Deutsche Weihnacht Wo immer auf Erden ihr Deutsche auch seid,
wir wollen uns Treue verkünden
und stehen in Heiliger Nacht nun bereit,
kommt, laßt uns die Lichter anzünden!Wir stellen ins Fenster ein brennendes Licht,
eine Kerze so blau wie die Treue.
Wo immer ein Mensch uns´re Sprache noch spricht,
dem grüne die Hoffnung aufs Neue.Wie hart auch die Grenzen, wie weit auch die Welt,
wir suchen und finden die Herzen.
Auf daß sich die dunkelste Straße erhellt
Im Lichterglanz unserer Kerzen!Begegnet uns Lüge und Hetze und Spott,
nichts kann unsern Weg heute stören.
Wir tragen das Recht, und es segne uns Gott,
weil wir zueinander gehören.Die Grenze versinkt, und der Lichterglanz scheint,
die Heilige Nacht kommt gezogen.
Es haben sich uns´re Gedanken vereint
wohl unter dem Sonnenwendbogen!klaus.kaping@hanse.net
___________ FEUER DES REICHS
Entzündet das Feuer in finsterer Zeit:
Im Sturme dem Weltfeind entgegen!
Erst wenn Deutschland ist befreit,
Erst dann, erst dann herrscht Segen.Nichts hält uns auf, nichts hält uns zurück;
Vorwärts, nur vorwärts fürs Land.
Wir halten stand, wir zwingen das Glück;
In uns ist das Feuer entbrannt.Das Feuer, das Feuer, das Deutschland heißt,
Durchbricht selbst Mauern und Tod.
Solange das Band zu den Ahnen nicht reißt,
ist Hoffnung für schwarz, weiß und rot.Wir wissen, im Kampf steh´n wir nicht allein,
Bei uns sind Odin und Thor.
Das ganze Deutschland wird unser sein;
Der Sieg, der Sieg steht bevor.Gerd Ittner
Der Aufbruch Es schwankt der Jüngling auf tanzendem Roß:
„Sag, Vater, wohin soll ich reiten?
Viel sind der Wege, die Erde ist groß
und ich kann die Zeichen nicht deuten!“Der bärtige Alte zögert und spricht:
„Es ist leichter zu helfen, denn raten.
Doch rat’ ich, gehe nach Norden nicht,
dort triffst du nur Schluchten und Schatten!Siehe, im Süden, da weiß ich von Wein
und dunkler Mädchen Gestalten.
Dort wirst du gerne gesehen sein,
in den schattigen Schenken, den alten.Oder ziehe nach Osten, gen Morgenland,
in das Reich der Märchen und Träume.
An die Fürsten verborge die Schwerterhand
gegen Gold und kostbare Steine.Und locken dich Süden und Osten nicht,
so treibe dein Roß gegen Westen.
Südliche Wärme und nordisches Licht
blinkt über Erkern von Festen!“Der Jüngling zaudert, er zügelt den Hengst:
„Mein Vater, noch eine Frage:
Wie hast du selber gewählt, an des längst
verflossenen Aufbruches Tage?“Der Alte, der wendet sich barsch und bang:
„Ich selbst bin nach Norden geritten
und habe ein ganzes Leben lang -
vergeblich - für Deutschland gestritten!“Frei schnellen die Zügel, und los stiebt das Pferd -
so liebt es ein Jüngling zu scheiden.
In der Faust schwenkt er grüßend sein blankes Schwert,
hoch vom Kamm, wo die Wege sich scheiden.Es schreit der Alte: „Wie hast du gewählt?
Was ist dein Ziel dir geworden?“
Der Jüngling ruft, daß es jauchzend gellt:
„Mein Vater, ich reite nach Norden!“___________ Hochzeit in Ischl
.
Vom Tod berührt, doch lachend ihm entglitten
war er im Vormarsch. In die Schule heim
kommt nun als stolzer Leutnant er geschritten
- schon hallt die Aula unter seinen Tritten -.
Ins „Theresianum" tritt er freudig ein.Er späht ringsum, ob sich die Lehrer zeigen
-doch seltsam-Stille herrscht und er allein.
Die weiten Gänge heute düster schweigen
und von des Flures fernem Ende steigen
zwei Schatten näher: bangend hält er ein.Sein Auge sieht in Schwarz zwei Frauen kommen,
von zartem Wuchs, im blassen Dämmerlicht:
Jetzt vorwärts, Leutnant! Und er schaut beklommen
des edlen Freundes Mutter, wie benommen,
ins tränenüberströmte Angesicht.Ein Kind beinah, die Tochter ihr zur Seite,
der Mutter jetzt die Stütze, die sie braucht.
"Er fiel im Kampfe, sagte man uns heute,
am Kaukasus, tief in des Ostens Weite,
jedoch im Sieg!" des Mädchens Stimme haucht.Wo bist Du, Stolz des frühen Tags, geblieben?
