Kranzniederlegung auf dem Ulrichsberg

Am 20. 9. 2009, dem Termin der abgesagten Ulrichsbergfeier, haben NAbg. Harald Jannach und Landtagsabgeordneter a. D. Franz Schwager einen Kranz an der Heimkehrergedenkstätte auf dem Ulrichsberg niedergelegt. Mehrere Linksradikale versuchten die Veranstaltung zu stören..

"Wir finden es sehr bedauerlich, dass gerade zum 50sten Jahrestag dieser Veranstaltung sich fast alle von dieser immer friedlich verlaufenen und überparteilichen Gedenkveranstaltung distanzieren", so Schwager und Jannach. "Dieses unrühmliche politische Schauspiel, das von Verteidigungsminister Darabos und Landeshauptmann Dörfler angezettelt wurde, hat sich unsere Kriegs- und Heimkehrergeneration nicht verdient", begründete Jannach die Wanderung zur Gedenkstätte.

"Wir sind zutiefst enttäuscht von Darabos und Dörfler, die diese Gedenkveranstaltung als "zu weit rechts" denunzieren und damit in ein schiefes Licht rücken." Jannach erinnerte nochmals daran, dass Persönlichkeiten aus allen politischen Lagern im Rahmen der Ulrichsbergfeier als Redner aufgetreten seien und damit ein Bekenntnis zu unserer Geschichte und einem zukünftig friedlichen Europa abgegeben hätten.

"Im Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege und des Kärntner Abwehrkampfes sowie als Dank an die Generation, die unser Land wiederaufgebaut hat, werden wir einen Kranz an der Gedenkstätte niederlegen", so Jannach.

"Das Treffen findet am 20. September um 10.00 Uhr beim "Kollerwirt" statt", gab Jannach bekannt, der sich über jeden freue, der die Gruppe begleiten möchte.

http://www.fpoe-ktn.at/

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Ulrichsbergtreffen 2009 abgesagt

Das für 20. September 2009 geplante 50. Heimkehrertreffen auf dem Ulrichsberg ist am 27. 8. von der Ulrichsberggemeinschaft abgesagt worden. Als Grund wurde u. a. die Absage der Unterstützung des Bundesheeres angegeben. Auch Landeshauptmann G. Dörfler (BZÖ) hatte seine Teilnahme abgesagt. 

Am 25. 8. hat der Wehrdienstverweigerer und Verteidigungsminister Darabos (SPÖ) die Teilnahme des Bundesheeres am Treffen abgesagt, weil der nunmehr geschäftsführende Obmann der Ulrichsberggemeinschaft, W. D. Ressenig, im Internet NS-Devotionalien angeboten haben soll. Ressenig ist offensichtlich erst seit dem 25. 8. geschäftsführender Obmann, da an diesem Tag der Obmann der Ulrichsberggemeinschaft, P. Steinkellner, zurückgetreten ist. Es ist z. Z. nicht bekannt, welche Funktion Ressenig in der Ulrichsbeggemeinschaft ausübte, als er NS-Devotionalien angeboten haben soll. Am 25. 8. ist sowohl der Obmann P. Steinkellner (ÖVP) als auch der Präsident der Ulrichsberggemeinschaft R. