Bordell mit Panzerfaust zerstört

Mit einem Panzerabwehrgeschoß haben Unbekannte in Feldkirchen (Kärnten) auf das Bordell "La Cocotte" gefeuert. Das Geschoß schlug im ersten Stock des Gebäudes ein.
 
Der Anschlag auf den Nachtclub an der Ossiacher Bundesstraße hatte sich am 7. 9. 2004 knapp vor 5.30 Uhr ereignet, wurde jedoch erst um 7.00 Uhr von der Putzfrau bemerkt, die sofort die Gendarmerie alarmierte.

Zum Zeitpunkt des Anschlags hielt sich niemand in dem Bordell aus, sonst hätte die Rakete eine tödliche Wirkung gehabt.

Die Täter dürften das Geschoß von einem Hang in 50 Meter Entfernung abgefeuert haben, sagte der Leiter der Ermittlungen vom Bezirksgendarmeriekommando Feldkirchen. Der Sprengkopf blieb in einer Tür im Hause stecken und explodierte erst im Inneren des Gebäudes.

Das Etablissement gehört über die "La Cocotte" Gaststättenbetriebsgesellschaft einem Villacher, der in der Branche als "Nachtclubkönig" gilt.
     
Die Detonation hatte schwere Schäden zur Folge: Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar. Ein Teil des Mauerwerkes wurde herausgerissen und das Dach teilweise weggesprengt. Der Sachschaden kann zurzeit noch nicht beziffert werden, soll aber enorm sein.
     
Laut Aussagen der Kriminalisten handelt es sich bei der Waffe um ein Erzeugnis, das nur in militärischen Kreisen verwendet wird. Daher konzentrieren sich die Ermittlungen auch auf die Herkunft der Waffe.

Das Panzerabwehrgeschoß ist Kriegsmaterial, Besitz und Handel sind verboten. Die Abwehrrakete stammt vermutlich aus einem Militärlager in Osteuropa. Gewissheit wird aber erst die Analyse des verwendeten Sprengstoffes bringen. Es handelt sich um eine Waffe, die üblicherweise nur beim Militär Verwendung findet.
       
Die Ermittler vom Bezirkskommando Feldkirchen und der Kriminalabteilung des Landes Kärnten vermuten, dass es sich bei den Tätern um eine organisierte Verbrecherbande handeln könnte.

Die Attentäter werden als sehr gefährlich eingestuft. Der oder die Täter haben in Kauf genommen, dass Menschen ums Leben kommen. Der Anschlag wird deswegen als äußerst brutal bewertet. Zudem ist ist in Österreich noch nie ein Anschlag mit einer Panzerabwehrrakete verübt worden.

"Wir gehen von einer Auseinandersetzung im Rotlichtmilieu aus, konkrete Hinweise haben wir derzeit allerdings nicht", so Walker. Vermutlich war das Attentat als Warnung an den Bordell-Betreiber gedacht.

Es hatten wohl mehrere Anrainer den Knall gehört, als das Panzerabwehrrohr abgefeuert wurde und das Geschoß detonierte, doch dürfte niemand die Täter gesehen haben.

Der Betreiber des Nachtclubs hat am Dienstag eine Prämie von 20.000 Euro für die Ergreifung der Täter ausgesetzt.

[8. September 2004]

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Demonstration gegen Prostituiertenumtriebe 

Bereits zum vierten Mal haben am Abend des 3. 9. 2004 rund 200 Anrainer gegen die Prostitution im Bereich Wien XV, Grenzgasse-Würfelgasse protestiert.

Das Problem in den Seitengassen der äußeren Mariahilfer Straße ist die Prostitution und da vor allem der Straßenstrich. Die Anrainer fühlen sich von herumkurvenden Freiern und  lärmenden Prostituierten gestört, da sie oft von beiden Gruppen entweder als vermeintliche Freier oder gar als vermeintliche Prostituierte angepöbelt werden.

