Bereits sei den 1980er-Jahren besteht für den Toplitzsee, der unter strengem Naturschutz steht, absolutes Tauchverbot, Ausnahmegenehmigungen wurden und werden nur für spezielle Projekte nach genauer Prüfung erteilt. Das sagenumwobene Gewässer lockt aber immer wieder selbsternannte Schatzsucher an, wodurch laut österr. Bundesforste der Fischbestand empfindlich gestört werde. "Illegale Tauchaktionen lassen sich ohnehin nicht leicht verhindern. Aber wenn belegt ist, dass im See nichts drinnen ist, fällt der Anreiz weg", meint man von Seite der österr. Bundesforste. Deswegen wollen die österreichischen Bundesforste, die Eigentümer des Sees, den Toplitzsee wissenschaftlich erforschen und kartographisch dokumentieren lassen, womit bewiesen werden soll, dass es dort keine Schätze zu finden gibt. Im Februar oder März 2010 soll in einer öffentlichen Ausschreibung ein Unternehmen gesucht werden, das den See wissenschaftlich erforschen und kartieren kann.

[16. Januar 2010]

Neue Schatzsuche im Toplitzsee

In der Zeit des Nationalsozialismus soll ein Schatz im Toplitzsee versenkt worden sein. Bis heute lässt jener sagenumwobene Goldschatz, der angeblich in den letzten Tagen des Nationalsozialismus im Toplitzsee versenkt worden ist, vielen keine Ruhe: Nach vielen wenig erfolgreichen Expeditionen steht dem See im Frühjahr 2009 die nächste Schatzsuche bevor. Ein US-Experte will das vermeintliche Geheimnis endlich lüften – doch noch hat die Behörde kein grünes Licht erteilt.

Der amerikanische Berge- und Filmexperte Norman Scott will es noch einmal wissen und im Frühjahr das "Unternehmen Toplitzsee" starten. Dem Vernehmen nach wurde er diesbezüglich auch schon beim Seebesitzer, den Österreichischen Bundesforsten, vorstellig. Und auch im Büro von Umweltlandesrat Manfred Wegscheider bestätigt man: "Ja, es hat ein Gespräch mit Herrn Scott gegeben." Dabei seien auch die Voraussetzungen für die Erlaubnis zum Tauchgang festgelegt worden: Der erforderliche naturschutzrechtliche Bescheid könne erst nach Vorliegen eines Gutachtens – im Hinblick auf die Ökologie des Sees in Zusammenhang mit einer solchen Expedition – ausgestellt werden.

Dieses muss Scott also vorlegen, will er an vergangene Aktionen am See anschließen – und diese womöglich erfolgreich zu Ende bringen. Bislang blieb es bestenfalls bei der Bergung von Kisten, gefüllt mit kopierten Geldscheinen: Die NS-Führung hatte ja kurz vor dem Kriegsende einen Teil jener gefälschten Pfundnoten, die von KZ-Häftlingen angefertigt wurden, im Toplitzsee versenken lassen. Doch ob am Grund des mehr als 100 Meter tiefen Sees auch NS-Goldreserven liegen, ist bis heute umstritten.

___________

Der berühmte Schatz vom Toplitzsee liegt vielleicht im Altauseer See. Nachdem Anfang November 2001 einem holländischen Taucher im Altausseer See ein Sensationsfund gelungen war, gehen Experten nun davon aus, daß Suchaktionen nach NS-Relikten im Toplitzsee umsonst waren. Die Taucher dürften jahrzehntelang im falschen Gewässer gesucht haben. 

Der 29-Jährige Holländer hatte das persönliche Siegel des Chefs des Reichssicherheitshauptamtes Dr. Ernst Kaltenbrunner aus der Tiefe des Altausseer Sees geholt. Im Garten seiner Altausseer Villa, der Residenz des Gestapo-Chefs, fand man nach seinem Tod 1946 76 kg Gold, 10.000 Goldstücke, 15.000 Dollar und 8.000 Franken. Weiters 2.000 kg Gold in 50 Kisten, eine Briefmarkensammlung im Wert von fünf Millionen Goldmark, 50 kg Feingold in Barren, fünf Kisten Brillanten und Edelsteine. Es wird vermutet, daß das nur ein kleiner Teil der Schätze war. Rätselhaft ist nach wie vor, wo der Rest geblieben ist. Bisher suchte man danach im Toplitzsee, aber vielleicht liegt er im Altauseer See. Es kann aber auch sein, daß die Schätze von den Alliierten nach Kriegsende bereits abtransportiert wurden...

Der aus Ried im Innkreis (O. Ö.) gebürtige Ernst Kaltenbrunner wurde im Jahre 1943 Nachfolger von Reinhard Heydrich als Chef des Reichssicherheitshauptamtes und nach der Absetzung von Canaris 1944 auch Chef des militärischen Nachrichtendienstes. Als solcher versuchte er Kontakte zu den US-Geheimdiensten aufzunehmen. Im Frühjahr 1945 verlegte SS-Obergruppenführer Kaltenbrunner seine Dienststelle von Berlin nach Bad Ausee, wo er im Mai 1945 von den US-Truppen gefangengenommen wurde.

