Dokumentation zur aktuellen Auseinandersetzung mit einem Polen über meine Analyse:
Zum polnischen und tschechischen Imperialismus
In einem Forum im Bereich der deutschen Heimatvertriebenen, dem Forum
der iglauer-sprachinsel.de, gibt es aktuell eine
Auseinandersetzung mit einem Polen über meine Analyse: >>Zum
polnischen und tschechischen Imperialismus.<< Diese
Auseinandersetzung wird originalgetreu hier wie folgt dokumentiert:
zuerst erfolgt A) der Beitrag, dann B) die Kritik des Polen W.
Kossanowski und anschließend C) meine Antwort darauf (mit
erheblichen Vertiefungen zum Polonoimperialismus und Polonozentrismus):
Zu A):
Zum polnischen und tschechischen Imperialismus, 02 Aug. 2009 12:22
Der polnische und tschechische ImperialismusA) Zum polnischen
Imperialismus: Zwischen 1772 und 1795 wurde Polen zwischen
Rußland, Österreich und Preußen dreimal aufgeteilt.
Ursache dieser Veränderungen war ein Ziel der russischen Politik,
das Zar Peter I. in seinem Testament so beschrieben hatte: »Polen
muß in seiner Gesamtheit Rußland zufallen.« Als gegen
Ende des 18. Jahrhunderts Zarin Katharina II. sich anschickte, dieses
Gebot zu verwirklichen, verhinderten Preußen und Österreich
durch ihre Mitwirkung an der Teilung Polens ein zu weitgehendes
Vordringen Rußlands nach Zentraleuropa. Auf dem Wiener
Kongreß 1815 vereinbarten dann Rußland, Österreich und
Preußen eine Grenzziehung durch Polen, die bis zum Ersten
Weltkrieg Bestand hatte. Rußland erhielt den weitaus
größten Teil polnischen Gebiets und proklamierte
dementsprechend ein >Königreich Polen<, in dessen Verfassung
der Satz stand: »Das Königreich Polen ist für immer mit
Rußland durch die Person des Königs verbunden, welcher der
jeweilige Zar ist.« An Preußen fielen vor allem
Territorien, die Polen in früheren Feldzügen erobert hatte.
Lediglich im Raum Posen gab es stärkere polnische
Bevölkerungsteile, deren politische, wirtschaftliche und
kulturelle Betätigung im Rahmen des preußischen Staates und
später auch des Deutschen Reiches keinen rechtlichen
Beschränkungen unterlag.Nach dem Zusammenbruch des Zarenreiches
1917 und der Niederlage Deutschlands und Österreichs im Ersten
Weltkrieg ergab sich für das Königreich Polen die
Möglichkeit, sich von Rußland zu lösen und einen
eigenen Staat unter Zusammenfassung aller polnisch besiedelten Gebiete
Ostmitteleuropas zu gründen. Darauf beschränkte man sich
jedoch nicht: Die 1919 entstandene Republik Polen okkupierte und
annektierte auch noch große Gebiete, die nicht von Polen
besiedelt waren und niemals zu einem polnischen Staat gehört
hatten. So gerieten vor allem Deutsche, Litauer, Weißrussen und
Ukrainer unter polnische Herrschaft und damit in einen Staat, der sie
weitgehend rechtlos machte und unterdrückte, der sie beraubte und
aus ihrer angestammten Heimat vertrieb. Unterstützt wurden die
polnischen Bestrebungen vor allem durch Frankreich und England, die an
Deutschlands Ostgrenze einen mit ihnen verbündeten Staat haben
wollten.Unterstützung erhielten die polnischen Bestrebungen aber
auch durch die Vereinigten Staaten, da während des Ersten
Weltkriegs der in Amerika lebende polnische Pianist Paderewski einen
Zugang zu Präsident Wilson hatte und diesen dazu bewog, der
Errichtung eines polnischen Staates mit einem eigenen Zugang zum Meer
zuzustimmen, was dann die Teilung des deutschen Gebietes und einen
polnischen Korridor zwischen Pommern und Ostpreußen zur Folge
hatte. Das rein deutsch besiedelte Danzig mußte aus dem
Reichsverband entlassen und ein eigener Freistaat werden, in dem sich
die Polen einen erheblichen Einfluß gesichert hatten.Die
Rückendeckung vor allem durch Frankreich war auch der Grund
dafür, daß der polnische Imperialismus auch nach
Inkrafttreten des Versailler Diktats und somit der Beendigung des
Kriegszustandes noch in Oberschlesien weitere Industriegebiete an sich
bringen konnte. Das Ergebnis einer Volksabstimmung von 1921, in der
sich die Oberschlesier mehrheitlich für den Verbleib bei
Deutschland aussprachen, wurde von den Siegermächten des Ersten
Weltkriegs ebenso ignoriert wie sie es deutschen
Freiwilligenverbänden unmöglich machten, Oberschlesien gegen
den Einfall bewaffneter polnischer Banden wirksam zu verteidigen. Aber
selbst das reichte den Machthabern in Warschau nicht.In Polen
propagierte man unablässig den Gedanken, in das militärisch
fast völlig wehrlose Deutsche Reich einzufallen und die polnische
Grenze noch weiter nach Westen zu verschieben. Die Regierungen der
Weimarer Republik hatten ständig mit einer polnischen Invasion zu
rechnen. Es gab in der polnischen Öffentlichkeit unterschiedliche
Meinungen darüber, wie weit Polen seinen Machtbereich ausdehnen
sollte. Daß man von Deutschland aber mindestens noch
Ostpreußen, Danzig, Pommern, Schlesien und Teile Brandenburgs
annektieren und die Bewohner dieser Gebiete aus ihrer Heimat vertreiben
sollte, wurde von vielen Polen als unumgänglich und historisch
gerechtfertigt angesehen. Als begründet hat man aber auch die
Ausdehnung des polnischen Staatsgebiets bis zu einer Linie betrachtet,
die östlich von Bremen, Hannover, Kassel und Nürnberg
verlief. Ein sogenannter polnischer >Westmarkenverein< rief
unermüdlich zur Eroberung deutschen Gebiets auf.Aber auch der
Osten wurde nicht vergessen. In einem mit französischer Hilfe
geführten Krieg gegen das kommunistisch gewordene Rußland
eroberte Polen 1919/1921 auch dort Territorien, deren Bewohner bis zu
90 Prozent nicht polnischer Abstammung waren. Aber man wollte weitere
Nachbesserungen nicht ausschließen. Daß Polen von der
Ostsee bis zum Schwarzen Meer reichen und seine Grenze etwa am Dnjepr
verlaufen müsse, erschien vielen Polen gleichfalls sehr
einleuchtend.In den deutschen Ostgebieten, die nach dem Ende des Ersten
Weltkriegs von Polen okkupiert und dann entsprechend dem Versailler
Diktat polnisches Staatsgebiet geworden waren, setzte gegen die dort
ansässigen Deutschen ein beispielloser Terror ein mit dem Ziel,
sie entweder aus ihrer angestammten Heimat zu vertreiben oder zur
Annahme der polnischen Nationalität zu zwingen. Ein
Minderheitenschutz, zu dem Polen sich im Versailler Diktat verpflichtet
hatte, galt in der Praxis so gut wie nichts. Ausweisungen,
Enteignungen, Verschleppung in neu errichtete Konzentrationslager, die
ersten in Mitteleuropa, sowie Gewaltanwendungen bis hin zu Folter und
Mord erwiesen sich in den zwanziger Jahren als vielgebrauchte
Instrumente des polnischen Imperialismus. Sie wurden ergänzt durch
Behinderungen des deutschen Schulwesens und kulturellen Lebens sowie
durch Behördenwillkür jederart. Zwischen 1919 und 1939 sind
deshalb etwa 800 000 Deutsche unter Zurücklassung ihres Eigentums
aus dem polnischen Herrschaftsbereich geflohen.Die Verfolgung der
Deutschen steigerte sich im Sommer 1939, und zwar noch vor Ausbruch des
Zweiten Weltkriegs, bis hin zum offenen Massenmord - ein nicht
unerheblicher Grund dafür, weshalb es zur Kriegserklärung
Deutschlands an Polen kam. Diese Mordorgie steigerte sich noch nach
Beginn der Kampfhandlungen. Die vorrückenden deutschen Truppen
fanden Tausende von ermordeten Volksdeutschen vor; unzählige
andere waren brutal mißhandelt viele Frauen vergewaltigt worden.
Diese Verbrechen waren von Polen verübt worden, ohne daß
Behörden, Armee oder Polizei dagegen eingeschritten
wären.Nach 1945 wiederholte sich das alles in noch viel
größerem Ausmaß. Polen erhielt mit der Zustimmung
Frankreichs, Englands und der Sowjetunion die deutschen Gebiete
östlich von Oder und Lausitzer Neiße nun als Staatsgebiet,
wenn eine endgültige Grenze auch erst in einem Friedensvertrag
festgelegt werden sollte, und die Befugnis, die dort lebenden Deutschen
»in humaner Weise« auszusiedeln, also zu vertreiben. Die
Masseremorde, Gewaltverbrechen und Verschleppungen, die die ostdeutsche
Bevölkerung nach dem Einmarsch der Roten Armee über sich
ergehen lassen mußten, wurden von den nachrückenden Polen
mit eben solcher Grausamkeit fortgesetzt.Das Bundesarchiv in Koblenz
hat in einer Dokumentation der an Deutschen begangenen
Vertreibungsverbrechen das kriminelle Verhalten von Polen
zusammenfassend so beschrieben: »Als völkerrechtswidriges
Massenvergehen stehen im Vordergrund des Berichtsmaterials die
gegenüber den Deutschen bei ihrer Verhaftung, in den
Gefängnissen und nach der Internierung in ein Arbeitslager
verübten Ausschreitungen. Die Gewaltakte bestanden vorwiegend in
Mißhandlungen brutalster, teils sadistischer Art mit Peitschen,
Gummiknüppeln oder Gewehrkolben, teils bis zur Todesfolge, ferner
in willkürlichen Erschießungen und Erschlagungen wie auch
Vergewaltigungen von Frauen. Dem Berichtsmaterial nach ist kaum ein
einziger Verhafteter und Internierter Mißhandlungen entgangen...
Insgesamt aber bestanden in den Gebieten östlich von Oder und
Neiße 1.255 Lager und Gefängnisse, die dem Gewahrsam von
Deutschen dienten... Nicht möglich ist es aber, auch nur
annähernd zu einer Schätzung der Anzahl der Personen zu
gelangen, deren Tod auf Ausschreitungen in Gefängnissen und Lagern
zurückzuführen ist. Sehr unterschiedlich sind aber auch die
Todesquoten über die einzelnen Lager. Sie differieren zum Teil
zwischen 20 und 50 % der Insassen... In einem kurzen Zeitabschnitt
blieben von 50 Säuglingen in Potulice nur zwei am Leben... Demnach
ergibt sich zum Ausmaß des Geschehens in sämthchen Gebieten
östlich von Oder und Neiße, daß mehr als 400.000
Deutsche Opfer von Vertreibungsverbrechen im Sinne dieser Dokumentation
geworden sind. Betroffen durch Gewaltakte wie Vergewaltigungen und
Mißhandlungen mit oder ohne Todesfolge wurde... eine weitaus
größere Anzahl von Personen.«Die überlebenden
Deutschen wurden ohne ihr Eigentum in die westlich von Oder und
Neiße liegenden Gebiete vertrieben, wobei die Polen
unschätzbare Werte raubten, ganz abgesehen davon, daß die
deutschen Ostgebiete hinsichtlich ihrer Industrie, Wirtschaft,
Verkehrsentwicklung und Bebauung einen Standard erreicht hatten, der
weit über dem der polnischen lag.Im Interesse des polnischen
Imperialismus lag es dann, die deutschen Ostgebiete endgültig
für Polen zu annektieren. Der polnische Staatspräsident
Bierut erklärte dazu am 20. September 1946: »Es gibt keine
und kann auch keine andere und gerechtere Grundlage für die
Gebietsveränderungen geben als die hier angewandte. Wir sind auf
den Boden zurückgekehrt, auf dem sich vor Jahrhunderten unser
historisches, kulturelles und staatliches Erbe bildete, einen Boden,
befruchtet mit Blut Schweiß und Tränen unserer Väter
und Mütter, auf einen Boden, von dem jeder Zoll breit gedüngt
ist mit der uns heiligen Asche unserer Vorfahren. Wer kann unser Recht
auf diesen Boden bestreiten?«Die Regierung der sogenannten DDR
erkannte 1950 im Görlitzer >Friedens- und
Freundschaftvertrag< die Oder-Neiße-Linie als endgültige
deutsche Ostgrenze an. 1952 wurde in die polnische Verfassung
geschrieben: »Auf ewige Zeiten sind die wiedergewonnenen Gebiete
zu Polen zurückgekehrt.« Der Generalsekretär der
polnischen kommunistischen Partei Comulka erklärte 1960 in
Breslau: »Jeder Versuch einer Revision dieser Grenze bedeutet
Krieg mit Polen und den Signatarstaaten des Warschauer Paktes..., und
nach diesem Krieg werden in Deutschland nicht die Toten, sondern allein
die noch Überlebenden zu zählen sein.«In der
Bundesrepublik Deutschland wurde der Raub der deutschen Ostgebiete
zunächst sowohl von der Öffentlichkeit als auch von der
Bundesregierung abgelehnt, die am 9. Juni 1950 erklärte:
»Die Deutsche Bundesrepublik als Sprecherin des gesamten
deutschen Volkes wird sich niemals mit der allen Grundsätzen des
Rechts und der Menschlichkeit widersprechenden Wegnahme dieser rein
deutschen Gebiete abfinden.« Die SPD-Funktionäre Ollenhauer,
Brandt und Wehner versicherten noch 1963: »Verzicht ist Verrat,
wer wollte das bestreiten.« Aber schon 1968 forderte Willy Brandt
die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie bis zu einer
friedensvertraglichen Regelung. 1970 schloß er mit den Polen den
>Warschauer Vertrag, in dem die Oder-Neiße-Linie als
»westliche Staatsgrenze der Volksrepublik Polen« für
unverletzlich erklärt wird, wenn auch eine Entschließung des
Bundestages besagte: »Die Verträge nehmen eine
friedensvertragliche Regelung für Deutschland nicht vorweg und
schaffen keine Rechtsgrundlage für die bestehenden Grenzen.«
Ganz in diesem Sinn stellte auch das Bundesverfassungsgericht am 31.
Juli 1973 fest: »Die Gebiete östlich von Oder und
Neiße sind ebenso wie das übrige Reichsgebiet in den Grenzen
vom 31. Dezember 1937 von den Siegermächten bei Kriegsende nicht
annektiert worden ... « Aber der polnische Imperialismus
erreichte sein Ziel, die von ihm völkerrechtswidrig okkupierten
deutschen Ostgebiete auch formell in Besitz zu nehmen, im sogenannten
Zwei-plus-Vier-Vertrag vom 12. September 1990. Unter dem Druck und
unter der Mitwirkung Englands, Frankreichs und der Vereinigten Staaten
von Amerika akzeptierte und ratifizierte der Bundestag folgenden
Vertragstext: »Das vereinte Deutschland wird die Gebiete der
Bundesrepublik Deutschland, der Deutschen Demokratischen Republik und
ganz Berlins umfassen. Seine Außengrenzen werden die Grenzen der
Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland
sein und werden am Tag des Inkrafttretens dieses Vertrages
endgültig sein. .. Das vereinte Deutschland und die Republik Polen
bestätigen die zwischen ihnen bestehende Grenze in einem
völkerrechtlich verbindlichen Vertrag.« Helmut Kohl
beschrieb nach einer Aufzeichnung seines Mitarbeiters Horst Teltschik
vom 13. Juni 1990 den Entscheidungsspielraum der deutschen Politik so:
»Mit aller Deutlichkeit weist Kohl darauf hin, daß es in
Ost und West keinen einzigen Partner gebe, der nicht die Anerkennung
der Oder-Neiße-Grenze fordere... Die Alternative laute: die
Einigung Deutschlands in den bekannten Grenzen erreichen oder die
Zwei-plusVier-Verhandlungen scheitern zu lassen ... « Und am 21.
Juni 1990 erklärte er: »Entweder wir bestätigen die
bestehende Grenze, oder wir verspielen heute und für jetzt unsere
Chance zur deutschen Einheit.«Wenig später bekannte sich die
damalige englische Premierministerin Thatcher zu den Pressionen, die
sie auf die deutsche Politik ausgeübt hatte. Sie bedauerte,
daß sie die deutsche Teilvereinigung 1990 nicht verhindern
konnte: »Der einzige Fall, in dem ich mit meiner Linie zu einem
außenpolitischen Thema unzweifelhaft gescheitert bin, war die
deutsche Wiedervereinigung.« Jedoch: »Nicht zu
vernachlässigen sind aber auch die positiven Auswirkungen meiner
Politik. Sie zwang die Regierung der Bundesrepublik, die Grenzfragen
mit ihren östlichen Nachbarn zu klären.« Und zwar
uneingeschränkt im Sinne des polnischen und nicht nur des
polnischen Imperialismus.B) Zum tschechischen Imperialismus:1918
zerfiel die österreich-ungarische Monarchie in ihre nationalen
Bestandteile. Auch die in Böhmen und Mähren ansässigen
Tschechen sagten sich am Ende des Ersten Weltkriegs von der
Zentralgewalt in Wien los und proklamierten einen eigenen Staat. Dabei
beriefen sie sich auf den neu formulierten Grundsatz des
Selbstbestimmungsrechts der Völker, der es allen Nationen und
Nationalitäten erlauben sollte, selbst darüber zu
entscheiden, zu welchem Staat sie gehören wollten. Die Tschechen
bezogen in ihr Staatsgebiet jedoch auch Territorien ein, deren Bewohner
keine Tschechen waren und die Zugehörigkeit zu einer sogenannten
Tschechoslowakischen Republik entweder deutlich ablehnten oder denen
überhaupt die Möglichkeit genommen wurde, sich zu dem neuen
Staatsgebilde zu äußern. Dazu gehörten die
Sudetendeutschen, die in Böhmen und Mähren
größtenteils in geschlossenen Siedlungsgebieten,
räumlich also von den Tschechen getrennt, lebten. Nach dem
Grundsatz des Selbstbestimmungsrechts der Völker hätten auch
die Sudetendeutschen das Entscheidungsrecht darüber haben
müssen, welchem Staat sie sich anschließen wollten. Aber das
wurde ihnen mit Gewalt verwehrt durch tschechische Soldaten und
Polizisten. Die Einbeziehung des Sudetenlandes in einen von Tschechen
beherrschten Staat war somit nichts anderes als ein Akt der bewaffneten
Unterwerfung eines fremdes Volkes, folglich ein Ausdruck des
tschechischen Imperialismus. Als sich am 4. März 1919
Sudetendeutsche in ihrer Heimatstadt Eger und anderenorts zu einer
friedlichen und unbewaffneten Demonstration für ihr
Selbstbestimmungsrecht versammelten, wurden 54 von ihnen von Tschechen
erschossen. Das waren aber nur die ersten, nicht auch die letzten Opfer
tschechischer Mörder. Bis 1938 verloren 212 Sudetendeutsche auf
diese Weise ihr Leben, weil sie sich mit der tschechischen
Unterdrückung nicht abfinden wollten.Die Tschechen hatten also mit
Gewalt - und keineswegs nur in Eger - vollendete Verhältnisse
geschaffen, und es gelang ihnen, sich ihre Machtansprüche 1919 im
Friedensdiktat von St. Germain von den Siegermächten des Ersten
Weltkriegs sanktionieren zu lassen. Das geschah vor allem mit Hilfe der
französischen Regierung, die eine Vereinigung
Deutsch-Österreichs mit dem Deutschen Reich strikt ablehnte, aber
auch nicht zulassen wollte, daß sich die Sudetendeutschen allein
an Deutschland anschlossen. Eine Zersplitterung der Deutschen und deren
Kontrolle durch nicht deutsche Mehrheiten gehörten zu den
Kriegszielen Frankreichs und wurden 1919 in den Pariser
Vorortverträgen konsequent erzwungen, wo es möglich war.
Vertreter Englands und Amerikas wurden bei diesen Beratungen von
tschechischen Politikern, und hier vor allem von Masaryk und seinem
engsten Mitarbeiter Benesch, mit gefälschten Statistiken über
die Zusammensetzung der neu gegründeten Tschechoslowakei
getäuscht. Vertreter der Sudetendeutschen, die zu den Beratungen
nach Frankreich gekommen waren, wurden dort gar nicht gehört.
