Bischof Krenn verurteilt Bordellbesuch

Deutliche Worte zu dem dem Auftritt eines gewissen Thomas Gottschalk, eines Fernsehstars, als Nikolo in einem Bordell in Wien hat Bischof Kurt Krenn aus der Diözese St. Pölten gefunden. "Das ist ein geschmackloser Blödsinn, eine geschmacklose Sauerei, das ist eines Gottschalkes nicht würdig", erklärte der Kirchenmann. Der Moderator solle den Prostituierten lieber das sechste Gebot nahe bringen, meinte Krenn. "Dann hat er alles gesagt", so der Bischof. Dieses lautet: "Du sollst nicht Unkeuschheit treiben."

Über mangelnde Werbung für seine für den 7. 12. geplante "Wetten, dass...?"-in Wien brauchte sich Thomas Gottschalk  nicht zu beklagen. Unter dem Beisein dutzender Kamerateams und Journalisten präsentierte der Moderator am 6. 12. 2002 bei einer Pressekonferenz das Programm seiner Show. Die Medienleute waren allerdings weniger an der neuen Saalwette als an dem am Nachmittag geplanten Auftritt Gottschalks als Nikolo verkleidet in einem Bordell interessiert, Folge einer vorher verlorenen Wette.

Wien
Heino und Gottschlak vor dem Bordelleingang in Wien

Der Moderator verteidigte seinen Besuch. Er würde - als Christ, der in Pfarrhäusern aufgewachsen ist - eine Art von "säkularisierten" Nikolaus darstellen, wie sie in jedem Kaufhaus zu finden seien - und keinesfalls als Bischof verkleidet in das Bordell gehen. "Obwohl ich angesichts der Kirchengeschichte nicht der Erste wäre", meinte Gottschalk. Zudem habe sich sogar Jesus um Prostituierte gekümmert.

Mit einem Riesenauflauf an Stars und Aufgaben mit Kühen, Spechten, Jongleuren und Walzertänzern hat die «Wetten, dass...?»-Show am 7. 12. 2002 in Wien Station gemacht Die Stadtwette scheiterte kläglich. Der ehemalige österreichische Formel 1-Weltmeister Niki Lauda konnte nur etwa 50 statt der geforderten 1000 Paare im Frack und Abendkleid zum Wiener-Walzer-Tanz auf dem Rathausplatz versammeln. «Die Wiener sind eine Katastrophe», resignierte Lauda. Hunderte Schaulustige wollten mittanzen, wurden aber wegen nicht vorschriftsmäßiger Kleidung abgewiesen. Gottschalk ersparte sich damit das Eintauchen in die Wiener Kanalisation nach dem Vorbild der Filmlegende "Der dritte Mann".

[8. Dezember 2002]


 
Dritte Türkenbelagerung

Bischof Kurt Krenn, der als katholischer Würdenträger schon oft mit markanten Aussagen für Aufregung gesorgt hat, kritisiert jetzt den Islam. "Der Islam ist eine aggressive Religion", erklärte er. Und: "Zwei Türkenbelagerungen waren schon, die dritte haben wir jetzt." Der Diözesanbischof aus St. Pölten spielte damit auf die Belagerung Wiens durch das Osmanische Heer 1529 und 1683 an. Gleichzeitig zeichnete er ein aktuelles Bedrohungsszenario. "Ich weiß genau, daß die islamischen Religionslehrer den Kindern sagen, schaut, das wird uns eh' einmal alles gehören." Und die Erkenntnis Krenns: "Sie haben gar nicht so unrecht. Sie sagen, die Christen sterben aus, weil sie keine Kinder haben."

Krenn löste mit seinen Äußerungen eine Welle der Entrüstung aus. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich zeigte sich geschockt. "Solche Verleumdungen stellen ein unerlaubtes Mittel dar, mit dem Krenn für seine Linie einer Anhebung der Geburtenrate unter der christlichen Bevölkerung zu werben bemüht ist", hieß es. Empört zeigten sich auch die oppositionellen Grünen. "Herr Krenn ist ein aggressiver Bischof", schimpfte ihr Europa-Sprecher Johannes Voggenhuber.

Gegen den Diözesanbischof von St. Pölten, Kurt Krenn, wird es kein Strafverfahren im Zusammenhang mit seinen Aussagen zum Thema Islam geben. Die Sozialistische Jugend hatte Anzeige gegen Bischof Krenn wegen des Verdachts der "Volksverhetzung" erstattet. Die Staatsanwaltschaft Linz (Oberösterreich) prüfte den Sachverhalt, stellte die Angelegenheit aber am 8. 9. 2002 ein.

Krenn hatte in einem Interview mit der Wochenzeitung "Oberösterreichische Rundschau" erklärt, daß der Islam
eine "aggressive Religion" sei. Und weiters sagte Krenn laut "Rundschau": "Zwei Türkenbelagerungen waren schon, die dritte haben wir jetzt", nur "halt auf einem anderen Weg". Man solle aber trotzdem mit den Moslems "friedlich" und "anständig" umgehen. Man könne die Probleme nicht dadurch lösen, "daß die Christen die Muslime verfolgen oder umgekehrt, sondern dass es jeder besser macht im Sinn Gottes", so Krenn. Gerade die letztgenannten Passagen zeigen, so der Staatsanwalt, daß es sich nicht um "Verhetzung" im Sinn des Strafgesetzbuches handle. Denn dieser Tatbestand wäre dann gegeben, wenn jemand zu feindseligen Handlungen, etwa gegen eine Religionsgemeinschaft, auffordert

[8. September 2002]

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Boykottaufrufe der Linken

Für einen besonders ungustiösen Höhepunkt der Diffamierungen gegen die Freiheitlichen sorgt die Wiener Zeitschrift Format in  ihrer Ausgabe vom 18. 12. 2000.. 

Auf den Gesellschaftsseiten werden Tips für den Kauf von Weihnachtsgeschenken gegeben. Unter dem Titel "über die neue politische Korrektheit beim Schenken", heißt es dort wörtlich: 

"Sind Sie sich also sicher, ausgerechnet Möbel von  Kika  oder Leiner schenken zu müssen, wo doch deren Chef ein Freund Jörg Haiders ist? 

Ist der Geschenkkorb von  Mautner Markhof  wirklich notwendig? Der ist schließlich auch FPÖ-Mitglied. 

Und der Gutschein für die Therme Blumau von Ex-Landesrat Robert Rogner muß ja wohl auch nicht sein. Und wenn wir schon dabei sind: Wo werden Sie dieses Jahr fürs Festessen einkaufen? Nicht, daß wir Sie irgendwie beeinflussen möchten, aber Sie wissen schon, welchem politischen Lager der  Billa  - Chef zuzuordnen ist, gell?" 

Dazu FPÖ - Klubobmann Peter Westenthaler: "Kauft nicht bei Freiheitlichen - ich erspare mir jetzt, das wirkliche Zitat aus der Vergangenheit zu zitieren. Das ist ein wirklicher medienpolitischer Skandal." Hier werde versucht, nur aufgrund freiheitlicher Sympathie oder Nähe Leute wirtschaftlich zu benachteiligen. Diesen ungustiösen Höhepunkt zu Ende des Jahres könne man keinesfalls akzeptieren. Westenthaler kündigte wegen dieser Entgleisung rechtliche Schritte an. Zumindest werde die FPÖ den Presserat einschalten. 

[18. Dezember 2000]

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