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Proteste gegen den Bush Besuch in Wien
US-Präsident Bush ist am 20. 6. 2006 zum US-EU Gipfeltreffen nach
Wien gekommen. Die von Bush gewünschte traditionsreiche Präsidentensuite
im Hotel Imperial war leider schon an einen bekannten Rockstar vergeben,
sodass Bush in das Hotel Intercontinental ausweichen mußte. Am 20.
und 21. Juni war rund um das Intercontinental-Hotel und die Hofburg Zutritt
verboten. Entsprechend der Verordnung der Behörde dürfen dann
nur Personen, die in Zusammenhang mit dem Bush-Besuch stehen, sowie Polizei,
Rettung und Feuerwehr, akkreditierte Medienvertreter und Anrainer die teilweise
durch Gitter gesicherten Sperrzonen betreten.
Bush kam am 20. 6. um 21.22 Uhr in Wien an, die Flughafenautobahn
in Richtung Wien wurde gesperrt. Entlang der Fahrrouten gab es weiters
Halteverbots- und Fahrverbotsszonen geben. Der Bush-Besuch machte sich
im Stadtbild bemerkbar. Entlang der geplanten Hauptroute, auf der der Staatsmann
gefahren wurde, wurden Halte- und Parkverbotsschilder aufgestellt. Rund
30 Personen waren damit beschäftigt, die ca. 1100 Verkehrsschilder
aufzustellen. Ein Abschleppdienst wurde bereits beauftragt, alle Fahrzeuge,
die die Verbote nicht beachten zu entfernen.
Auch das Gebiet um den Stephansdom war am 21. 6. eine Platzverbotszone
werden. Laut Innenministerium wurde dort "ein Teil des Damenprogramms"
abgewickelt. Lady Laura Bush besuchte den Stephansdom und anschließend
die Galerie "Albertina" ..
Begleiten werden die Sicherheitsverantwortlichen - sowohl österreichische
als auch amerikanische - den Präsidenten in einem Konvoi mit insgesamt
60 Fahrzeugen. Neben Bush fahren auch First Lady Laura Bush und Außenministerin
Condoleezza Rice mit.
Der Cadillac für den Präsidenten und seine Frau wurde extra
aus den USA eingeflogen.
In Wien gab es auch zahlreiche Proteste gegen Bush.. Bereits seit dem
16. 6. ist das Dach eines Hauses an der Rechten Wienzeile mit dem Schriftzug
"Bush go home" versehen. Die Aktivistengruppe "Resistance for Peace" bemalte
das Hausdach.
Eine erste Anti-Bush-Demos fand am 17. 6. in kleinem Kreis statt. Am
19. 6. protestierten palästinensische Gruppen unter Beteiligung von
Rabbinern - darunter der Oberrabbiner von Jerusalem - am Stephansplatz.
Am 21. 6. fanden weitere Demonstrationen statt, an denen über10.000
Personen teilnahmen.
Demonstration am 17. 6 2006 in der Wiener Innenstadt

Protest gegen den Bushbesuch am 19. 6. 2006 auf dem Wiener Stephansplatz
vor dem Haas-Haus, wo Lady Laura Bush am 21. 6. einen Imbiß einnehmen
will.....
Anschließend marschierten die Demonstranten zum Ballhausplatz
wo eine Abschlußkundgebung abgehalten wurde. Jüdische, muslimische
und christliche Religionsführer verlasen eine Petition an den österreichischen
Bundeskanzler und die Außenministerin. Darin wurde ein Ende der österreichischen
und europäischen Unterstützung für die Kriegs- und Besatzungspolitik
der USA und Israels entsprechend der verfassungsmäßigen Neutralität
Österreichs gefordert.

Auch die auch die als "Peace Mom" bekannte Friedensaktivistin Cindy Sheehan
(m.), deren Sohn im Irak getötet worden war, ist nach Wien gekommen,
um gegen Bush zu protestieren. Am 20. 6. 2006 traf sie sich mit dem Oppositionsführer
im österreichischen Parlament A. Gusenbauer (SPÖ), am 21. 6.
nahm sie an einer Demonstration in Wien teil.
Pressekonferenz in der Wiener Hofburg am 21. 6. 2006, Bush erklärte,
Guantanamo werde nicht geschlossen und Kanzler Schüssel tat sich mit
einer Stellungnahme gegen den Iran hervor
[21. Juni 2006]
Protest gegen Besuch des Präsidenten Israels
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