[13. November 2001] 


 
Der Schatz vom Toplitzsee


Der Toplitzsee im Salzkammergut (Steiermark)

Simon Wiesenthal wollte schon in den 60er Jahren die Seen des Salzkammergutes durchsuchen lassen, da er außer "Nazi-Gold" auch noch Nachrichten über weltweite Firmengründungen mit Fluchtkapital und Nummern von schweizer "Nazi-Konten" zu entdecken hoffte. Speziell sollte es der Sage nach neben dem Goldschatz auch sechs Metallbehälter mit solchen Informationen geben, die in geheimen Höhlen des Sees versteckt waren. Sicher war, daß man solche Funde als "Wiedergutmachung" beanspruchen wollte. Tatsächlich wurden in der damaligen "Alpenfestung" (Tirol, Salzburg, Kärnten u. Steiermark) genug Wertgegenstände, darunter auch Goldbarren, 1945 von den Alliierten geplündert und außer Landes gebracht. 

Der Toplitzsee war der wahrscheinlichste Ort, wo man weitere Schätze finden konnte. Hier gab es bis 1945 die Versuchsstation 
der Reichkriegsmarine und gegen Kriegsende wurden nachweislich zahlreiche Behälter unbekannten Inhaltes im Wasser des Sees versenkt. 

Gerüchte über Goldschätze wurden auch von den Einheimischen verbreitet, die sich eine Zunahme des Fremdenverkehrs erhofften.
Nach dem Krieg gab es zahlreiche Suchaktionen im Toplitzsee, wofür sogar eigene Tauchboote konstruiert wurden. Im wesentlichen wurden aber nur alte Kisten mit gefälschten Pfund - Sterling Noten gefunden.


Die Firma "Oceaneering" durchsuchte den Toplitzsee

Seit 8. Juni 2000 suchte die Firma "Oceaneering" im Auftrag des Simon - Wiesenthal - Centers im Toplitzsee nach "Nazischätzen". Offiziell wollte man Nachrichten über schweizer Nummernkonten finden, man hoffte aber auch auf größere Schätze. Etwaige Funde wollte man zunächst nach Frankreich zur "Konservierung" bringen. Obwohl schweizer Banken schon auf bloße Boykottdrohungen 
hin ohnehin bereits mehrere Milliarden schweizer Franken an "Wiedergutmachung" bezahlt hatten, wurde auch noch das enorm kostspielige Unternehmen mit "Oceaneering" gestartet. Diese Firma hatte das u. a. das Wrack "Lucona" und der "Titanic" entdeckt und durchsucht.

Allerdings war der Erfolg der Aktion nicht sehr groß. Es wurden nur einige gefälschte Pfund - Sterlingnoten gefunden, wie 
sie seit Jahren in jedem Gasthaus der Gegend ausgestellt sind.
Am 7. Juli 2000 wurde eine weitere Kiste gefunden. Bei der mit Spannung erwarteten Öffnung der Blechkiste gab es lange Gesichter, im Inneren befanden sich Bierflaschenverschlüsse der Firma Gösser mit der Aufschrift "leider nicht".


Bei den Einheimischen werden bereits Volkslieder über
den "Schatz im Toplitzsee" gesungen.

Gerüchten zufolge soll eine Stammtischrunde im Jahre 1984 die Kiste mit den Bierkapseln präpariert und nachts im See versenkt haben. Es gab ja seit dem Krieg ständig Schatzsucher am Toplitzsee, die man gerne an der Nase herumführen wollte. Das Warten hat sich ausgezahlt, nach 16 Jahren hat die Firma "Oceaneering" mit modernstem Gerät endlich den Schatz gehoben.

Die Bergeaktion ging früher als geplant zu Ende. Obwohl die Genehmigung für die Unterwasser-Fahndung nach NS - Dokumenten noch bis 15. Juli läuft, wurden am 9. Juli die letzten Tauchgänge absolviert. Für Montag d. 10. ist der Abbau der Geräte geplant. Die amerikanische Fernsehgesellschaft CBS, die die Aktion finanziell unterstützt, macht über die Funde nach 
wie vor keine Angaben und verweist auf eine TV-Dokumentation, die im Herbst ausgestrahlt wird. Es sind jedoch ständig Vertreter der österreichischen Sicherheitsbehörden anwesend gewesen, die alle Funde kontrolliert hatten. Bei etwaigen Wertgegenständen hätten die Behörden und Grundbesitzer (Ortsgemeinde Grundlsee
) Anspruch auf Beteiligung gehabt. Die Bewohner der Gegend erklärten sogar, sie hofften, wegen der durch Anwendung modernster Technologie zu erwartenden Schatzfunde endlich zu Reichtum zu kommen.

Schatz
Eine Kiste mit solchen Bierkapseln wurde gefunden.

[9. Juli 2000]

 < Lokalchronik