Feuerattentat auf Kärntner Weihnachtsbaum Unbekannte haben in der Nacht auf den 13. 2. 2001 versucht, den Kärntner Christbaum für den Vatikan in Brand zu setzen, der Mitte Dezember von Landeshauptmann Haider an Papst Johannes Paul II. übergeben und danach der süditalienischen Kleinstadt Acerra bei Neapel geschenkt worden ist. Nach Angaben der Polizei schütteten Unbekannte Benzin um den Baum und zündeten dann Feuer an. Die Feuerwehr konnte rechtzeitig eingreifen. Der Vatikan hatte den Baum dem Bischof von Acerra geschenkt. Die Tanne wurde am Samstag außerhalb von Acerra auf einem Grundstück aufgestellt, auf dem eine Müllverbrennungsanlage errichtet werden soll. Der Christbaum aus Kärnten sollte so zum Symbol eines ökologischen Bewußtseins gegen die Verbrennungsanlage werden. Dagegen hatten bereits vor dem Feuerattentat linksradikale Mitglieder der "Rifondazione comunista" protestiert, die unter Anti-Haider-Slogans Gegenstände gegen den Baum warfen.
[13. Februar 2001]
Kärntner Weihnachtsbaum wurde dem Papst übergeben Papst Johannes Paul II. hat am Samstag d. 16. Dezember den Landeshauptmann von Kärnten Jörg Haider im Vatikan empfangen..
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Landeshauptmann J. Haider(l.) nach der Privataudienz bei Papst Johannes Paul II. am 16. Dezember 2000Anlaß des Besuchs Haiders war die Übergabe einer 25 Meter hohen Fichte aus Kärnten, die bereits als Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz in Rom steht. Der Katholik Haider reichte dem Oberhaupt der römisch- katholischen Kirche die Hand und übergab ihm eine Dokumentation über den Kärntner Weihnachtsbaum. (Die Behauptung, der Papst habe Haider eine Botschaft gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit überreicht, war eine Falschmeldung der Nachrichtenagenturen. Ebenso eine Falschmeldung war die Behauptung des Corriere della Sera, Diplomaten des Vatikans hätten Haider von dem Besuch in Rom abzubringen versucht.) Johannes Paul sprach vier Minuten lang mit Haider und dem Bischof von Kärnten, Egon Kapellari, bevor er die 250 Personen zählende Delegation aus Kärnten empfing.
Vor seinem Besuch hatte Haider die Einwanderungspolitik Italiens als zu lasch kritisiert und einen politischen Streit ausgelöst. Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi hatte geantwortet, Italien sei ein Einwanderungsland, Haider sei im Irrtum. Dieser wiederum bezeichnete die Äußerung Ciampis als typisch für einen linken Politiker, was in Italien als Kritik am überparteilichen Präsidenten aufgefaßt wurde. Ministerpräsident Giuliano Amato kündigte an, er werde sich bei Österreichs Bundeskanzler Wolfgang Schüssel schriftlich über Haiders Kritik beschweren. Die FPÖ ist Schüssels Koalitionspartner. Auf die Frage, ob die Einwanderung bei seinem Gespräch mit dem Papst Thema gewesen sei, sagte Haider, sie hätten nur über persönliche Dinge geredet. "Wir haben auch über einige Themen gesprochen, die die Probleme in der Welt betreffen." Die Delegation habe den Weihnachtsbaum dem Vatikan übergeben, dies sei das wichtigste gewesen. "Wir wollen unsere Audienz nicht mit unserer politischen Aktivität vermischen", so Haider.
Bei der Illumination des Weihnachtsbaumes sagte der Landeshauptmann von Kärnten, das Geschenk sei ein Zeichen des Friedens, der Versöhnung, der Solidarität und der gemeinsamen christlichen Verantwortung für eine Welt, in der jeder Mensch seinen Platz finde und in Würde sein Leben gestalten könne. Ein Satz ließ die Reporter der Systemmedien aufhorchen: Es gebe nicht nur Wohlstand auf der Welt, so der FPÖ-Politiker, und er wünsche, daß auch arme Menschen ein menschenwürdiges Leben führen könnten - in ihrer "angestammten Heimat". Genau darauf hatten sie gewartet und dies in ihren Gazetten sogleich als rassistisch und fremdenfeindlich interpretiert.
