Demonstration der Ärzte in Wien

Österreichische  Ärzte haben in Wien gegen die geplante Gesundheitsreform demonstriert. Ca. 8000 Demonstranten zogen am Vormittag des 3. 6. 2008 vom Stephansplatz zum Bundeskanzleramt am Ballhausplatz. Die Ärzte übergaben der Regierung ein Forderungspaket sowie 310.000 Unterstützungsunterschriften von Patienten. Die Ärzte in weißen Kitteln zeigten Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) die "Rote Karte" und forderten auf Transparenten Vorgängerin Maria Rauch-Kallat zurück. "Keine Billigmedizin auf Kosten unserer Patienten", lautete ein anderer Slogan. "Diese Regierung benötigt dringend einen Arzt" konnte man auf einem der Transparente lesen. Vor allem Kanzler Gusenbauer und Kdolsky haben bei der Ärzte-Demo in Wien unter dem Motto "Seids krank?" den Unmut ca. 8.000 Teilnehmer zu spüren bekommen. Gusenbauer wurde ausgepfiffen, weil nicht er, sondern seine Staatssekretärin Silhavy eine Delegation der Ärztekammer im Bundeskanzleramt empfangen hat. Und gegen die Gesundheitsministerin wurde skandiert: "Kdolsky raus."
Heftig akklamiert wurden hingegen ÖAAB-Obmann Neugebauer und sein Generalsekretär Amon. Neugebauer bekräftigte erneut seine Ablehnung vor allem der geplanten neuen Hauptverbands-Struktur und betonte, dass er bei seiner Haltung bleibe, wenn sich an dem Entwurf nichts mehr ändern sollte.

Die Hauptkritikpunkte der Ärzte sind, dass Kassenverträge befristet werden sollen und dass Kompetenz aus den Bundesländern Richtung Hauptverband in Wien wandern solle. Die Patienten würde am meisten stören, dass der Arzt nur mehr einen Wirkstoff verschreiben soll, und der Apotheker das passende Medikament wählt.

[3. Juni 2008]
    
    
 

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Forderung nach Rücktritt der Gesundheitsministerin

Der Rücktritt der ÖVP-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky wird von einer "Familienplattform"  gefordert. Es wird ihr zu Recht  vorgeworfen, dass sie seit ihrem Amtsantritt ein provokantes und peinliches Verhalten in der Öffentlichkeit an den Tag gelegt habe. Es war von Anfang an seltsam, dass die ÖVP eine übergewichtige, kinderlose, geschiedene und rauchende Person zur Gesundheitsministerin erkor. Das Rauchen hat sie sich angeblich inzwischen mit einer Therapie auf Krankenkassenkosten abgewöhnt, aber neue Skandale sind hinzugekommen, so eine weitere Scheidung und die Propaganda für Kondome für Schüler und sogar eine Kondomverteilung an Schulen, an der sie sich persönlich beteiligte. 

Die Familienplattform veranstaltet eine Unterschriftensammlung im Internet, mit deren Hilfe die Abberufung der Ministerin erreicht werden soll. Neben Kdolskys Scheidungen und Affären mit diversen Partnern kritisiert die Plattform auch, dass die Ministerin Kinderlosigkeit und häufige Partnerwechsel propagiere. 

[1. September 2007]

 

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