Gedenken an das Massaker von Aussig

Am 31. Juli 1945 ereignete sich in Aussig an der Elbe eine gewaltige Explosion, die von tschechischen Agenten ausgelöst wurde, um einen Vorwand für die Ermordung von Deutschen zu haben. Unmittelbar nachher wurde perfekt vorbereitet ein Massenmord an über 2000 Sudetendeutschen begangen. Vom Kleinkind im Kinderwagen bis zum 80-jährigen Greis und Frauen wurden Deutsche gnadenlos in die Elbe geworfen und wer sich schwimmend zu retten versuchte, wurde rücksichtslos mit Maschinengewehren und -pistolen erschossen. Bis weithin nach Sachsen wurden Tote aus der Elbe gefischt. Allein in der Stadt Pirna bei Dresden begrub man 80 Leichen. Wenn man die damaligen chaotischen Zustände des erst zu Ende gegangenen Krieges berücksichtigt, ist es verständlich, daß bis heute keine genauen Opferzahlen eruiert werden konnten. Bis heute ist die offizielle "demokratische" Tschechische Republik nicht willens irgendeine Form der Verantwortung zu übernehmen. Noch immer ist die Regierung nicht bereit, die in den Prager Archiven befindlichen Unterlagen der Öffentlichkeit zur Einsicht zur Verfügung zu stellen. Die Todesbrücke ist nach der Wende zur Demokratie auch noch nach dem berüchtigten Dr. Edvard Benes benannt worden. Benes ist bekanntlich der Schöpfer der völkerrechtswidrigen "Dekrete" aus dem Jahre 1945, die die Grundlage für die entschädigungslose Enteignung und brutale Vertreibung von über 3 Millionen Sudetendeutschen und hunderttausender Ungarn war. Weiters wurde durch das Straffreiheitsgesetz vom 8. Mai 1946 (Amnestiegesetz) jede Strafverfolgung dieser Verbrechen unmöglich gemacht. Die Aufhebung der Benes-Dekrete und des Straffreiheitsgesetzes sollten nach einem Wahlversprechen der FPÖ daher von der Tschechischen Regierung vor der Aufnahme in die EU erfolgen, da sonst ein Veto gegen den Beitritt der Tschechei zur EU eingelegt werde (Wahlversprechen wurde leider nicht eingehalten...).

[28. Juli 2004]

Mörder der Deutschen sollten anonym bleiben

Die nach dem Tag der Befreiung, dem 8. Mai 1945 begangenen Verbrechen an Deutschen und besonders die Identität der Mörder und Vergewaltiger sollten auch in der Tschechei nach Möglichkeit geheimgehalten werden. Wahrscheinlich ist ohnehin der größte Teil entsprechender Dokumente bereits vernichtet worden. Entsprechende Anweisungen tschechischer Politiker wurden jetzt bekannt. Spitzenpolitiker der damaligen Tschechoslowakei wollten schriftliche Beweise für ein Massaker an Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg vernichten. Dies beweist ein Dokument aus dem tschechischen militärhistorischen Archiv, das noch im Jahre 1999 - zehn Jahre nach der Wende - als "geheim" eingestuft war, berichtet die tschechische Tageszeitung "Mlada fronta Dnes" vom 9. 7. 2002. 

"Die Regierung soll dem Verteidigungsminister und Innenminister auferlegen, ohne Zögern entsprechende Maßnahmen zu treffen, damit die Spuren von oben genannten Taten - wenn es beispielsweise im öffentlichen Interesse ist - beseitigt werden", heißt es im Dokument aus dem Jahr 1947, das der tschechische Historiker Frantisek Hanzlik im Archiv entdeckt hat. Unter dem Begriff "obengenannte Taten" werden die Gewalttätigkeiten gemeint, die an der deutschen Bevölkerung der Tschechoslowakei nach dem Krieg begangen worden waren. 

"Diese Dokumente beweisen das, was man eher nur ahnte: daß jene, die die Gesetzwidrigkeiten bekämpften sollten, sie selbst begangen haben", sagte Hanzlik gegenüber dem Blatt an die Adresse der damaligen tschechoslowakischen Sicherheitskräfte. 

Unter den Akten, die für das Innenministerium und Verteidigungsministerium bestimmt waren, gibt es auch Dokumente, in denen die einzelnen Massaker an den Sudetendeutschen aufgezählt sind. "Nur für die Information des Herrn Ministers", steht auf dem Kopf der Papiere. Sowohl der damalige Innenminister Vaclav Nosek als auch Verteidigungsminister Ludvik Svoboda beteiligten sich nach Angaben der Zeitung persönlich an den Ermittlungen über ein Massaker an den Sudetendeutschen im nordböhmischen Aussig an der Elbe, wo die örtlichen Soldaten nach einer Explosion im Munitionslager auf die Deutschen zu schießen begannen. Tausende Deutsche wurden dabei ermordet.

[9. Juli 2002]

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Das Massaker von Aussig

Neue Erkenntnisse über das Massaker von Aussig vom 31. Juli 1945 sind jetzt in der Tschechei bekannt geworden. Der Stadtarchivar von Aussig, Vladimir Kaiser veröffentlichte Belege, wonach ein Agent des tschechischen Innenministeriums eine Explosion in einem Munitionslager, das sich in einer Zuckerfabrik befand,  absichtlich herbeiführte. Dies diente dann als Vorwand, um die deutschen Arbeiter als Saboteure zu beschuldigen. 

Der Agent namens Bedrich Pokorny soll bei einer Pressekonferenz am 31. 7. 1945 Details über die Explosion berichtet haben, die nur der Täter wissen konnte. Er soll dann 1950 als Mitwisser vom tschechischen Geheimdienst umgebracht worden sein.

Nach der Explosion kam es zu Ausschreitungen gegen die noch in Aussig lebenden Deutschen, die damals in der Öffentlichkeit eine Armbinde mit der Aufschrift "Nemec" tragen mußten. Auf einer Brücke über die Elbe wurden Maschinengewehre aufgestellt 
und deutsche Männer, Frauen und Kinder wurden in die Elbe geworfen und solange beschossen, bis sie untergingen. Es wurden Deutsche zusammengetrieben und gezwungen, auf die Brücke zu gehen. Die Metzelei an diesem 31. Juli dauerte von ca. 16 bis 19 Uhr und forderte mindestens 2000 Todesopfer.

In anderen Städten der Tschechei kam es gleich nach der Kapitulation vom 9. Mai 1945 zu ähnlichen Massenmorden, wobei es keines Vorwandes zur Rechtfertigung bedurfte. Im Juli 1945 waren die Vertreibungen der Deutschen in vollem Gang, ein Ort nach dem anderen wurde systematisch von den Deutschen "gesäubert". In Aussig brauchte man jedoch noch deutsche Arbeiter um die Fabriken in Gang zu halten. Deswegen versuchte der damalige Bürgermeister von Aussig Vondrak auch, dem Morden Einhalt zu gebieten, er hatte jedoch keinen Erfolg und wäre beinahe selber in die Elbe geworfen worden. 

Das Massaker von Aussig wurde bisher damit beschönigt, daß es sich um eine Überreaktion auf den Anschlag deutscher Saboteure gehandelt habe. Außerdem wurde behauptet, es seien nur 80 bis 90 Deutsche ermordet worden.

[1. August 2000]

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