Ein Blitz der Fügung! Fort! Zu Staub! Ade!
Und es erzittern die, die hinterblieben:
das Schicksal schlägt mit gnadenlosen Hieben.
Drei wunde Seelen stehn vereint im Weh.So hielten diese Drei sich an den Händen.
Was sie da sprachen? Ach, ich weiß es nicht.
Vielleicht ließen bei Schweigen sie’s bewenden,
ihr Dreibund aber sollte nimmer enden,
der hier entstand in Todes Angesicht.Und in derselben Stunde da verloren
den Bruder sie und er den teuren Freund,
die Liebe, zart und heimlich war geboren,
hat sich als Nest zwei Herzen auserkoren,
da die den treuen Toten noch beweint.Ihn rief die Front dann. Hinter grauen Mauern
der Wienerstadt ließ er die Frau’n zurück,
in Bangen, Hoffen, unter Bombenschauern,
bei Totenandacht und in stillem Trauern.
Die Front im Osten: sie blieb sein Geschick.Doch in den Briefen, die den Raum bezwangen,
die Einsamkeit, die schmerzvoll lange Zeit,
mit einem Male Zwischentöne schwangen
voll zarter Sehnsucht und voll von Verlangen
zwischen dem Leutnant und der blonden Maid.Der Tag des Wiedersehens sollte tagen:
ein Zug nach Wien in Ischl pfauchend hält.
Gezeichnet dort für immer, liegt im Wagen
auch er, von schweren Wunden, die geschlagen
die jüngste Abwehrschlacht im fernen Feld.Die Mutter der Geliebten, daß sie rette,
ihn für ihr Kind, für sich an Sohnes statt,
bewirkt, daß man zum Ischler Lazarette
ihn schafft. Bald stehen sie an seinem Bette.
Was Mutterliebe wohl ersonnen hat?Da Wunden schwer, ihn der Gefahr entrissen.
- an Tausend starben täglich im Beschuß -,
da fanden Lippen sich zum ersten Küssen
und Augen die um Tod und Abschied wissen.
Wie süß, wie rein war damals doch ein Kuß.Des Krieges Ende naht und erstmals wieder
nah auch die Front! Holt sie den Wunden ein?
Ein Nimmersatt der Tod: Fort schlägt er nieder
mit Bomben auf Millionen deutsche Brüder
und Mauern sinken fort zu Schutt und Stein.Ist’s nicht genug? Doch als den Offizieren
im Hospitale plötzlich wird bekannt,
daß Ami- Truppen schon heranmarschieren,
da denkt hier keiner mehr ans Auskurieren:
Sie wollen kämpfen für das Vaterland!Vernäht, verschrammt, geschient und dick verbunden
so stemmen sie sich hoch, zum Kampf bereit.
„Bleibt wo ihr seid. Laßt kämpfen die Gesunden!
Auch hab’ ich keine Rotte mehr gefunden
die Euch noch folgt!" der alte Oberst schreit.Und - vor dem Lazarett- am nächsten Morgen
hält eine Hochzeitschkutsche, drin’ die Braut.
Die Mutter wußte Rösser sich zu borgen,
zuletzt ein Aufgebot noch zu besorgen
damit -was immer kommt - das Paar getraut.Zur Kirche durchs Spalier! Die Säbel schlagen
ein Dach dem Paar: blitzt auf ein letztes Mal!
Im Schmerz um Deutschlands Fall in jenen Tagen,
inmitten all des Elends, aller Klagen,
fiel einer Liebe heller Sonnenstrahl.Jetzt flieht der Kutscher! Er packt selbst die Leinen,
im grauen Rock, die Orden angesteckt.
Und Menschen drängen: Lachen rings und Weinen,
da Panzer sich dem Hochzeitszug vereinen!
Die Feinde winken, die das Paar entdeckt.Die Braut in Weiß! Und Schimmel in den Zäumen!
Entgegen rollt jetzt die US-Armee,
und alles grüßt und ruft, man meint zu träumen!
Bei jenen Vielen, die die Straße säumen,
gelindert all des Unterganges Weh!Die Liebe und die Unschuld hat bezwungen
an diesem Tage alle - Freund und Feind!
Der List der Mutter ist ein Sieg gelungen.
Wie sind des Schicksals Pfade doch verschlungen,
das Herbert hier und Herta endlich eint.
Gerd Honsik__________ Der Ritt über das Haff
Die Wehrmacht im Rückzug. Der Hauptmann spricht:
„Wer den Tod herbeisehnt, mag weilen,
doch lasset, Graf, da die Front nun zerbricht,
das gräfliche Fräulein im Schlosse nicht!
Wer sein Leben liebt, der muß eilen!"
Der Graf allein ist zu bleiben bereit,
doch die Tochter will nicht von ihm lassen.
Der Treck längst vorbei schon, es rinnt die Zeit!
„Sattelt ein Roß ihr!" der Vater schreit,
„bald nahen die feindlichen Massen!"
