Abtreibungsrekord in Salzburg Rund 600 Abtreibungen wurden in Salzburgs Landeskrankenanstalten durchgeführt, seit dies seit April 2005 möglich ist. Etwa 70 Prozent der Frauen lassen den Eingriff unter Vollnarkose durchführen, rund ein Viertel verwendet die Abtreibungspille Mifegyne, und ganz wenige werden örtlich betäubt. Scheinbar als Rechtfertigung für dieses Treiben wurde bekanntgegeben, dass auch "viele Mütter" unter den Abtrreibenden seien. Das zeige, dass auch die "vermeintlich erfahrenen" Frauen oft zuwenig "aufgeklärt" seien. Es wurde weiters gefordert, dass künftig bereits der Kinderarzt über Verhütung informieren soll, weil Kinderärzte eben häufig Kontaktpersonen für Frauen und Mütter sind. Nur wenn Verhütung nicht mehr tabuisiert werde, könnten Abtreibungen verhindert werden.
Die Ermöglichung von Abtreibungen an Salzburgs Landeskliniken hatte im Vorjahr für heftige politische Turbulenzen gesorgt. Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) hatte bald nach ihrer Wahl diese Änderung an den Landeskliniken angekündigt, die ÖVP versuchte dies zu verhindern und drohte sogar mit einem Platzen der Regierungskoalition.
[27. 12. 2005]
Der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser zeigt sich in einer Aussendung vom 28. 12. 2005 über die Abtreibungszahlen in seiner Diözese erschüttert. Hunderte Kinder seien getötet worden.
Während zu Weihnachten in den Spitälern 14 Babies geboren worden seien, würden jeden Samstag im Landeskrankenhaus 15 ungeborene Kinder abgetrieben, sagt Kothgasser.Seit April 2005 seien im Landeskrankenhaus 600 Kinder getötet worden, so der Erzbischof bei einer Sitzung des "Forums Neues Leben".
[28. Dezember 2005]
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Rund 30 Abtreibungsgegner haben Vormittag des 2. 4. 2005 gegen die Schwangerschaftsabbrüche im Salzburger Landeskrankenhaus demonstriert. In das Spital durften sie nicht.
Die Demonstraten sind um 9.00 Uhr von der Elisabethkirche in Salzburg-Itzling betend zum Landeskrankenhaus marschiert. Dort haben sie gegen Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) und die Spitalsleitung protestiert, die die Abtreibungen druchführen wollen.
"Man kann nicht ein soziales oder ein psychisches Problem mit medizinischen Mitteln lösen", sagt Dietmar Fischer von der Bewegung "Ja zum Leben".
Die Klinkleitung hat den Abtreibungsgegner das Betreten das Krankenhausareals verboten. Christian Fiala, Leiter der Gynmed-Ambulanz, kritisiert die Abtreibungsgegner heftig und behauptete, man würde Frauen direkt in den Tod schicken, wenn Abtreibungen verboten wären und die Frauen zu "Engelmacherinnen" gehen müßten. Deshalb sei es für ihn ein "unerträglicher Zynismus", wenn sich Abtreibungsgegner als Lebensschützer bezeichneten....
Vor einem dreiviertel Jahr hatte der Streit um die Abtreibung dazu geführt, dass die ÖVP die Regierungskoalition mit den Sozialdemokraten beenden wollte. Die ÖVP hat dann aber einen Rückzieher gemacht.
[2. März 2005]
_____________ Die rote Landeshauptfrau von Salzburg G. Burgstaller hat sich gegen ihren Koalitionspartner ÖVP durchgesetzt und per Anordnung Abtreibungen in Salzburger Landesspitälern ermöglicht. Ab 1. April 2005 wird es alle Arten von Abtreibungen im St. Johanns-Spital geben, auch jene, die - medizinisch gesehen - nicht notwendig wären. Kosten: 425 Euro pro Eingriff.
Der ärztliche Leiter des St. Johanns-Spitals muss sich mit der Letztverantwortung für die neue Spezial-Ambulanz abfinden. Die für das Gesundheitswesen zuständige Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) setzte die neue Einrichtung nun gegen den Widerstand der Salzburger ÖVP in der Landesregierung durch.
Erfreut darüber ist Primarius Pauser über diese Entwicklung nicht, er sei als Beamter aber weisungsgebunden, sagt er.
Eingerichtet wird nun eine Spezial-Ambulanz, die zwar zur Gynäkologie gehört, aber nicht im selben Gebäude untergebracht wird. Vor 30 Jahren bei der Einführung der Fristenregelung wurde festgelegt, dass medizinisches Personal nicht gezwungen werden kann bei Abtreibungen mitzuwirken. Es darf durch solche Gewissensentscheidungen auch kein beruflicher Nachteil erwachsen.
