Gedenken an US-Bombenangriffe auf Wien und Klagenfurt

In Wien fanden am 12. 3. 2005 Gedenkveranstaltungen zum 60. Jahrestag der schwersten Bombardierung Wiens im 2. Weltkrieg statt. Auf dem Heldenplatz wurden die Denkmäler von Erzherzog Karl und Prinz Eugen Eingemauert, wie schon vor 60 Jahren, als man sie vor Bombensplittern schützen wollte.

In der Nacht auf den 13. 3. wurde mit Licht- und Toninstallationen auf dem Stephansplatz, dem Albertinaplatz und dem Neuen Markt des heftigen Bombenangriffs gedacht.

Ein Lichtdesigner deutete am Albertinaplatz mit Lichtstrahlen die Umrisse des damals völlig zerstörten Philipp-Hofes an und projizierte ein Bild des Gebäudes auf eine Wasserwand.

Am Stephansplatz wechselte eine Lichtinstallation von einer sehr grellen Lichtstimmung auf Rot. Dazu werden Bilder des brennenden Stephansdoms gezeigt.

Außerdem wurden am 12. 3. Stadtpläne verteilt, die durch weiße Flecken anzeigen, wo überall in der Inneren Stadt Gebäude zerstört wurden.

Von den ursprünglich geplanten weißen Kreuzen auf dem Heldenplatz wurde abgesehen, da jüdische Organisationen gegen die Aufstellung der christlichen Symbole protestiert hatten.

Der 12. März 1945 brachte Wien den stärksten Bombenangriff während des Zweiten Weltkriegs. Hunderte Menschen starben allein an diesem Tag, zahlreiche Gebäude wurden zerstört.

Die Albertina, die Hofburg, die Wiener Staatsoper waren nur einige der zivilen Ziele, die von den Bomben aus den Flugzeugen der Alliierten zerstört wurden.

In den frühen Morgenstunden des 12. März 1945 starteten fast 1.000 der Flugzeuge von Italien aus Richtung Wien. Seit etwa Anfang 1944 waren auch Ziele in Österreich für die Bomber der Befreier erreichbar gewesen.

Deutsche Abfangjäger mussten die Piloten und Besatzungen nicht mehr fürchten. Die Fliegerabwehr in der Stadt, an den Flaktürmen und auch sonst war allerdings massiv.

An den Geschützen standen kaum mehr reguläre Soldaten, sondern Schüler als so genannte Flakhelfer: "Durch die nationalsozialistische Erziehung war das für uns selbstverständlich, dass wir einrücken mussten. Etwas Wichtiges sag ich auch noch dazu: Wir waren froh, von der Schule wegzukommen. Dann gab es ja die Alarme. Wir haben uns über Alarme gefreut. Als Junger denken Sie nicht, dass einem etwas passieren kann. Das ist eigenartig. Man glaubt, 'mir kann nichts passieren'", erinnerte sich ein ehemaliger Flakhelfer.

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Am 15. 3. 2005 in der Kaufmanngasse in Klagenfurt (Kärnten) eine Gedenktafel enthüllt, die an einen der schwersten Luftangriffe der Alliierten auf Klagenfurt im 2. Weltkrieg erinnern soll. Die Tafel wurde von Bürgermeister Harald Scheucher (ÖVP) und Vizebürgermeister Mario Canori (FPÖ) im Beisein von zahlreichen Zeitzeugen enthüllt. Am 15. 3. 1945 flogen die Bomber der Alliierten einen der schwersten Luftangriffe auf Klagenfurt. Der Luftkrieg begann für Kärnten am 16. Januar 1944 mit einem Großangriff. 67 Bomber warfen an diesem Tag ca. 200 Bomben auf Klagenfurt ab, 228 Menschen wurden getötet und ca. 800 Häuser zerstört. Der Luftkrieg endete im April 1945 nach 47 Angriffen. 512 Menschen kamen im Bombenhagel ums Leben. Mehr als dreitausend Gebäude wurden beschädigt und rund 1.200 Klagenfurter wurden obdachlos. 

[15. März 2005]

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