Proteste sudetendeutscher Politiker gegen die Besetzung ihrer Heimat
durch tschechische Truppen blieben gleichfalls unbeachtet. Aus Pariser
Sicht spielten jedoch auch strategische Gründe eine Rolle: die
Absicht, eine auch territorial starke Tschechoslowakei als
Verbündeten der westlichen Siegermächte und
militärischen Gegner Deutschlands zu haben.So entstand ein neuer
Nationalitätenstaat, und zwar ohne Zustimmung und gegen den Willen
der nicht tschechischen Nationalitäten. Die Tschechen machten nur
46 Prozent der Bevölkerung des neuen Staates aus. Es gab auch
keine tschechoslowakische Nation. Tschechen und Slowaken wurden 1918
zum erstenmal staatlich vereint. Bis dahin hatten die Tschechen in
Böhmen und Mähren immer zum Deutschen Reich oder, nach 1806,
zu Österreich gehört, die Slowaken hingegen zu Ungarn. Und
auch der Zusammenschluß mit den Tschechen geschah, ohne daß
die Slowaken danach gefragt worden wären. Am 30. Oktober 1918
wurde lediglich eine Deklaration über einen gemeinsamen Staat der
Tschechen und Slowaken von Privatpersonen unterzeichnet, die niemand
dazu legitimiert hatte. Der tschechische Imperialismus richtete sich
also nicht nur gegen die Deutschen, die fast ein Viertel der
Bevölkerung im neuen Staat ausmachten, sondern auch gegen
Slowaken, Ungarn und Ukrainer. Zweifellos war das
Selbstbestimmungsrecht der Völker 1919 kein allgemein anerkannter
Grundsatz des Völkerrechts. Derjenige, der sich dazu bekannte,
mußte es jedoch für alle gelten lassen. Aber
tatsächlich wurde es nach dem Ersten Weltkrieg nur dort angewandt,
wo es zum Nachteil der Deutschen benutzt werden konnte, und dort
verweigert, wo es von Deutschen beansprucht wurde. Das galt für
die Sudetendeutschen ebenso wie für jene Deutschen, die 1919
polnischer, italienischer, französischer, belgischer Gewalt
ausgeliefert wurden.Der überaus willkürliche Umgang mit dem
Begriff des Selbstbestimmungsrechts durch diejenigen Staaten, die seine
Anwendung proklamierten, zeigte sich im 20. Jahrhundert und bis in die
Gegenwart noch oft. Zwanzig Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges
verlangten England und Frankreich dann 1938 - im Gegensatz zu ihrer
Haltung bei den Pariser Verträgen - von der Prager Regierung den
Verzicht auf die tschechische Herrschaft in den mehrheitlich deutsch
besiedelten Gebieten Böhmens und Mährens und somit die
Anerkennung des Selbstbestimmungsrechts.Nach dem Zweiten Weltkrieg
erlaubten die Alliierten den tschechischen Machthabern aber nicht nur,
ihre Herrschaft wieder über ganz Böhmen und Mähren
auszudehnen und somit den Sudetendeutschen erneut das
Selbstbestimmungsrecht zu nehmen; sie stimmten sogar zu, daß die
Sudetendeutschen ganz aus ihrer jahrhundertealten Heimat, die nie
tschechisch war, vertrieben wurden.Zwischen 1919 und 1938, dem Jahr
ihres Anschlusses an das Deutsche Reich, waren die Sudetendeutschen in
der Tschechoslowakischen Republik zahlreichen Benachteiligungen
ausgesetzt. Die Tschechen verfügten eine Wahlordnung, nach der sie
für einen Abgeordneten 39.957 Stimmen aufbringen mußten, die
Deutschen hingegen 47.716 und die Ungarn 109.847. So sicherten sie sich
auch im Parlament einen weitaus höheren Einfluß, als er
ihnen zustand. Zahllose Schikanen sollten bewirken, daß die
Sudetendeutschen entweder die tschechische Volkszugehörigkeit
annahmen oder auswanderten. Die Zahl der deutschen Beamten bei der
staatlichen Verwaltung, bei Gericht, Post und Eisenbahn wurde schon im
ersten Jahrzehnt des Bestehens der Tschechoslowakei um die Hälfte
verringert. Die Sicherheitspolizei bestand fast vollständig aus
Tschechen. Deutsche Bewerber für den Staatsdienst ließ man
oft an einer >Sprachprüfung< scheitern. In den Ministerien
gab es nur zwei Prozent deutsche Beamte. Der deutschen Industrie wurden
hingegen tschechische Arbeiter aufgezwungen, die deutsche Wirtschaft
wurde bei der Vergabe von Aufträgen und Darlehen schwer
benachteiligt. Eine sogenannte Bodenreform enteignete große
Gebiete aus sudetendeutschem Besitz zugunsten von Tschechen. Tausende
von deutschen Schulen und Kindergärten wurden geschlossen, 1933
die deutschen Parteien aufgelöst. Die Liste solcher Schikanen
ließe sich noch lange fortsetzen.Aber das alles wurde weit von
den Verbrechen überboten, die 1945 nach der Kapitulation der
Wehrmacht von Tschechen an Deutschen verübt wurden. Bevor diese
ihrer ganzen Habe beraubt und aus ihrer Heimat vertrieben worden sind,
kam es in Böhmen und Mähren zu Massenmorden, denen etwa
241.000 Sudetendeutsche, etwa 120.000 reichsdeutsche Flüchtlinge
und eine unbekannte Zahl von deutschen Soldaten zum Opfer gefallen
sind. Es war das Ziel der Tschechen, alle Deutschen aus dem von ihnen
beanspruchten Gebiet zu vertreiben, Mord und Terror waren, wie auch im
Fall der Polen, die Instrumente ihres Imperialismus.Deutsche
Kriegsgefangene und Verwundete aus Lazaretten wurden unter furchtbaren
Mißhandlungen ermordet, an Laternenpfählen aufgehängt
und bei lebendigem Leib verbrannt, unter großer Anteilnahme und
Zustimmung der tschechischen Bevölkerung öffentlich
totgeschlagen oder in Gewässern ertränkt. Hunderttausende von
Deutschen wurden, oft jahrelang, in tschechischen Lagern gefoltert, dem
Hunger ausgesetzt und zur Zwangsarbeit getrieben. Die Dokumentation des
Bundesarchivs in Koblenz schreibt darüber: »Zu den
Gewalttaten gehörten Tötungen, verübt in verschiedenster
Weise durch Erschießen, Erhängen, Erschlagen,
Ertränken, brutale und sadistische Mißhandlungen, ferner
Vergewaltigungen von Frauen... Aus einer Anzahl von Gemeinden wird
über öffentliche Exekutionen berichtet, denen zum Teil die
Einsetzung improvisierter Volksgerichte vorausging. Die diesen
vorgeführten Personen wurden während und nach den
Verhören auf das schwerste mißhandelt oder auch zu Tode
gefoltert... Unmittelbar nach Beginn des Prager Aufstandes begann auch
in großem Umfang die Verbringung von Deutschen in
Gefängnisse und Lager. Nach Ermittlungen des Suchdienstes des
Deutschen Roten Kreuzes bestanden in der Tschechoslowakei 1215
Interniertenlager, 846 Arbeits- und Straflager und 215
Gefängnisse, in denen 350.000 Deutsche längere oder
kürzere Zeit festgehalten worden sind. .. Unmenschliche
Verhältnisse führten zum Tod von Lagerinsassen durch
Kräfteverfall und Epidemien, verursacht durch mangelhafte
Ernährung, fehlende Medikamente, unhygienische Verhältnisse
und durch Depressionen infolge sadistischer Mißhandlungen. Sehr
hoch war die Sterblichkeit bei Kindern und älteren Leuten. Von den
Arbeitslagern wiesen die der Bergwerke eine besonders hohe
Sterblichkeit auf... Nach Schätzungen des Suchdienstes des
Deutschen Roten Kreuzes muß bei einer Gesamtzahl von 350.000 in
Gefängnisse und Lager verbrachten Deutschen mit ca. 100.000 Opfern
gerechnet werden.«Das ist Imperialismus, wie er heute in
Deutschland verschwiegen werden soll!Rolf Josef Eibicht
(MA)München im August 2009
Zu B):
RE: Zum polnischen und tschechischen Imperialismus, 28 Sep. 2009 23:42
Sehr geehrter Herr Eibicht,ich möchte Sie auf Ihre Lüge
aufmerksam machen. Und zwar diese Zitation:"Tschechen und Slowaken
wurden 1918 zum erstenmal staatlich vereint. Bis dahin hatten die
Tschechen in Böhmen und Mähren immer zum Deutschen Reich
oder, nach 1806, zu Österreich gehört, die Slowaken hingegen
zu Ungarn."Zum welchen Deutschen Reich haben Tschechen frueher
gehört? Tschechische Koenigheit, wie unsere Land schon von den
Zeiten den Vratislav I. (905/915-921) genannt wurde, hat zum Roemischen
Reich oder wenn Sie wollen unter Roemische Kaiser gehört. Ich
finde Ihren Artikel tendenzionel geschrieben (die boese Tschechen und
die arme Deutschen). Sie wollen nicht Warheit suchen, Sie wollen sich
nur beschweren.
m.f.G.
Michal Hos
Walter Kossanowski:
RE: Zum polnischen und tschechischen Imperialismus, 29 Sep. 2009 13:01
Sehr geehrter Herr Hos,ich gebe Ihnen in Ihrer Analyse dieses
hetzerischen Artikels vollkommen Recht. Herr Eibicht ist nicht im
Geringsten an einer ehrlichen Aufarbeitung der wechselvollen und oft
auch tragischen Geschichte unserer Völker interessiert. Denn
anstatt eines sachlichen bzw. versöhnlichen Tons bedient er sich
einer klaren anklagenden Sprache um die ‘armen Deutschen‘ als Opfer der
‘bösen Slawen‘ darzustellen. Mit Lügen und Halbwahrheiten
gepaart soll das tatsächlich erfahrene Leid vieler Deutscher nur
zur Rechtfertigung der Verbrechen von deutscher Seite dienen. Mit
Verbrechen sollen anderen Verbrechen gerechtfertigt werden. Dieser
Missbrauch ist nicht nur Geschichtsfälschung und Volksverhetzung
übelster Sorte sondern respektlos gegenüber den Opfern
unserer Völker die durch Krieg und Diktatur ihr Leben lassen
mussten. Ganz besonders ist es schändlich gegenüber den
deutschen Opfer der nationalen und nationalsozialistischen Kriege,
für die Herr Eibicht ja angeblich so engagiert eintritt...Darum
schließe ich mich Ihrem engagierten Protest gegen Herrn Eibichts
Hetze an. Wie bereits in einem anderen Forum geschehen muss ich dem
Text von Herrn Eibicht eine Gegendarstellung zu seinen
‘Ausführungen‘ zur deutsch-polnischen Geschichte
entgegenstellen:Herr Eibicht,eine sehr schöne Einzelleistung an
deutsch-nationalistischer Geschichtsklitterung, die darauf abzielt die
deutsch-polnischen Beziehungen zu belasten um unsere beiden Völker
wieder in einem Krieg gegeneinander zu hetzen... Allerdings jonglieren
sie hier sehr ungeschickt mit historischen Lügen, Halbwahrheiten
und aus dem Kontext gerissenen Fakten. Ihre Argumente und Aussagen
halten einer genauen Prüfung nicht Stand. Zwischen 1772 und 1795
wurde Polen zwischen Rußland, Österreich und Preußen
dreimal aufgeteilt. Ursache dieser Veränderungen war ein Ziel der
russischen Politik, das Zar Peter I. in seinem Testament so beschrieben
hatte: »Polen muß in seiner Gesamtheit Rußland
zufallen.« Als gegen Ende des 18. Jahrhunderts Zarin Katharina
II. sich anschickte, dieses Gebot zu verwirklichen, verhinderten
Preußen und Österreich durch ihre Mitwirkung an der Teilung
Polens ein zu weitgehendes Vordringen Rußlands nach
Zentraleuropa. Auf dem Wiener Kongreß 1815 vereinbarten dann
Rußland, Österreich und Preußen eine Grenzziehung
durch Polen, die bis zum Ersten Weltkrieg Bestand hatte. Rußland
erhielt den weitaus größten Teil polnischen Gebiets und
proklamierte dementsprechend ein >Königreich
PolenWestmarkenverein< rief unermüdlich zur Eroberung deutschen
Gebiets auf. Wie sie hier halbherzig und offenbar ungern zu geben,
waren es ja eindeutig die Expansionsbestrebungen Rußlands,
Preußens und Österreich-Ungarns die zur Teilung
Polen-Litauens führten. Doch sie versuchen, eher erfolglos, die
Verantwortung an Rußland abzuschieben und untertreiben die
Initiative die von Preußen ausging. Preußen und
Österreich-Ungarn haben sich Rußland nicht heldenhaft
entgegengestellt sondern als Räuber mit gestohlen! Denn die
Gebietsaufteilungen wurden bei allen drei Teilungen in Verträgen
festgelegt! Preußen war an diesen Teilungen sehr aktiv
beteiligt!Ist dies etwa kein Imperialismus?Einen "Königreich
PolenWestmarkenverein" hat es nie gegeben, sehr wohl aber einen
deutschen Ostmarkenverein um in den von Preußen okkupierten (und
zu diesem Zeitpunkt ins Deutsche Reich eingegliederten) Teil Polen das
"Deutschtum zu fördern" um so die polnische Kultur bzw. polnische
Identität zu unterdrücken und langfristig auszurotten.Ganz
allgemein gab es aber, bis einschließlich des ersten Weltkrieges,
zwei Hauptströmungen innerhalb der polnischen
Unabhängigkeitbewegung. Die eine Gruppierung suchte den
Schulterschluss mit Preußen bzw. dem deutschen Reich für
eine polnische Unabhängigkeit zu Lasten Russlands und zu Gunsten
Preußens/Deutschlands (das so genannte Jagellonische Konzept).
Die Andere Gruppierung suchte die Koalition mit dem zaristischen
Russland für eine Unabhängigkeit zu Lasten
Preußens/Deutschlands und zu Gunsten Russlands (das das so
genannte Piastische Konzept).Das so genanntes ‚Kongress-Polen’ strebte
keine weitere Eroberungen für das zaristische Russland gegen
Westen. Vielmehr versuchte sich die polnische Bevölkerung in
vielen Aufständen aus dem Griff des Zaren zu befreien und ein
unabhängiges und demokratisches Polen zu errichten. Angesichts der
vermehrt gegen Russland gerichteten polnischen Aufstände des 19.
Jahrhunderts scheint das jagellonische Konzept innerhalb der polnischen
Freiheitsbewegung stärker vertreten gewesen zu sein. Aber auch der
Osten wurde nicht vergessen. In einem mit französischer Hilfe
geführten Krieg gegen das kommunistisch gewordene Rußland
eroberte […] Sie haben 120 Jahre Teilung mit einhergehender
Unterdrückung der Polen und ihrer Kultur insbesondere in den
preußisch und russisch besetzten Gebieten einfach
übergangen… Dies passt offensichtlich nicht in ihr
nationalistisches Gedankengebäude. Aber auch der Osten wurde nicht
vergessen. In einem mit französischer Hilfe geführten Krieg
gegen das kommunistisch gewordene Rußland eroberte Polen
1919/1921 auch dort Territorien, deren Bewohner bis zu 90 Prozent nicht
polnischer Abstammung waren. Aber man wollte weitere Nachbesserungen
nicht ausschließen. Daß Polen von der Ostsee bis zum
Schwarzen Meer reichen und seine Grenze etwa am Dnjepr verlaufen
müsse, erschien vielen Polen gleichfalls sehr einleuchtend.In den
deutschen Ostgebieten, die nach dem Ende des Ersten Weltkriegs von
Polen okkupiert und dann entsprechend dem Versailler Diktat polnisches
Staatsgebiet geworden waren […] Mit der nach 120 Jahren Teilung
erfolgten Unabhängigkeit Polens und der Gründung der zweiten
Republik Polens nach dem 1. Weltkrieg ergaben sich tatsächlich
Konflikte mit den Nachbarstaaten bezüglich der Grenzziehung. Bei
den so genannten ‚deutschen Ostgebiete’, von deutschen Nationalisten
auch gerne als polnischer Korridor bezeichnet, handelte es sich
überwiegend um Gebiete die vor den Teilungen zu Polen-Litauen
gehörten. Diese Gebiete wurden also zu erst von Preußen bzw.
Deutschland okkupiert, kehrten nach dem 1. Weltkrieg zurück in den
polnischen Staat. Auch mit Litauen, das nicht mehr in ein
polnisch-litauisches Staatenbündnis (Realunion) zurückkehren
wollte, gab es Schwierigkeiten mit der Grenzziehung (insb. wegen
Wilna). Ähnlich verhielt es sich mit der Ukraine und dem heutigen
Weißrussland.Der polnisch-russische/sowjetische Krieg ist
tatsächlich ein schwieriges und kritisches Kapitel in der
polnischen Geschichte. Polen und die West-Ukraine haben sich damals
verbündet um für Polen ehemalige Gebiete aus der Zeit vor der
Teilung zurückzuerobern bzw. um noch Gebiete darüber hinaus
für Polen und die Ukraine zu gewinnen.Ihre Aussage aber, dass
viele Polen ein Gebiet von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer
beanspruchen ist aber eindeutig eine propagandistische Vereinfachung
der Tatsachen. Solche Forderungen gab es tatsächlich, doch
handelte es sich dabei um eine radikale und nationalistische
Minderheit! In den deutschen Ostgebieten, die nach dem Ende des Ersten
Weltkriegs von Polen okkupiert und dann entsprechend dem Versailler
Diktat polnisches Staatsgebiet geworden waren, setzte gegen die dort
ansässigen Deutschen ein beispielloser Terror ein mit dem Ziel,
sie entweder aus ihrer angestammten Heimat zu vertreiben oder zur
Annahme der polnischen Nationalität zu zwingen. Ein
Minderheitenschutz, zu dem Polen sich im Versailler Diktat verpflichtet
hatte, galt in der Praxis so gut wie nichts. Ausweisungen,
Enteignungen, Verschleppung in neu errichtete Konzentrationslager, die
ersten in Mitteleuropa, sowie Gewaltanwendungen bis hin zu Folter und
Mord erwiesen sich in den zwanziger Jahren als vielgebrauchte
Instrumente des polnischen Imperialismus. Sie wurden ergänzt durch
Behinderungen des deutschen Schulwesens und kulturellen Lebens sowie
durch Behördenwillkür jederart. Zwischen 1919 und 1939 sind
deshalb etwa 800 000 Deutsche unter Zurücklassung ihres Eigentums
aus dem polnischen Herrschaftsbereich geflohen.Die Verfolgung der
Deutschen steigerte sich im Sommer 1939, und zwar noch vor Ausbruch des
Zweiten Weltkriegs, bis hin zum offenen Massenmord - ein nicht
unerheblicher Grund dafür, weshalb es zur Kriegserklärung
Deutschlands an Polen kam. Diese Mordorgie steigerte sich noch nach
Beginn der Kampfhandlungen. Die vorrückenden deutschen Truppen
fanden Tausende von ermordeten Volksdeutschen vor; unzählige
andere waren brutal mißhandelt viele Frauen vergewaltigt worden.
Diese Verbrechen waren von Polen verübt worden, ohne daß
Behörden, Armee oder Polizei dagegen eingeschritten wären.
Polen-Litauen war vor der Teilung ein Vielvölkerstaat, woraus sich
bereits eine starke Mischung der Bevölkerung u.a. aus Polen,
Litauern, Deutschen, Ukrainern etc. mit diversen regionalen
Konzentrationen ergaben. Die Deutschen stellten im Vielvölkerstaat
Polen-Litauen überwiegend das Bürgertum in den polnischen
Städten. Dies wirkte sich natürlich über die Jahre der
Teilung hinweg bis zum 20. Jahrhundert aus. Durch die Teilungen und den
durch die Besatzungspolitik hervorgerufene
Bevölkerungsverschiebungen wurde diese ‚Durchmischung’
insbesondere den preußisch/deutsch besetzten Teilungsgebieten
noch Verstärkt.Aus den drei Teilungen und der
Bevölkerungspolitik heraus ergaben sich die späteren
Schwierigkeiten der Grenzziehung und der damit einhergehenden
Problematik der Bevölkerung bzw. der
Bevölkerungsminderheiten.Die Minderheiten Politik in der Endphase
der zweiten polnischen Republik - insbesondere unter dem Sancja-Regime
- stellt tatsächlich kein Ruhmesblatt in der polnischen Geschichte
dar. Sie machte u.a. auch die deutsche Minderheit zu Bürgern
zweiter Klasse und war darauf ausgerichtet die Deutschen mit
behördlichem Druck zur Auswanderung zu zwingen. Es mag in diversen
Städten und Regionen auch innerhalb der Bevölkerung
zwischenmenschliche Probleme unter deutschen und polnischen
Mitbürgern gegeben haben.Von einer Verfolgung der Deutschen in
dieser Phase kann aber nicht die Rede sein. Das Gerede von Terror,
Mord, Folter, Verschleppungen und Konzentrationslagern entspringt
allein der nationalsozialistischen Propaganda. Denn diese Lügen
wurden durch die Propaganda des Nazi-Regimes ab 1939 bewusst verbreitet
um (begleitet mit anderen Maßnahmen), die Stimmung im deutschen
Volk für den geplanten Angriffskrieg anzuheizen.Eine weitere von
ihnen angeführte historische Lüge ist die
Kriegserklärung. Das deutsche Reich überfiel die zweite
polnische Republik ohne eine schriftliche oder anderweitig erfolgte
Kriegserklärung (und der Feldzug endete genauso formlos ohne eine
Kapitulation des polnischen Staates.)Während der Kampfhandlungen
gab es leider tatsächlich Übergriffe und Selbstjustiz bzw.
Lynchjustiz seitens der polnischen Zivilbevölkerung gegenüber
ihren deutschen Mitbürgern (hier seien die noch immer
ungeklärten Vorkommnisse in Bromberg/Bydgoszcz angeführt),
erreichten aber bei Weitem nicht das Ausmaß und die Systematik
wie sie hier behaupten. Die tatsächlich begangenen Übergriffe
wurden von der nationalsozialistischen Propaganda aufgebauscht und die
Zahlen stark übertrieben.Die begangenen Übergriffe
möchte ich keines Falls rechtfertigen und beschönigen. Sie
sind ein trauriges Beispiel was Menschen ihren Mitbürgern antun
können. Hier hat sich der in der Vorkriegszeit durch die Hetze
nationalistischer Kräfte beider Seiten durch den Kriegsausbruch
entladen. Es handelte sich jedoch keineswegs um eine von staatlicher
Seite gelenkte systematische Vorgehensweise. Vielmehr war es Selbst-
und Lynchjustiz durch die Täter individuelle Schuld auf sich
geladen.Es mag viele Gründe gegeben haben, warum polnische Armee
und Behörden in nur wenigen Fällen dagegen vorgingen. Ein
wesentlicher Grund mag die militärische Lage gewesen sein, da die
polnische Front sehr schnell zusammenbrach und damit auch ein
Zusammenbruch des Zivillebens und damit auch der Exekutive bzw. des
legalen Rechtsraumes einherging.Die systematisch begangenen Massenmorde
des Septemberfeldzuges gehen wohl viel mehr auf das Konto der
Mordkommandos der SS hinter der Front, die polnische Zivilisten (Polen
und Juden) liquidierten! Aber dies ist eine historische Tatsache die
sie offensichtlich nur zu gern verschweigen… Nach 1945 wiederholte sich
das alles in noch viel größerem Ausmaß. Polen erhielt
mit der Zustimmung Frankreichs, Englands und der Sowjetunion die
deutschen Gebiete östlich von Oder und Lausitzer Neiße nun
als Staatsgebiet, wenn eine endgültige Grenze auch erst in einem
Friedensvertrag festgelegt werden sollte, und die Befugnis, die dort
lebenden Deutschen »in humaner Weise« auszusiedeln, also zu
vertreiben. Die Masseremorde, Gewaltverbrechen und Verschleppungen, die
die ostdeutsche Bevölkerung nach dem Einmarsch der Roten Armee
über sich ergehen lassen mußten, wurden von den
nachrückenden Polen mit eben solcher Grausamkeit fortgesetzt. Der
systematische Terror und Mord der Nationalsozialisten gegenüber
den Polen und ihren jüdischen Mitbürgern während
fünf Jahre Besatzung lassen sie ganz offensichtlich wieder
aus…passen sie doch auch nicht in ihr einseitiges, nationalistisches
Weltbild…Die Westverschiebung Polens bedeutete dass Polen seine
Ostgebiete verlor und dafür die deutschen Ostgebiete erhielt. Dies
war eine alleinige Entscheidung der drei großen Siegermächte
bei ihren Konferenzen in Jalta und Potsdam ohne die Zustimmung der
polnischen Regierung. Mit dieser ‚Neuordnung Europas’ wollten die
Westalliierten den Forderungen Stalins nach Gebietsgewinnen
entgegenkommen. Diese Entscheidung wurde über die Köpfe der
polnischen Bevölkerung und gegen die polnische Regierung
getroffen. Die einzig legitime Regierung Polens, die Exil-Regierung in
London hat sich stets gegen diese Grenzänderungen und den damit
einhergehenden Bevölkerungsverschiebungen ausgesprochen. Deswegen
wurde sie von den Westalliierten politisch Isoliert und von der
Regierungsbildung im neuen Polen ausgeschlossen. Damit wurde Polen von
den Westalliierten an die Sowjetunion verraten und verkauft. Die so
beschlossene Grenz- und Bevölkerungsverschiebung führte dann
zu der völkerrechtswidrigen Vertreibung von Deutschen, Polen,
Ukrainern, Weißrussen, Litauer etc. Damit wurde sowohl die
deutsche als auch die polnische Zivilbevölkerung Opfer der drei
großen Siegermächte des zweiten Weltkrieges und somit
gewissermaßen auch der Kriegspolitik Hitlers und seiner
Nationalsozialisten. Das Bundesarchiv in Koblenz hat in einer
Dokumentation der an Deutschen begangenen Vertreibungsverbrechen das
kriminelle Verhalten von Polen zusammenfassend so beschrieben:
»Als völkerrechtswidriges Massenvergehen stehen im
Vordergrund des Berichtsmaterials die gegenüber den Deutschen bei
ihrer Verhaftung, in den Gefängnissen und nach der Internierung in
ein Arbeitslager verübten Ausschreitungen. Die Gewaltakte
bestanden vorwiegend in Mißhandlungen brutalster, teils
sadistischer Art mit Peitschen, Gummiknüppeln oder Gewehrkolben,
teils bis zur Todesfolge, ferner in willkürlichen
Erschießungen und Erschlagungen wie auch Vergewaltigungen von
Frauen. Dem Berichtsmaterial nach ist kaum ein einziger Verhafteter und
Internierter Mißhandlungen entgangen... Insgesamt aber bestanden
in den Gebieten östlich von Oder und Neiße 1.255 Lager und
Gefängnisse, die dem Gewahrsam von Deutschen dienten... Nicht
möglich ist es aber, auch nur annähernd zu einer
Schätzung der Anzahl der Personen zu gelangen, deren Tod auf
Ausschreitungen in Gefängnissen und Lagern
zurückzuführen ist. Sehr unterschiedlich sind aber auch die
Todesquoten über die einzelnen Lager. Sie differieren zum Teil
zwischen 20 und 50 % der Insassen... In einem kurzen Zeitabschnitt
blieben von 50 Säuglingen in Potulice nur zwei am Leben... Demnach
ergibt sich zum Ausmaß des Geschehens in sämthchen Gebieten
östlich von Oder und Neiße, daß mehr als 400.000
Deutsche Opfer von Vertreibungsverbrechen im Sinne dieser Dokumentation
geworden sind. Betroffen durch Gewaltakte wie Vergewaltigungen und
Mißhandlungen mit oder ohne Todesfolge wurde... eine weitaus
größere Anzahl von Personen.« Dass es am Ende des
zweiten Weltkriegs und während der Phase der Vertreibung zu
Übergriffen gegenüber der deutschen Zivilbevölkerung
durch polnische Soldaten der Roten Armee und durch die kommunistischen
Miliz des Lubliner Komitees (eine Marionettenregierung der Sowjets) ist
auch unbestreitbar. Diese und die erwähnten Gefängnisse und
Lager waren Teil Kriegsverbrechen und der kommunistischen Verbrechen
gegen alle Bevölkerungsschichten Polens und der erwähnten
ehemaligen deutschen Gebiete. Darunter litten sowohl Polen als auch
Deutschen.Dass es auch von Seiten polnischer Zivilisten zu
Übergriffen mit Billigung der kommunistischen Machthabern und
Behörden kam kann auch nicht bestritten werden und ist tragisch
genug. Leider ruft der Krieg in den meisten Menschen – egal welcher
Nationalität und Volkszugehörigkeit – die schlimmsten Seiten
der menschlichen Natur hervor: Hass, Sadismus, Fremdenfeindlichkeit,
Rassismus, Nationalismus... Die überlebenden Deutschen wurden ohne
ihr Eigentum in die westlich von Oder und Neiße liegenden Gebiete
vertrieben, wobei die Polen unschätzbare Werte raubten, ganz
abgesehen davon, daß die deutschen Ostgebiete hinsichtlich ihrer
Industrie, Wirtschaft, Verkehrsentwicklung und Bebauung einen Standard
erreicht hatten, der weit über dem der polnischen lag. Das Niveau
der Infrastruktur in Zentralpolen war vor allem aufgrund der
Zerstörungen des Krieges und der systematischen Ausbeutung durch
die Nationalsozialisten während der Okkupation auf einem
niedrigeren Stand als in den erwähnten Gebieten… Im Interesse des
polnischen Imperialismus lag es dann, die deutschen Ostgebiete
endgültig für Polen zu annektieren. Der polnische
Staatspräsident Bierut erklärte dazu am 20. September 1946:
»Es gibt keine und kann auch keine andere und gerechtere
Grundlage für die Gebietsveränderungen geben als die hier
angewandte. Wir sind auf den Boden zurückgekehrt, auf dem sich vor
Jahrhunderten unser historisches, kulturelles und staatliches Erbe
bildete, einen Boden, befruchtet mit Blut Schweiß und Tränen
unserer Väter und Mütter, auf einen Boden, von dem jeder Zoll
breit gedüngt ist mit der uns heiligen Asche unserer Vorfahren.