Der Stallmeister wählt das wildeste Pferd
unter hundert aus im Gestüte,
das im Drang nach vorn sein Feuer verzehrt
doch zum Reiter die sanfte Seele kehrt:
Ein Trakehner von hohem Geblüte!
Es reicht der Vater dem Mädchen empor
noch der toten Mutter Geschmeide,
der Stallmeister füllte den Sattel zuvor
mit Wegzehrung, die er ihr auserkor:
„Mein Fräulein, ‘Glück auf!’ für Euch beide!"
Und das Tor springt auf - es stürmt in die Nacht
Sleipnir, der Hengst! Welch ein Reiten!
Als hätt er der Hufe nicht vier - nein acht
schlägt der Wirbel, den sein Hufschlag entfacht
durch unendlich scheinende Weiten.
Dampf bricht aus Nüstern, kohlschwarz ist das Tier,
es wogt durch der Wetter Gezeiten,
verwoben im täuschenden Mondlicht schier
dem kostbaren Pelz - der Reiterin Zier -
auf dem golden die Locken sich breiten.
Einst haben gen Osten das Ordensheer
des Hengstes Ahnen getragen.
Doch er flieht mit kostbarer Last zum Meer
und Notzucht und Mord sind hinter ihm her!
Wie getreulich die Hufe doch schlagen!
Der Fluchtweg versperrt schon längst über Land!
Steht der übers Haff noch offen?
Wo der große Treck gestrebt nach dem Strand
übers Eis getrieben von Mord und Brand,
von Fliegern gejagt und getroffen?
Das gefrorene Haff - einer Wüste gleich -
mißt wohl sechzig mal sechzehn Meilen.
Die eisige Flut - hälts begraben bleich -
mit sprödem Eis. Drauf ein Leichentuch weich
von Schnee, das die Winde durcheilen.
Den Weg wies die Wehrmacht dem Elendszug
mit Zeichen aus Kiefernzweigen.
Als Schnee diese deckt gab es Kindlein genug,
erstarrt der Mutter im Arm, die sie trug,
die der Nachhut die Richtung zeigen.
Man nannte sie „Püppchen", die Leichen zart,
die verwaist - die Spur gestern säumten.
Nun hält der Neuschnee die Opfer verwahrt
und das Eis schloß sich wieder knochenhart
-wo versinkende Rosse sich bäumten!
Die Reiterin hofft auf Fährten der Flucht
doch findet sie nirgendwo Zeichen!
Verloren, wer bang jetzt zaudert und sucht,
denn es gilt - im Rücken der Winde Wucht -
die offene See zu erreichen!
„Wo wollt Ihr denn hin in den Böen schwer?
- Wie wollt Euren Weg Ihr denn finden?"
Kein Stern und der Himmel unendlich leer,
nur der Sturm weist den Weg: landab zum Meer!
So stieben sie denn mit den Winden!
Der Mond bricht durch Wolken, zeigt wüstes Gefild
in silbriggespenstischem Lichte.
Sturm bringt auch Kristalle von Eis und verhüllt
den beiden Mähne und Blondlocken mild:
Erst schmückt er, dann schlägt er zunichte!
Horch! Brandung von fern! Die Wehrmacht! Das Meer!
Sie taumelt, dem Sattel entglitten!
„Sag Mädel, wie ist Dir? Wer bist Du? Wer?
Du und Dein Roß? Sag, wie kamt Ihr hierher?"
„Mit dem Sturm....übers Haff geritten!"
Umringt von den Unsern! Oh Helme grau!
Sanft haben Soldaten gebettet
zu todwunden Kriegern die junge Frau
auf den letzten Kahn! „Und nun kappt das Tau!"
Eine letzte Seele gerettet!
Der Vater? Die Wehrmacht? Und Sleipnir der Hengst?
Die Schatten im Traum nach Dir fassen!
Kein Tag, wo nicht Bilder versunken längst,
auferstehen und Du derer gedenkst,
die zurück Du im Sturme gelassen.Gerd Honsik
___________ Die Hunde von Perbal
Als wir dereinst dem Dorf den Rücken kehrten,
da winkte keiner einen Abschiedsgruß,
nur unsre Hunde folgten unsren Fährten
und Fremde traten schon in unsre Gärten,
und wir mit Sack und Pack dahin, zu Fuß.Perbal ade! Ein deutsches Dorf muß gehen,
und mancher hat sich nochmals umgeschaut!
"Den Kirchturm, Mutter, kann ich hier noch sehen!"
"Sei still mein Kind, du mußt jetzt weiter gehen:
es tut nicht weh, wenn man auf Gott vertraut!"Nur Handgepäck! Haus, Hof zurückgeblieben!
Sagt es der Nachwelt, wenn sie später fragt:
"Wie war's in Ungarn?" "Nichts von Kolbenhieben
und Mord! Zum Glück! Wir wurden nur getrieben
bis Piliszaba, ehe es getagt!"Im Exodus der achtzehn Millionen
war Perbal nur ein winziges Geschick.
