Kranzniederlegung auf dem Lübecker Ehrenfriedhof

Der heutige 30. Januar, dem Tag an dem 1945 ein sowjetisches U-Boot das aus Gotenhafen ausgelaufene Flüchtlingsschiff „Wilhelm Gustloff“ versenkte und tausende wehrloser Menschen so gemordet wurden, war Anlaß für die Mitglieder des BÜNDNIS RECHTS aus Lübeck und Mecklenburg - Vorpommern auf dem Ehrenfriedhof in Lübeck einen Kranz zum Andenken an die unschuldigen Opfer niederzulegen. 

In einer kurzen Gedenkansprache verwies Reinhart Eggert auf die Tatsache, daß es bei der Versenkung der Flüchtlingsschiffe allein um die Vernichtung von wehrlosen deutschen Men-schen ging. Schließlich waren unter den Toten 3.000 Kinder. Derselbe U-Bootkommandant hat am 10. Februar 1945 das Lazarettschiff „Steuben“ mit rund 3.500 Verwundeten versenkt. Sol-che Sowjetsoldaten waren bestimmt keine „Helden“ und schon gar keine „Befreier“. Der Bericht über den Verlauf des 30.Januar 1945 im Ostseebereich, den verzweifelten Kämpfen gegen die Rote Armee, dem Schicksal der Flüchtlinge beendete die Rede. 

In einer Schweigeminute gedachten die Anwesenden der unzähligen Opfer, die bei der Flucht über die Ostsee das rettende Ufer im Westen nicht mehr erreichten.

Angesichts der Tatsache, daß Lübeck in seiner historischen Rolle als ehemalige Königin der Hanse, rund 100.000 Flüchtlinge aus dem Osten aufgenommen hat, zudem als wichtiger Fluchthafen für die von der Marine geretteten rund 500.000 Menschen aus dem Osten gilt, kam man überein, nunmehr jährlich am 30.Januar eine Gedenkveranstaltung für die bei der Flucht in der Ostsee Umgekommenen eine Gedenkveranstaltung abzuhalten.

(PRESSEMITTEILUNG)
Groß Grönau, den 30.Januar 2003
Für das BR – MV
Reinhart Eggert

http://www.buendnis-rechts.com

30. Januar 1945 Versenkung der Wilhelm Gustloff 
 Gedenken an 7000 Opfer

In der Nacht des 30. Januar 1945 versenkte in der Ostsee vor Gotenhafen der sowjetische Kriegsverbrecher Aleksander Marinenkow das Fluchtschiff Wilhelm Gustloff in der eisigen Ost-see.

7000 wehrlose Menschen: Frauen, Kinder und Greise sowie Verwundete kamen ums Leben. Ihre Flucht vor der Roten Armee, die ob Ihrer Verbrechen an der Zivilbevölkerung Furcht und Schrecken verbreitete, hatte die Opfer an Bord des ehemaligen KdF-Urlauberschiffes fliehen lassen. Das übervoll besetzte Schiff hatte in der Nacht keine Chance.

Kommandant Marinenkow hat vor keinem Kriegsverbrechertribunal gestanden. So einer wurde Held der Sowjetunion!

Es ging ihm nicht um die Bekämpfung des militärischen Gegners – es ging allein um die Ver-nichtung von wehrlosen Menschen, nur weil sie Deutsche waren. 

Wir sollten angesichts der Trauer um unsere Landsleute aus Westpreußen die anderen Opfer solcher Kriegsverbrechen der „Befreier“ nicht vergessen:

Zwei jüdische Fluchtschiffe wurde auf ihrer Fahrt nach Palästina im Schwarzen Meer von U-Booten der Roten Flotte versenkt. Über 2000 Flüchtlingen kamen um. Kein Schiff kam den Schiffbrüchigen zur Hilfe. Beide U-Bootkommandanten wurden nicht verurteilt.

In der Lübecker Bucht haben die britischen Luftwaffen“helden“ kurz vor Kriegsende die Cap Arcona und ihre beiden Begleitschiffe am hellichten Tag angegriffen und versenkt. Die Luftho-heit hatten die Briten schon wochenlang, die militärische Lage war bekannt, die Marschkolon-nen der Häftlinge einzusehen gewesen. Dennoch erfolgte dieser Angriff. Keiner der Briten wur-de vor ein Gericht gestellt. 

Wir verneigen uns vor den unschuldigen Opfern. Das Bündnis RECHTS wird zur Erinnerung an die Toten der Wilhelm Gustloff und zur Mahnung angesichts des drohenden Iraküberfalls der USA  am 30. Januar auf dem Heldenfriedhof einen Kranz niederlegen.

Groß Grönau, den 22.Januar 2003
Für das Bündnis RECHTS - MV
Reinhart Eggert

http://www.buendnis-rechts.com

[3. Februar 2003]

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