Wer kann unser Recht auf diesen Boden bestreiten?« Dies ist
weniger ein Beispiel für einen angeblichen polnischen
Imperialismus sonder viel mehr Beispiel für kommunistische
Rhetorik und der darin enthaltene Versuch die Grenz- und
Bevölkerungsverschiebungen gegenüber der polnischen
Bevölkerung zu Begründen.Zu ihren diversen Anerkennungen der
deutsch-polnischen Grenzen:Während des Kalten Krieges war eine
Anerkennung der Oder-Neiße Linie von Seite der DDR natürlich
Ergebnis des Drucks aus Moskau. Die Anerkennung durch die BRD in den
70er Jahren erfolgte aus den schlichten Tatsachen und politischen
Verhältnissen heraus. Dies war notwendig um eine friedliche
Entwicklung und Entspannung der Ost-West-Verhältnisse bzw. der
deutsch-polnischen Verhältnisse zu ermöglichen. Die
Grenzfrage wurde gewissermaßen einmal mehr Opfer der
Realpolitik.Die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie durch das
wiedervereinte Deutschland war nach beinahe über 40 Jahren der
Grenz- und Bevölkerungsverschiebung die notwenige Ankerkennung der
Tatsachen. Abgesehen von den Verhandlungen des Vier-Plus-Eins-Vertrages
wäre es eine naive Verkennung der Fakten mit dem einhergehenden
Risiko eines neuen europäischen (u. evtl. weltweiten) Krieges
gewesen, die Grenze nicht anzuerkennen oder gar die Gebiete zurück
zu fordern.Hier Deutschland und Ex-Bundeskanzler Kohl als Opfer
darzustellen der nur unter ausländischem Druck widerwillig die
Grenze anerkannte ist eine einseitige Vereinfachung der Tatsachen.
Herrn Kohl und seiner CDU sorgten sich dabei wohl vor allem um die
Wählerstimmen aus den Reihen der Vertriebenenverbänden…Die
Grenzverschiebungen und die Vertreibung von Deutschen, Polen und
anderen Völkern während und in Folge des zweiten Weltkrieges
verursachten großes Leid und waren Unrecht bzw.
Völkerrechtswidrig. Aber eine erneute Revision der Grenzen (egal
ob in den Grenzen von 1937 oder von 1914) wären ebenso
Völkerrechtswidrig und würden nur neues Leid und Unrecht
hervorrufen. Unrecht kann durch neues Unrecht nicht
Rückgängig gemacht werden. Daraus resultiert nur das Risiko
eines neuen Krieges und weiteren unnötigen Leids.Die
Gegenargumentation ihres Textes bezüglich ihrer Anschuldigungen
gegen unsere tschechischen Mitbürger überlasse gerne einem
eben dieser tschechischen Mitmenschen oder einem Deutschen mit
entsprechendem Bezug zu unserem zweiten östlichen
Nachbarn.Folgendes möchte ich gleich von vornherein klar stellen.,
da mir entsprechende Reaktionen bereits bekannt sind:Nein, ich bin kein
Linker. Kein Kommunist oder Sozialist. Ich bin überzeugter
Demokrat. Ich bin von meinem persönlichen Verständnis und
meiner Identität sowohl Deutscher als auch Pole. Deutsch-Pole wenn
sie so wollen. Ich stehe zu meinen beiden Heimatländern als
demokratische und freiheitliche Staatssysteme. Ich verabscheue jegliche
Form von Nationalismus und die Respektlosigkeit gegenüber anderen
Nationen und Völkern. Ich bin europäischer Patriot!Nach der
Analyse der europäischen Geschichte und in diesem Fall der
deutsch-polnischen Geschichte, kann nur ein vernünftiger und
logischer Schluss gezogen werden:Um ein neues und friedliches Europa
gestalten zu können ist es ein Gebot der Stunde den Status Quo der
Grenzen (das betrifft sowohl die deutsch-polnische Grenze als auch alle
anderen in Europa) zu akzeptieren. Anstatt auf Altes zu bestehen und
alte Feindschaften zu beschwören ist es sinnvoller wenn die
Völker Europas auf der Basis der heutigen Verhältnisse in
gegenseitigem Respekt miteinander Leben und die gemeinsame Zukunft
gestalten. In einem vereinten Europa wird die formale
Zugehörigkeit eines Gebietes zu einer Nation keine Rolle mehr
spielen. Das Konzept der Nationalstaaten mit übereinstimmenden
Bevölkerungs- und Staatsgrenze ist gescheitert und hat nur
Konflikte hervorgerufen. Darum kann ein zukünftiges und
friedliches Europa nur ein vereintes und demokratisches Europa sein.
Ein Europa in der alle Nationalitäten und Völker neben ihrer
nationalen und regionalen Identität auch eine europäische
Staatsbürgerschaft haben und ihre zusätzliche
europäische Identität leben.Voraussetzung dafür ist
unter anderem auch ein friedliches deutsch-polnisches Verhältnis.
Dies erfordert den Dialog und auch die Auseinandersetzung der
wechselvollen – mal tragischen, mal glorreichen; mal kriegerischen, mal
friedlichen – gemeinsamen Geschichte. Natürlich müssen dabei
für beide Seiten unangenehme und unrühmliche Themen
besprochen und behandelt werden. Doch dies darf niemals von
Vorwürfen und Schuldzuweisungen begleitet werden. Stattdessen ist
stets Respekt und Anerkennung für den jeweils anderen oberstes
Gebot.Dazu ist es natürlich erforderlich dass beide Seiten das
erlebte Leid des jeweils anderen verstehen. Eine Angleichung der
Erinnerungskultur beider Völker wird es vielleicht nie geben, dazu
sind die historischen Erfahrungen und Erlebnisse beider Völker und
Nationen zu verschieden. Aber eine Annäherung und vor allem ein
Respekt für die jeweils andere Erinnerungskultur ist ein
erreichbares und notwendiges Ziel. Polen und Deutschland und seine
Bevölkerungen sind diesbezüglich bereits auf dem richtigen
Weg. Trotz der immer wieder stattfindenden Rückschlägen und
Problemen ist in wesentlichen Ansätzen das verwirklicht was ich
fordre. Aber noch erfordert das Ziel kontinuierliche Arbeit von beiden
Seiten um das angestrebte Ziel zu erreichen. Engagement und
Zivilcourage sind gefordert um den Einfluss der ewiggestrigen und der
Nationalisten beider Länder zurückzudrängen! Eine
Kollektivschuld für vergangene Taten gibt es nicht, aber sehr wohl
eine Kollektivverantwortung! Verantwortung für die Erinnerung an
die Vergangenheit, für den Umgang mit dieser Vergangenheit und wie
wir damit die Zukunft gestalten!Mein abschließendes Plädoyer
richte ich an die hier versammelten deutschen Vertriebenen und deren
Nachkommen. Sie nennen Gebiete ihre Heimat die im Laufe der Geschichte
zu unterschiedlichen Staatsgebieten und Nationen gehörten. Sie
stammen aus Gebieten die das kulturelle Erbe vieler Völker trugen
und noch heute tragen. Sie haben erlebt was es bedeutet wenn
verschiedene Nationen Anspruch auf dieselben Gebiete erheben. Sie haben
erleben müssen was es bedeutet, wenn verantwortungslose
Nationalisten einen Krieg vom Zaun brechen und die Völker Europas
und der Welt in einen Weltkrieg aus Mord und Terror reißen.
Lassen sie ihre Erlebnisse und ihr Leid nicht zum Ursprung von neuem
Hass und Leid werden. Schüren sie nicht neuen Hass unter den
heutigen Generationen für Leid und Unrecht das deren Vorfahren
durchleben mussten.Nutzen sie ihre Erfahrungen um den friedlichen
Dialog mit unseren polnischen und tschechischen Nachbarn sowie allen
anderen europäische Völkern zu gestalten. Wirken sie mit um
auch mit ihren Erfahrungen, ihrem kulturellen Reichtum und Erbe ein
besseres, friedliches, freiheitliches und demokratische Europa zu
gestalten!Für eure und unsere Freiheit!Za wasza i nasza
wolnosc!Die Lage von Europa ist heute so, dass ein Volke unmöglich
den Weg des Fortschritts getrennt von andere Völkern beschreiten
kann, ohne sich selbst und somit die gemeinsame Sache zu
gefährden. Adam Mickiewicz - 1849
Zu C):
1. Antwort Eibicht:
RE: Zum polnischen und tschechischen Imperialismus, 01 Oct. 2009 10:27
Rolf Josef EibichtMünchenWerte geneigte Leser, den obigen Beitrag
des W. K. werde ich mit Gewißheit Samstagabend (spät)
beantworten. Es ist eine reine Zeitfrage. Und derweil laßt Euch
kein X für ein U vormachen. Wir leben in einer Zeit der
Universalverfälschung. Die Geschichte ist das Auge der Wahrheit
und wird es bleiben! Auch wird einmal heimatpolitisch Würde sein
was Würde zu sein hat, heimatpolitische Selbstbewahrung und
Selbstbehauptung das Nämliche. Gar keine Frage.MfGRJE
2. Antwort Eibicht, 5. 10. 2009, 18:01:
@ An den geneigten Leser
Antwort auf:
@ Herrn Kossanowski
"Man kann ein ganzes Volk eine
Zeitlang betrügen und einen Teil
des Volkes die ganze Zeit. Aber
man kann nicht das ganze Volk
die ganze Zeit betrügen."
A. Lincoln
"Wie die Hyänen sind Polen hinter den Russen hergezogen
und haben sich ihre Opfer geholt. Männer, Frauen und
Kinder, die in Gefängnisse und Lager verschleppt, dort zu
Tode gequält und umgebracht wurden, um Raum für Polen
zu schaffen, die nicht in einen menschenleeren Raum kamen,
sondern der erst menschenleer gemacht wurde."
Prof. Dr. Werner Frauendienst, Mannheim
"Angela Merkel hat diese Genozide (an den Deutschen) `ohne hierbei die
Ursachen und deren Folgen aus den Augen zu verlieren´ nun
einmal mehr legalisiert. Sie hat diese Verbrechen an deutschen
Zivilisten, die meist nach Kriegsende stattfanden und auch nicht durch
die Potsdamer Verträge abgesichert waren, einfach vom Tisch
gefegt, indem sie diese ebenso als legale Kriegsfolgen bezeichnete.
Damit hat Merkel einer Versöhnung über die Wahrheit
.... erst einmal die Tür vor der Nase zugeschlagen.
... Angela Merkel ist unbestritten eine gute Politikerin und
Diplomatin, aber im Umgange mit den Gefühlen der Menschen in ihrem
Lande hat sie erhebliche Defizite in Menschlichkeit und Moral
aufzuweisen. Das dieser Massenmord in polnisch verwalteten Gebieten, in
den Jahren 1945 bis 1950 nicht im Zeichen einer Versöhnung unter
den Tisch gefegt werden kann, muss ihr einleuchten. Es geht ... um
grausame ungeklärte Schicksale von bis zu 2 Millionen Menschen
liebe Frau Merkel ..."
Polskaweb News, 1. 9. 2009
[ein polnisches Massenmedium,
welches sich so schockierend über BK Merkels
unfassbaren Nationalmasochismus und Schuldkult
im Umgang mit dem eigenen Volk äußerte,
in Merkels Danziger Rede vom 1. 9. 2009]
"Geschichte ist die Lüge,
auf die man sich geeinigt hat."
Napoleon
Der geneigte, seriöse und intelligente Leser, der sich schon lange
kein X für ein U mehr vormachen läßt, weiß
ganz genau, daß der Herr Walter Kossanowski mit seinem obigen
Beitrag im Forum der Iglauer-Sprachinsel.de [
http://www.iglauer-sprachinsel.de ] sein Gesicht gleich mehrfach
verloren hat. Und zwar in seinem Beitrag in Erwiderung auf meine
Analyse mit dem Titel: "Zum polnischen und tschechischen
Imperialismus."
In keinem seriösen Internet-Forum, welches auf Gesittetheit,
Kommunikationskultur, Dezenz, Stil und Mindestniveau,
Kommunikationswahrheit, -klarheit, -gerechtigkeit, -sauberkeit sowie
-Fairneß etc. etwas hält, wäre dieser Beitrag
älter als einen Tag geworden, und der Forumsbetreiber oder
Moderator hätte ihn bei erster Sicht gelöscht.
Warum? Wegen den schier unglaublichen hemmungslosen
persönlichen Attacken und Diskreditierungen auf den
Andersdenkenden oder Kontrahenten. Der schier unglaublichen
Maßlosigkeiten, Verworfenheit und Fanatismus, im
persönlichen Angriff im Interesse der eigenen
brachial-ideologischen Verblendungen und humanitären Defiziten,
dem Verlust an innerem Humanum, der mangelnden Einsichtsfähigkeit.
Als würde die Welt nur noch von läppischen egomanen
Persönlichkeitsfetischisten zusammengehalten. Der falschen Art und
Weise, die Dinge auf die Reihe bringen zu können. Sie nur im
kleingeistigen kleinkarierten Kartönchen zu belassen. Diese nahezu
wahnsinnige Sucht, den Andersdenkenden auf Teufel komm raus zu
diskreditieren. Auch die ganze "Strategie" des
Kossanowski-Beitrages [mit der primären oder formalen
Hinwendung zum Tschechen, dem Forumsteilnehmer Michal Hos, und die dann
spätere Aufforderung an ihn oder andere, das Nämliche
nachzuahmen: "Die Gegenargumentation ihres Textes bezüglich ihrer
Anschuldigungen gegen unsere tschechischen Mitbürger
überlasse (ich; RJE) gerne einem eben dieser tschechischen
Mitmenschen oder einem Deutschen mit entsprechendem Bezug zu unserem
zweiten östlichen Nachbarn."], auch die "Strategie" in der
Auseinandersetzung offenbart, daß das Mißliebige bis in den
Boden hinein diskreditiert werden soll. (Und im Hintergrund steht klar
der Fanatismus das Mißliebige weg zu mobben, und diese Machart
kennt man nicht erst seit gestern!)
Dies erinnert mich, und mit Gewißheit auch den geneigten Leser,
sofort an ein treffendes Zitat von Voltaire: "Der Atheismus und der
(politische) Fanatismus sind zwei Ungeheuer, die eine Gesellschaft
verschlingen und zerreißen können!" Und es erinnert mich und
sicherlich auch den geneigten Leser an ein Zitat von Bertolt Brecht:
"Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber
kennt, und sie eine Lüge nennt ist ein Verbrecher."
Wenn diese Kossanowski-Machinationen nun hier im Forum
Iglauer-sprachinsel.de einziehen sollten, einem Forum, dessen starker
Befürworter ich bisher immer gewesen bin, in einem weiteren Fall,
dann ohne mich. Gar keine Frage. Dazu ist mir die Zeit zu schade. Und
die vielfache Mitarbeit in nationalen und internationalen Foren zu
wertvoll um dann hier weiter meine Zeit zu verschwenden. Auch weil der
Fall dann ohnehin klar ist, was selbst in einem Vertriebenenforum heute
so alles möglich ist. [Was mich allerdings nicht verwundert, bei
der real existierenden Mitte-Links-Demokratur und der Tyrannei der
political and historical correctness.] Wie man selbst dort die eigene
Würde, die nationale und heimatpolitische Selbstbewahrung und
Selbstbehauptung aufgegeben hat - durch Duldung solcher Zustände.
(Oder indem man heimatpolitische Diskussionen überhaupt nicht mehr
stattfinden läßt.)
Der geneigte Leser, der sich schon lange kein X für ein U
mehr vormachen läßt, weiß ganz genau, daß
ein solches Niveau der puren Niedertracht und Skrupellosigkeit, wo der
Kontrahent primär und immer wieder rein persönlich bis zum
Exzeß oder Abwinken angegangen und diskreditiert werden soll, ein
Klima des Mobbings beabsichtigend, das persönliche Niedermachen
und die Ehrabschneidung vor der sachlichen Auseinandersetzung steht,
auch hier im Kossanowski-Fall im formalen Ablauf klar ersichtlich, sich
kein seriöses und sozial verantwortbares Forum bieten lassen
würde. Und dies Gott sei dank, sonst würden die Internetforen
zu Instrumenten bloßen Meinungs- und Gesinnungsterrors und des
Agitprop, zur Spielwiese der Mißratenen und der
Schlecht-weg-Gekommenen, der Tschandalas und Spitzbuben völlig
entarten.
Denn welcher anständige und gesittete Bürger würde an
solchen Foren dann noch teilnehmen und eintragen, wo er vom
Mißratenen des Gesinnungsterrors hemmungslos angefallen
werden kann. Ich habe eine ganze Reihe von Beispielen in gleich
gearteten Fällen bei anderen erlebt, wie anderswo von
Forumsbetreibern (Moderatoren) verfahren und reagiert wurde und wird.
Man hält sich dies vom Halse.
Kommunikationsfreiheit kann nicht die Freiheit der Verleumdungen und
Diffamierungen sein, dies wäre der pure Terror und Tyrannei des
Libertinismus, des Nihilismus und der Wertezersetzung! Nur hier, in
einem Forum aus dem Bereich der deutschen Heimatvertriebenen, an dem
man einen Vertreibungsholocaust beging, und bei denen die letzten
Rudimente oder Spurenelemente von Heimatpolitik auch noch zerstört
werden sollen, wird einmal eine Ausnahme gemacht , so hoffe ich - um
die diabolischen Kämpfe gegen die WÜRDE und Rechte der
deutschen Heimatvertriebenen, ihre Selbstbewahrung und
Selbstbehauptung, einmal auch durch diese Manifestation dieser
versuchten Mobbing-Machinationen und unerträglichen
persönlichen Angriffe und Diskreditierungen noch transparenter zu
machen. Es einmal beispielhaft zu erhellen. Und dies ist in einem
Exempel auch gut so. Und dabei muß es auch bleiben. Ansonsten
überläßt man dem Kommunikationsterror das Feld.
[So reichen, hier im Kossanowski-Fall, die rein persönlichen
Angriffe des Niedermachens und Fertigmachens sowie des Diffamierens und
der Ehrabschneidung, sowie der Diskreditierung ohne geistige Substanz,
deren Art und Weise ich zur Zeit rechtlich prüfen lasse um
Strafanzeige erstatten zu können, weil darunter Verleumdungen
und pure Ehrverletzungen oder Ehrabschneidungen,
Verfälschungen allgemeiner Art und Textverfälschungen,
skrupellose üble Nachrede und Unterstellungen,
bewußt-kalkulierte Falschinterpretationen der Aussagen et cetera
pp. sind, alles vollkommen bar jeden inneren Humanums und
Gesittetheit dem Andersdenkenden oder Kontrahenten gegenüber,
konträr zu jeder gesitteten Kommuniaktionskultur, weil ohne die
Nämliche erst gar kein demokratischer Diskurs zu Stande kommen
kann, den politischen Extremismus und Fanatismus nur selbst entlarvend
und aber somit auch kontraproduktiv bändesprechend, von und bis:
"dieses hetzerischen Artikels ... nicht im Geringsten an einer
ehrlichen Aufarbeitung interessiert ... bedient er sich einer klaren
anklagenden Sprache ... Mit Lügen und Halbwahrheiten gepaart ...
zur Rechtfertigung der Verbrechen der deutschen Seite ... Mit
Verbrechen sollen andere Verbrechen gerechtfertigt werden ...
Geschichtsfälschung und Volksverhetzung übelster Sorte ...
deutsch-nationalistischer Geschichtsklitterung ... jonglieren mit
historischen Lügen, Halbwahrheiten und aus dem Kontext gerissenen
Fakten ... ihr nationalistisches Gedankengebäude ... von deutschen
Nationalisten auch gerne als polnischer Korridor bezeichnet ...
entspringt allein der nationalsozialistischen Propaganda ... von
ihnen angeführten historischen Lügen ... viel mehr auf
das Konto der Mordkommandos der SS hinter der Front, die polnische
Zivilisten (Polen und Juden) liquidierten! Aber dies ist eine
historische Tatsache die sie offensichtlich nur zu gern verschweigen
... einseitiges, nationalistisches Weltbild ... Einfluß der
ewiggestrigen und der Nationalisten...". et cetera pp. Und es ist vor
allem die Behauptung oder Diffamierung der "Volksverhetzung
übelster Sorte" die gerichtlich angegangen werden soll. Zu allen
Behauptungen/Unterstellungen, sachlich unbelegbar, befinden sich in
meinen bislang 11 Büchern eindrucksvolle Gegenbeweise.]
Der geneigte Leser weiß ganz genau, daß der Herr
Kossanowski, sich auch als Pole bezeichnend, sein Gesicht in zweierlei
und weiterer Hinsicht verloren hat.
1. Eben durch die nahezu unerträglichen Attacken
persönlicher Art und skrupellosen Ehrverletzungen auf den
Kontrahenten, die ad hoc den brachial-ideologischen Impetus und Duktus
transparent machen, wie gleichzeitig auch die nicht vorhandene
Souveränität und tiefer gehende Kenntnis und Substanz zur
Sache. Den notwendigen Überblick was wirklich im
deutsch-polnischen Verhältnis zur Dauerhaftigkeit und
Tragfähigkeit hin erforderlich ist, quasi brotnötig ist. [Und
dies kann beispielsweise, nebenbei und a la longe, auch nicht aus einem
deutsch-polnischen Bischofserklärungs-Schwadronat (Bonn/Warschau
25. 8. 2009) diesbezüglich fließen. Oder aus einem
jahrzehntelang immer weiter betriebenen
Vertriebenen-Stimmviehmißbrauch durch die
Wanderdünen-Mitte-Parteien der
Mitte-Links-Parteienoligarchie-Demokratur. Siehe zu beiden Punkten den
hier im Forum eingerückten Beitrag zur Merkel-Rede in Danzig auf
der Westerplatte am 1. 9. 2009 in Erinnerung an den 1. 9. 1939.]