"Des Deutschen Fleiß, sein Pflügen, Säen, Fronen,
- jahrhundertlang - so wollt ihr es uns lohnen,
als Bettler sollen wir - und fremd - zurück?"Und dann am Bahnhof scheuchte man die Scharen
von Perbals Hunden rauh von uns hinweg,
die alle, alle mitgekommen waren.
Die Viehwaggons waren schon vorgefahren
uns aufzunehmen für den letzten Treck."Schließt auf! Rückt nach! Schon dampfen die Maschinen!"
Ich hört' durch Planken Stimmen fremd und roh,
und draußen lagern Hunde um die Schienen,
die alte Juju mitten unter ihnen,
indes wir, Kinder, Mütter, drin auf Stroh.Es zischt und faucht: Schon kam die Lok auf Touren!
Im Riesenchor der Hunde schwoll das Leid.
Es dringt der Schmerz der treuen Kreaturen
in fensterlose Finsternis: Wir fuhren!
Ihr Lebewohl reicht bis zur Ewigkeit.Der Kessel pfiff, schon drehten sich die Speichen:
die Riesenmeute folgt' dem Elendszug
gerad' so weit, wie Hundepfoten reichen,
bis auch der schnellsten Tiere Kräfte weichen,
den letzten Laut der Pusztawind vertrug.Wir ließen still das Haus, wo wir geboren,
fast ohne Schmerz und fügten uns darein,
doch quält seitdem die Klage unsre Ohren
von Perbals Hunden, die wir einst verloren
und herrenlos gelassen und allein.www.honsik.com
__________ Abschied von
Deutschlands Pferden
(Vom letzten Auftrag)Sie traten mit den Vätern aus der Nacht
und trugen Korn und Äxte auf dem Rücken
und hielten schnaubend an den Feuern Wacht,
mit wilden Nüstern und mit sanften Blicken.Und durch das Dickicht brach sich das Gespann
der ersten Wege zaghaft scheue Breite
und schleifte stampfend Stämme aus dem Tann,
dem Urwald raubend unserer Fluren Weite.Sie rangen keuchend, wankend sich voran
mit urgewaltig schweren, wüsten Lasten.
Schwer wog das Roß, und schwer wog auch der Mann,
und schwer die Fäuste, die die Zügel faßten.Sie trugen Helden in der Schlacht Gebräu
für eine Handvoll Hafer statt um Ehre,
und äugten aus dem Walde stumm und scheu,
da Siegfried stürzte unter Hagens Speere.Und schleppten Panzerreiter durch den Sand
und haben aus dem Jordanfluß getrunken,
und wie sein Kreuzheer sind in fernem Land
mit Kaiser Barbarossa sie versunken.Und da's hier Papst - hier Martin Luther gellt,
zermalmten sie mit flüchtig-wilden Hufen
den deutschen Acker, den sie einst bestellt,
den sie in Fron von tausend Jahren schufen.Bis endlich kraftlos aus dem Sattel fiel
der irre Ungeist, der sie hat geritten,
da trotteten, mißbraucht und ratlos still,
zurück zum Pfluge sie mit müden Schritten.Und alle Fuhren, die sie eingeholt
- die Ernte des Jahrtausends bleibt vergessen
vorm Opfer, das sie brachten ungewollt
- da sie die Schlachtbank all des Kampfs durchmessen.So manches stolze, edle deutsche Roß
hat sterbend unterm Sattel ausgelitten,
da Preußens König, auserwählt und groß,
dem wankend' Heer zum Sturm vorausgeritten.Auch deutsche Rosse waren es vor Wien,
- die hier voran der Türken Macht durchbrochen.
Man hat, als seine Reiterschar erschien,
zum erstenmal von Prinz Eugen gesprochen.In Rußlands Steppen, in Isonzos Karst
erwies sich hohl der Donner der Maschinen.
Durch Fels und Schnee, der rings von Feuer barst,
wankte das Packpferd, von der Schlacht umschienen.Als todgeweihte Schwere Reiterei
moderner Feuerwaffen Sturm durchschritten,
und da sie niedersanken Reih auf Reih,
da schienen sie dem Schmerz der Schlacht entglitten.Ein letztes Mal erzwang ein düst'res Los
sie, mitzuziehn zum größten aller Kriege.
Noch einmal unentbehrlich ward das Roß
und trug die Lasten für die großen Siege.Bis dann zu Ende neigte sich die Schlacht,
die Dämme barsten und die Fronten wankten.
Es schien ihr letztes Opfer längst vollbracht
- bis jählings Deutschlands erste Dörfer brannten.Der Kinder Weinen und der Weiber Not
- die rief noch einmal sie in die Geschichte
des deutschen Volks zurück, und Flucht und Tod
schlug ihren Traum vom Gnadenbrot zunichte.Durch Pommern und durch Preußen ging die Fahrt
- mit dürren Rippen und mit hohlen Flanken.