Bezirksvorsteher Werner Braun (SPÖ) unterstützte die Demonstranten. Seit Monaten sei die Situation laut Braun unerträglich. "Man kann nicht einmal nach Hause gehen, ohne angepöbelt zu werden", meinte Braun. Die Prostituierten würden nicht nur aggressiv Kunden ihren Dienst anbieten, sondern auch zum Teil ihre Notdurft auf dem Gehsteig verrichten.

Schon in den letzten vierzehn Tagen kontrollierte die Polizei und das "Büro für Sofortmaßnahmen" verstärkt. Am 3. 9. wurden drei Lokale behördlich geschlossen, zwei davon wegen wegen illegaler Prostitution, erklärte ein Sprecher vom "Büro für Sofortmaßnahmen".

Etwa zweitausend Asylwerberinnen, die meisten davon Negerinnen, gehen in Wien der Prostitution nach, was nach Ansicht rotgrüner Politiker legal ist.

Wien
Demonstration am 3. 9. 2004 in Wien

[3. September 2004]

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Anrainer-Protest gegen Prostitution

Eine Gruppe von Anrainern hat am späten Abend des 27. 8. 2004 in Wien Rudolfsheim-Fünfhaus gegen die Prostitution im Wohngebiet protestiert. Die Kundgebung fand im Bereich Jurekgasse und Grenzgasse statt.

"Der Straßenstrich im Wohngebiet muss verboten werden, damit die Anrainer wieder Ruhe haben," erklärte ein Sprecher der Protestierenden.

Etwa 150 Menschen an der Kundgebung teilgenommen. Die Polizei bezifferte die Zahl der Demonstranten hingegen mit 25.

Weitere Protestaktionen wurden angekündigt, da Beschwerden und Unterschriftsaktionen hätten bisher nichts genützt haben.

Bereits in der Vergangenheit haben sich Anrainer über die gestörte Nachruhe beschwert: Sie werden ständig angepöbelt und könnten nachts nicht mehr schlafen. Gerade an der Ecke Grenzgasse/Jurekgasse werben in der Nacht bis zu zwölf Prostituierte lautstark um Freier.

Ein Polizeisprecher sicherte den Anrainern im Zuge dieser Beschwerden Unterstützung zu: "Ich werde mir das anschauen, ob es sinnvoll ist, die Sperrzonenregelung, die im Bereich der Äußeren Mariahilfer Straße besteht, noch zu erweitern."

Bei den Prostituierten handelt es sich oft um illegale Ausländer. Nach Ansicht einiger rotgrüner PolitikerInnen haben diese sogar ein Anrecht darauf, der Geheimprostitution nachzugehen.

[28. August 2004]

 

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Wiener Bürgerinitiativen bilden gemeinsame Plattform

Die Wiener Bürgerinitiativen haben sich zu einer großen Plattform zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie verstärkten Druck auf die Verantwortlichen ausüben. Den Bürgerinitiativen geht es vor allem um eines: Sie wollen als Anrainer und Betroffene mitreden und mitbestimmen, wenn größere Bauvorhaben oder Veränderungen im Bezirk geplant sind.

In anderen Ländern seien Bürgerbeteiligungsverfahren längst Gang und Gäbe, sagte Norbert Abel, der Koordinator der Plattform. Es werde Zeit, daß auch in Wien die Betroffenen in die Verfahren eingebunden und nicht ausgeschlossen würden.

Am 12. April will die Plattform Bürgerinitiativen bei einem Aktionstag am Neuen Markt im Wiener ersten Bezirk auf ihre Anliegen aufmerksam machen und so viele Mitstreiter wie möglich gewinnen.

Außerdem werden sich die einzelnen Bürgerinitiativen mit Infoständen präsentieren. Es wird aber auch eine Bühne für Diskussionen geben und einen "Speakerscorner", wo sich jeder zu Wort melden darf.

Es beteiligen sich folgende Bürgerinitiativen: 

Bürgerinitiative Franziskanerviertel 
BI Rudolfsplatz und Umgebung 
Die Wahrheit über Wien-Mitte 
BI Rettet die Sofiensäle
BI Palais Schönburg 
Parken kommt nicht von Park 
BI Lebenswerte Lindengasse 
Bürger rund um Schönbrunn

[4. April 2002]

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