2. Die Sache, die ungelöste, die politisch,
geschichtlich, humanitär, völkerrechtlich, nachbarschaftlich
etc.pp immer noch offene deutsch-polnische Frage, durch ersteres (Punkt
1) ganz einfach den falschen Weg einschlagen muß, und bei
näherer und äußerst widerwilliger, über die ersten
5 Sätze hinausgehenden Lektüre dies vollkommen bestätigt
wird. Die sachliche Substanzlosigkeit und Verdrehungen entsprechen oder
korrespondieren mit den unverschämten persönlichen Attacken
und Ehrverletzungen als Hauptzielrichtung. Wo sich das
Unerträgliche dann weiterhin zuspitzt. Es ist auch damit absolut
nichts für eine auch wirklich dauerhafte sowie tragfähige
deutsch-polnische Bereinigung oder Aussöhnung anzufangen. Nichts!
Das Gegenteil des vermeintlich Beabsichtigten ist der Fall. Selbst wenn
man nur für einen Moment einen nämlichen "Willen" annimmt
(auch das blinde Huhn findet mitunter ein Korn), doch seiner
Sache/Vorstellung irgendwie dienen zu wollen und zu können, man
sehr schnell feststellt, daß die Intention in der eigenen Sache
aus der Verkettung des unsäglich Präsentierten nahezu
vollkommen ins verheerend Kontraproduktive und Gegenteil
umschlägt. So, nach der Methode und Vorstellung Marke
Kossanowski, ist ein Ausgleich, eine wirklich auch dauerhafte und
tragfähige Befriedung, ein unabdingbar notwendiger historischer
Ausgleich zwischen Deutschen und Polen, eine wirklich auch
tragfähige und dauerhafte europäische Friedensordnung, nun
absolut nicht zu erreichen, eine pure Illusion, eine Fata Morgana:
Für die Deutschen allein das Schwadronat in der Auflösung
ihrer ganzen nationalen Identität, Selbstbewahrung und
Selbstbehauptung, bis noch zusätzlich auch die Massenaustreibung
aus der Geschichte erreicht wurde, für die Polen den Status Quo
auf der Basis aller Anerkennung der Ergebnisse des Polonoimperialismus
und Polonozentrismus, auf der Basis des niemals langfristig zu
duldenden himmelschreienden Unrechts, weil nichts dauerhaft geregelt
sein kann was nicht gerecht geregelt ist. Nur mit der puren
Hutmaßbandverzogenheit, der puren Versessen- und
Verstiegenheit versehen, eine bestimmte, die polonozentristische
Interpretation der Geschichte durchzudrücken, brachial-ideologisch
den Status Quo zu verteidigen oder aufrechtzuerhalten, basierend auf
geleugneten gravierenden Fehlentwicklungen und die daraus entstehenden
Friedesunmöglichkeiten. [Und wie sich ein Status Quo
verändern läßt, zeigt unter anderem die
Schlußakte der KSZE(OSZE). Auch friedliche
Grenzveränderungen sind dort vorgesehen. Dies nur als Beispiel,
beispielsmassig.]
Was der Herr Kossanowski bietet, ist in der Vorgehensweise und
Argumentationen die übliche Praxis des deutschen Linksextremismus
der Werte- und Geschichtszersetzung, des Tugendterrors und
Tugendtyrannei der historical und political correctness, der
beispiellosen Kriminalisierung der ganzen deutschen Geschichte. Der
pointierten Friedensunfähigkeit auch hier. Wo doch schon nach BK
Hellmut Schmidt (Zitat: "Es ist mit Erfolg gelungen, aus der ganzen
deutschen Geschichte ein Verbrecheralbum zu machen") und nach MP Dr.
Franz Josef Strauß kein Volk mit einer kriminalisierten
Geschichte überleben kann. Ein monströser Irrweg. Auch ein
monströser Irrweg der religiös-katholischen Faktion (siehe
die Erklärung der deutsch-polnischen Bischofskonferenz vom 25.
August 2009, wiedergegeben und abgehandelt im Beitrag unterhalb im
Forum bezüglich Merkels Rede in Danzig vom 1. 9. 2009) und der
insonderheit Wanderdünen-Mitte-Faktion des jahrzehntelangen
Vertriebenen-Stimmviehmißbrauchs der deutschen
Heimatvertriebenen, diesem anhaltenden Betrug und politische Verbrechen
der Nachkriegsrepublik (eines davon) bezüglich der Menschenrechte
der deutschen Heimatvertriebenen, durch die herrschende politische
(mediale, kulturelle, sowie religiös-katholische Schwadronats-)
Klasse der real existierenden Mitte-Links-Parteienoligarchie durch
Demokratieverfälschung in der BRD (siehe diesbezüglich
ebenfalls den Beitrag zur Danzig-Rede Merkels hier im Forum, oder den
Beitrag zu 60 Jahre Grundgesetz und 40 Jahre Unterdrückung des
deutschen Nationalpatriotismus).
Nur ein auch wirklicher deutsch-polnischer historischer Ausgleich und
Kompromiß läge hingegen im Interesse einer wirklich auch
dauerhaften und tragfähigen europäischen Friedensordnung oder
Friedensarchitektur. (Was alles auch so bezüglich des
tschechischen Vertreibungsholocaust an den Sudetendeutschen und der
auch hier noch ausstehenden Wiedergutmachung zutrifft.)
In der Zeit der Universalverfälschung, wie der heutigen, glaubt
ein Herr Kossanowski hier seine Diskreditierung Andersdenkender
unbedarften Lesern wie Juckpulver in die Halskrause streuen zu
können (und wir werden weiter unten näher darauf eingehen
müssen), und alles was dieser nicht entspricht, also die sachlich
präsentierten Gegenpositionen, wird als "Volksverhetzung
übelster Sorte" unsäglich auch gerichtsmassig diffamiert,
wird stigmatisiert und verfemt, verleumdet und diffamiert. Nun, so geht
das nicht! Denn die Zeiten nähern sich langsam dem Ende zu, wo
jeder politische Pygmäe, jeder politische Zwerg, jede auch
religiöse krasse Fehlspekulation: etwa durch unsäglich
verfehlte Erklärungen von Bischofskonferenzen, glaubt die
Deutschen fortgesetzt treten und schmähen zu können. Dies
haben wir jahrzehntelang erlebt, da wird bald ein Schlußpunkt
gesetzt werden müssen.
Zudem: Es kann keine Kommunikationsfreiheit dort sein, keine
Kommunikationsklarheit, -sauberkeit und -fairneß, keine
Kommunikationswahrheit und Kommunikationsgerechtigkeit, wo derartige
persönliche Attacken und Niedermachungen mit System, ja
Verleumdungen etc. stattfinden. (Und es dämmert uns zudem mehr und
mehr, aus welcher auch zusätzlichen Fasson heraus seinerzeit der
Vertreibungsholocaust auch gespeist wurde.)
Der Herr Kossanowski, auftretend im Stile des deutschen
Linksextremismus und seiner Wertezersetzung besonders beginnend mit der
68er APO-Kulturrevolution (insonderheit bezüglich der schier
unglaublichen persönlichen Attacken eines beispiellosen
Fanatismus), schießt den Vogel ab, im Gesichtsverlust und in der
unablässigen Selbstentlarvung, wenn er schier skrupellos eine
Textverfälschung bietet und auszustreuen versucht, dies wäre
alleine Grund genug seine brachial-ideologische Verblendung
nachzuweisen. Die Textverfälschung lautet, Zitat Kossanowski:
>>Einen "Königreich PolenWestmarkenverein" hat es nie
gegeben, sehr wohl aber einen deutschen Ostmarkenverein um in den von
Preußen ...<<. Von der skrupellos inszenierten
Wortkombination "Königreich PolenWestmarkenverein" ist an
keiner Stelle im Text zum polnischen und tschechischen Imperialismus
oberhalb die Rede!! Es muß wiederholt werden: Wir leben in einer
Zeit der Universalverfälschung. Wie auch hierdurch, durch die
Offenbarmachungen und Erhellungen des Herrn Kossanowski, wieder
einmal erneut bestätigt oder erhellt wird.
Auch die daraus zu erkennende zumindest indirekte Behauptung, es
hätte keinen polnischen "Westmarkenverein" oder Westmarkenverband
(ob Verein oder Verband, was solls) gegeben, die Signalisierung
diesbezüglich, wird unterhalb klar widerlegt. Es gab diesen
beispiellos teuflischen Verband in der Tat. Und dreist wird das
Vorhandene und der Fakt als Lüge hingestellt, oder es wird
versucht mit einer konstruierten Wortzusammensetzungs-Machination
("Königreich PolenWestmarkenverein") ganz einfach weg zu
drücken.
Der Herr Kossanowski spricht gleich im ersten Satz zu meiner
Ausarbeitung zum polnischen und tschechischen Imperialismus von einem
"hetzerischen Artikel" ("dieses hetzerischen Artikels"). Nun, der
geneigte Leser, der sich schon lange kein X für ein U mehr
vormachen läßt, erkennt gleich zu Beginn und auf Anhieb das
eminent "hohe" Kommunikationsniveau dieses Herren und polnischen
Mitbürgers, in Wahrheit billigster Agitprop. Den großen
Fragen des wirklich auch tragfähigen und dauerhaften und
unabdingbar notwendigen deutsch-polnischen historischen Ausgleichs und
Kompromisses in KEINER WEISE gewachsen, die Kernfragen nicht erkennend.
Viel zu klein geraten für eine solche unabdingbar notwendige
Herkulesarbeit. Nur mit der Stange im Nebel des Kontraproduktiven
herumfuhrwerkend oder fuchtelnd. Er, der geneigte Leser, wird folglich
schon zu Beginn angewidert sein. Aber er erkennt noch mehr,
nämlich etwa wie dieses eminent "hohe" Kommunikationsniveau,
nämlich faktisch ein niedrigstes brachial-ideologisch verblendetes
Kommuniktionsniveau aller unterster Schublade, was nicht nur das Letzte
vom Letzen, das Letzte vom Allerletzen, sondern das Hinter(n)letzte
ist, was ich nur aus brachial-ideologisch linksextremistischen Foren so
kenne, diesen Umgang, ad hoc und schon hier, in der perönlichen
Diskreditierung, schon korrespondierend und assoziierend mit dieser Art
des peinlichsten Polonozentrismus und Polonoimperialismus, dieser
anhaltenden Raubsicherungspolitik der Verbreibernation - als deren
Interessenvertreter man sich hier exotisch pygmäenhaft aufmandelt
und letztlich nur bunte Trümmer hinterläßt. Dies
paßt alles zusammen, wie die Faust aufs Auge. So wird er, der
geneigte Leser mit Durchblick für die wirklichen realen
historischen und politischen Ereignisse, messerscharf schließen.
Aber mehr noch, er wird schon durch den ersten Satz noch etwas anderes
ad hoc assoziieren: nämlich wie dieser Polonozentrismus und
Polonoimperialismus und deren vollkommen unbedarfte Verteidiger zu all
diesem Vertreibungsholocaust auch noch seit Jahrzehnten
unverschämte Versuche oder Anstalten machen, die Deutschen auch
noch aus der Geschichte zu vertreiben. Skrupellos und ohne jede
Hemmungen. Im Grunde braucht der kundige geneigte Leser nur den ersten
Satz zur Kenntnis zu nehmen - und er ist bereits restlos bedient! Weil
das, was kommt, kann man nur treffsicher mit Leichtigkeit erahnen.
Und der Leser wird dankbar sein, das man ad hoc schon im ersten Satz so
die Maske bis zur sich später in allem bestätigenden Fratze
aus eigener Hand hin fallen ließ, die Nämliche sich selbst
schon in der Ouvertüre entriß. Weil nur wenige Sätze
danach und im ersten Satz erkennt man ad hoc weiterhin die ganze
Brühe von Schmähungen und Verleumdungen sowie
Ehrabschneidungen die bis zum Ende hin anhalten - weiter nichts. Fernab
jeder Sachlichkeit und innerem Humanum. Gespickt somit mit
Selbstentlarvungen und unablässigem Gesichtsverlust von A bis Z.
Niederschmetternd alleine schon von der Kommunikationskultur her, der
Skrupellosigkeit der brachial-ideologischen Versessen- und
Verstiegenheit, dieser Hutmaßbandverzogenheit, ohne jeden
Minimalstandard an Kommunikationskultur. Fanatisch totalitaristisch,
weil Demokratie kann nur die Freiheit des Andersdenkenden sein. Weil,
und nochmals, ansonsten jeder demokratische Diskurs ad hoc
abgetötet wird, erst gar nicht zustande kommt. [Demokratie kann
aber nicht die Freiheit des Gesinnungsterrors und der puren Verleumdung
und Diskreditierung des Andersdenkenden oder Kontrahenten sein.
Jedenfalls eine auch wirklich funktionierende Demokratie nicht. Aber
man erspürt alleine schon die real existierende Demokratur aus den
Gesinnungsterrorbeiträgen in den Internetforen. Gar keine Frage.]
Der zweite Satz des Herrn Kossanowski setzt dann auch sofort mit einer
schier unglaublichen und unbegründeten wie skrupellosen
Unterstellung und Diffamierung nach: "Herr Eibicht ist nicht im
Geringsten an einer ehrlichen Aufarbeitung ... interessiert." Eine
skrupellose Unterstellung jagt die andere, und zwar fanatischst und
quasi selbst ohne jede Pinkelpause. (Selbstentlarvungen bis zum
Exzeß, wenn es nicht vorhanden wäre, so müßte man
es sich malen.) Also, bevor man noch Fakten vorgetragen hat, kommt die
Verhetzung und die Diffamierung gleich vorneweg. Aber der dann auch
folgende Fakten-Verschnitt begründet dies auch noch nicht einmal
ansatzweise. Ganz im Gegenteil. Spätestens nach diesem zweiten
Satz könnte man schon aufhören weiter zu lesen. Denn wir
haben uns mit Vertreibungsholocaust auseinanderzusetzen, mit polnischem
Vertreibungsholocaust am deutschen Volk und dessen unabdingbarer
Wiedergutmachung in Mindestform eines historischen Ausgleichs und
Kompromißes, und haben keine Zeit sich mit den anhaltenden
Unverschämtheiten des Polonoimperialismus und Polonozentrismus und
seine leeren Behauptungen und seine Raubsicherungspolitik auch noch die
Zeit zu verschwenden. Wo das Ganze nur noch eine unablässige
Auseinandersetzung mit der Interpretation der Geschichte im
polonoimperialistischen Sinne sein soll, dazu gemacht werden soll.
(Versuche die letztlich nichts fruchten werden.) Und auch
diesbezüglich ein Forumsdiskussionsklima zu bekommen oder
anzuheizen, wo der Andersdenkende weggemobbt werden soll. Wo das
Schwadronat des ewigen Verzichts und der ewigen Erfüllung, auch
der ewigen Niederdrückung der deutschen Selbstbewahrungs- und
Selbstbehauptungsrechte, der auch deutschen Würde, zum Durchbruch
gebracht werden soll.
Und es ist dann im dritten Satz von Kossanowski von "einer klaren
anklagenden Sprache" die Rede und der Vorwurf, wo etwa nur zitiert
wurde, zitiert aus einem regierungsamtlichen und höchst
seriösen Archiv, nämlich dem "Bundesarchiv in Koblenz",
welches wiederum reine Fakten präsentierte. (Fakten im
übrigen, die bei den Opferzahlen noch weit untertrieben sind, weil
das Archiv nur einen Ausschnitt zu einem bestimmten Bereich
präsentiert. Denn es waren 2 Millionen Vertreibungsopfer (siehe
auch das Zitat Polskaweb news vom 1. 9. 2009 oberhalb) - und davon
mindestens 1,5 Millionen Getötete. Also auch der dritte Satz ist
schon weiterhin quasi unerträglich. Und dann die Überwindung
dieses Ekelgefühls dennoch weiterlesen zu müssen, weil man
den geneigten Leser eine Antwort schuldig ist, ihn mit den
Kossanowski-Machinationen nicht im Regen stehen lassen will. Diesen
nicht dem Gift und der Rücksichtslosigkeit des Präsentierten
aussetzen will.
Und dann lautet es im vierten Satz: "Mit Lügen und Halbwahrheiten
gepaart ...". Die Fakten des regierungsamtlichen und seriösen
Bundesarchivs in Koblenz, die rein sachlich den polnischen
Völkermord und polnischen Vertreibungsholocaust
(Vertreibungsholocaust: als Terminus einer
Historien-Wahrheitsergänzung) am deutschen Volk darstellten,
werden etwa als "Lügen und Halbwahrheiten" diffamiert.
Überdrehteres und Überspannteres hat man selten gelesen. Und
auch hierzu keinerlei wirkliche Fakten. Nur die Behauptungen. (Zu den
anderen Fakten, die als Lügen diffamiert werden, kommen ich weiter
unten.)
Im fünften Satz kommt dann sofort eine erdichtete, unwahrhafte
Aufrechnung, die bodenlose Frechheit, der Kontrahent hätte hier
eine Aufrechnung, ja schlimmer noch: eine behauptete "Rechtfertigung"
zum Ausdruck gebracht: "... soll das tatsächliche erfahrene Leid
vieler Deutschen nur zur Rechtfertigung der Verbrechen von deutscher
Seite dienen." Eine skrupellose Diffamierung und Unterstellung sowie
Ehrverletzung, und an keiner Stelle belegt, ja, neben der Diffamierung
als "Volksverhetzung übelster Sorte", eine anzeigenreife und
ebenso gerichtsmassige üble Nachrede, völlig außer Rand
und Band und nur von der eigenen brachial-ideologischen Verblendung
getrieben, man würde mit dem Dargelegten Untaten "von deutscher
Seite rechtfertigen". Wo ich schon in einem meiner ersten Bücher
vor 30 Jahren auch zu diesen Fragen Stellung bezog, es immer wieder
tue, wie jüngst auf der Internetseite von rbi.
Dies steigert sich dann bis zur Diffamierungssucht oder
Diffamierungswahnsinn, wenn es gleich im Folgesatz heißt: "Mit
Verbrechen sollen andere Verbrechen gerechtfertigt werden." Eine
weitere unglaubliche Diffamierung und Unterstellung. Das Umgekehrte ist
der Fall, der polnische Vertreibungsholocaust am deutschen Volk, dieser
Polonoimperialismus des unverjährbaren Völkermordes an den
deutschen Heimatvertriebenen (und somit auch am deutschen Volk
insgesamt!!), diese anhaltende Raubsicherungspolitik bis auf den
heutigen Tag, mit selbst hunderttausendfachen Morden im Frieden!!, nach
dem 8. Mai 1945, soll aufgerechnet werden. Aber nur insoforn
aufgerechnet werden, wie es in die Propaganda des Polonoimperialismus
und seiner sich selbst ermächtigt habenden
Agitprop-Propagandisten hineinpaßt.
Die Deutschen haben bis zum Abwinken Wiedergutmachung geleistet, der
Polonoimperialismus denkt natürlich keine Sekunde daran
Wiedergutmachung zu leisten. (Denn wo ist sie??) Wiedergutmachung
für über 1,5 Millionen Morde an deutschen Heimatvertriebenen
(siehe Gunnar Heinsohn, näher und weitergehender zitiert in meinem
Artikel zu Merkel im Forum unterhalb), für die rund 2 Millionen
Vertreibungsopfer (siehe Polskaweb news, ebenfalls zitiert im genannten
Artikel und oberhalb), für den Landraub Ostdeutschlands etc. Dies
alles sind Kossanowski-"Darlegungen" oder "-Sozialphilosophien" der
puren Unmenschlichkeit - weit abgehoben von jeder Verpflichtung, diese
Unsäglichkeiten auch zu belegen und belegen zu können, weil
sie nicht zu belegen sind. Der Unfähigkeit, zu einer auch
wirklichen und tatsächlichen deutsch-polnischen Aussöhnung
und historischem Ausgleich und Kompromiß zu kommen (in der Art
und Weise wie ich es unterhalb im Beitrag zu Merkel und ihrer Rede in
Danzig zum 1.9.09 beschrieb, in den Aussagen zur
Vertreibungsholocaust-Problematik).
Es ist schlicht ein erneuter unerträglicher Polonozentrismus in
der NARRETEI der hier geboten wird. Und dies alles schreibt Kossanowski
formal (als Vorspann zur Eibichterwiderung) an den Tschechen Michal
Hos, der sich wiederum bestens in Sachen tschechischer
Vertreibungsholocaust an den armen Sudetendeutschen auskennen
müßte. Um Hos als Bündnisgenossen oder Kumpane in
nämlicher Vorgehensweise zu gewinnen und hineinzuziehen. Dazu ist
Hos nur zu "beglückwünschen", gar keine Frage. Aber wenn Hos
diese Maßlosigkeit des Kossanowski studiert, wird er wohl denken:
wer solche Freunde akzeptiert, der braucht keine Feinde mehr - denn
dauerhafter Ausgleich und Versöhnung ist ohne historische
Wahrheit, ohne einen historischen Ausgleich und Kompromiß
UNVORSTELLBAR. So wie ich Dutzende von tschechischen Studenten aus Prag
in München erlebte, und dies noch während der Zeit des
kommunistischen Totalitarismus in der Tschechei (Tschechien), die genau
dies zum Ausdruck brachten. Wie dies auch von vereinzelten russischen
Studenten zum Ausdruck gebracht wird, die den russischen Imperialismus
in bezug auf Nordostpreußen ablehnen. Gar keine Frage. Denn auch
Einsicht ist in allen Völkern vorhanden.
Und dann schreibt er weiter an meine Person direkt, was er angeblich
schon in einem anderen Forum so dargelegt haben will, wo, dies gibt er
in "voller" Redlichkeit natürlich nicht an (weil er dort keine
Gegenantwort will und nur an Verleumdung und Mobbing interessiert ist),
aber es spricht Bände. Der Herr Kossanowski befindet sich also auf
einem Kreuzzug, soll er nur, weil es nur kontraproduktiv sein kann.
Weil, wie schon oben dargelegt, in integeren und seriösen Foren
hat er wegen der Maßlosigkeit und jedes Maß der
Sittlichkeit sprengenden persönlichen Attacken auf den
Andersdenkenden und Kontrahenten, nicht den Hauch einer Chance. Auch
die Internet-Foren sind schon lange dabei zivilisierter zu werden, weil
die Verwilderung nicht mehr überschaubar war.
Was der Herr Kossanowski dann weiterhin in direkter Hinwendung zu
meiner Person erhellend, mitunter erfrischend und spannend offenbart,
ist eine Fortsetzung des hier bereits oben Geschilderten, versehen
jetzt zusätzlich mit der letztlich leerlaufenden
Polonointerpretation der Zeitgeschichte, die langsam hinzutritt. So
wäre der "Artikel" zum Polonoimperialismus, wo mit
regierungsamtlichen Fakten des Bundesarchivs in Koblenz argumentiert
wird, nur "deutsch-nationalistische Geschichtsklitterung". Und bislang,
an dieser Stelle des Textes, wurde immer noch kein einziger Fakt oder
Beleg hierzu gebracht. Nur diese Verurteilungen und Diskreditierungen.
Und er schreibt, es wäre eine "Geschichtsklitterung" die "darauf
abzielt, die deutsch-polnischen Beziehungen zu belasten um unsere
beiden Völker wieder in einem Krieg gegeneinander zu hetzen...".