In Planenwagen führten sie verwahrt
ihr Kleinod mit - auf morscher Achsen Schwanken.Schon wehte Kampfeslärm von Osten her,
und Frauenhände griffen in die Zügel
- nicht minder zielbewußt, nicht minder schwer
und Panzerlärm schwang schon durch Hain und Hügel.Nie, Rösser, habt ihr Größeres versucht
in eurem Dienst von mehr als tausend Jahren,
da Deutschlands Kinder - auf der großen Flucht -
ihr Tag und Nacht durch Kampf und Tod gefahren.Ach, wieviel Blut hat Mensch und Tier gezollt,
das ungesühnt wird rauchen alle Zeiten,
wenn irgendwo von Panzern überrollt
der flücht'ge Treck ward in des Ostens Weiten.Wer weiß vom Marsch noch übers große Haff,
da tausend Wagen - wie den Zug der Goten -
die Faust des Feindes ohne Gnade traf,
und da vom Himmel Bordgeschütze tobten?Dank euren Nüstern, Pferde, die so sanft
- da Mütter tränennaß die Wangen preßten
an eure Häupter, grau und ohne Glanz
- bei jener großen, letzten Hast nach Westen.Bei klammem Frost - in eisig' Sturm und Schnee
seid ihr am Memelstrome aufgebrochen,
und dann - am Ziele - grünte schon der Klee
- als müde Trecks die Oder überkrochen.Längst haben Jahre gütig Schutt getürmt
- verweht die Wagenspur, das Leid verklungen
in Herzen nur begraben und beschirmt,
da hat das Lied vom Pferde fortgeklungen.
Sah jüngst Trakehner unterm Sattel gehn,
sah helle Blessen, sah die Augensterne,
sah Hufe wirbeln wild und Schweife wehn
und hab' zurückgeschaut in weite Ferne.Und weiter schwingen wird der Hufe Schlag
- einst Fluchtgefährte für so viele Wochen ,
- wird uns geleiten bis zum jüngsten Tag
wie eines deutschen Herzens stetes Pochen.Mich würgt wie Heimweh eine Traurigkeit,
und trautes Schnauben klingt noch in den Ohren.
Nach tausend Jahren der Gemeinsamkeit
- im grellen Lärm, im Fauchen der Motoren,
- hat, mit dem Traum vom Reich und Herrlichkeit,
des Pferdes treue Fährte sich verloren.__________
Die Lüge wohnt in Heiligendamm! Die Lüge lädt die Welt in diesen Tagen
zu einem Fest bei Kuchen und Kaffee.
Das Protokoll? Das macht die CIA,
schreibt die Parolen und benennt die Fragen -
und die der Herr mit Blindheit hat geschlagen,
sind außen vor, gelenkt wie eh und je.Ob Rot, ob Grün, ob „La Fontaine“ geheißen,
ob „Amnesty“, ob „Greenpeace“, ob „Attac“,
sie hüpften alle aus demselben Sack
und ließen gern sich in die Gurgel beißen
von dem Vampire den wir „Dollar“ heißen,
und drin wie draußen herrscht dasselbe Pack.Vom Zins, vom Wucher wird dort nicht gesprochen,
es steht die Wahrheit unter Acht und Bann:
Kein Wort vom Zinsverbot aus dem Koran,
warum die Furcht vor Hitler ungebrochen,
und Luther in das Lügennest gestochen,
dies Wissen darf nicht durch bis Heil’gendamm!
Und trefft Ihr einen, der ein Kreuz wird tragen,
und Ihr: „Quo vadis?“, er d’rauf: „Heil’gendamm!“,
dann fleht mir diesen Unbekannten an
auf daß er anhält und Ihr müßt ihm sagen:
„Ihr werdet abermals an’s Kreuz geschlagen!
Der Wahrheit droht der Tod! Herr, haltet an!“„Quo vadis, domine?“
Gerd Honsik im 15.Jahr der Emigrationwww.honsik.com
Reply-To: gerd.honsik@usa.net
Date: Tue, 5 Jun 2007 12:11:35 +0200___________ Endkampf um Mittelerde
Alptraum vom "Herrn der Ringe"So wie ein Hirt auf die versprengte Herde
harrt Aragorn auf seinem höchsten Turm
und sieht die Rückkehr reiterloser Pferde!
Im letzten großen Kampf um Mittelerde
die stolze Reiterei vertan im Sturm!Die Nüstern schaumbedeckt, verhängt die Zügel,
nachschleifend oft den toten Reitersmann,
wenn sich verkeilt der Stiefel hat im Bügel.
So wogt’s zurück zur Stadt, herauf den Hügel,
wo auf sie brachen, als der Tag begann.Was nachrückt dann, dem Horizont entquollen,
in unabsehbar mächtig Übermacht,
wie Fluten, die aus allen Ufern schwollen,
das ist bestimmt von Raub und Tötenwollen.
