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Konrad Lorenz Symposion in Wien
Die "ARGE Konrad Lorenz", deren Proponenten die
Burschenschaft Olympia, die Burschenschaft Silesa, der Wiener
Korporationsring" (WKR) der national-freiheitlichen
Studentenverbindungen und der "Ring Freiheitlicher Studenten" (RFS)
sind, veranstaltete mit Unterstützung der Deutschen Burschenschaft
(DB) am 20. November 2004 ein Symposion mit dem Thema "Frankfurter Schule
- Die 9. Todsünde" Der Thementitel wurde in Anlehnung an Konrad Lorenzens
Buch "Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit" gewählt.
Das Symposion wird Theorie und Auswirkungen der "Frankfurter Schule " vergleichen
und kritisch prüfen. Ob die Aufrechterhaltung der Theorie nach den
bahnbrechenden Ergebnissen der Verhaltensforschung in einem modernen wissenschaftlichen
Kontext noch Platz findet, wird ein hochkarätig besetztes Podium diskutieren.
Leider wurde von der Universität Wien wegen der Gewaltdrohungen
linksradikaler Gruppen kein Hörsaal zur Verfügung gestellt und
auch ein namhaftes Hotel kündigte den Vertragssaal wegen der Drohung
Linksradikaler. Das Symposium wurde dann in einem Ausweichlokal abgehalten,
anschließend fand ein Festkommers der Burschenschaften statt. Am
20. 11. 2004 demonstrierten Linksradikale dann sogar vor dem Lokal in der
Gumpendorferstraße, in dem eine Pressekonferenz der ARGE Konrad Lorenz
abgehalten wurde.
Am Nachmittag des 20. 11. fand an der Universität eine Kranzniederlegung
für Konrad Lorenz statt.

Nach der Kranzniederlegung wurde folgende Erklärung der Veranstalter
verlesen:
Konrad Lorenz wurde für die Klärung zahlreicher Grundbegriffe
der vergleichenden Verhaltensforschung höherer Tiere in Anbetracht
der Bedeutung ethologischer Ergebnisse für die Psychosomatik gemeinsam
mit Nikolaas Tinbergen und Karl von Frisch im Jahre 1973 den Nobelpreis
für Medizin. Das Ergebnis der wissenschaftlichen Arbeit von Konrad
Lorenz findet nicht die ungeteilte Zustimmung der Wissenschaft. Dies wäre
durchaus legitim, würden sich seine Gegner mit den Ergebnissen der
wissenschaftlichen Arbeit von K.L. ernsthaft auseinandersetzen und mit
wissenschaftlichen Argumenten zu entkräften versuchen. Dies ist offensichtlich
zu mühsam und vielleicht gar nicht möglich. Daher sucht man in
der Biographie von K.L. sogenannte dunkle Flecken, an Hand derer man die
Person und damit das Werk von K.L. in der Öffentlichkeit diskreditieren
und damit viel wirkungsvoller bekämpfen kann. Wir stehen hier, um
einen Wissenschaftler für seine jenseits der Tagespolitik stehende
wissenschaftliche Leistung zu ehren. Die Angst vor gewaltbereiten linken
Chaoten und die „sachverständige“ Auskunft des Dokumentationsarchiv
des Österreichischen Widerstandes (DÖW) veranlassten das Rektorat,
für das Symposion „Frankfurter Schule – Die 9. Todsünde“ in der
Alma Mater Rudolphina keinen Saal zur Verfügung zu stellen. In Österreich
genügt offenbar die Drohung mit linker Gewalt, um Veranstaltungen,
die nicht in das Weltbild dieser gewaltbereiten linken Chaoten passen,
zu verhindern. Dadurch ist der freiheitliche Rechtsstaat gefährdet,
für den gerade die im Wiener Korporationsring vereinigten Korporationen
schon im 19. Jahrhundert erfolgreich gekämpft haben. Ergebnis dieses
Kampfes war das noch heute in Österreich geltende Staatsgrundgesetz
1867, das unter anderem das Recht der freien Meinungsäußerung,
die Versammlungsfreiheit und die Freiheit der Wissenschaft garantiert.
Wer der ungesetzlichen Gewalt weicht, gefährdet den freiheitlichen
Rechtsstaat. Mit dieser Kranzniederlegung wollen die Korporationen des
WKR ein sichtbares Zeichen gegen Unduldsamkeit und Gewalt setzen.
