Bartenstein besitzt Anteile an Abtreibungspillenfirma Vom Büro des konservativen niederösterreichischen Weihebischofs K. Krenn wurde darauf hingewiesen, daß der ÖVP - Wirtschaftsminister Anteile an der Firma "Gerot Pharmazeutika" besitzt, die Abtreibungspillen vertreibt. Die Frau Bartensteins ist sogar Mitglied im Aufsichtsrat dieser Firma.
Der Mediensprecher des St. Pöltener Bischofs K.Krenn, M. Dinhobel, beurteilte diesen Zustand als eine in sich schlechte Tat. Das Geschäft mit der Tötung sei von Grund auf abzulehnen. Jeder, egal, ob Minister oder nicht, der an Vertrieb, Verkauf oder Herstellung beteiligt ist, macht sich mitschuldig am Tod von ungeborenem Leben. Auch wenn es nur eine "Pille danach" sei, Befruchtung sei bereits Leben, sagte Dinhobel, daher sei die Abtreibungspille ein Unrecht, das abzulehnen sei.
Das Büro Bartensteins ließ dazu mitteilen, daß der Minister selbst weder Einfluß auf die Firma Gerot noch auf deren Geschäftsgebarung habe. Bartenstein habe seine Unternehmensanteile am Pharmakonzern bei seinem Einstieg in die
Bundespolitik 1995 an Treuhänder übergeben. Darüber hinaus sei Bartenstein - wie die ÖVP - zwar gegen die Abtreibung, nicht
aber grundsätzlich gegen Verhütung. Diese "Pille danach" sei keine Abtreibung, sondern eine Form der Verhütung. Es sei das "gute Recht" der katholischen Kirche, diese Art der Verhütung zu kritisieren - Bartenstein sei aber ohnehin evangelisch.[9. August 2000]