Wer sich ergibt, wird grausam umgebracht.Was jetzt noch deutsch, hat sich dem Kampf verschworen,
des Treuen Hüfte längst der Flamberg*) ziert.
Es scheint das Reich der Mitte längst verloren,
der Rammbock poltert schon an allen Toren
und Heer um Heer die Dämmerung gebiert.Noch trotzt das Eichenholz den Urgewalten,
hast Du kein Schwert, greif einen Morgenstern!
Die Tore können nicht mehr lange halten
und Häuserkampf wird hier in Bälde walten
und Götterdämmerung ist nicht mehr fern.Laßt jetzt die Glocken läuten, bis sie fallen
herab aus Türmen, wo sie stolz gethront.
Wer braucht sie morgen noch? Laßt heut’ sie schallen
auf daß sich alle um die Fahnen ballen
und Fahnenflucht sei mit dem Tod belohnt.Der Dome Läuten und der Hörner Werben
das lockt und zwingt nun: Stelle Deinen Mann!
Da kommt der Greis, bereit im Kampf zu sterben
und zieht mit seinen Enkeln ins Verderben.
Selbst Frauen treten unter Waffen an.Zu Gandalf hin auch Immigranten streben,
aus aller Welt, jedoch zum Kampf bereit.
Ein Bastard ruft: „Für Deutschland unser Leben!"
„Willkommen Deutscher, laß ein Schwert Dir geben!"
der Zaubermeister durch das Tosen schreit.Jetzt bricht der Damm: der Tore Bohlen brechen,
und Saurons Riesenheer wogt nun heran
empfangen schon: mit heißen Peches Bächen
und unsrer Recken wüstem Hauen, Stechen!
Schon tobt der Nahkampf ringsum, Mann an Mann.Der Unsern jeder bindet dreissig Reiter!
Der Greis, der Knabe zeigen Heldenmut.
Aus Feindesleichen türmt sich bald ein breiter
Wall um uns herum doch über diesen weiter
dringt unermüdlich nach die Höllenbrut.Der Kampfeslärm durchtobt bald alle Gassen,
in Richtung Heldenplatz sein Schlachtruf braust,
doch aufgerieben werden Mordors Massen
von kühlen Kämpfern, die sie seitlich fassen:
Die deutsche Jugend mit der Panzerfaust!Aus der Geschichte Schatten Helden treten
- da es zum Reichstag hin nur noch ein Stück:
Siegfried und Teja! Und schon sieht man röten
das Pflaster sich vom ungestümen Töten!
Geschlagen wird der Feind auch hier zurück!Es ist als hätten sie ein Bad genossen
in Drachenblut, die Unsern allesamt:
Hundertmal mehr ist fremdes Blut geflossen!
Seht wüten dort, vom Feind bedrängt, umschlossen,
mit Axt und Hammer, Meister Hildebrandt!Der Ansturm aber will und will nicht enden,
die Übermacht scheint unser Untergang,
da wir im Siegen unsre Kraft verschwenden!
Kann nichts mehr das Geschick des Reiches wenden?
Doch halt! Von ferne klingt Trompetenklang!Wie niemals größer sie die Welt gesehen
von Drachenschiffen eine Flotte naht
und alle Rassen kann man kommen sehen
und aller Fahnen auf den Masten wehen!
Es ist die Menschheit auf dem Kriegespfad!Das Land von Kant und Luther soll verderben,
das Barbarossas, Humboldts, Karl Mays?
Das Volk von Schiller, Goethe, Heß verdammt zu sterben?
Das Volk von Mozarts und von Wagners Erben,
seit Tell und Armin Feind der Sklaverei?Das gute Land, das erstmals aufgestanden
wider das Joch von Geld, von Zins und Gold?
Wo selbst dem Feind sie Ruhmeskränze wanden,
nie Feindeshaupt mit einem Sack verbanden,
das sei vernichtet nun und überrollt?Schon landen sie! Jetzt entern an den Küsten
der Weiße, Schwarze, Gelbe, Rote Mann!
Nachdem sie Zeichen und Standarten hißten,
da treten Moslems, Hindus, Heiden, Christen,
vereint zum Kampf um Mittelerde an.Erst Wikinger und Flamen losgelassen!
Kosaken jetzt! Schwadron rollt um Schwadron!
Seh Nippons Kreis, seh Chinas Riesenmassen,
die alle Saurons Heer im Rücken fassen!
Ein Schlachtruf nur: Deutschland, wir kommen schon!Die Redlichkeit - an der die Welt genesen
hätt können längst - verleumdet und bedroht!
Auch die nicht konnten Schreiben oder Lesen
hörten den Ruf: Es gilt das deutsche Wesen!
Rettet das Reich aus seiner Todesnot!Aus Afrika da nahen stolze Mohren,
pechschwarz die Haut, die Zähne perlenweiß.
Dort wo die stürmen ist der Feind verloren:
Askari-Reiter, treu dem Reich verschworen!