Die "Kritische Theorie" der Frankfurter Schule, eine Verbindung von
Neomarxismus und Psychoanalyse, hat besonders nach 1968 versucht, die europäischen
gesellschaftlichen Strukturen nachhaltig zu verändern. Das Experiment
ist gescheitert und hat als Ergebnis eine Ausweglosigkeit hinterlassen,
der nun die Protagonisten durch Globalisierung und Finanzierung durch Umverteilung
zu entkommen glauben. Das Symposion hat nicht das Ziel, die Korrekturen
auf den Irrwegen aufzuzeigen, sondern die Denkbarrieren gegenüber
modernen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen zu beseitigen, um den
politischen Handlungsbedarf mit modernen Werkzeugen auszustatten.
Die Vortragenden des Symposions waren u. a.:
Univ.-Prof. Dr. Bernd Rabehl
Bernd Rabehl, geb. 30.7.1938, Soziologe, Politologe, langjähriger
Freund und Mitstreiter Rudi Dutschkes und einer der wichtigsten Theoretiker
der Außerparlamentarischen Opposition und des Sozialistischen Deutschen
Studentenbundes (SDS) war bis 2003 Professor an der Freien Universität
Berlin. Die von ihm verfaßte Biographie "Rudi Dutschke-Revolutionär
im geteilten Deutschland" führte zu einer grundlegenden Neubewertung
Dutschkes. Seit 1998, als Rabehl vor der Burschenschaft Danubia in München
einen Vortrag hielt, wird Rabehl von Tabuhütern angegriffen. Für
ihn haben die 68er nichts bewirkt. Er wartet heute auf eine Systemänderung
von rechts.
Referat Univ.- Prof. Dr. Bernd Rabehl: Über das "Böse" in
der Gesellschaft - Das "Böse" im Denken von Konrad Lorenz in Differenz
zur "Kritik" der instrumentellen Vernunft in der "Frankfurter Schule"
Die Entdeckung des "Bösen" in der Philosophie von Immanuel Kant
und Arthur Schopenhauer;
Das "Böse" in den Vorstellungen der Psychoanalyse: Siegmund Freud,
C. G. Jung und Erich Fromm;
Das "Böse" im politischen Existenzialismus: W. I. Lenin und Carl
Schmitt;
Das "Böse" in der anthropologischen Psychologie von Arnold Gehlen;
Elemente einer "negativen Dialektik" in den Konzeptionen der "Frankfurter
Schule": Der Fortschritt, der autoritäre Staat, der eindimensionale
Mensch;
Das "sogenannte Böse" im Denken von Konrad Lorenz (Die "acht Todsünden"
sind in der Bestimmung des Bösen von Konrad Lorenz enthalten);
Zusammenfassung: Gegensätze und Parallelitäten in den Vorstellungen
von Konrad Lorenz, Max Horkheimer und Herbert Marcuse.
Prim. Dr. Otto Scrinzi
Otto Scrinzi, geb. 1918 in Lienz, Tirol. Nach Studium an den Universitäten
Innsbruck, Riga, Königsberg und Prag Kriegsdienst als Truppenarzt
1941-1945; Nervenfacharzt, 1955-1983 Chefarzt am LKH Klagenfurt; 1949-1956
Abgeordneter zum Kärntner Landtag des VDU, 1966-1979 FPÖ-Abgeordneter
im Österreichischen Nationalrat, Beratende Versammlung des Europarates
und Delegierter bei der UNO, Großes goldenes Ehrenzeichen für
Verdienste um die Republik; langjähriger nationaler Publizist; Buchveröffentli-chungen:
"Politik zwischen Ideologie und Wissenschaft", "Kärnten - 1000 Jahre
und 70"; "Südtirol - ein Elsaß an der Etsch?"; "Die Südtirolfrage";
Herausgeber von "Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein"; "Chronik Südtirol
1959-1969", "1848- Erbe und Auftrag", Mitherausgeber von "Goethe. Dichter
Naturforscher- Staatsmann".