[Und diese völlig überspannte und überdrehte Drohung
taucht mehrfach auf: wer den Status Quo antastet bekommt Krieg. Nun,
auch dies nützt sich ab. Und zwingt uns auch nicht zum
Zähneklappern schon im Vorfeld: Zuerst die Freiheit, die
Menschenwürde und die Menschenrechte, und dann der Friede, gar
keine Frage. Niemals umgekehrt. Es ist Kossanowski, der den Unfrieden
und erneut die europäische Friedlosigkeit herbei"argumentiert" und
-schwadroniert.] Es wird, mit dieser Unterstellung, immer
abstruser und närrischer, enthemmter und skrupelloser - bis nur
noch bunte Trümmer zu erkennen sind. Spätestens auch hier
könnte man mit dem Lesen aufhören und sinnvolleren
Tätigkeiten nachgehen. Da hat sich einer bereits in der
Ouvertüre der Unterstellungen und üblen Nachreden vollkommen
lächerlich gemacht und sein Gesicht verloren. Dazu braucht er nur
wenige Eingangssätze. Eine Leistung, fürwahr. Es ist schwer
den brachial-ideologischen Positionierungen polonozentristischer Art
auch weiterhin überhaupt folgen zu können.
Der Herr Kossanowski ist ein sattsam bekanntes Exemplar in der
Vertretung des Polonozentrismus und Polonoimperialismus. (Siehe auch
die Stellungnahme zu meiner Person in verschiedenen polnischen Foren.)
Allein im Forumsbeitrag zur Danzig-Rede Merkels habe ich "Polskaweb
news" zitiert, und Gott sei Dank gibt es auch noch andere Polen in
beachtlichen Medien, auch mein polnischer enger Freund wäre in
Bezug auf Kossanowski ein Unterschied wie zwischen Feuer und Wasser,
die das Verbrechen der Polen an über 14 Millionen
massenausgetriebenen ostdeutschen Heimatvertriebenen mit über 2
Millionen Vertreibungsopfern, darunter mindestens 1,5 Millionen
Getöteten, klar beziffern und es sogar Merkel vorwerfen [a la
longe: Merkel vollkommen würdelos vorgehend nach dem in
Deutschland schon seit Jahrzehnten ausgebrochenen political and
historical correctness-Wahn der nationalen WÜRDELOSIGKEIT und der
marxistisch inspirierten linken >Interpretation der Geschichte<
als Basis der real existierenden Demokratur durch
Mitte-Links-Parteienoligarchie-Demokratur], dies vollkommen am 1. 9. 09
in ihrer Danziger Rede des für mich unerträglichen
Nationalmasochismus und Schuldkult außer Acht gelassen zu haben.
Und damit erneut "legalisiert" zu haben, wie Polkaweb news (und der
Geist weht wo er will!) vom 1. 9. 2009 treffend darlegt. In der
nationalen Frage haben wir zur Zeit eine Kanzlerin (mit polnischem
Ehrendoktortitel - wer ko der ko, sicherlich!) die sich auf
verheerenden Irrwegen befindet. In der nationalen Frage unserem
deutschen Volk weiteren großen Schaden zufügt. Unter
gravierendem Mißbrauch ihres Amtseides.
Und dann kommt immer wieder das Nämliche, vielfach wiederholt, der
Vorwurf man hätte "mit historischen Lügen, Halbwahrheiten und
aus dem Kontext gerissenen Fakten" gearbeitet. Und immer noch nicht hat
man auch nur einen einziges tragendes Gegenargument bemüht. Da
werden die im Beitrag "Zum polnischen und tschechischen Imperialismus"
dargelegten Fakten nicht durch Fakten als solche widerlegt, sondern nur
durch unhaltbare Interpretationen der Fakten in allein persönlich
niedermachender Art und Weise. "Hinterfotziger" (ein
gebräuchlicher bayerischer Ausdruck) kann kaum etwas sein.
Und dann kommt die Aufrechnungsmethode des Herrn Kossanowski: daß
was Preußen betrieb "sei auch Imperialismus gewesen." (Im
übrigen ein indirektes Eingeständnis des
Polonoimperialismus.) Nein, es ist anders: Das, was von Polen
bezüglich der Oder-Neiße-Linie-Gebiete (Schlesien, Pommern,
Ostpreußen, die östlichen Teile Brandenburgs und das Gebiet
der ehemals Freien Stadt Danzig) an sich gerissen wurde (sowie das auch
schon 1918/19 an sich gerissene oder annektierte Territorium), war
nicht polnisch! (Es waren schon deutsche Siedlungsgebiete, da brauchte
es noch Jahrhunderte bevor Amerika erst entdeckt wurde. Und auch dies
hätten die Amis besser wissen müßen.) So wird ein Schuh
daraus. Und dies ist der Punkt und darum geht es. Der Akt der Aneignung
dieser riesigen deutschen Gebiete durch den Polonoimperialismus war ein
eiskaltes völkerrechtswidriges Verbrechen alleine schon
gegenüber dem 1918/19 propagierten Selbstbestimmungsrecht und erst
recht gegen die Menschenrechte. (In seinen Sozialphantasien der
Rechtfertigung, um den generellen Polonoimperialismus zu entlasten,
versteigt sich der Herr Kossanowski dazu, dies sei alles die Schuld der
polnischen kommunistischen Machthaber. Nun, dies ist das Untauglichste
vom Untauglichsten, denn der generelle Polonoimperialismus, wie weiter
unten dargelegt wird, war der Täter, dies ist X-fach nachzuweisen.
Es ist nicht der polnische Nationalismus, es ist der polnische
Imperialismus. Und dieser ist/war allen Parteifaktionen
eigen.
Der Polonoimperialismus fand seit 1918/19 in drei Etappen statt. A)
durch die Gebietsannexionen nach dem Ersten Weltkrieg (dem ersten Teil
des Dreißigjährigen Krieges oder europäischen
Bürgerkrieges gegen das Zentrum Europas von 1914 bis 1945) und B)
durch den Umgang mit den Volksdeutschen in der Zeit von 1919 bis 1. 9.
1945 und C) durch die Gebietsannexionen nach dem Zweiten Weltkrieg.
Und ebenso geschickt wie kontraproduktiv kommt er, der Herr
Kossakowski, ausladend zu den Ereignissen der ersten Annexion des
Polonoimperialismus zu sprechen, also der Zeit zwischen 1918/19 und 1.
9. 1939. Bringen wir also eine Ordnung hinein und schreiben
zunächst zum Polonoimperialismus von 1918/19 und der dann
folgenden Jahre bis zum 1. 9. 1939.
Zum Polonoimperialismus von 1918/1919 und bis zum 1. 9. 1939
Polen wartete erst gar nicht die Verhandlungen der Versailler
Friedenskonferenz ab, sondern nutzte den Waffenstillstand Deutschlands
aus, um Posen und Westpreußen militärisch zu besetzen (ein
deutsches und mehrheitlich deutsch besiedeltes Gebiet von 46.150 qkm;
ein Gebiet in der Größenordnung von gleich mehreren
deutschen Bundesländern zusammengenommen). Obwohl bei der
Friedenskonferenz primär vorgesehen war, nur die Weichsel zu
internationalisieren und einen Freihafen in Danzig zu gewähren.
Aber der Polonoimperialismus schlug schon vorher zu um vollendete
Tatsachen zu schaffen.
Quelle: W. Recke: Die polnische Frage als Problem der europäischen Politik, Berlin 1927, S. 286, 314, 315.
Selbst Marschall Pilsudski rief seinerzeit aus: "Also Euch
gelüstet nach Oberschlesien, aber Oberschlesien ist doch eine
uralte preußische Kolonie!" Zitatquelle: F. Heiß:
Deutschland und der Korridor, Berlin 1939, S. 122
Und Pilsudski brachte am 5. 2. 1919 zum Ausdruck, daß "die
Westgrenzen Polens ein Geschenk der Koalition sind." - Zitatquelle: H.
Roos, Polen und Europa, Tübingen 1957, S. 4 zitiert: L.
Wasilewski, Joseph Pilsudski - wie ich ihn kannte, Warschau 1935, S.
171/172.
Lloyd George stellte als britischer Premier zu den
Eroberungen/Annexionen des Polonoimperialismus in Bezug auf Posen und
Westpreußen fest:
"Ich wiederhole Ihnen, daß wir niemals daran gedacht haben, Polen
eine Provinz zu geben, die seit 900 Jahren nicht mehr polnisch gewesen
ist ... Der Vorschlag der Kommission, daß wir 2,1 Millionen
Deutsche der Autorität eines Volkes mit einer anderen Religion
unterstellen sollen, eines Volkes, das im Laufe der Geschichte noch
niemals gezeigt hat, daß es sich zu regieren versteht, dieser
Vorschlag würde früher oder später zu einem neuen Krieg
im Osten Europas führen."
Zitatquelle: Seraphim, Maurach, Wolfrum: Ostwärts von Oder und Neiße, Hannover 1949, S. 39.
Und der britische Premierminister stellte auch fest: "Ich sah voraus,
daß die Zeit kommen werde, in der Deutschland dem Aufschrei der
dann im Ausland lebenden Deutschen entsprechen und sie mit Waffengewalt
in das Vaterland zurückführen würde. Aus diesem Grunde
drang ich auf der Konferenz (von Versailler; RJE) erneut mit Nachdruck
darauf, jene Vorschläge abzulehnen, nach denen Städte und
Gebiete in Polen eingegliedert werden sollten, die nach Sprache,
Volkstum oder in ihrer Einstellung mit überwältigender
Mehrheit deutsch waren...".
Zitatquelle: L.L. Gerson, Woodrow Wilson und die Wiedergeburt Polens, Würzburg 1956, S. 2009.
Und Woodrow Wilson stellte am 7. 4. 1919 fest: "Das einzig wahre
Interesse Frankreichs an Polen besteht in der Schwächung
Deutschlands, indem Polen Gebiete zugesprochen werden, auf die es kein
Anrecht besitzt."
Zitatquelle: F. Grimm, Frankreich und der Korridor, Hamburg 1939, S. 37
und W. Recke, Die polnische Frage als Problem der
europäischen Politik, Berlin 1927, S. 344 und Bertram de Colonna,
Poland from the Inside, London 1939, S. 90 und R. S. Baker, Woodrow
Wilson and World Settlement, Bd. II, New-York 1922, S. 60
Und US-Staatssekretär Lansing rief schon am 8. 5. 1919 aus: "Wir
haben einen Friedensvertrag, aber er wird keinen dauernden Frieden
bringen, weil er auf dem Treibsand des Eigennutzes gegründet ist."
Zitatquelle: Christian Höltje, Die Weimarer Republik und das
Ostlocarno-Problem 1919-1934, Würzburg 1958, S. 162, 164,
161.
Oder Udo Walendy: "Kein einziges der vielen Weimarer Kabinette, kein
einziger deutscher Politiker, gleich welcher Partei, hatte diese
Grenzregelung anerkannt. Im Gegenteil, alle Parteien und Regierungen
der Weimarer Republik forderten die Revision der deutschen Ostgrenzen
und lehnten einmütig ein `Ostlocarno´ ab."
Zitatquelle: Udo Walendy, Wahrheit für Deutschland - Die Schuldfrage des Zweiten Weltkrieges, Vlotho/Weser 1965, S. 135.
Oder Reichsaußenminister Gustav Stresemann: "Eine meiner
wesentlichsten Aufgaben ist die Korrektur der Ostgrenzen: Die
Wiedergewinnung Danzigs, des polnischen Korridors und eine Korrektur
der Grenze in Oberschlesien."
Zitatquelle: H. Bernhard, Gustav Stresemann, Vermächtnis -
Nachlaß, Bd. II, Berlin o. J., S. 546/547, Stresemann in einem
Brief an den deutschen Kronprinzen vom 7. 9. 1925.
Oder Ministerpräsident Otto Braun (SPD) im November 1930 in
Königsberg: "Ich bestreite nicht das Interesse Polens an einem
Ausgang zum Meer, aber wie er dem neuen tschechischen Staat durch Elbe
und Hamburg gesichert wurde, konnte er Polen auch durch Weichsel und
Danzig eröffnet werden, ohne daß Ostpreußen vom
Mutterland losgerissen und Hunderttausende deutscher Volksgenossen ohne
Befragung unter fremde Staatshoheit gepreßt, wo sie jetzt
schlimmstem Terror ausgesetzt sind (und wir kommen weiter unten konkret
darauf zurück; RJE), oder gar aus ihrer Heimat verdrängt
wurden. Dieses Unrecht könne und werde Deutschland niemals als
berechtigt anerkennen."
Zitatquelle: Christian Höltje, Die Weimarer Republik und das Ostlocarno-Problem 1919-1934, Würzburg 1958, Seite 103.
"Labours Speakers´ Handbook" (1922/1923), vermerkt unter der
Überschrift "Polen": "Fast ganz Westpreußen ist an Polen
angegliedert worden, obwohl zwei Drittel der Bevölkerung Deutsche
sind und die gesamte Zivilisation des Landes Deutschland zu danken ist.
Eine Volksabstimmung wurde nicht erlaubt; wäre sie erlaubt worden,
so würde sie überwältigend zugunsten Deutschlands
ausgegangen sein ... Das Ganze der Provinz Posen ist von Polen
annektiert worden, obwohl in deren westlichen Teil eine deutsche
Mehrheit lebt ... Die Politik der Labour (Party) ist darauf gerichtet,
diese ungerechten territorialen Arrangements zu berichtigen."
Zitatquelle: Bertram de Colonna, Poland form the Inside, London 1939, S. 92.
Und das katholische Staatslexikon (Herder Verlag) vermerkte im Jahre
1931: "Die Schaffung des Korridors erfolgte, obwohl das Land weder
seiner geschichtlichen Vergangenheit nach zu Polen gehörte, noch
der Wilson´schen Forderung, `von unbestreitbar polnischer
Bevölkerung bewohnt´ zu sein entsprach, aus dem rein
machtpolitischen Gesichtspunkt, einer auf Schwächung Deutschlands
abzielenden Strafmaßnahme, nebenbei aus der militärischen
Erwägung, eine Flankenstellung zu schaffen für
Ostpreußen, dessen Gewinnung von führenden polnischen
Politikern seit 1918 (Dmowski, Grabski, Srokowski) offen als letztes
Ziel gefordert wird. Demgegenüber war die Notwendigkeit eines
freien und sicheren Zugangs zum Meer nur Vorwand, da diesem
wirtschaftlichen Bedürfnis ... durch Neutralisierung des
Unterlaufes der Weichsel, Schaffung eines Freihafens in Danzig und
tarifliche Privilegierung Polens auf den zum Meer führenden
Bahnlinien hätte genügt werden können. Daß vom
Besitz eines territorialen Zugangs zur See weder Souveränität
noch Lebensfähigkeit eines Staates abhängen, beweisen die
Schweiz, Luxemburg, Ungarn und die Tschechoslowakei .... In der Tat
schafft auch der polnische Korridor durch sein bloßes Dasein in
politischer und wirtschaftlicher Beziehung einen Zustand der Unruhe und
Unsicherheit und hindert die im Interesse beider Völker liegende
fruchtbare Zusammenarbeit Deutschlands mit Polen. Seine baldige
Beseitigung bildet einen wichtigen Bestandteil der Befriedung
Gesamteuropas."
Zitatquelle: Staatslexikon Verlag Herder, Freiburg 1931, 5. Auflage, Band IV, Seite 321.
Und zum Polonoimperialismus bezüglich Posen-Westpreußen
erklärte Winston Churchill im Unterhaus: "Wenn die englische
Regierung wirklich wünscht, etwas zur Förderung des Friedens
zu tun, dann sollte sie die Führung übernehmen und die Frage
Danzigs und des Korridors ihrerseits wieder aufrollen, solange die
Siegerstaaten noch überlegen sind. Wenn diese Fragen nicht
gelöst werden, kann keine Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden
bestehen."
Zitatquelle: Hans Grimm, Woher, warum - aber wohin?, Lippoldsberg 1955, Seite 246.
Zur Absurdität Danzigs und des Korridors, der Tat des
Polonoimperialismus bezüglich Posten und Westpreußens, die
wahrlich unsinnigste Bestimmung des Versailler Diktats!!, gab es schon
seinerzeit keinen Zweifel. - So schrieb der ehemalige
Völkerbundshochkommissar in Danzig, C. J. Burckhardt, im Jahre
1960: "Mit Recht hat der französische Botschafter in Berlin,
Coulondre, in seinen Memoiren aufgezeichnet, daß das deutsche
Volk sich mit der Rückkehr des Elsaß an Frankreich
abgefunden habe, daß es ihm aber unmöglich gewesen sei, die
Verstümmelung seiner Ostgebiete anzuerkennen. In diesem Punkt und
zugleich auch in den militärischen Klauseln müsse es das
`Diktat´ um so bitterer empfinden, ALS ES IN IHM MEHR DAS
ERGEBNIS EINES VERRATES ALS SEINER NIEDERLAGE EMPFUNDEN HABE. Bei dem
ganzen Vorgang scheint man damals vergessen zu haben, daß es eine
Danziger Bevölkerung gab (bestehend aus 96 Prozent Deutschen und
nur 4 Prozent Polen), über welche man, entgegen allen
Grundsätzen, einfach verfügte." Und Burckhardt schrieb auch:
"Die Polen haben ein Gran Narrheit; sie zerbrechen die Gläser um
Mitternacht".
Zitatquelle: Carl J. Burckhardt, Meine Danziger Mission 1937 - 1939,
München 1960, S. 25/26 und Bertram de Collona, Poland from the
Inside, London 1939, Seite 110ff.
Und dennoch setzte der Polonoimperialismus die gewaltsame Annexionen
durch, durch vollendete Tatsachen! Auch durch Tricks, Täuschungen,
Kartenverfälschungen etc.pp
In Dmowski´s Denkschrift vom 8. 10. 1918 an US-Präsident
Wilson sowie der Versailler Friedenskonferenz wurde Ostpreußen
als "im mittelalterlichen Zustand befindlich" bezeichnet, wo "die
bäuerliche Masse nach Sklavenart behandelt und im Geiste der
Knechtschaft erzogen wird." (Roman Dmowski = Polnischer Politiker auf
der Friedenskonferenz in Versailles.) Damit wollte man sogar schon 1919
Ostpreußen dem Polonoimperialismus unterwerfen. Polen war schon
immer von einem krankhaften Eroberungsfieber befallen.
Dies ist alles historisch nachweisbar. Weil eben die Geschichte das
Auge der Wahrheit ist und bleiben wird! Denn: "Alle einsichtsvollen
Männer Westeuropas haben die mit dem Korridor verbundenen
Ungerechtigkeiten eingesehen und zugegeben, was jedoch die Politik
dieser Mächte und des Völkerbundes nicht beeinflußt
hat. Nicht ohne Grund haben die Vereinigten Staaten von Amerika
abgelehnt, den Versailler Vertrag zu unterschreiben und im
Völkerbund mitzuarbeiten. Dies freilich hinderte den späteren
Präsidenten F. D. Roosevelt nicht, in den Jahren 1937 - 1939
prinzipienlos das Steuer herumzuwerfen und dieses Unrecht in Osteuropa
als gültigen `Rechtsstatus´ zu apostrophieren. ... Die
Versailler Sieger trennten gewaltsam Gebietsteile von Deutschland ab,
diffamierten den Einheitswillen dieses Volkes im Namen des
`Völkerrechts´ als `aggressiv´, fälschten die
Geschichte im Sinne einer zu politischen Zwecken verwerteten `deutschen
Schuld´ und ignorierten alle Zwangsmaßnahmen zur
Liquidierung der abgetrennten Volksgruppen. Diese
`Haltet-den-Dieb-Methode´ haben die Versailler Sieger und
Mitsieger international gesellschaftsfähig gemacht. Sie betreiben
sie noch heute mit gleicher Intensität und Wirkung. Mit Willen zur
Gerechtigkeit und zum Frieden freilich hat das nichts zu tun."
Zitatquelle: Udo Wallendy, Wahrheit für Deutschland, Vlotho/Weser
1965, Seite 139. Achtung, Kameraden: Udo Wallendy´s Buch Wahrheit
für Deutschland sollte eine Pflichtlektüre für jeden
deutschen Nationalpatrioten sein!! Gar keine Frage.
Und wie war es um die Lage der Volksdeutschen von 1918/19 bis 1. 9.
1939 bestellt? Grauenhaft, sie wurde zu einem Genocid an den
Volksdeutschen. Sie kämpften überwiegend um ihr nacktes
Lebens- und Überlebensrecht. In seinem hervorragenden Werk:
"Kriegsursachen und Kriegsschuld (Nordfriesische Verlagsanstalt Husum
1997) stellt Univ.-Prof. Dr. Helmut Schröcke sein Kapitel Nr. 7
unter die Überschrift: "Der Genozid an den Deutschen in Polen".
[Achtung, Kameraden, und einmal ungeschminkt: nur für Euch und
meine Freunde vom nationalen Widerstand schreibe ich hier: Helmut
Schröckes großartiges Werk >Kriegsursachen und
Kriegsschuld< sollte eine Pflichtlektüre für jeden
deutschen Nationalpatrioten sein!! Gar keine Frage.] Und Professor
Schröcke schreibt:
"Der im oberschlesischen Abstimmungsgebiet von der polnischen Regierung
eingesetzte Abstimmungskommissar Korfanty stellte bewaffnete polnische
Freiwilligenverbände auf, die die deutsche Bevölkerung
tyrannisierten. Die alliierten Besatzungstruppen unternahmen jedoch
nichts gegen die polnischen Freischärler. Auch gegen den von
Korfanty am 3. 5. 1921 angezettelten Aufruhr, der den bisherigen Terror
gegen die Deutschschlesier an Härte und Grausamkeit noch weit
übertraf - bereits damals gab es Morde an Deutschen -, unternahm
die alliierte Kontrollkommission nichts. Und doch stimmten am 20. 3.
1921 61 % der Oberschlesier für Deutschland ab (A.
Schickel, 1984). Im Gefolge der Verträge nach Kriegsschluß
1918 schloß Polen mit den Alliierten am 28. 6. 1919 einen
Minoritätenschutzvertrag ab, in dem es sich verpflichtete, `...
allen Einwohnern ohne Unterschied der Geburt, der
Staatsangehörigkeit, der Sprache, des Volkstums und der Religion
den umfassendsten Schutz ihres Lebens und ihrer Freiheit zu
gewährleisten´, ebenso stand es in der polnischen Verfassung
(A. Schickel, 1984, S. 183). Für den Minderheitenschutz auf
zwischenstaatlicher Ebene war der Völkerbund zuständig. Der
Völkerbund kümmerte sich kaum um die Belange deutscher
Minderheiten, noch nicht einmal 4,5 % aller von Deutschland
eingereichten Fälle zwischen 1920 und 1930 wurden bearbeitet. Die
restlichen 95,6 % wurden zurückgewiesen oder einfach nicht
erledigt. Außenminister Stresemann kritisierte dieses Vorgehen
auf der Konferenz von Lugano am 17. 10. 1930: `... während der
Völkerbund allen Appellen und Darlegungen gegenüber taub ist
...´ und am 14. 12. 1931: `Das Ziel polnischer Politik ist
das Verschwinden der nationalen Minderheiten auf dem Papier und in
Wirklichkeit´ (U. Walendy, 1965, S. 157).
Die minderheitenfeindlichen Maßnahmen der polnischen Regierung
begannen sofort mit der Annexion der deutschen Ostgebiete nach
Kriegsende 1918 und erstreckten sich auf alle Lebensbereiche wie
deutsche kulturelle Einrichtungen, Schulen und Bildungsstätten,
bäuerlichen Grundbesitz und Industrieunternehmen sowie Vereine,
Genossenschaften usw. und steigerten sich bis Kriegsbeginn
kontinuierlich. Sie wurden von terroristischen Maßnahmen
polnischer Vereine begleitet, die schon vor 1933 zu Todesopfern
führten. Ein Gesetz zur Bodenreform gestattete zunächst die
Enteignung von Großgrundbesitz. Die Maßnahmen gegen die
deutsche Volksgruppe zielten aber von Anfang an nicht nur auf
Enteignung des landwirtschaftlichen Großgrundbesitzes, sondern
auch des klein- und mittelbäuerlichen Besitzes. Allein 1924 wurden
500.000 ha enteignet (U. Wealendy, 1965, S. 153), bis 1939 insgesamt
750.000 ha. Im Jahr 1939 betrugen die enteigneten Flächen in den
Woiwodschaften Posen 12.165 ha, in Pommerellen 11.334 ha und in
Schlesien 3.317ha. Nach einem Grenzzonengesetz durften Deutsche in
einem 30 km breiten Grenzstreifen kein Land mehr besitzen. Das betraf
fast ganz Westpreußen. Von den 1925 vorhandenen 657 deutschen
Schulen blieben bis 1938/39 nur 185 übrig. Deutsche Schüler
wurden zwangsweise in polnische Schulen eingewiesen, deutsche Lehrer
verloren ihre Stellungen und ihre Lehrbefugnisse. Für den Terror
gegen deutsche Einrichtungen soll hier nur das Beispiel der Bromberger
Deutschen Rundschau angeführt werden: `Von 1920-1939 hatte diese
Zeitung 872 Strafverfahren. Die Schriftleiter wurden insgesamt zu 5
Jahren, 11 Monaten und 20 Tagen Gefängnis sowie 24.000 Zloty Geld-
und 38.000 Zloty Gerichtsstrafen verurteilt. 546 Mal unterlag diese
deutsche Zeitung der Beschlagnahme. Gesamtverlust: ungefähr
7.000.000 Zloty. Keiner volksdeutschen Zeitung in Polen blieb ein
ähnliches Schicksal erspart´ (R. Tenkel, 1979).