Ihr alter Führer Lettow -Vorbeck heißt.Für heute sind sie alle, alle Brüder
gegürtet und bewehrt für diesen Streit.
Jetzt schlage, Welt, den Tempel Mordors nieder:
Das Goldne Kalb erhebe niemals wieder
sein Teufelshaupt in alle Ewigkeit!Entsatz ist da, um Deutschland zu erretten:
Das Heer der Menschheit strömt für uns zur Schlacht!
Kommt es zurecht zu brechen unsre Ketten?
Oder zur Rache nur und uns ins Grab zu betten?
Da schreckt mich Stille ! Ich bin aufgewacht.Gerd Honsik
___________
Der Neger von Kurpfalz
Drei zogen müde über deutsche Erde,
das große Feuer hatte ausgebrannt
und dachten daran, was nun kommen werde
und strebten heimwärts, möglichst unerkannt,
hier Löwenzahn gerupft am Wegesrand
dort Brot und Suppe gar von einem Herde.Wir schliefen im Gestrüpp, scheu, wie die Diebe,
daß man uns nicht, vom Schlachtentod verschmäht,
nun doch versklavt und in die Knechtschaft triebe.
Wir ahnten, daß das Sterben weitergeht
im Hunger, der geplant. Am Wegrand öd
stand leis der Tod, zu sehen, wo er bliebe.Motorenlärm! Gefahr! "Dort naht ein Wagen!"
"Nur Ruhe jetzt, sonst schöpfen sie Verdacht."
Sie hielten an. Ein Prüfen und ein Fragen:
"Entlassungsschein?" Der Schwarze hat gelacht!
Und dann auf Deutsch: "Papiere gut gemacht!"
"Sind wir entdeckt?" Wir wähnten uns geschlagen.Jedoch, sieh’ da: Er reicht’ vom Wagen nieder
die plumpe Fälschung, die er hat erkannt,
fuhr fort auf Deutsch: "Ich kommen später wieder!
Ihr warten hier auf mich am Straßenrand!"
Der Seinen keiner sonst, der Deutsch verstand.
Wir ließen bangend uns am Raine nieder.Zurück kam er nach mehr als einer Stunde
mit schwerem Sack und querfeldein, zu Fuß.
"Das sein für Euch!" klang es aus seinem Munde
und Brot und Dosenfleisch und Pflaumenmus
das türmt’ er auf und lächelte zum Gruß,
gebleckt die weißen Zähne in die Runde."Mein Vater war Soldat im Ersten Kriege
für German Kaiser: Immer vorwärts, ran!
In Afrika stand einstens seine Wiege.
Uns immer sagen: German gutes Mann,
und lernen Deutsch und immer denken dran:
Mit Lettow-Vorbeck viel Askari-Siege."Was andr'e säten, uns wars zugemessen!
Wir drückten alle seine schwarze Hand
und gierig schlingend haben wir gesessen.
Der Mohr, die Schuldigkeit getan, verschwand
doch keiner von uns jemals hat das Band
das seinen Stamm und unser Volk verband
bis an das Ende seines Wegs vergessen.Gerd Honsik
gerd.honsik@usa.net
http://www.honsik.com___________ Mein schwarzbraunes Mädel
(Abschied von Freya.)Daß wir uns liebten, ahnte alle Welt
- wie tief jedoch, das wollten wir nicht zeigen -
- man hätte sonst voll Spott von uns erzählt.
Drum galt es, uns’re Liebschaft zu verschweigen.Ach all die Jahre des verfloss’nen Glücks!
Wie ich die trauten Stunden jetzt schon misse.
All Deine Nähe, Deinen treuen Blick.
Und selbst die Derbheit Deiner feuchten Küsse.Oft ward ich zornig, und ich schalt Dich drum,
und hab’ Dich meine Launen spüren lassen
- doch Du bliebst liebevoll dabei und stumm
und gottergeben über alle Maßen.Und als ich damals im Gefängnis war,
hast nicht geahnt Du, wo ich hingekommen.
Doch als ich kam nach mehr als einem Jahr,
hast meinen Schritt als erste Du vernommen.Das Tor ging auf - Du flogst an meine Brust,
- Dein Angesicht gepreßt an meine Wangen.
Wie mir geschah, das war mir kaum bewußt.
Ich kniete nieder und hielt Dich umfangen.Und letzten Sommer, als mein Weib verreist’
- ich weiß es noch - Du stiegst zu mir ins Bette
auf ihren Platz, der damals ja verwaist,
- den Hals geschmückt mit Deiner Silberkette.Und schliefst auf Deinem Platz als ob nichts wär’
- als sie dann kam. Was haben wir gelogen!
Du sahst nur voller Sehnsucht zu mir her
und schuldbewußt, da wir sie doch betrogen.Die Sünde kam dann später an das Licht:
Ein schwarzes Haar fand sie an meinem Kissen!
Tief seufzend wandtest Du Dein Angesicht.