Referat Dr. Otto Scrinzi: Der Anbiologismus der Frankfurter Schule am
Beispiel von Ernst Bornemanns Mythos vom Patriachat
Ideengeschichtlich ist die "Philosophie" der Frankfurter Schule, vor
allem ihrer kritischen Theorie und die Dialektik der Aufklärung ein
verdünnter Aufguß der utopischen Gesellschaftslehre J.J.Rousseaus,
versetzt mit viel Marxismus und Psychoanalyse. Was sie charakterisiert:
Daß sie 150 Jahre Naturwissenschaft ausklammert, bestenfalls, wo
sie ihr in Gestalt moderner Anthropologie und Soziobiologie begegnet, deren
wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse, nicht ihre "Theorie", mit scholastischer
Unduldsamkeit bekämpft.
Prof. Ernest Bornemann,
1915 in Berlin geboren, später aus rassischen Gründen emigriert
und zuletzt Professor in Salzburg, rühmt sich eines 40-jährigen
Literaturstudiums zu seinem obgenannten Hauptwerk; es findet sich kein
einziges neueres Werk zur Genetik, biologischen Anthropologie, nicht-marxistischer
Soziologie oder Verhaltenswis-senschaft.
Für ihn ist der wahre Sündenfall des Menschen, daß
er nach der Vertreibung aus dem Paradiese die Arbeit (später das arbeitsteilige
Wirtschaften) und das persönliche Eigentum erfunden hat. Neben allen
anderen Übeln wie Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg ist das
für Bornemann schlimmste Ergebnis: Der geschlechtliche Dimorphismus,
mit anderen Worten die Ausbildung der Geschlechtsahse - hie Mann - da Frau.
Daß nach dem nach-paradiesischen, kriegsfreien Zwischenspiel eines
Matriarchates 6-8000 Jahre blutiges, ausbeuterisches, die Frauen entrechtendes
monogamisches Patriarchat folgten, verdanken wir dem nächsten, geschichtswendenden
Zufall: Der Mann erfand den Pflug, die Frau die Hacke - und damit war die
männliche Überlegenheit ökonomisch für die folgenden
Jahrtausende sichergestellt.
Diese Entwicklung umzukehren, die "Zwänge der Evolution" abzuschütteln,
wie ein anderer kritischer Theoretiker sagen wird, ist Bornemanns Lebens-anliegen.
Der Weg: Von der repressiven bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft
über die Zwischensta-tion der sozialistischen (leider nach 70 Jahren
Diktatur des Proletariats 1989 kläglich abgebrochen) zurück zur
klassenlosen Gesellschaft des guten "Wilden". Sie soll und wird auch (leise
Zweifel kann selbst Bornemann nicht ganz unterdrücken) eine "geschlechtslose"
sein. Die kleine Schwierigkeit, daß der Frau auf dem Wege zur Emanzipation
Hindernisse, wie Schwangerschaft, Gebären, Säugen einseitig aufgebürdet
wurden, sind zu überwinden! Auch zur Beseitigung der "Schwäche
der Verwundbarkeit der weiblichen Brust" wird sich ein Mittel finden.
Zeugen, Gebären und Stillen werden dann zwischen den Geschlechtern
austauschbar. Mit dem Pan-sexualismus und dem "freien" Geschlechtsverkehr
wird nach dem Muster der Primitiven der allgemeine Friede einkehren. (Wie
uns eine bekannte, nach ihrem Tode als Schwindlerin entlarvte US-amerikanische
Ethnologin vorschwindelte.)
Mag diese abstruse Theorie auch mit den Tatsachen von 3 - 4 Milliarden
Jahre lebendigen Kosmos im Widerspruch stehen, vor allem mit dem alles
höhere Leben durchziehende Prinzip der zweigeschlechtlichen Fortpflanzung,
Bornemann wird's richten. Wie die Welt wurde und ist, haben uns Kopernikus,
Galilei, Darwin, Mendel und nicht zuletzt Konrad Lorenz gelehrt.
Dozent Dr. Friedrich Romig
Friedrich Romig ist Dozent für Volkswirtschafts-theorie und Volkswirtschaftspolitik
der Wirtschafts-universität Wien. Er war Gastdozent an der Universität
Graz und an der Technischen Hochschule Aachen.