Diese Umstände zwangen zur Auswanderung. Bis 1923 hatten bereits
500.000 Deutsche Polen gezwungen und freiwillig verlassen, bis 1939
waren es 1,5 Millionen.
Bereits 1919 besaß Polen die ersten Konzentrationslager Europas
und hatte 16.000 Deutsche als Staatsfeinde inhaftiert (H. Splittgerber,
1989, S. 33). Am 17. 6. 1934, also nach Abschluß des
deutsch-polnischen Nichtangriffsvertrages, beschloß die polnische
Regierung wiederum die Errichtung von Konzentrationslagern.
Während die Reichsregierung bis 1933 vergeblich alles ihr
Mögliche gegen die Verfolgung der Deutschen unternahm, gelang es
Hitler nach 1933, mit dem polnischen Präsidenten Pilsudski zu
einem Übereinkommen und zum Abschluß eines
Nichtangriffspaktes zu gelangen. Er stellte die Revisionspolitik und
die Unterstützung der deutschen Minderheit in Polen ein und gab
die Anweisung an die Presse, nichts Nachteiliges über Polen zu
berichten, so wurde die polnische Teilmobilisierung vom März 1939
in der deutschen Presse völlig heruntergespielt. Nach dem
Abschluß des Nichtangriffspaktes kündigte die polnische
Regierung im September 1934 den Minderheitenschutzvertrag und
führte die Entdeutschungen auch nach einer deutsch-polnischen
Erklärung zum Minderheitenschutz vom 5. 11. 1937 unvermindert
weiter. Kurz vor und nach der englischen Garantieerklärung vom 31.
3. 1939 steigerte sich der polnische Terror nochmals.
Das mögen nur einige wenige Beispiele belegen: Der deutsche
Botschafter in Warschau berichtete am 16. 10. 1935 an das
Auswärtige Amt: `... Es wird notwendig sein, daß sich die
deutsche Öffentlichkeit mehr als das in letzter Zeit der Fall war,
mit dem Schicksal der deutschen Minderheit in Polen befaßt. ...
Der Kampf [der Polen] geht vielmehr auf der ganzen Linie weiter ... Das
Ziel ... nämlich die völlige Polonisierung ... wird auch
heute noch mit aller Konsequenz verfolgt. Das
Verständigungsabkommen hat das Tempo vielleicht sogar noch
beschleunigt ... Heute hat die deutsche Minderheit in Polen das
Gefühl, vom Deutschen Reich im Stich gelassen zu werden; aber auch
die Polen glauben, sich in ihrem Vorgehen gegen die deutsche Minderheit
kaum noch Beschränkungen auferlegen zu brauchen, da sie mangels
jeder Reaktion in der deutschen Presse den Eindruck erhalten
müssen, daß alle Übergriffe von der deutschen
öffentlichen Meinung widerspruchslos hingenommen
werden.´ Der deutsche Generalkonsul in Thron am 25. 2. 1938
an das Auswärtige Amt: `Die Stimmung unter den Deutschen ist
infolgedessen hoffnungslos und verzweifelt. Sie sind enttäuscht,
daß die deutsche Presse keine Notiz von ihrem Leid nimmt.´
Der deutsche Generalkonsul in Danzig am 13. 4. 1939 an das
Auswärtige Amt: ` ... sind ... polnische zugereiste Banden auf
Kraftwagen herumgefahren, die die deutsche Bevölkerung
tätlich angriffen, in die deutschen Gehöfte eindrangen und
die Wohnungseinrichtungen zerschlagen. Die deutsche Bevölkerung
ist hierdurch zum Teil derartig verängstigt, daß sie bereits
den wertvollen Teil ihrer Habe vergraben hat, sich tagsüber nicht
mehr auf Straßen und Felder wagt und die Nächte aus Angst
vor Überfällen außerhalb der Gehöfte in
irgendwelchen Verstecken verbringt´ (H. Bernhardt, 1988, zit. in
N. v. Preradovich 1989, S. 24 ff).
Bis Mitte August waren im Jahre 1939 bereits 76.000 Deutsche ins Reich
geflüchtet. Mehr als 50.000 waren verhaftet oder befanden sich auf
Verschleppungsmärschen. Schon lange vor Kriegsbeginn waren
schwarze Listen angelegt worden, sowohl regierungsseitig als auch durch
polnische Vereine, nach denen verhaftet wurde. Das deutsche
Weißbuch Nr. 2, Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges, Berlin
1939, stellte fest: ` ... Am 6. 5. 1939 meldet Generalkonsul
Kattowitz 200 Terrorfälle, am 19. 5. weitere 100 allein aus
Oberschlesien. Kein Deutscher ist seines Lebens und seines Eigentums
mehr sicher ... Die englische Regierung wird durch die deutsche
Botschaft über die friedensgefährliche Entwicklung auf dem
laufenden gehalten, ohne daß etwas geschieht. Mitte Mai steigert
sich die Hetze zu Deutschenpogromen, bei denen Tausende von Deutschen
wie Freiwild gejagt werden ... Lodz meldete am 7. 5.: Die Bedrohung der
Volksdeutschen mit Totschlag, Folterungen usw. sind zur
alltäglichen Selbstverständlichkeit geworden ... Immer mehr
stellt sich heraus, daß die Behörden selbst die Träger
des Liquidationsprozesses sind ... Das Deutschtum in Galizien steht vor
der Vernichtung ...´ (H. Bernhardt, 1988).
Im Sommer 1939 wurden bereits vor dem 1. 9. 3500 Deutsche
ermordet (F.Becker, 1991, S. 13, nach v. Richthofen 8.000, H.
Splittgerber 1989, S. 43) Die Exzesse steigerten sich bis zum
Blutsonntag in Bromberg am 1. 9. 1939 mit 5.800 Ermordeten. ... Die
Deutsche Rundschau in Bromberg meldete zum 12. 9. 1939: `Das
Verhör der an der Bartholomäusnacht in Bromberg beteiligten
Verhafteten hat ergeben, daß die jeder Beschreibung spottenden
Grausamkeiten von zwei britischen Agenten des Secret Service
planmäßig vorbereitet und durchgeführt wurden."
(Faksimileabdruck U. Walendy 1989).
Insgesamt hatte die deutsche Volksgruppe vor und nach Kriegsbeginn
mindestens 58.000 Ermordete, davon 3.000 bis 4.000 vor Kriegsbeginn, zu
beklagen, von denen 12.857 namentlich identifiziert werden konnten. Das
war die sechsfache Anzahl aller deutschen Gefallenen im Polenfeldzug.
Die Gesamtheit des polnischen Vergehens gegen die deutsche Minderheit
erfüllt faktisch den Tatbestand des Völkermordes nach dem
Abkommen zur Verhütung und Bestrafung des Völkermordes v. 9.
12. 1948, nach dem bereits die Beeinträchtigung der ethnischen
Identität von Angehörigen ethnischer Minderheiten allein
durch Maßnahmen gegen die Verwendung ihrer Sprache darstellt.
Völkermord ist ein unverjährbares Verbrechen. Veranlaßt
wurden diese Verbrechen durch eine verantwortungslose polnische
Politik, die von den Siegern von 1918 geduldet, wenn nicht sogar
gefördert wurde. Der für den Minderheitenschutz
zuständige Völkerbund unternahm nichts gegen diese
Verbrechen. Im Deutschen Reich gab es nicht eine
Vergeltungsmaßnahme an der zahlenmäßig kleinen
polnischen Volksgruppe. England als Garantiemacht der polnischen
Westgrenze unternahm, obwohl laufend von der Reichsregierung
unterrichtet, trotz mehrfacher Warnungen des englischen Gesandten
nichts gegen den Genozid und die zuletzt schon kriegsähnlichen,
von Polen provozierten Zustände an der Grenze. Der Verdacht liegt
nahe, daß die polnischen Verbrechen mit voller Absicht benutzt
oder sogar veranlaßt wurden, um einen Krieg auszulösen."
Soweit das Zitat des hervorragenden Univ.-Prof. Dr. Helmut
Schröcke, der nebenbei bemerkt, auch mehrfach Autor in einigen
meiner Bücher ist. Nur selten habe ich in meinem bisherigen Leben
einen bewährteren und unbestechlicheren Nationalpatrioten
getroffen.
Anders: Der Herr Kossanowski behauptet in seinem Beitrag vom 29.
September 2009 über mich: "Allerdings jonglieren sie hier sehr
ungeschickt mit historischen Lügen, Halbwahrheiten und aus dem
Kontext gerissenen Fakten. Ihre Argumente und Aussagen halten einer
genauen Prüfung nicht Stand." Der Herr Kossanowski schreibt
über die polnische Politik in der Zwischenkriegszeit: "Von einer
Verfolgung der Deutschen in dieser Phase kann aber nicht die Rede sein.
Das Gerede von Terror, Mord, Folterungen, Verschleppungen und
Konzentrationslagern entspringt allein der nationalsozialistischen
Propaganda. Denn diese Lügen wurden durch die Propaganda des
Nazi-Regimes ab 1939 bewusst verbreitet um (begleitet mit anderen
Maßnahmen), die Stimmung im deutschen Volk für den geplanten
Angriffskrieg anzuheizen."
Ich stelle den Behauptungen des Herrn Kossanowski weitere Aussagen
anderer Autoren gegenüber, die erst in den letzten Jahre, also
nicht zwischen 1933 und 1945, veröffentlicht worden sind und die
stellvertretend für zahlreiche andere Publikationen genannt
werden. Damit möchte ich unterstreichen, daß der polnische
Imperialismus sich nicht erst 1945 manifestierte, sondern daß
seine Wurzeln weit zurück reichen.
"So verkündete schon im Oktober 1919 in Posen der spätere
Kultursminister Stanislaus (Stanislaw) Grabski: `Wir wollen unsere
Beziehungen auf die Liebe stützen, aber es gibt eine andere Liebe
für die Landsleute und eine für die Fremden. Ihr Prozentsatz
bei uns ist entschieden zu hoch. Posen kann uns einen Weg weisen, in
welcher Weise der Prozentsatz von 14 oder sogar 20 v. H. auf 1
1/2 v. H. gebracht werden kann. Das fremde Element wird sich umsehen
müssen, ob es sich anderswo besser befindet. Das polnische Land
ausschließlich für Polen!"
(Aus: Heinz Neumeyer. Westpreußen. Geschichte und Schicksal. 1993, S. 419)
"Um den Schutz der Minderheiten im neu entstandenen polnischen Staat zu
gewährleisten, waren entsprechende Klauseln Bestandteil des
Versailler Vertrages. Sie fanden auch Eingang in die polnische
Verfassung. Am Wortlaut dieses Minderheitenschutzgesetzes war nichts
auszusetzen, er entsprach den anerkannten Normen der gleichberechtigten
Behandlung von nationalen Minderheiten. Da aber die herrschenden Kreise
in Polen und die gesamte polnische Öffentlichkeit kein Miteinander
von Polen und den nichtpolnischen Minderheiten wollten, sondern einen
reinen Nationalstaat polnischer Prägung anstrebten, wurde der
Minderheitenschutz sehr konsequent und mit bemerkenswerter Findigkeit
unterlaufen. Nicht umsonst lautete ein programmatisches Sprichwort:
`Polen muß so klar und rein wie ein Glas Wasser sein.´
Staatliche Pflichten mußten von den Deutschen voll erfüllt
werden, jedoch wurden ihnen, wo es nur ging,
verfassungsmäßige Rechte vorenthalten. Dazu waren keine
speziellen deutschfeindlichen Gesetze oder Bestimmungen nötig,
sondern die polnischen Behörden entschieden in solchen
Fällen, wo sie Ermessensspielraum hatten (und von solchen
Fällen gab es viele), stets zu Ungunsten der Deutschen, immer das
Ziel der Entdeutschung verfolgend."
(Aus: Der Tod sprach polnisch. Dokumente polnischer Grausamkeiten an Deutschen 1919 - 1949. 1999, S. 10)
"Die ersten größeren Blutopfer forderte der sog. dritte
polnische Aufstand in Oberschlesien im Mai und Juni 1921. Dabei
handelte es sich um den polnischen Versuch, entgegen dem Ergebnis der
international überwachen Volksabstimmung in Oberschlesien
vollendete Tatsachen zu schaffen. Die Aktion war überwiegend von
Freischärlern aus Polen und nicht von der polnischen Minderheit in
Oberschlesien getragen."
(Aus: Heinz Nawratil. Vertreibungsverbrechen an Deutschen. 1982. S. 43)
"Die polnische Zeitung `Gazeta Gdansk´ schrieb am 9. 10. 1925:
`Polen muß darauf bestehen, daß es ohne Königsberg,
ohne ganz Ostpreußen nicht existieren kann ... Sollte dies nicht
auf friedlichem Wege geschehen, dann gibt es wieder ein zweites
Tannenberg, und alle Länder kehren dann sicher in den Schoß
des geliebten Vaterlandes zurück´".
(Aus: Hugo Wellems. Das Jahrhundert der Lüge. 1989, S. 110)
"Der polnische Generalstabsoffizier H. Baginski schrieb 1927 in einer
von der `Polnischen Kommission für internationale intellektuelle
Zusammenarbeit´ preisgekrönten Arbeit:
`Solange wird nicht Friede in Europa herrschen, bis nicht die
polnischen Länder vollkommen an Polen zurückgegeben sein
werden, solange nicht der Name Preußen, der ja der Name eines
nicht mehr vorhandenen Volkes ist, von der Karte Europas getilgt sein
wird und solange nicht die Deutschen ihre Hauptstadt von Berlin weiter
nach Westen verlegen, zur ehemaligen Hauptstadt Magdeburg an der Elbe
oder Merseburg an der Saale, solange sie nicht zu dem alten Namen des
Deutschen Reiches zurückkehren und solange sie nicht
aufhören, von der `Berechtigung der Grenzen im Osten zu
träumen´".
(Aus: Hugo Wellems. Das Jahrhundert der Lüge. 1989, S. 111)
"Bereits am 20. 4. 1929 (nicht 1939!) forderte beispielsweise eine der
größten polnischen Zeitungen, der Krakauer `Illustrowany
Kurjer Codzienny´ den Aufruf zu einer Offensive mit der Losung:
`Weg mit den Deutschen hinter ihre natürliche Grenze! Fort mit
ihnen hinter die
Oder!´"
(Aus: Bolko Frhr. V. Richthofen. Kriegsschuld 1939 - 1941. 1981. S. 75)
"Von den dreieinhalb Millionen Deutschen, die nach dem Ersten Weltkrieg
unter polnische Herrschaft gekommen waren, registrierte die
Volkszählung von 1931 nur noch 741.000. Die Deutschen selbst
ermittelten 1931 noch 1.018.000 Deutsche in Polen. 277.000 hatten bei
der Volkszählung nicht mehr gewagt, sich als Deutsche zu bekennen.
Das Deutschtum hatte sich, seitdem es den Polen ausgeliefert worden
war, um drei Viertel seines Bestandes vermindert."
(Aus: Bernhard Lindenblatt/ Otto Bäcker. Bromberger Blutsonntag. 2001. S. 56)
"Tatsächlich entwickelte sich die Behandlung der deutschen
Volksgruppe in Polen zu einem satanisch organisierten
Abwürgungssystem. Bis 1924 hatte man ihr durch Liquidation,
Annulation und Zwangsverkäufe 510.000 Hektar Boden weggenommen,
bis 1939 durch die sogenannte Agrarreform weitere 1.200.000 Morgen. Ein
ganzes Netz von Gesetzen und Verordnungen, vor allem das
berüchtigte Grenzzonengesetz, war darauf angelegt, die Deutschen
zu enteignen, auszuweisen oder zu zerschlagen. Letzten Endes hätte
sich in einer der zahllosen Maschen jeder Deutsche einmal gefangen.
Deutsche Grubenarbeiter und Angestellte in Oberschlesien wurden brotlos
gemacht und in Tausenden von Fällen dem Hungertode ausgeliefert;
alteingesessenen Fischern in Hela erging es ähnlich."
(Aus: Bolko v. Richthofen/Reinhold Robert Oheim. Die polnische Legende. 2001, S. 209)
"Hitler kündigte am Nachmittag des 7. März 1936 die Besetzung
des entmilitarisierten deutschen Gebietes im Westen durch deutsche
Truppen an. (Der polnische Außenminister) Beck zögerte
nunmehr keinen Augenblick. Er dachte nicht daran, eine
französische Bitte um militärische Hilfe gegen Deutschland
abzuwarten. Vielmehr hoffte er, Frankreich durch das Angebot
unbegrenzter polnischer Hilfe zum Handeln zwingen zu können. Beck
bat, nach einem eiligen Telefongespräch mit (Marschall,
Oberbefehlshaber der Armee) Eduard Rydz-Smigly, den französischen
Botschafter Leon Noel am Nachmittag des 7. März zu sich. Er
überreichte dem Botschafter eine eindeutige Erklärung und
versicherte, Polen werde Deutschland im Osten angreifen, wenn
Frankreich bereit sei, nach Westdeutschland einzumarschieren. ... Die
Franzosen trauten den Polen keinen wirksamen Schlag gegen Deutschland
zu. ... Becks Bemühungen, fast ganz Europa in einen Krieg zu
stürzen, waren mißlungen."
(Aus: David L. Hoggan. Der erzwungene Krieg. 1983. S. 62ff.)
Die polnischen Forderungen, die Forderungen des Polonoimperialismus
nach 1918/1919 (man hatte gerade Posen und Westpreußen
einkassiert, und die Hände auf die fast rein deutsche Stadt Danzig
gelegt), steigerten sich bis ins Maßlose. Wie an der Einheimsung
der Oder-Neiße-Gebiete, der deutschen Ostgebiete oder
Ostdeutschland (Schlesien, Pommern, Ostpreußen, die
östlichen Teile Brandenburgs und das Gebiet der ehemals Freien
Stadt Danzig), mit alleine 2 Millionen Vertreibungsopfern, darunter
nach Univ.-Prof. Dr. Gunnar Heinsohn (Lexikon der Völkermorde,
ro-ro-ro-Verlag, Hamburg 1998) alleine 1,5 Millionen GETÖTETEN
Ostdeutschen, zu erkennen ist. (In Wahrheit ist die Zahl m. E.
höher anzusetzen!) Der skrupellose Polonoimperialismus
kannte in seinen imperialistischen Bestrebungen und Forderungen auf
fremdes Territorium keine Grenze, kein Maß noch Ziel mehr, das
was er sich schon 1918/1919 aneignete genügte noch lange nicht.
Und es waren insgesamt über 14 Millionen aus ihrer
jahrhundertelang angestammten Heimat Ausgetriebenen, alleine aus
Ostdeutschland. Ein unverjährbares Völkerrechtsverbrechen.
Und die Austreibung beschrieb etwa Prof. Dr. Werner Frauendienst,
Mannheim, wie folgt: "Wie die Hyänen sind Polen hinter den Russen
hergezogen und haben sich ihre Opfer geholt. Männer, Frauen und
Kinder, die in Gefängnisse und Lager verschleppt, dort zu Tode
gequält und umgebracht wurden, um Raum für Polen zu schaffen,
die nicht in einen menschenleeren Raum kamen, sondern der erst
menschenleer gemacht wurde." Was den Polen jedoch auf längere
Sicht kein Glück bringen wird. So sicher wie der Tag auf die Nacht
folgt, das Amen in der Kirche ist!! Weil es um die Menschenrechte auch
der Ostdeutschen, der deutschen Heimatvertriebenen, des deutschen
Volkes insgesamt geht und gehen wird. Und weil dies einmal zu einer
gesamtdeutschen Frage verobjektiviert werden wird. Gar keine Frage! Der
Aneignungsprozeß verlief 1945 wie 1918/1919. Wieder wurde
Deutschland gegenüber den Alliierten ausgespielt, die
Alliierten vor vollendete Tatsachen gestellt. Wieder wurden sich
riesige Territorien (im Umfang größer als etliche Staaten in
der UN!) in einer Situation angeeignet, wo Deutschland zuletzt
einem Verhältnis von 1 zu 40 unterlag, einer zwanzigfach
überlegenen Welt - leider, denn dies trotz unserer ewig
ruhmreichen Deutschen Wehrmacht; etwa nur mit der Schlagkraft der
Armeen Napoleons zu vergleichen. [Und weil wir zuvor in der Causa
Dünkirchen versagten. Und wir es durch General Carl Clausewitz und
auch durch den von mir geliebten Generallissimus Generalstabschef
Alfred Schlieffen eigentlich hätten besser wissen müssen!]
Nun, die Geschichte wird Deutschland nicht immer nur als Opfer der
Geschichte, als Amboß sehen. Und den Polonoimperialismus nicht
immer nur als Hammer oder die Situation ausnutzendes Hämmerlein.
(In der Tat, selten waren die Polen erfolgreicher. Aber auch ein
ehrenhafter und ewig bleibender Erfolg??) Dies hat es noch nie in der
Weltgeschichte gegeben. "Niederlagen und Friedensschlüsse wirken
niemals so, wie es in der Absicht der Sieger liegt. Alle Verträge
sind vergänglich, weil die Grundlagen, Umstände und Ansichten
sich ändern, auf denen sie errichtet sind, weil das Antlitz der
Geschichte von einem Jahrzehnt zum anderen ein anderes wird. Die Siege
sind es auch; denn der Sieger selbst kann an ihnen zugrunde gehen."
(Oswald Spengler) Wobei ich hier natürlich nicht den
Polonozentrismus oder den Polonoimperialismus als
Hämmerlein-"Sieger" bezeichnen möchte. Aber 1945 war die
nämliche Masche wie zuvor.
Der Herr Kossanowski behauptet in seiner Erwiderung: "Die
Westverschiebung Polens bedeutete dass Polen seine Ostgebiete verlor
und dafür die deutschen Ostgebiete erhielt." Nun, wie
närrisch auch hier. Polen verlor "seine Ostgebiete" nicht, es
verlor die vom Polonoimperialismus seinerzeit annektierten litauischen,
ukrainischen und weißrussischen Gebiete. In einem mit
französiche Hilfe geführten Krieg gegen das kommunistische
gewordene Rußland eroberte Polen oder der Polonoimperialismus
1919/1921 diese Territorien, deren Bewohner bis zu 90 Prozent nicht
polnischer Abstammung waren. So wird ein Schuh
daraus!
