Pulitzer-Preis für Photo von Wildwestszene Den Pulitzer-Preis für aktuelle Fotoberichterstattung erhielt am 17. 4. 2001 Alan Diaz von der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) für sein Bild von der spektakulären Polizeiaktion zur Entführung des kubanischen Flüchtlingsjungen Elian. Die beste aktuelle Berichterstattung erkannte die Jury der Zeitung «The Miami Herald» zu. Damit wurden deren Berichte zum Drama um den kubanischen Flüchtlingsjungen Elian gewürdigt. Um dieses Thema ging es auch beim Pulitzer-Preis für aktuelle Bildberichterstattung: Das AP-Foto von der Befreiung Elians aus dem Haus seiner Verwandten ging im April vergangenen Jahres um die Welt.
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Kindesentführung am 22. April 2000 in Miami (Florida, USA)Die Pulitzer-Preise sind in diesem Jahr mit 7.500 Dollar (rund 16.300 Mark) dotiert, 2.500 Dollar mehr als bisher. Sie werden in den USA alljährlich für herausragende Arbeiten in Journalismus, Literatur und Musik verliehen. Die Preise gehen auf eine Stiftung des Journalisten Joseph Pulitzer zurück. Der 1864 in die USA eingewanderte aus Ungarn gebürtige Volksdeutsche wurde im Laufe seiner Karriere zu einem der größten Pressemagnaten seiner Zeit. Er gilt als Begründer des amerikanischen Enthüllungsjournalismus.
[18. April 2001]
US-Agenten versuchten Kindesraub auch in Preßburg Wildwestszenen spielten sich am 31. 12. 2000 an einer belebten Kreuzung im Zentrum von Preßburg (Slovakei) ab: Zwei Männer versuchten einer Mutter ihre vierjährige Tochter zu entreißen und sie in ein Auto zu zerren. Die herbeigerufene Bereitschaftspolizei konnte zwar die Kindesentführung vereiteln, ließ aber die beiden gescheiterten Entführer nach einer kurzen Vernehmung wieder frei.Bei den beiden US-Staatsbürgern handelte es sich nämlich um den leiblichen Vater des Kindes und einen Agenten des FBI. Die beiden konnten eine Entscheidung eines Gerichts in den USA vorweisen, mit der der slowakischen Mutter das Sorgerecht entzogen wurde. Die Agenten waren scheinbar der Meinung, das US - Recht gelte auch in der Kolonie Europa. Weil das Kind aber die slowakische Staatsbürgerschaft besitzt, ist es durch slowakisches Recht geschützt und bleibt bei der Mutter, war die Meinung der Behörden in Preßburg. Die US - Behörden haben im Familienrecht merkwürdige Rechtsauffassungen, was z. B. auch bei der Entführung des kubanischen Flüchtlingskindes Elian durch FBI - Agenten gezeigt wurde.
[2. Januar 2001]
Kindesentführung in Miami Ähnlich wie bei dem Überfall auf die religiöse Gemeinschaft der Davidianer in Waco, Texas, hat die Exilkubanerin und Justizministerin Reno nun auch Gewalt gegen die Verwandten Elians in Miami, Florida angewendet. Der sechsjährigen Flüchtlingsjungen Elian Gonzales wurde entführt, um ihn in das kommunistische Kuba zurückzubringen.
Am 21. April 2000 um 5 Uhr morgens E S T, als die Polizei mit Gewalt in das Haus der Verwandten von Elian eindrang, hatten sich nur etwa 50 bis 100 Demonstranten vor dem Haus aufgehalten, die eine Entführung verhindern wollten.
Die Justizministerin verhandelte zum Schein telephonisch mit den Verwandten, während die ca. 200 Mann Überfallskommando zur Entführung schon unterwegs waren.
Die Beamten setzten Pfefferspray gegen die aufgebrachten
Exilkubaner ein.Die Menge der Demonstranten schwoll schnell an. Nach der Aktion beschimpften die empörten Exilkubaner die Polizei und warfen ihr unnötige Gewalt vor.Um das Sorgerecht für den Sechsjährigen streiten sich seit
Monaten der Vater des Buben und die Verwandten in Miami.
Die Verwandten wollen im Sinne der Mutter einen Exilstatus für Elian erreichen, während der Vater den Sohn in das kommunistische Kuba zurückbringen will.Elians Mutter war im November auf der Flucht nach Florida
ertrunken, währen Elian von Fischern gerettet wurde.[22. April 2000]
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USA - Justiz will Flüchtlingsjungen wieder den Kommunisten in Kuba ausliefern.
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Ende Juni war der Raubzug mit der Ankunft in Havanna beendet.[29. Juni 2000]