Gegen den Besuch Haiders protestierten neben linken Gruppen auch Mitglieder jüdischer Gemeinden, Weltkriegsveteranen und Homosexuelle. Eine Gruppe von rund 500 Linksradikalen versuchte, zum Petersplatz vorzudringen. Die Polizei riegelte jedoch mit Einsatzwagen den Zugang ab. Auf einem Transparent der Schülerdemonstration stand zu lesen: "(Papst) Wojtila, von deinem Baum tropft Blut." Auf einem anderen hieß es: "Haider lesen und an Hitler denken." Rechte Gruppen haben Gegen-Proteste angekündigt. Jüdische Geschäftsleute schalteten aus Protest gegen den Besuch die Lichter in ihren Läden aus. Haider sagte darauf im italienischen Fernsehen, die Geschäftsleute könnten tun und lassen, was sie wollten. "Wenn sie Strom sparen wollen, können sich auch das tun."
Die Rechtspartei Alleanza Nazionale (AN) fordert am Montag d. 18. 12. politische Konsequenzen nach den schweren Unruhen zwischen Engelsburg und Petersplatz. Anlaß dazu war vor allem die Teilnahme mehrerer Abgeordnete der Kommunistischen Partei an der Anti-Haider-Kundgebung, die in gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei ausartete. Im Linkslager werde nicht nur Gewalt gepredigt, man schrecke auch nicht davor zurück, sie auszuüben, kritisierte AN-Parteichef Gianfranco Fini. Gleichzeitig warf er dem römischen Bürgermeister Rutelli vor, sich nur verbal von den Gewaltakten zu distanzieren. Als künftiger Spitzenkandidat des Linksbündnisses suche Rutelli eine politische Allianz mit den Kommunisten.
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Der Kärntner Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz
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Die Argumente der Linken - Linksradikale griffen die Polizei am 16. 12. in Rom brutal mit Wurfgeschossen aller Art an.[18. Dezember 2000]
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Am 11. Dezember 2000 ist der Kärntner Weihnachtsbaum in Rom angekommen. Am 16. wird der Landeshauptmann von Kärnten den Baum offiziell dem Papst übergeben.
Kärntner Weihnachtsbaum für den Papst Der Kärntner Christbaum für den Vatikan hat am Sonntag seine Reise nach Rom angetreten. Die 33 Meter hohe Tanne wurde am 3. 12. vor dem Gurker Dom verabschiedet. Der Baum wird am 16. Dezember, nach einem Empfang Landeshauptmanns Haiders durch den Papst, illuminiert. LH Haider und Bürgermeister Siegfried Kampl bezeichnete den Christbaum für den Vatikan bei seiner Verabschiedung als ein "Symbol für den Frieden". Kampl wies auch darauf hin, daß der Baum mit 81 Jahren exakt gleich alt wie Papst Johannes Paul II. sei. Vor ihrer Reise nach Rom wurde die Tanne - sie stammt aus dem Wald des Gurker Bürgermeisters - gesegnet. Danach trat der auf einem Tieflader verstaute Baum unter den Klängen des Kärntner Heimatliedes die rund 800 Kilometer lange Fahrt an. Der Christbaum wird auf seiner Reise von Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr bewacht. Gut verpackt liegt der Gurker Christbaum bereit zum Abtransport. Verabschiedet wurde er u. a. von LH Haider und dem Gurker Bürgermeister Siegfried Kampl.
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Landeshauptmann J. Haider und der Bürgermeister von Gurk S. Kampl bei der Verabschiedung des WeihnachtsbaumesDas Land Kärnten wird am 16. Dezember in Rom mit einer rund 250 Personen umfassenden Delegation vertreten sein. Den Großteil davon stellen Abordnungen aus dem Gurktal. Zur offizielle Landesdelegation (30 Personen), gehören neben LH Haider auch LHStv. Mathias Reichhold, LR. Karl Pfeifenberger, Landtagspräsident Jörg Freunschlag und Landesamtsdirektor Reinhart Sladko an. An der Spitze der Delegation der katholischen Kirche Kärntens steht Diözesanbischof Egon Kapellari. Auch Kapellari wird am 16. Dezember gegen Mittag vom Papst empfangen werden.
Israel hat den Rom-Besuch Haiders vorige Woche stark kritisiert. Eine Papstaudienz wäre eine "bittere Enttäuschung" und würde "Mißfallen auslösen", hieß es aus dem israelischen Außenministerium. Zu den Unterstützern Haiders zählt in Italien der Movimento Sociale Italiano (MSI), der eine eigene Solidaritätskundgebung plant. Zuvor hatten die italienischen Kommunisten eine Unterschriftensammlung gegen Haiders Vatikan-Besuch gestartet. In einem Appell forderten sie den italienischen Staatschef Carlo Azeglio Ciampi auf, Druck auf den Heiligen Stuhl auszuüben, damit Haiders Einladung widerrufen werde.
[3. Dezember 2000]