Die Oder-Neiße-Gebiete, also Ostdeutschland (Schlesien, Pommern,
Ostpreußen, die östlichen Teile Brandenburgs und das Gebiet
der ehemals Freien Stadt Danzig), wurde Polen auf der Potsdamer
Konferenz 1945 zum "Ausgleich" (wie der Polonoimperialismus behauptet)
für die im Osten an die UdSSR zurückgefallenen Gebiete
(Stichwort Curzon-Linie, die Linie Suwalki-Grodno-Brest
Litowsk-Przemysl), GEBIETE DIE GANZ EINDEUTIG NICHT POLNISCH WAREN, gar
keine Frage, einstweilen; d.h. bis zur endgültigen Grenzregelung
durch einen Friedensvertrag (Und wo ist dieser Friedensvertrag??) mit
Gesamtdeutschland zugebilligt, nachdem die Polen ohne Wissen der
Westmächte aber mit Billigung der Sowjetunion die Gebiete
östlich der Oder-Neiße-Linie bereits besetzt und von den
dort ansässigen Ostdeutschen "befreit" hatten. Alleine 1,5
Millionen (Univ.-Prof. Dr. Gunnar Heinsohn) Ostdeutsche wurden
dabei von ihrem Leben "befreit". Die Gebiete wurden in polnische
Verwaltung genommen hatten. Großbritannien vertrat zunächst
eine weiter östlich verlaufende Grenzziehung, erklärte sich
aber dann mit der geschaffenen Tatsache der polnischen Verwaltung bis
zur Friedenskonferenz einverstanden. Nach dem 8. Mai 1945 und
auch schon zuvor nahmen sich dann die Polen ihren Teil von dem
teuflischen Wort (aber dieses Wort schloß die teuflischen Taten
des Vertreibungsholocaust des Polonoimperialismus an den Ostdeutschen,
und auch den Landraub und Vermögensraub nicht mit ein, den
Raub des deutschen Lebensraumes durch Polen!!) Winston Chruchills: "Wir
haben es mit einem kopflosen Deutschland zu tun ... Arbeit, Leben und
Eigentum aller Deutschen stehen in der vollen Verfügungsgewalt der
Sieger." Nun, dem Polonoimperialismus rufe ich zu: Deutschland wird
einmal nicht mehr kopflos sein. Es geht um die Wiedergutmachung der
millionenfach verletzten Menschenrechte an den vertriebenen
Ostdeutschen, den völkerrechtlich unverjährbaren
Massenverbrechen an den deutschen Heimatvertriebenen und dessen
unabdingbar zu erfolgenden habende Wiedergutmachung.
Zu der wie vieles andere aus der Luft gegriffenen Behauptung, Polen
hätte im Osten polnische Gebiete an die Russen verloren, schrieb
Golo Mann in seinem Buch: >>Deutsche Geschichte des 19. und 20.
Jahrhunderts<<, Frankfurt am Main 1958, auf Seite 969f
überaus treffend:
"Wir geben nichts für die historischen Argumente, mit denen die
Polen ihre Annexionen der >>wiedergewonnenen Gebiete<<
rechtfertigen; SIE SIND NÄRRISCH. Wir geben auch nicht allzuviel
für das Argument der >>Rekompensation<<; da
Rußland im Osten den Polen so und so viel Land wegnahm, sie aber
aus all den Qualen doch wenigstens unvermindert hervorgehen sollten, so
hätte ihnen im Westen so und so viel deutsches Land auf Kosten des
besiegten, zu bestrafenden Feindes gebührt. Aber entweder war das
Land, das Rußland sich im Osten nahm, polnisch und dann
hätte es polnisch bleiben sollen; oder es war nicht polnisch; dann
gebührte den Polen kein Ersatz. Tatsächlich war die
Bevölkerung in den im Osten abgetrennten Provinzen
überwiegend nicht polnisch, sondern litauisch, ukrainisch,
weißrussisch; es sind nur etwa zwei Millionen Polen von dort in
den >>wiedergewonnenen<< Westgebieten angesiedelt worden.
Rational war diese monströse Verschiebung von Menschen und
Staatsgrenzen nicht. Es war, von der polnischen Seite, ein Akt der
Rache; ... ein Akt der Erfüllung URALTER IMPERIALER TRÄUME,
die man nun ... in solcher Siegerposition, sich gönnen zu sollen
meinte." Soweit treffend Golo Mann, ein Freund vom großen
Staatsmann Bundesminister und bayerischer Ministerpräsident Dr.
Franz Josef Strauß.
Schon Winston Churchill, der vor der "Überfütterung der
polnischen Gans" gewarnt hatte, stellte kurz vor Kriegsende fest,
daß es eigentlich nicht hinnehmbar sei, daß Stalin
Ostdeutschland den Polen überließe. Und er stellte fest:
"Die von den Russen beherrschte polnische Regierung wurde aufgemuntert,
ungeheuere und unberechtigte Übergriffe auf deutsches Gebiet zu
unternehmen. Eine Massenaustreibung von Millionen Deutschen findet
statt, in schrecklichem, bisher ungeahntem Ausmaß...". Und,
dies sei hinzugefügt, Hunderttausendfach und
Aberhunderttausendfach als Morde im Frieden, nach dem 8. 5. 1945.
Zitat-Quelle: Emil Maier-Dorn, Anmerkungen zu Sebastian Haffner, Großaitingen 1981, S. 112/113.
Und auch darin hatte Winston Churchill (Truman: "If you can´t
stand the heat, keep out of the kitchen.") Recht, denn wo er Recht hat,
da hat er Recht, als er schon am 21. Oktober 1942 seinem
Außenminister Anthony Eden erklärte: "Es würde eine
furchtbare Katastrophe sein, wenn sich die russische Barbarei über
die Kultur und Freiheit der alten europäischen Staaten
ausbreitete."
Und dabei hatten wir doch schon seit 1918/1919, wo es um den Grundsatz
des "Selbstbestimmungsrecht der Völker" ging oder gehen sollte,
der schon nach dem Ersten Weltkrieg als neuer völkerrechtlicher
Grundsatz eine Ära des Friedens einleiten sollte, viel humanere
Erkenntnisse. Aber sie wollten, Kameraden, unserem leidgeprüften
deutschen Volk dieses Selbstbestimmungsrecht nicht zubilligen. Noch
nicht einmal in klein gehackter Form. Siehe die Siegerordnungen von
Versailles, Saint-Germein, Trianon, Jalta, Potsdamm sowie der
"2+4-Vertrag." Siedlungsgebiet und politische Handlungsfähigkeit
der Deutschen sind seit dem (ersten) Dreißigjährigen Krieg
(1618-1648) durch die Einwirkung feindlich gesonnener Nachbarstaaten
systematisch verringert worden.
[Vgl. diesbezüglich etwa: Rolf Josef Eibicht (RJE): "Das
kleingehackte Selbstbestimmungsrecht der Deutschen" in: RJE (Hrsg.):
Die Tschechoslowakei - Das Ende einer Fehlkonstruktion - Die
sudetendeutsche Frage bleibt offen, Berg 1992, 1993. Vgl. auch unter:
http://www.carookee.de/forum/rbi meinen Beitrag mit dem Titel:
Siegerwillkür und Imperialismus gegen Deutschland im 20.
Jahrhundert - Die Siegerordnungen von Versailles, Saint-Germain,
Trianon, Jalta, Potsdam sowie des "2+4 - Vertrages"]
NEIN, der Vertreibungsholcaust (und dieser Terminus ist eine notwendige
"Historien-Wahrheitsergänzung", so der mir ewig
unvergeßliche Prof. Dr. Klaus Weinschenck, Berlin - jahrelang
Mitglied bei den SPD-Sozis, bis es ihm bei den ewigen vaterlandslosen
Gesellen vollkommen langte!) an Ostdeutschen und Sudetendeutschen ist
in den letzten Jahrzehnten, eben weil auch die deutschen
Nachkriegsregierungen (selbstverständlich nicht die von BK Dr.
Konrad Adenauer und BK Prof. Dr. Ludwig Erhard) bisher durch ein
einzigartiges politisches Verbrechen der Nachkriegsrepublik
[und es gibt mehrere davon! Und dies wird man ja wohl noch sagen
dürfen, sonst möge man nur kommen! - Kameraden!, wenn in
einer Mitte-Links-Parteienoligarchie-Demokratur, wo der deutsche
Nationalpatriotismus schändlichst unterdrückt wird, es
morgens um 6:00 Uhr an der Wohnungstür klingelt (wie etwa bei dem
Mitautoren in meinem Buch zu Hellmut Diwald: Univ.-Prof. Dr. Robert
Hepp), weiß man auch nicht, ob es nur der Gasmann oder Postbote
ist. (Bei Hepp war es keiner von beiden.) Und zwei meiner politischen
Freunde, Mitautoren in meinen Büchern oder umgekehrt, zwei
Univ.-Professoren, haben zwar nicht den Gashahn aufgedreht, sie haben
ganz einfach mit anderen Methoden vor einigen Jahren den Freitod
gesucht, weil sie es ganz einfach politisch nicht mehr aushalten
konnten: Prof. Dr. B. W. aus Bochum und Prof. Dr. W. Pf. aus
Düsseldorf/Wien!]
sich um die Menschenrechte der deutschen Heimatvertriebenen bis auf den
heutigen Tag nicht wirklich gekümmert haben [außer im Akt
des Wanderdünen-Mitte-"Stimmvieh-Mißbrauchs" so Linus Kather
in: Die Entmachtung der Vertriebenen, 2 Bde., Bd. 1 Die entscheidenden
Jahre, Bd. 2. Die Jahre des Verfalls, Günther Olzog Verlag,
München, Wien 1965: Kather im Vorwort: "Ich kann es mir leisten,
die Wahrheit zu sagen."], zu einer Zentralfrage der nationalen
Identität der Deutschen generell geworden. Wird zu einer
Zentralfrage der Deutschen generell werden! Eine unabdingbare Frage der
Gewährung der Menschenrechte auch für das deutsche Volk. Denn
wir können nicht immer die Opfer der Geschichte sein und bleiben.
1919 wie 1945 war es Landraub (Stichwort: Haager Landkriegsordnung),
nicht nach dem Selbstbestimmungsrecht der dort Lebenden, nicht nach
ethnographischen Grundsätzen. Nicht nach den Menschenrechten. Es
war Vertreibungsholocaust! Mit den oben dargelegten unglaublichen
Verlustzahlen, Vertreibungsopfern. Es war pure und schiere Gewalt. Die
Verletzung von millionenfachen und abermillionenfachen Menschenrechten
die so nicht hingenommen werden kann. Das millionenfache verletzte
Rechtsempfinden in unserem Volk bis auf den heutigen Tag! Eine schiere
WÜRDELOSIGKEIT in der vollkommenen Hinnahme bis auf den heutigen
Tag - wie es die Weltgeschichte zuvor und bislang noch niemals erlebt
hat! ["Solch eine Flucht und Felonie, Herr Fürst, ist ohne
Beispiel in der Welt Geschichten." Oberst Gustav Wrangel zum
großen Generalissimus Albrecht von Wallenstein in "Wallensteins
Tod" von Friedrich Schiller (1799)] Und nach deutscher
Vertriebenengesetzgebung sind auch die Nachkommen der
Heimatvertriebenen Heimatvertriebene. Wenigstens das! Ohne
Wiedergutmachung. Komme, was da
wolle.
Zur Kossanowski-Textverfälschung indem er schreibt "einen
`Königreich Polen Westmarkenverein´" hat es nie gegeben, und
eine derartige Formulierung enthält der gesamte Beitrag zum
polnischen und tschechischen Imperialismus nicht wie er oberhalb hier
im Forum wiedergegeben wird!!, zitieren wir etwa Karl-Heinz Fenske:
"Am Himmel hingen graue Wolken, es war kühl an diesem
März-Sonntag 1939. Auf dem BROMBERGER Elisabethmarkt stand eine
dichte Menschenmenge. Viele Uniformen mit vielen Orden: der polnische
Verband der Kriegsteilnehmer und Aufständischen und der
Westmarkenverein hatten eine Kundgebung einberufen. Fahnen, Gebete,
Reden. Als der Satz fiel: `Wir wollen Opeln und Königsberg
haben!´, hörte der Beifall nicht auf. ...".
Zitatquelle: West-Östliche Begegnung Heft 6, August/September 1959, Seite 11, Dokumentation Karl-Heinz Fenske.
Und Udo Wallendy schreibt zum Westmarkenverein: "Die polnischen
Forderungen auf deutsches Land waren jedoch keine Einzelerscheinung.
Das im April 1926 fixierte offizielle Programm des polnischen
Westmarkenverbandes forderte eine Grenzziehung Polens von der Oder
einschließlich Stettin im Westen bis zur mittleren und unteren
Düna einschließlich Riga im Osten."
Zitatquelle: Udo Walendy, "Wahrheit für Deutschland", 1965, Seite
150. Und Udo Walendy fügte hinzu: "Nachweislich war das Ziel der
polnischen Öffentlichkeit vor und nach 1933 genau das gleiche: die
ostdeutsche Bevölkerung zu vertreiben, zu verdrängen. Polen
hat von seiner erneuten Gründung im Jahre 1916 bzw. 1918 bis 1939
mit jedem seiner Nachbarn (außer Rumänien) Krieg
geführt oder vor dem Krieg gestanden. Von der 5.147 km langen
polnischen Grenze blieben fast 4.000 km umstritten." (ebd., S.
150/151)
Der britische Schriftsteller und Historiker W. Wheeler-Bennett
charakterisierte das polnische Verhalten wie folgt: "Polen habe eine
Politik betrieben wie ein Kanarienvogel, der sich beständig, aber
vergeblich bemühte, zwei Katzen zu verschlingen."
Zitatquelle: Samuel L. Sharp, Poland - White Eagle on a Red Field, Cambrigde/Mass. 1952, S. 266 und 150/151.
Und Hugh Seton-Watson schreibt treffend: "Die Tatsache, daß das
wahre politische Ziel der herrschenden polnischen Klasse keineswegs
nationalistisch, sondern imperialistisch war, daß es die
Herrschaft Polens über große Bevölkerungsgruppen
fremder Abstammung einschloß, ist in Westeuropa niemals
genügend verstanden worden."
Zitatquelle: Hugh Seton-Watson, Eastern Europe between the Wars 1918-1941, Cambridge 1946, Seite 320.
Der Volkstumskampf der Polen gegenüber den Deutschen, dieser
"fortschreitende Entdeutschungsprozeß der westlichen Landesteile"
(so "Kurjer Porany"), im Korridor, führte bereits im Jahre 1920/21
zur Vertreibung Hunderttausender von Deutschen aus ihren
jahrhundertelang angestammten Siedlungsgebieten. Bis zum 1. 9. 1939
sollten es 800.000 werden, mit 3.550 Ermordeten während dieses
Genocides. Es war ein Volkstumskampf bei dem es letztlich ums nackte
Überleben ging.
Der Hochschullehrer Kurt Rabl (und ich erinnere mich noch an seine
Besuche bei mir) schreibt: Der Volkstumskampf "hat das Deutschtum
Westpreußens und Posens zwischen 1919 und 1926 massenhaft zur
Auswanderung genötigt."
Zitatquelle: Kurt Rabl, "Das Selbstbestimmungsrecht der Völker", München 1963, Seite 126/127.
Zum polnischen Westmarkenverein heißt es im: "Das östliche Deutschland - Ein Handbuch", Würzburg 1959 S. 496:
"Auf das Konto des polnischen `Westverbandes´ kam z. B. der
`Schwarze Palmsonntag´ in Lodz, an dem deutsche kulturelle
Einrichtungen (Verlag, Schule, Buchhandlungen usw.) demoliert worden
waren."
Treffend stellt Udo Walendy 1965 zum Gesamtzusammenhang fest: "Diese
Politik aber, und das ist nachdrücklich zu betonen, war
offizielles Programm. Welche historischen Unterlagen auch immer
herangezogen werden mögen: überall finden sich
bedrückende Zeugnisse, die für die preußische oder
deutsche Politik gegenüber Polen in dieser Zielstrebigkeit und
Härte bis zu jenem Zeitpunkt unbekannt waren." Zitatquelle: U. W.
a.a.O., 1965, S. 155.
Zu den mit 96 und 97 Prozent mit Deutschen bevölkerten Gebieten
Posen, Westpreußen und Danzig, die entgegen dem
Selbstbestimmungsrecht durch das Versailler Diktat dem
Polonoimperialismus im Jahre 1919 zugeschlagen wurden, Gebiete die
über Jahrhunderte von Deutschen besiedelt wurden, durch diese erst
urbar, fruchtbar und besiedelbar gemacht wurden, Gebiete in denen sich
Generation um Generation Deutsche abgeschuftet und abgerackert haben,
und oberhalb haben wir durch führende Staatsmänner Europas
auch schon durch Zitate dies so gebracht, schreibt der Vertreter des
Polonoimperialismus, oder zumindest dessen Beschöniger, namens
Kossanowski:
"Bei den so genannten `deutschen Ostgebiete" (gemeint jene die 1919
schon abkassiert wurden; RJE), von deutschen Nationalisten (sic!) auch
gerne als polnischer Korridor bezeichnet (der Terminus wurde treffend
von Winston Churchill gebraucht), handelt es sich überwiegend" um
polnische Gebiete. Nun, wir brachten oberhalb dazu unter anderem
die Ansichten der seinerzeitigen europäischen Staatsführer.
Zum Genocid an den Volksdeutschen, denen dann das Deutsche Reich zu
Hilfe kam, einem Genocid, wo weit über 800.000 aus Posen und
Westpreußen fliehen mußten, über 3.550 ermordet
wurden, schreibt der Polonoimperialismus-Vertreter oder
Beschöniger Kossanowski: "Die Minderheiten Politik in der Endphase
der zweiten polnischen Republik - insbesondere unter dem Sancja-Regime
- stellt tatsächlich kein Ruhmesblatt in der polnischen Geschichte
dar." Nochmals: Es war schierer blanker Terror und Morde, es war eine
skrupellose Entdeutschungspolitik, für die Volksdeutschen war es
ein reiner Überlebenskampf. So rücksichtslos, wie auch
Kossanowski skrupellos gegen Andersdenkene und Kontrahenten in der
Diffamierung und Ehrabschneidung vorgeht, wie weiter oben, zu Beginn
abgehandelt wurde. Unerträglich sind Kossanowskis Interpretationen
fernab jeder einigermaßen annehmbaren Realität und der
UNBESTECHLICHEN FAKTENLAGE. Kossanowski: "Von einer Verfolgung der
Deutschen in dieser Phase kann aber nicht die Rede sein." Wir haben
oben die Fakten dargelegt. Und dieser Mensch schreibt: "Von einer
Verfolgung der Deutschen in dieser Phase kann aber nicht die Rede sein.
Das Gerede von Terror, Mord, Folter, Verschleppungen und
Konszentrationslagern entspringt allein der nationalsozialistischen
Propaganda. Denn diese Lügen wurden durch die Popaganda des
Nazi-Regimes ab 1939 bewusst verbreitet um (begleitet mit anderen
Maßnahmen), die Stimmung im deutschen Volk für den geplanten
Angriffskrieg anzuheizen." Unerträglich Satz für Satz! Selbst
das Statistische Bundesamt in Wiesbaden, dessen Sachlichkeit nicht in
Abrede gestellt werden kann, schreibt: "Nicht berücksichtigt ist
dabei (statistische Erfassung der volksdeutschen
Bevölkerungsbewegung) die Massenflucht Deutscher aus Polen, die
seit Mitte 1939 im Zeichen drohender kriegerischer Auseinandersetzungen
durch die polnischen Deutschenverfolgungen ausgelöst wurde. Ende
August (von Mitte 1939 aus gesehen; RJE) waren etwa 70.000 Deutsche aus
Polen in Lagern im Reich untergebracht, weitere Tausende in
Privatunterkünften." Zitatquelle: "Die deutschen
Vertreibungsverluste", hrsg. vom Statistischen Bundesamt,
Wiesbaden/Stuttgart 1958, S. 285.
Und ebenda Seite 286 vermerkt das Statistische Bundesamt: "Vor allem
trieb der seit 1933 zunehmend verschärfte polnische Druck - etwa
das Grenzzonengesetz, das den Deutschen in einem breiten
Grenzgürtel das Erbrecht entzog - viele Deutsche aus dem Lande."
Und H. G. Dahms schreibt in "Der Zweite Weltkrieg", Tübingen 1960,
Seite 45 und 48: "Während der Quai d´Orsay
(Französisches Außenministerium) das Warschauer Kabinett
beinahe angstvoll drängte, den deutschen Verständigungsplan
zu berücksichtigen, wünschte nun auch Downing Street (Sitz
der englischen Regierung) eine `Konkretisierung´ der polnischen
Verhandlungsbereitschaft´. Warshau hatte bisher keine wirksamen
Schritte unternommen, um die blutigen Ausschreitungen halboffizieller
Patriotenverbände einzudämmen, DENEN INZWISCHEN ETWA 3 -
4.000 ANGEHÖRIGE DER DEUTSCHEN MINDERHEIT ZUM OPFER GEFALLEN
WAREN. Es gebot diesen Umtrieben auch jetzt keinen Einhalt, sondern
duldete eine zügellose Pressehetze."
Es war ein Genocid der betrieben wurde. Ein Genocid an den
Volksdeutschen. Gar keine Frage. Denen dann die deutsche
Reichsregierung unter allen Umständen zu Hilfe kommen mußte.
Und dies ist absolut nicht zu tadeln. Es war unabdingbar notwendig. Wir
wären "Hundsfotte" (Friedrich der Große) gewesen, wenn wir
dem Genocid an den Volksdeutschen aus Feigheit heraus oder sonstiger
abartiger Klügelei kein Ende gesetzt hätten. Und unsere
großen germanischen Vorfahren hätten nicht anders gehandelt.
Ab einem gewissen Punkt geht es nur noch darum, "die Ehre für die
Nachwelt zu retten" (Dr. Konrad Adenauer). Gar keine Frage. (Siehe
diesbezüglich auch die näheren Ausführungen unterhalb im
Beitrag zu Merkels Rede in Danzig.)
Die deutsche Reichsregierung ebenso zu Hilfe kommen mußte, wie
die NATO den armen Kosovo-Albanern, die mit 1,2 Millionen
Flüchtlingen/Heimatvertriebenen im Jahre 1999 einem eiskalten
Vertreibungsholocaust ins Auge schauen mußten, zu Hilfe gekommen
ist. [Weil es an einem gewissen Punkt wichtigere Dinge als den Frieden
gibt, und da hat General Alexander Haig vollkommen Recht gehabt, etwa
auch durch eine militärisch abgestützte Politik
Völkermord zu verhindern!] Und zwar ehrenhaft auch mit Hilfe
unserer, der von mir sehr geschätzten Deutschen Bundeswehr (die
auch in Afghanistan, der seinerzeitigen Brutstätte des
Alkaida-Terrorismus, einen unabdingbar notwendigen Einsatz gegen den
internationalen islamistischen Terrorismus, der größten
bislang bekannten Gefahr im 21. Jahrhundert, also für unsere
auch deutschen originären Sicherheitsinteressen leistet. Hut ab! -
Jede Diffamierung, Dr. Angela Merkel, unserer aller Bundeskanzlerin,
würde in Afghanistan "Kriegspolitik" betreiben, ist schlicht
Vaterlandsverrat, zumindest in jeder Hinsicht vollkommen
kontraproduktiv und unpolitisch. Egal aus welcher Ecke dies kommt - in
der Politik ist für uns nur die Unbestechlichkeit von Interesse,
weil es immer um das Große und Ganze gehen muß. Denn immer
ist zu unterscheiden zwischen purem Gesinnungspazifismus und
Verantwortungspazifismus, zwischen purer Gesinnungsethik und
Verantwortungsethik. (Vgl. auch diesbezüglich die
Ausführungen des großen Sozialökonomen und Soziologen
Prof. Dr. Max Weber; oder diejenigen von Prof. Dr. Lothar Bossle. Etc.)
Nach der
(Teil-)Wiedervereinigung haben wir Deutsche auch weltweit Verantwortung zu tragen. Gar keine Frage].
Denn wir Deutschen wissen, was Vertreibungsholocaust bedeutet, und
"zuschauen konnten wir da nicht!", bei dem was sich da "vor unserer
Haustüre" abspielte. (So auch treffend, und wo sie Recht hat, da
hat sie Recht: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.)
Und wenn man weiß, wie die Polen dann während und nach dem
zweiten großen Raubzug, bezüglich der
Oder-Neiße-Gebiete, dann mit Menschenleben umgingen, so als
wäre nicht jeder einzelne von diesen ein Geschöpf Gottes, so
kann man auch die Verhältnisse zwischen 1919 und 1. 9. 1939 leicht
auch schon von hier aus erahnen. Die unzähligen Opfer, die die
Volksdeutschen in Posen und Westpreußen und Danzig durch
polnischen Terror von 1919 bis 1. 9. 1939 erlitten, sind klar
ersichtlich.
