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Mit einem Panzerabwehrgeschoß haben Unbekannte in Feldkirchen
(Kärnten) auf das Bordell "La Cocotte" gefeuert. Das Geschoß
schlug im ersten Stock des Gebäudes ein.
Zum Zeitpunkt des Anschlags hielt sich niemand in dem Bordell aus, sonst hätte die Rakete eine tödliche Wirkung gehabt. Die Täter dürften das Geschoß von einem Hang in 50 Meter Entfernung abgefeuert haben, sagte der Leiter der Ermittlungen vom Bezirksgendarmeriekommando Feldkirchen. Der Sprengkopf blieb in einer Tür im Hause stecken und explodierte erst im Inneren des Gebäudes. Das Etablissement gehört über die "La Cocotte" Gaststättenbetriebsgesellschaft
einem Villacher, der in der Branche als "Nachtclubkönig" gilt.
Das Panzerabwehrgeschoß ist Kriegsmaterial, Besitz und Handel
sind verboten. Die Abwehrrakete stammt vermutlich aus einem Militärlager
in Osteuropa. Gewissheit wird aber erst die Analyse des verwendeten Sprengstoffes
bringen. Es handelt sich um eine Waffe, die üblicherweise nur beim
Militär Verwendung findet.
Die Attentäter werden als sehr gefährlich eingestuft. Der oder die Täter haben in Kauf genommen, dass Menschen ums Leben kommen. Der Anschlag wird deswegen als äußerst brutal bewertet. Zudem ist ist in Österreich noch nie ein Anschlag mit einer Panzerabwehrrakete verübt worden. "Wir gehen von einer Auseinandersetzung im Rotlichtmilieu aus, konkrete Hinweise haben wir derzeit allerdings nicht", so Walker. Vermutlich war das Attentat als Warnung an den Bordell-Betreiber gedacht. Es hatten wohl mehrere Anrainer den Knall gehört, als das Panzerabwehrrohr abgefeuert wurde und das Geschoß detonierte, doch dürfte niemand die Täter gesehen haben. Der Betreiber des Nachtclubs hat am Dienstag eine Prämie von 20.000 Euro für die Ergreifung der Täter ausgesetzt. [8. September 2004] |
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Die Wiener Bürgerinitiativen haben sich zu einer großen Plattform zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie verstärkten Druck auf die Verantwortlichen ausüben. Den Bürgerinitiativen geht es vor allem um eines: Sie wollen als Anrainer und Betroffene mitreden und mitbestimmen, wenn größere Bauvorhaben oder Veränderungen im Bezirk geplant sind. In anderen Ländern seien Bürgerbeteiligungsverfahren längst Gang und Gäbe, sagte Norbert Abel, der Koordinator der Plattform. Es werde Zeit, daß auch in Wien die Betroffenen in die Verfahren eingebunden und nicht ausgeschlossen würden. Am 12. April will die Plattform Bürgerinitiativen bei einem Aktionstag am Neuen Markt im Wiener ersten Bezirk auf ihre Anliegen aufmerksam machen und so viele Mitstreiter wie möglich gewinnen. Außerdem werden sich die einzelnen Bürgerinitiativen mit Infoständen präsentieren. Es wird aber auch eine Bühne für Diskussionen geben und einen "Speakerscorner", wo sich jeder zu Wort melden darf. Es beteiligen sich folgende Bürgerinitiativen: Bürgerinitiative Franziskanerviertel
[4. April 2002] |