Er selbst bezeichnet sich als Schüler seines Habilitationsvaters
Walter Heinrich und als Enkelschüler von Othmar Spann, dem Wieder-begründer
der ganzheitlichen Philosophie und Gesellschaftslehre. Für seine Habilitations-schrift
erhielt er den Kardinal Innitzer-Preis. Er veröffentlichte über
250 wissenschaftliche Arbeiten und Rezensionen, darunter:
Wirtschaft der Mitte (Bd. 72 der Stifterbibliothek), Theorie der wirtschaftlichen
Zusammenarbeit (Bd. 1 der Beiträge zur ganzheitlichen Wirtschafts-
und Gesellschaftslehre), Die ideologischen Elemente in der neoklassischen
Theorie (Heft 177 der Volkswirtschaftlichen Schriften), Um das Reich Gottes
~ vier Traktate über den Konservativismus (Analytische Schriften der
Zeitschrift Die Weiße Rose) sowie Festschriftaufsätze für
W. Heinrich, J. Kolbinger, E. Heintel, A. Rieber, J. H. Pichler. Er war
einer der Hauptmitarbeiter am "Lexikon des Konservatismus" (Graz 1996).
Im Nährberuf war der Autor Planungsdirektor der OMV-AG, des größten
österreichischen Öl- und Chemiekonzerns.
Während der EU-Beirittskampagne 1992-1994 war er Europabeauftragter
der Diözese St. Pölten und Mitglied der Europakommission der
Österreichischen Bischofskonferenz.
Seit 1975 ist Romig Träger des Goldenen Ehrenzeichens für
Verdienste um die Republik Österreich.
Dozent Dr. Rolf Kosiek
Rolf Kosiek, Diplomphysiker, Dr. rer. nat., geb. 23.09.1934 in Herford/Westfalen,
Bündische Jugend, Abitur 1955 (Herford), Studium der Physik, Chemie
und Geschichte in Göttingen (1955-1957) und Heidelberg (1957-1960),
Diplom (1960) und Promotion (1963) in Heidelberg in Kernphysik, 19631968
wissenschaftlicher Assistent am 1. Physikalischen Institut der Universität
Heidelberg; 1968-1972 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Duden-Verlages,
1972-1980 Dozent für Mathematik, Physik und Statistik an der Fachhochschule
Nürtingen, ab 1981 wissenschaftlicher Mitarbeiter u.a. im Grabert-Verlag,
1968-1972 MdL in Baden-Württemberg, 1968/69 Stadtrat in Heidelberg;
verheiratet, drei Kinder; seit 1991 Vorsitzender der Gesellschaft für
Freie Publizistik e.V.
Bücher: Marxismus? Ein Aberglaube! (1972, 4:1977); Das Volk in
seiner Wirklichkeit (1975); Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler,
Bd. 1 (1975, 4:1988), Bd. 2 (1976, 2:1982); Deutsches Land in fremder Hand
(1982, 2:1987); Historiker-streit und Geschichtsrevision (1987, 2:1989);
Lexikon - Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert (Hg. W. Schütz, 1990);
Völkerstatt "One World" (1999); vier Bücher unter Pseudonym;
20 naturwissenschaftliche Artikel in in- und ausländischen Fachzeitschriften;
viele Zeitschriften- und Zeitungs-beiträge.
Referat Dr. Kosiek: Der Angriff der Frankfurter Schule auf die Tradition
und die Familie.
Nach einer Einleitung zur gegenwärtigen gesellschaftspolitischen
Bedeutung der Auswirkungen der Frankfurter Schule werden von deren wirklichkeitsfremden
und wissenschaftlich widerlegten Bestre-bungen zwei näher behandelt:
Die Zerstörung der Tradition und der Familie.
Während Konrad Lorenz die Notwendigkeit der Tradition nachwies
und ihr Abreißen als eine Todsünde der zivilisierten Menschheit
bezeichnete, haben die Neomarxisten der Frankfurter Schule die Traditionen,
vor allem die volklichen, historischen, akademischen und militärischen,
herabgesetzt und aufgehoben. Ebenso lebensfeindlich erwies sich ihr teilweise
bereits erfolgreicher Versuch, das bewährte System der Familie aufzulösen
und die antiautoritäre Erziehung einzuführen, die gegen gesicherte
Erkenntnisse der modernen Verhaltensforschung verstößt.
[20. November 2004]
Heldengedenken der Burschenschaften >>
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