Für den hier abzuhandelnden Zeitabschnitt der Zwischenkriegszeit
schreibt Hans Edgar Jahn in "Pommersche Passion", Preetz 1964, Seite
243: "Die Aktion gegen die Deutschen war planmäßig
vorbereitet, sie war befohlen! Diese Opfer wurden nicht etwa
standrechtlich erschossen, - es lag den Niedermetzelungen der Deutschen
nie ein Rechtstitel zugrunde -, ohne Grund wurden sie erschossen, ohne
Grund zu Tode gequält, geschlagen und gestochen und die meisten
obendrein noch bestialisch verstümmelt: es waren vorsätzliche
Morde, die in der Mehrzahl von polnischen Soldaten, Polizisten und
Gendarmen, dann aber auch von bewaffneten Zivilisten, Gymnasiasten und
Lehrlingen verübt wurden ...".
Und nochmals zur Zwischenkriegzeit, dem Genocid an den Volksdeutschen,
wo der Herr Kossanowski die unglaublichen Behauptungen aufstellt: "Von
einer Verfolgung der Deutschen in dieser Phase kann aber nicht die Rede
sein. Das Gerede von Terror, Mord, Folter, Verschleppungen und
Konzentrationslagern entspringt allein der nationalsozialistischen
Propaganda."
Nun oberhalb wurden Fakten gebrachte, keine brachial-ideologischen
Polonoimperialismus-Polonozentrismus-Sozialphilosophien der
verheerenden Verschleierung und Beschönigung. Es war ein Genocid
(Völkermord) an den Volksdeutschen! Woraus der
deutsch-polnische Grenzkrieg entstand. Ein Grenzkrieg der Notwehr
gegen einen stattfindenden polnischen Genocid (schon zu dieser Zeit!)
an den Volksdeutschen. Gar keine Frage. Ein Genocid an den Deutschen in
Polen und in ihrer eigenen, jahrhundertelang angestammten Heimat. Zu
dem die seinerzeitige Reichsregierung der Deutschen Position beziehen
mußte und auch Position bezogen hat. Indem sie sich nicht
für den Wert der Gewaltlosigkeit, sondern für den Wert der
Solidarität entschied. Weil Werte Wertsetzungen sind. Gar keine
Frage. Es wird die Zeit kommen, wo wir mehr menschliche Werte setzen
werden müssen - oder die Tyrannei des Libertinismus und des
Nihilismus sowie des Atheismus wird triumphieren! Zu jahrhundertelang
sich bewährt habenden Wertsetzungen zurückkehren müssen!
Nach dem Niedergang der Zeit der Universalverfälschung.
Denn: "Wir warten, und ich warte darauf,
daß sich die Menschen vereinigen,
die keine Hunde sein wollen
und die entschlossen sind,
den Preis zu zahlen, den es kostet,
damit der Mensch mehr ist als der Hund."
(Albert Camus)
Zur dritten Phase des Polonoimperialismus wurde von mir u. a. in dem
Beitrag: Der Polnische und tschechische Imperialismus der seinerzeitige
polnische Staatspräsident Bierut zitiert. Der am 20. September
1946 erklärte: "Es gibt keine und kann auch keine andere und
gerechtere Grundlage für die Gebietsveränderungen geben als
die hier angewandte (also den Vertreibungsholocaust; RJE). Wir sind auf
den Boden zurückgekehrt, auf dem sich vor Jahrhunderten unser
historisches, kulturelles und staatliches Erbe gebildet, einen Boden,
befruchtet mit Blut, Schweiß und Tränen unserer Väter
und Mütter, auf einen Boden, von dem jeder Zoll breit gedüngt
ist mit der uns heiligen Asche unserer Vorfahren. Wer kann unser Recht
auf diesen Boden bestreiten?"
Der Herr Kossanowski schreibt im Anschluß an dieses Zitates:
"Dies ist weniger ein Beispiel für einen angeblichen polnischen
Imperialismus sondern viel mehr Beispiel für kommunistische
Rhetorik und der darin enthaltene Versuch die Grenz- und
Bevölkerungsverschiebungen gegenüber der polnischen
Bevölkerung zu begründen."
Nun, wie närrisch auch diese Behauptung auch hier ist, zeigen die
obigen Darlegungen. Nein, es war durchgängiger polnischer
Imperialismus, also Polonoimperialismus übelster Sorte. Es wurde
oberhalb zuhauf begründet und entlarvt. Mit allen Methoden
versucht der Herr Kossanowski den Polonoimperialismus zu entlasten.
Einmal war es das Potsdamer Abkommen, welches nahezu quasi direkt dem
Polonoimperialismus die Gebiete aufdrängten, andererseits war es
die Schuld der Kommunisten. Nein, es ist das Produkt eines
durchgängigen polnischen Imperialismus.
Einerseits schreibt der Herr Kossanowski, die Grenze sei nur durch
Krieg zu verändern, was nichts weiteres ist als eine skrupellose
Art aufs Ganze zu gehen, was sich auch einmal abgenutzt haben wird, und
auf der anderen Seite möchte man die Früchte des
Polonoimperialismus eingeheimst lassen: und somit wird an vielen Ecken
und Kanten der Status Quo beschworen. Nun, gerade eben durch die
Aufrechterhaltung des Status Quo wird es keine deutsch-polnische
wirklich dauerhafte und tragfähige Befriedung geben. Dies ist
ausgeschlossen. Weil der Polonoimperialismus, sollte er so
aufrechterhalten werden, letztlich vollkommen kontraproduktiv ist. Sein
wird. Eine wirklich dauerhafte und tragfähige europäische
Friedensarchitektur ist damit nicht zu erreichen. Eine wirkliche
deutsch-polnische Versöhnung ist damit ebenfalls nicht zu
erreichen. Nur ein historischer Ausgleich und Kompromiß kann zu
einer auch wirklich dauerhaften und tragfähigen deutsch-polnischen
Aussöhnung führen.
Der Kampf für den Status Quo des Herrn Kossanowski (a la longe
oder im übrigen kämpft auch die linksliberale
religiös-katholische deutsch-polnische Bischofskonferenz-Faktion
um die Aufrechterhaltung dieses Status Quo) ist jetzt schon vollkommen
kontraproduktiv. Die Kossanowski-Vorstellungen sind schier unglaublich
oberflächlich und werden keinen tiefergehenden Fragen und
Notwendigkeiten gerecht. Ganz im Gegenteil! Der für mich schier
unerträgliche "Beitrag" des Herrn Kossanowski endet mit der
Passage: "Für eure und unsere Freiheit! - Za wasza i nasza
wolnosc!" Nun, dies sind Träumereien, zumindest
Durchsichtigkeiten, so wie sie von Herrn Kossanowski präsentiert
werden. Dem einen alles, dem anderen nichts. Träumereien oder
Narreteien, die einmal wie eine Seifenblase zerplatzen wenn der Status
Quo der real existierenden Demokratur hier bei uns sich in bunte
Trümmer zerlegt haben wird. Im Interesse einer auch wirklich
funktionierenden Demokratie, einer Demokratie auch für alle
vorhandenen politischen Strömungen in diesem unserem Lande.
Die Kossanowski-"Freiheit" sieht nämlich wie folgt aus: Für
die polnische Freiheit die totale Akzeptanz des durch den
Polonoimperialismus geschaffenen Status Quo - keinerlei
Wiedergutmachung des Vertreibungsholocaust; für die deutsche
"Freiheit" die endlosen Zumutungen und das Schwadronat - die Abspeisung
mit den Resultaten des polnischen Imperialismus, die Kapitulation und
das Wegtreten
allüberall. Und das für die Zentralmacht Europas? Was
für ein Wahn! Und das nach diesem Aderlaß für die
Deutschen, wo die Deutschen überwiegend im 20. Jahrhundert nur
Opfer der Geschichte waren. Täter, ja sicherlich, auch Täter!
[ Vgl. diesbezüglich meinen Beitrag mit dem Titel: >Anmerkungen
zum Holocaust< an unseren jüdischen Mitbürgern unter:
http://www.carookee.de/forum/rbi/
Anmerkungen_zum_Holocaust_an_unseren_juedischen_Mitbuergern.
24875939-0-01103
]
Aber auch Opfer. Nein, unser Volk kann nicht überwiegend nur Opfer der Geschichte sein! Noch bleiben.
Bundeskanzler Hellmut Schmidt: "Es ist mit Erfolg gelungen, aus der ganzen deutschen Geschichte ein Verbrecheralbum zu machen."
Ministerpräsident Dr. Franz Josef Strauß: "Der Bruch im
deutschen Geschichtsbewußtsein, der ... verstärkt seit dem
Ende des Zweiten Weltkrieges die Deutschen im Unfrieden mit ihrer
eigenen Geschichte leben läßt, droht das
Selbstverständnis und das Selbstbewußtsein auch ganz Europas
zu lähmen. Kein Volk kann auf Dauer mit einer kriminalisierten
Geschichte leben."
Zitatquelle: Franz Josef Strauß: >>1914 - 1945
- Grösse und Niedergang Europas - Krieg -
Verfolgung - Vertreibung - Die Zukunft gehört der Freiheit, dem
Recht und dem Frieden<<; Rede des bayerischen
Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß am 28. April 1985 im
Herkulessaal der Residenz München, Bayerische Staatskanzlei 1985,
Seite 44/45.
Aus alledem, den präsentierten gravierend verfehlten
Kossanowski-"Sozialphilosophien" (und auch denen der
religiös-katholischen linksliberalen Bischofskonferenz-Faktion vom
25. August 2009 UND auch nicht auf Grund der Merkel-Rede in Danzig auf
der Westerplatte am 1. 9. 2009), kann keine wirklich dauerhafte und
tragfähige Friedensordnung oder Friedensarchitektur in Europa
entstehen; auch keine wirklich dauerhafte und tragfähige
Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen. Dies kann alleine nur auf
der Basis eines historischen Kompromißes und Ausgleichs
geschehen. Alles andere ist nur eine Illusion, eine Fata Morgana.
Für die Deutschen ist der Aderlaß des Polonoimperialismus in
der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, und dessen
unabdingbarer Wiedergutmachung für den Vertreibungsholocaust an
den Ostdeutschen, und somit an das deutsche Volk insgesamt, zu einer
zentralen Frage der doch einmal erfolgenden Rückgewinnung der
nationalen Identität und Normalität geworden, zur einmal dann
wiederkehrenden nationalen Selbstbewahrung und Selbstbehauptung. Also
in Form der unabdingbaren Wiedergutmachung der millionenfachen
Verletzung der deutschen Menschenrechte. Sollte ein historischer
Ausgleich und Kompromiß ausbleiben, etwa durch die Rückgabe
all dessen, was sich heute noch im polnischen Staatsbesitz befindet und
folglich keinem Polen direkt gehört (so wie ich es im Merkel
Beitrag beschrieben habe), etwa durch eine glasklare Anerkennung der
Schuld des Vertreibungsholocaust durch die Polen, so wird die Frage der
Menschenrechte auch für das deutsche Volk und in Hinsicht auf die
Menschenrechte der deutschen Heimatvertriebenen, einmal gesamtdeutsch
verobjektiviert werden. Gar keine Frage. Und dies ist, erneut
dargelegt: so sicher wie das Amen in der Kirche ist, der Tag auf die
Nacht folgt. Vor allem um des europäischen dauerhaften und
tragfähigen Friedens willen kann der Polonoimperialismus und
Polonozentrismus nicht für alle Zeiten derart dominieren. Dies
hieße ja, die Welt auf den Kopf zu stellen. Dies wäre
ja ein Aderlaß des einen Volkes durch ein anderes Volk wie es ihn
in der Weltgeschichte noch nie gegeben hat. Dies ist heute schon
absehbar ein Ding der Unmöglichkeit. Es ist der anhaltenden
Polonoimperialismus, die anhaltende Raubsicherungspolitik der
Vertreibernation, ohne geringste Einsicht der Wiedergutmachung für
den Vertreibungsholocaust, der den europäischen Frieden erneut
bedroht! Auch die Deutschen sind frei geboren, und es nicht
gottgewollt, das unser deutsches Volk auf ewig in Ketten liegen soll.
Einem Volk die Geschichte abzutöten ist geistiger Völkermord.
(Auch von der UN-Charta zur Verhütung des Völkermordes
so beschrieben.) Auch das für mich unerträgliche
linksliberale religiös-katholische Schwadronat, welches unserem
Volk unsägliches zumutet (siehe die diesbezüglichen
Darlegungen im Beitrag zur Merkelrede in Danzig am 1. 9. 2009) werden
wir zu überwinden vermögen. Wenn sich dort keine Korrektur
vollzieht. "Man kann ein ganzes Volk eine Zeitlang betrügen und
einen Teil des Volkes die ganze Zeit. Aber man kann nicht das ganze
Volk die ganze Zeit betrügen." (A. Lincoln)
Und zudem: "Den Deutschen ist ein Schuldgefühl aufgezwungen worden und zu Unrecht auferlegt!"
[US-Präsident Ronald Reagan am 5. Mai 1985 in Bitburg (Eifel) an
den Gräbern gefallener deutscher Soldaten. Soldaten unserer
ruhmreichen Deutschen Wehrmacht.]
Und zudem: In der Zeitung "Die Welt" vom 13. März 1985 ist der
Leserbrief des Ehrenpräsidenten des Verbandes der Jagdflieger des
freien Frankreich, Marcel Boisot, abgedruckt, aus dem ich den folgenden
Satz zitieren möchte: "Es ist höchste Zeit, daß Europa
1945 nicht als eine Niederlage Deutschlands, sondern als seine eigene
Niederlage ansieht und daß es unter seinen Völkern die
Schuld am größten Verbrechen, das es jemals gegen seine
eigene Zivilisation beging, gleichmäßig verteilt."
(Auch unser großer Staatsmann Dr. Franz Josef Strauß hat
dieser Formulierung zugestimmt. Und hinzugefügt: "Kein Volk kann
mit einer kriminalisierten Geschichte leben." - Im übrigen ist
auch eine Demokratie ohne Nationalpatriotismus langfristig verloren.)
Und folglich hat auch das deutsche Volk einen völkerrechtlich
unverjährbaren Anspruch auf Wiedergutmachung des durch den
Polonoimperialismus am deutschen Volk begangenen Vertreibungsholocaust.
Handfest und nicht nur durch Schwadronat der ewigen Anklage und ewigen
Demütigung allein unseres Volkes. Gar keine Frage! Auch
unser Volk hat ein Recht in gerechten Grenzen zu leben. Nichts ist
geregelt, solange es nicht gerecht geregelt ist. Oder unser
großer J. W. Goethe: "Was man nicht aufgibt, hat man nicht
verloren." Oder für unseren Kampf übergeordnet nochmals
unsere Flucht zu Goethe und einem Zitat aus dem Oktober 1811: "Gott
giebt die Nüsse - aber er beißt sie nicht auf." Nun, wir
werden, da bin ich mir absolut sicher, einmal verstehen sie auf zu
beißen. Komme, was da wolle.
Die Vorstellungen des Herrn Kossanowski tragen zu allem Möglichen
oder Unmöglichen bei, NUR NICHT zu einer auch wirklich dauerhaften
und tragfähigen Lösung der deutsch-polnischen Frage und einer
auch tragfähigen europäischen Friedensarchitektur. Sie sind
folglich absurd und kontraproduktiv. Sie sind närrisch. Der Umgang
des Herrn Kossanwoski mit Andersdenkenden oder Kontrahenten, und damit
sind wir wieder am Anfang der Erwiderung, korrespondiert mit den durch
ihn übernommenen Methoden, den Methoden des Europa in Wahrheit so
viel Unglück zugefügten polnischen Imperialismus! Der endlich
thematisiert werden muß. Und dies ist kein Zufall. Und der Friede
in Europa ist zu kostbar, um ihn erneut am Polonoimperialismus und
Polonozentrismus scheitern zu lassen.
DIE GESCHICHTE IST DAS AUGE DER WAHRHEIT UND WIRD ES BLEIBEN!
Weitere Anmerkungen zur Vorgehensweise des Polonoimperialismus beim Vertreibungsholocaust 1945/1946:
Die polnischen Dekrete und Gesetze der Ausbürgerung, Entrechtung,
entschädigungslosen Enteignung, Beraubung und Diebstahl
gegenüber den Ostdeutschen
Wie bei den Sudetendeutschen durch die Benes-Dekrete wurden die
Ostdeutschen durch die folgenden polnischen Dekrete und Gesetze aller
Menschenrechte beraubt, als Akte des Terrors und der
Willkür:
1. Dekret des Ministerrats vom 28. Februar 1945
über den Ausschluss feindlicher Elemente aus der polnischen
Volksgemeinschaft. Hier heißt es u.a.:
„Art. 6 (1) Bürger des polnischen Staates, die nach dem 31. August
39 in den vom Okkupanten zwangsweise in das Deutsche Reich
eingegliederten Gebieten der Republik Polen sowie in dem Gebiet der
ehemaligen Freien Staat Danzig in die 2. Gruppe der deutschen
Volksliste eingetragen oder zu einer der vom Okkupanten privilegierten
Gruppen gerechnet wurden, können einen Antrag auf Rehabilitierung
stellen...
Art. 7 (1) Als rehabilitiert kann anerkannt werden, wer nachweist, dass
er in die 2. Gruppe der Deutschen Volksliste gegen seinen Willen oder
unter Zwang eingetragen wurde und durch sein Verhalten seine polnische
nationale Besonderheit bekundet hat...
Art. 18 (1) In den Gebieten der Republik Polen, welche vom Okkupanten
zwangsweise in das Deutsche Reich eingegliedert wurden sowie im Gebiet
der ehemaligen Freien Stadt Danzig unterliegt der Erfassung und
Beschlagnahme das sich dort befindene Vermögen von:
a) Angehörigen des Deutschen Reiches
(Reichsbürger)
b) Personen deutscher Nationalität ohne Rücksicht auf ihre Staatsangehörigkeit ...
c) polnischen Staatsbürgern, die von den
ehemaligen deutschen Besatzungsbehörden in die 1. oder 2. Gruppe
der Deutschen Volksliste eingetragen worden waren,
d) polnischen Staatsbürgern, die in dem ... sog.
Generalgouvernement oder der Wojewodschaft Bialystok entweder ihre
Zugehörigkeit zur deutschen Nationalität
(Volkszugehörigkeit) oder ihre deutsche Abstammung
(Deutschstämmigkeit) erklärt oder aber tatsächlich
aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur deutschen Nationalität oder
ihrer deutschen Abstammung besondere Rechte und Privilegien genossen
haben...“
2. Gesetz vom 6. Mai 1945 über den Ausschluss feindlicher Elemente aus der polnischen Volksgemeinschaft
„Art. 21 (1): identisch mit Art. 18 (1) des Dekrets vom 28. Februar 45“
3. Gesetz vom 6. Mai 1945 über das verlassene und aufgegebene Vermögen
„Art. 1§ 1: Verlassenes Vermögen im Sinne dieses Gesetzes ist
jedes bewegliche und unbewegliche Vermögen, das sich infolge des
am 1. 9. 1939 begonnenen Krieges nicht im Besitz des Eigentümers
... befindet ...
Art. 2§ 1: Jegliches bewegliche und unbewegliche Vermögen das im Eigentum oder Besitz des deutschen Staates stand ...
sowie das Vermögen deutscher Staatsangehöriger oder von
Personen, die zum Feinde übergelaufen sind, ist aufgegebenes
Vermögen im Sinne dieses Gesetzes ...
Art. 14§ 1: Auf Antrag der beteiligten Minister
überträgt das Hauptamt für die Vorläufige
staatliche Verwaltung dem betreffenden Minister die im Antrag
erwähnten ... Unternehmen zur Verwaltung ...
Art. 38: Der Staat bzw. die in Art. 14 genannten Personen oder
Institutionen erwerben das Eigentumsrecht an dem aufgegebenen
Vermögen mit Ablauf von 5 (fünf) Jahren, gerechnet vom Ende
des Kalenderjahres, in dem der Krieg beendet wurde ...“
4. Gesetz vom 3. Januar 1946 betreffend der Übernahme der
Grundzweige der nationalen Wirtschaft in das Eigentum des Staates
„Art. 2 (1): Ohne Entschädigung gehen in das Eigentum des Staates
über: Industrie-, Bergbau-, Verkehrs-, Versicherungs- und
Handelsunternehmen:
a) des Deutschen Reiches und der ehemaligen Freien Stadt Danzig
b) von Staatsangehörigen des Deutschen Reiches
und der ehemaligen Freien Stadt Danzig, es sei denn, sie sind
polnischer oder einer anderen von den Deutschen verfolgten
Nationalität...
d) von Gesellschaften, die durch deutsche oder
Danziger
Staatsangehörige, durch die deutsche oder Danziger Verwaltung
kontrolliert werden...“
5. Dekret vom 8. März 1946 über das verlassene und ehemals deutsche Vermögen
„Art. 2,1: Kraft Gesetzes geht in das Eigentum des Staates über jegliches Vermögen:
a) des Deutschen Reiches und der ehemaligen Freien Stadt Danzig;
b) von Angehörigen des Deutschen Reiches und der
Freien Stadt Danzig mit Ausnahme von Personen polnischer oder einer
anderen von den Deutschen verfolgten Nationalität;
c) von deutschen und Danziger juristischen Personen
mit Ausnahme von juristischen Personen öffentlichen Rechts,
d) aller durch deutsche oder Danziger
Staatsangehörige oder aber durch die deutsche oder Danziger
Verwaltung kontrollierten Gesellschaften; ...
Art. 2,4: Das Vermögen deutscher und Danziger juristischer
Personen des öffentlichen Rechts geht kraft Gesetzes in das
Eigentum der entsprechenden polnischen juristischen Personen über
...
Art. 3,2: Alle Rechtsgeschäfte, welche sich auf das in Art. 2,1
und 2,4 umschriebene Vermögen sowie auf verlassenes Vermögen
beziehen und dessen Übergang in das Eigentum des Staates ... oder
dessen Übernahme durch das Bezirks-Liquidationsamt verhindern
sollen, sind nichtig...“
6. Verordnung des Ministers für die „Wiedergewonnenen Gebiete“ vom
24. März 1946 über die Durchführung einer Erfassung des
ehemals deutschen beweglichen Eigentums
„Um den Besitzern von ehemals deutschem beweglichem Vermögen den
Erwerb des Eigentums zu ermöglichen, ordne ich eine Erfassung
dieses beweglichen Vermögens innerhalb der Wiedergewonnenen
Gebiete ...an:
§1: Gegenstand der Erfassung ist das ehemals deutsche bewegliche Vermögen, das sich befindet
a) in privaten Wohnräumen,
b) in Dienstwohnungen, welche von Behörden und
Ämtern ,... ihren Angestellten als Privatwohnungen überlassen
wurden,
c) in Handels-, Handwerks-, und Gewerbeunternehmen, sofern diese von Privatpersonen betrieben werden ...
In Wohnungen, die noch gemeinsam von Deutschen und Polen benutzt
werden, gilt der Pole als Besitzer allen beweglichen Vermögens...
§ 10: Im Erfassungsformular ist grundsätzlich alles in der
betreffenden Wohnung verhandene bewegliche Vermögen
aufzuführen. Insbesondere...
1. ausnahmslos alle Möbel... 2. Wand- und Standuhren, 3. Decken
und Tischlampen, 4. Flügel, Klaviere und andere Musikinstrumente,
5. Teppiche, Gobelins und Wandteppiche, 6. Bilder und Plastiken (mit
Ausnahme von Massenproduktionen), 7. wertvolle Hausratsgegenstände
(elektrische und Gas-Kühlschränke, Heizöfen,
Staubsauger, Nähmaschinen...), 8. Schreib- und
Rechenmaschinen....“
(Quelle: Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und
Kriegsgeschädigte (Hg.): Dokumentation der Vertreibung der
Deutschen aus Ost-Mitteleuropa, 8 Bde., Bd. 1/3: Die Vertreibung der
deutschen Bevölkerung aus den Gebieten östlich der
Oder-Neiße, 1953, Nachdruck München 1984)

Rolf Josef Eibicht (MA)
München, den 4. Oktober 2009
eibicht@yahoo.de
Aktuelles Verfasserbild unter:
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