Schwarz wie Dein Haar war damals Dein Gewissen.Als Du dann krank warst, hat man oft gelacht,
wenn ich Dich aufhob und Dich sacht getragen
- so wie man es mit kranken Kindern macht,
und Dich zur Ausfahrt hob in meinen Wagen.Bis ich nach einer Nacht - voll Deiner Qual,
Dich dann hinaustrug auf die letzte Reise.
So fuhren wir hinein ins Hospital,
ich ahnte nichts. Du hast gewimmert leise.Als Du zum letzten Mal das Haupt gewandt
und sie Dich fort mit einer groben Schlinge
gezerrt, da hat Dein fragend Blick gebrannt
an meinem Herz, als ob es Feuer finge.Dann, nach dem Eingriff - rief ich täglich an,
bis sich am fünften Tag das Blatt gewendet.
Und eine kalte Stimme fuhr mich an:
Rottweilerhündin Freya ist - verendet!Und furchtbar auf steht mir jetzt der Verdacht
- daß sie Dich einfach als ein Tier betrachtet,
daß sie bei dem, was sie mit Dir gemacht
- die göttlich-gute Seele mir verachtet.Gerd Honsik
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Der Mohr von Memmingen Es zählte die Friedel erst achtzehn Jahr',
als den Berghof die Feinde nahmen.
Und sie trieben der Mädel bange Schar,
die den rauchenden Trümmern entkamen,
in das Camp, das eilig errichtet war,
mit der Waffen-SS zusammen.
Und der Hunger kam, Verhör und Gewalt
und der Schlamm: wo Rinder sonst weiden,
da teilten die nackte Erde kalt,
Latrine bei Durchfall, und Leiden
und Wassersuppe ohne Gehalt
sich die Burschen dort mit den Maiden.
Als schließlich nach Wochen die Küche stand
hat die Stunde der Mädchen geschlagen:
Schnell an den Herd, die Feuer entbrannt,
und sie kochten mit hungrigem Magen,
heimlich sich stillend mit flinker Hand
den Hunger von sechzig Tagen.
Ein kärgliches Mahl nur wurde gereicht,
den Hungernden in den Zelten,
das zum Sterben grade hätte gereicht:
Welch grausam und grundlos Vergelten!
Und ein tapferes Herz, das sich erweicht,
das fand man nur heimlich und selten.
Als endlich der Abend kam, hieß es dann:
"Abmarsch zu den Quartieren!"
Ein baumlanger Neger brüllte sie an,
zu Gefallen den Offizieren:
"Mädchen nix schmuggeln Essen für Mann!
Sonst Arbeit in Küche verlieren!"
Und sie traten in langer Reihe an
und bebend, zur "Leibesvisite".
Er packte sie rauh und gleichmütig an,
bis zum Schritt und auch um die Mitte.
Als die Letzte erst war die Friedl dran,
totenbleich und mit wankendem Schritte.
Verschnürt an den Knöcheln das Hosenbein,
den Overall voll, ab den Waden,
und Beute gestopft und gepackt hinein:
Brot! Brot für die Kameraden!
Und in ein schwarzes Antlitz von Stein,
nun blickt' sie, mit Diebsgut beladen.
Doch da: in dem pechschwarzen Angesicht
ein Zwinkern schien jäh zu erblühen,
so wie im Dunkel oft funkelt ein Licht,
indes fort er gegrollt und geschrien:
"Du schlechtes Weib! Dich anfassen nicht!"
Und noch brüllend ließ er sie ziehen!
Und so ging es weiter dann wochenlang!
Sie alleine wollte es wagen
und hat all' die Tage am Leibe bang
in die Zelte das Brot getragen!
Das falsche Toben des Negers ihr klang
wie Musik, zu vom Winde getragen.
Später rief ein Emigrant zum Verhör:
Schon morgen da könne sie gehen,
denn es gelte, wer aus Österreich wär',
nun als "schuldlos". Das wäre doch schön?
Drauf Friedel: "Nein, dann bleibe ich, Sir!
Ich bin Deutsche. Sie werden verstehen!"
Und für ihr Bekennen hat sie bezahlt,
die Friedel, die Stolze, die Treue,
mit weiteren Jahren in der Gewalt
der Sieger und trug keine Reue,
von der Hintergrundmächte Mißgestalt
bestraft und versklavt drum aufs Neue.
Den Mohren jedoch, den vergaß sie nicht,
der einst hinter Poltern und Brüllen,
und einem kohlschwarzen Angesicht
verbarg den entschlossenen Willen,
satanische Pflicht zu erfüllen nicht,
und den Hunger der Deutschen zu stillen.
Wenn später einmal der Morgen getagt,
der die Lüge einst schlägt zuschanden,
und wenn die Nachwelt voll Ehrfurcht fragt,
wer damals für Deutschland gestanden,
erzählt auch von jener Friedel und sagt:
"Sie hat alle Proben bestanden."