a mei Freud,
heut rennen d’ Radeln schneller wia die Zeit.

So wia zur Firmung putzts mir nochmals auf den Wag’n,
das wär mein Wunsch, doch leider heißt’s entsag’n.
– Mei Zeug’l deckts mir jetzt mit alte Decken zua,
das Wagerl braucht genau wia i sei’ Ruah.
Wenn i an Fuhrmann siech, der Roß’ no’ führt,
hör i im Still’n das Fuhrmanns-Abschiedslied.

[3. Oktober 2006]
 

 


 
Grüne wollen noch mehr Straßen und Plätze umbenennen

Die sog. Grünen wollen in Wien nicht nur mißliebige Denkmäler und Ehrengräber liquidieren, sondern machen sich auch stark für die Umbenennung von öffentlichen Straßen und Plätzen, um das Andenken an alle zu löschen, die nicht in ihr antideutsch - philosemitisches Konzept passen. So  fordern sie z. B. schon seit langem, den Joseph-Weinheber Platz oder den Dr. Karl Lueger Ring umzubenennen, da die Namensgeber Antisemiten oder gar "antisemitische Nazis" gewesen seien. Einen Erfolg konnten die Bilderstürmer jetzt verbuchen, als das Bezirksparlament des 8. Bezirkes (Josefsstadt) mit einer Stimme Mehrheit, nämlich den Stimmen von Rot-Grün beschloß, den Josef-Schlesinger Platz umzubenennen, da J. Schlesinger ein Antisemit gewesen sei. Damit taten sie das gleiche wie die Wiener NSDAP, die 1938 den Schlesingerplatz ebenfalls umbenennen ließ, da man irrtümlich glaubte, er sei nach einem Juden namens Schlesinger benannt. Der Platz wurde 1945 wieder in J. Schlesingerplatz rückbenannt. 

Nach Ansicht der "Grünen" ist jeder Antisemit, der heute die Politik Israels kritisiert oder der zu früheren Zeiten die finanzielle Ausbeutung des einheimischen Mittelstandes durch den Geldadel kritisierte. Josef Schlesinger (1831-1901) war ein  Naturwissenschaftler und Rektor der Hochschule für Bodenkultur. Später trat er der Christlich-Socialen Partei bei und war bis zu seinem Ableben Abgeordneter dieser Partei im Reichsrat, wo er die Interessen des wirtschaftlich benachteiligten einheimischen Mittelstandes vertrat. Einen Eindruck von den damaligen Problemen kann man aus einer der Reden J. Schlesingers gewinnen, der im Reichsrat 1898 z. B. folgendes sagte: " Ein offener Blick in das praktische Leben zeigt uns die Tatsache, daß insbesondere das wirtschaftliche Leben unserer Zeit von den Juden beherrscht wird. Wo einstens die Juden nur geduldet wurden, sind sie jetzt die Herren, und die Nachkommen der Christen sind jetzt ihre Knechte. Ja, es ist soweit gekommen, daß Juden als Herrschaftsbesitzer zu Patronatsherren christlicher Pfarren geworden sind. Schaffen wir ein Gegengewicht dem Bunde der Juden, schaffen wir einen Bund der Arier, der uns Arier alle zu einer großen Volksmacht zusammenführt. Streiten und kämpfen wir doch lieber vereint gegen die uns unterjochende jüdische  Geldherrschaft, gegen den volkswirtschaftlichen, unsere arische Kultur vernichtenden semitischen Ring...."  Vom Herausgeber der "Fackel", Karl Kraus, wurde Schlesinger vorgeworfen, die Ideen des Philosophen Houston Steward  Chamberlain zu vertreten, der damals "Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts" veröffentlicht hatte.

Die Umbenennung des Schlesingerplatzes wurde trotz des rotgrünen Beschlusses bisher von der übergeordneten Wiener Stadtverwaltung abgelehnt.

Weitere Umbenennungen fordern die sog. Grünen in Wien für folgende Namen: 

Dr.-Karl-Lueger-Ring (1. Bezirk), Lueger (1844-1910), Wiener Bürgermeister (von der Christlich - Socialen Partei), nach Definition der Philosemiten ein "Antisemit", 

Das Lueger-Denkmal im 1. Bezirk soll im Rahmen des Baues einer dort geplanten Tiefgarage - was sonst von den Grünen immer bekämpft wird - abgetragen werden, während daneben stehende Bäume als schützenswert erhalten werden sollen...

Jahngasse (5.), Ludwig Jahn (1778-1852), Jahnsche Turnerbünde wurden auch in Österreich gegründet, ihr Wahlspruch: Frisch, Fromm, Froh und Frei, aus den vier F konnte ein Hakenkreuz-ähnliches Gebilde konstruiert werden; 

Julius-Tandler-Platz (9.), Tandler (1869-1936), Sozialpolitiker, Anatom, soll "rassenhygienischen Ideen" gehabt haben; 

Arndtstraße (12.), Ernst Moritz Arndt (1769-1860), Dichter, "Was ist der Deutschen Vaterland?"; 

Sebastian-Brunner-Gasse (13.), Brunner (1814-1893), Gründer der Wr. Kirchenzeitung, angeblich Antisemit; 

Josef-Weinheber-Platz (14.),  Weinheber (1892-1945), deutscher Dichter, besonders bei Propagandisten der "Österreichischen Nation" verhaßt.

[27. November 2003]

Rote und Grüne wollen Wiener Ehrengrab liquidieren_>>

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