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Der auf der FPÖ-Liste in den Bundesrat gewählte Kärntner Abgeordnete Siegfried Kampl sagte am 14. April 2005 im Rahmen einer Debatte folgendes: "Zum Krieg: Deserteure, Kampfeinheit, zum Teil aber Kameradenmörder, Beispiel Eismeerfront. Russen mit Musik spielten bei den Bunkern um Überläufer, die deutschen Soldaten mögen überlaufen. Neun Kameraden im Bunker, darunter ein Cousin von mir, werden von zwei Überläufern erschossen. Alle neun im Bunker wurden von zwei Überläufern erschossen. Das ist das Problem! Also wir müssen unterscheiden. Wir müssen unterscheiden, mit welchen Menschen wir es zu tun haben. Diese Art von Deserteuren sind Mörder. (...) Deserteure, Partisanen in Kärnten, die neben den Kindern den Vater erschossen haben. Nicht Einzelfälle. Katastrophale Zustände." "Zur Nachkriegszeit: Nazi-Verfolgung, viele heimatlos, Vertreibung, rechtlos. - Wer war denn für die erste Zeit nach dem Krieg verantwortlich?(...) Ich bin auch bereit zur Aufarbeitung der Geschichte, wir sollten alle dafür eintreten. Aber dann muss wirklich alles aufgearbeitet werden. (...) Diejenigen, die damals die Rechtlosigkeit, die Unsicherheit erleben und ertragen mussten, waren auch Menschen". Diese bescheidenen Hinweise auf die millionenfachen Vertreibungen, Vergewaltigungen und Morde an Deutschen vor und nach Kriegsende 1945 löste beim politischen und medialen Establishment in Österreich heuchlerische Betroffenheitsrituale und Rücktrittsforderungen aus. Während die Vertreter des Establishments den Alliierten zum Jahrestag
der Kapitulation der Wehrmacht Lobeshymnen singen und ihnen für die
Befreiung vom Nationalsozialismus danken, verdrängen sie ganz bewusst
die Schicksale derer, die nach der Kapitulation der Wehrmacht nichts zum
feiern hatten...
Die Betroffenheitsfanatiker wollen vergessen machen, dass über
18 Millionen Deutsche zu Ende des 2. Weltkrieges aus ihren Heimatgebieten
vertrieben wurden oder sich durch Flucht dem unseligen Treiben der „Befreier“
zu entziehen versuchten. Wer es nicht geschafft hat, mußte Repressalien
wie Folter, Vergewaltigung, Schändung, Mord, Raub, Verletzungen u.v.m.
erleiden. Unsägliches Leid kam über die deutsche Bevölkerung.
In Nemmersdorf im Kreis Gumbinnen in Ostpreußen fand das erste sowjetische Kriegsverbrechen auf deutschem Boden statt. Stalintruppen fielen am 20. Oktober 1944 in das besagte Gebiet ein. Die Wehrmacht konnte Nemmersdorf kurz darauf zurückerobern und was sich ihnen bot, sollte sich in dem weiteren Weg der „Befreiung“ wiederholen. Die Wehrmacht fand eine Vielzahl ermordeter Zivilisten vor, meist vor ihrem Tode grausam mißhandelte Frauen und Kinder. Die wilden Sowjethorden machten auch vor dem 8-jährigen Kind und dem 80-jährigen Greis keine Ausnahme, sie wurden alle vergewaltigt. Das schrecklichste Bild in Nemmersdorf boten an Scheunentoren gekreuzigte, vergewaltigte Frauen. Aufgehetzt und angestiftet zu diesem Verbrechen wurden die Sowjettruppen im Auftrag Stalins durch den sadistischen Hetzer Ilja Ehrenburg. Das Kriegsverbrechen Nemmersdorf zählt zu den am besten dokumentierten Kriegsverbrechen der Roten Armee. Eine Statistik vertriebener Deutscher in den ersten Nachkriegsjahren: Ostpreußen: 2,3 Millionen
Insgesamt: 18,1 Millionen vertriebene Deutsche Dazu kamen systematische Folterungen und Morde, um "Beweismaterial" für die zahlreichen Schauprozesse nach 1945 zu erhalten (siehe: Folterung deutscher Gefangener durch die Alliierten ). Schon vorher wurden von den Sowjets Wehrmachtsangehörige in Schauprozessen verurteilt und ermordet, u. a. mit der Begründung, die Massenmorde von Katyn begangen zu haben. In Österreich wurden die ca. 620000 überlebenden Mitglieder der NSDAP, auch wenn man ihnen keinerlei Verbrechen nachweisen konnte, aufs übelste verfolgt, teilweise monatelang eingesperrt, vom Wahlrecht ausgeschlossen, erhielten jahrelange Berufsverbote und verloren Pensionsansprüche und wurden ihres etwa vorhandenen Vermögens beraubt. NSDAP-Mitglieder wurden ohne Gerichtsbeschluss interniert - etwa in den Lagern Glasenbach oder Wolfsberg; 150.000 Beamte wurden entlassen oder nicht mehr in den öffentlichen Dienst übernommen; NSDAP-Mitgliedern wurden auch massenhaft völlig rechtswidrig zur Zwangsarbeit eingeteilt. So waren die heute so vielgerühmten "Trümmerfrauen", die den Schutt von den zerbombten Häusern wegräumten, zumeist ehemalige Nationalsozialistinnen, die zu diesen Arbeiten zwangsweise eingesetzt wurden. Der Vater W. Schüssels erhielt als einfaches Parteimitglied und Sportredakteur bis 1950 Berufsverbot. Außerdem residierten nach 1945 in Österreich "Volksgerichtshöfe" die höhere NSDAP-Funktionäre zu jahrelangen Haftstrafen verurteilten und u. a. über 50 Todesurteile zum Teil mit rückwirkend geltenden Gesetzen u. z. Teil nach dem NS-Verbotsgesetz verhängten (die Höchststrafe wurde 1952 in "lebenslänglich" umgewandelt). [30. Mai 2005] |