[14. Dezember 2004]
Rot-Grüne Emanzen fordern weitere Abtreibungserleichterungen Die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) setzt sich erneut für Schwangerschaftsabbrüche auf Krankenschein ein, ein Thema das sie während des Landtagswahlkampfes wohlweislich mied. Ihr Stellvertreter Wilfried Haslauer (ÖVP) lehnt Abtreibungen im Landeskrankenhaus ab. "Man braucht eine faire, gesundheitspolitische gute Lösung, die sozial verträglich ist", so Burgstaller. Nach der Schließung einer privaten Abtreibungspraxis durch die Sanitätsbehörde gibt es in Salzburg derzeit keine offizielle Möglichkeit, eine Schwangerschaft nach der Fristenlösung abzubrechen. Daß es 30 Jahre nach Umsetzung der Fristenlösung in keinem Tiroler, Vorarlberger und Salzburger Krankenhaus die Möglichkeit zur Abtreibung gebe, hielt die stellvertretende Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig für eine "untragbare Situation". Abtreibung ist nach ihrer Meinung ein Grundrecht Die Abtreibung bis zum dritten Schwangerschaftsmonat sei straffrei. "Dieses Grundrecht auf Selbstbestimmung wird gerade in letzter Zeit immer mehr in Frage gestellt und mit moralischen Agitationen bekämpft", betonten Glawischnig und Berthold. Es dürfe aber für Frauen keinen Zwang geben, eine unerwünschte Schwangerschaft auszutragen oder eine bestehende Schwangerschaft zu beenden. Zudem würde die Übernahme der Verhütungskosten durch die Krankenkassen viel Not verhindern.
Ein Dorn in den Augen der Grünen Frauen ist die Aussage der neuen Salzburger Familienlandesrätin Doraja Eberle (ÖVP) "bei Abtreibungen bin ich radikal". Mit der Weigerung, die Abtreibung in öffentlichen Spitälern in das Regierungsübereinkommen aufzunehmen, "hat Eberle ganz klar den ÖVP-Kurs der nächsten Jahre festgelegt", meinte Berthold. Eberles Parteikollege, der designierte Salzburger ÖVP-Chef Wilfried Haslauer, will Frauen dabei unterstützen, ihre ungewollten Kinder zur Adoption frei zu geben. Er sprach sich am 28. 7. 2004 im ORF Radio Salzburg gegen eine Abtreibung in den öffentlichen Krankenhäusern aus. Er setze sich entschieden zur Wehr, wenn Ärzte und Schwestern dazu gezwungen würden, betonte Haslauer.
Als Frauen- und Gesundheitsressortchefin könnte die Landeshauptfrau Abtreibungen in den Landeskliniken auch außerhalb des Regierungsübereinkommens umsetzen, sagte Berthold. "Da wird sich zeigen, ob Burgstallers bekennender Feminismus die Koalitions-Zwangjacke sprengen wird." Burgstaller hatte kürzlich kritisiert, daß Salzburger Frauen zur Abtreibung nach Wien und Budapest ausweichen müßten. Sie wolle sich für die in Not geratenden Frauen um eine "gute Lösung" im Bundesland Salzburg einsetzen. Für die Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP könnte das Abtreibungsthema zu ersten Belastungsprobe in der neuen Legislaturperiode werden.
[28. Juli 2004]
Rot-Grüne wollen Abtreibungen erleichtern Die stellvertretende Bundessprecherin der Österreichischen sog. Grünen, Eva Glawischnig, fordert "finanzierbare" Schwangerschaftsabbrüche in öffentlichen Spitälern. Es sei untragbar, daß es in Vorarlberg, Tirol und Salzburg kein Krankenhaus für eine Abtreibung gebe.
Dieser Ansicht ist auch die neu gewählte Frau Landeshauptmann von Salzburg, Gabi Burgstaller (SPÖ). Eine ihrer ersten Maßnahmen ist es zu prüfen, ob Schwangerschaftsabbrüche in Landesspitälern möglich seien. Schwangere "Frauen in Notlagen" sollen nicht etwa finanziell unterstützt werden, sondern es soll ihnen eine Abtreibung "ermöglicht" werden. Die ÖVP ist gegen diesen Vorschlag, während sich die Grünen dafür äußern.
Seit Einführung der Massenabtreibungen auf Staatskosten durch eine SPÖ-Regierung in den 70er Jahren haben besonders in Wien und Umgebung hauptsächlich ausländische Mediziner in Spitälern oder in Gruppenpraxen die Gelegenheit wahrgenommen, mit der Abtreibungen am laufenden Band einträgliche Geschäfte zu machen.
In den westlichen Alpenländern hält man dagegen noch etwas vom Eid des Hippokrates, der es den Ärzten verbietet, Abtreibungen durchzuführen. Vorarlbergs Spitalsärzte sprechen sich seit Jahren gegen Abtreibungen im Spital aus, sagte ein Hohenemser Primar. Kein Arzt könne zur Durchführung verpflichtet oder gar gezwungen werden.
Während die Abtreibungen propagiert und gefördert werden, greift man zu Sparmaßnahmen, wenn es um die Gesundheit der Kinder geht. Die Mutter-Kind-Station im Salzburger Landeskrankenhaus könnte geschlossen werden, befürchten viele Eltern kranker Kinder.Die Spitalsleitung dementiert die Gerüchte um eine Schließung der Station und versucht zu beruhigen. Es werde lediglich umstrukturiert, heißt es von Seiten des Krankenhauses. Chronisch kranke Kinder werden ab dem 1. Juli 2004 voraussichtlich auf der Kinderchirurgie und nicht wie bisher im Mutter-Kind-Zentrum aufgenommen.
Die Zahl der Betten in der Salzburger Kinderklinik wird von derzeit 102 auf 88 Betten verringert, so der neue Chef der Spitalsgesellschaft. Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung sei der Bedarf deutlich geringer geworden. Im Durchschnitt seien nur 52 Betten in der Kinderklinik belegt. Die bisher in der Mutter-Kind-Abteilung betreuten Patienten werden künftig in den dafür geeigneten Kleinkinder-Stationen betreut.
[24. Mai 2004]