Denkmal für Robert Bernardi

In Enns (Oberösterreich) wurde am 11. 10. 2004 in einem Staatsakt der Wehrmachtsoffizier Robert Bernardis geehrt. In der Heeres-Unteroffiziers-Akademie wird in Zukunft ein Denkmal an den Aufstand des 20. Juli 1944 erinnern, bei dem Bernardis maßgeblich mitwirkte.

An der Enthüllung des Gedenksteines nahmen unter anderem Bundespräsident Heinz Fischer, Verteidigungsminister Günther Platter (ÖVP) und Nationalratspräsident Andreas Khol (ÖVP) teil.

Als Burschenschafter war Bernardi wie die überwiegende Mehrheit der Österreicher von der Notwendigkeit des Anschlusses an das deutsche Reich überzeugt. Er glaubte seine Ideale am Besten durch einen Beitritt zur NSDAP verwirklichen zu können und war schon vor 1938 Mitglied der Partei, als diese in Österreich noch verboten war. Wie viele Offiziere und auch Parteigenossen war Bernardi nicht einverstanden mit fragwürdigen Maßnahmen, die nach 1938 erfolgten, wie den Einmarsch in die Resttschechei, die Vertreibung von Polen aus dem Warthegau, den angeblichen Präventivkrieg gegen die Sowjetunion oder den Kommissarbefehl Hitlers. Er schloß sich einer Gruppe von Offizieren an, die nach dem offensichtlichen Scheitern von Hitlers Kriegspolitik das Deutsche Reich durch den Aufstandsplan "Walküre" retten wollten. Am 20. Juli 1944 verlief in Wien der Plan "Walküre" zunächst ganz reibungslos und es gelang, führende SS- und NSDAP-Funktionäre zu entwaffnen und gefangenzunehmen. Als jedoch bekannt wurde, daß Hitler doch nicht tot war, wurden alle wieder freigelassen, obwohl Attentäter Stauffenberg am Telephon aus Berlin noch sagte "Ihr werdet doch nicht schlapp machen.."... Bernardi wurde nach einem Schauprozeß 1944 hingerichtet. Bernardi war aber kein Landesverräter wie andere von den Vergangenheitsbewältigern Geehrte, die Verteidigungspläne und ihre eigenen Kameraden an die einmarschierenden Befreier verraten hatten.

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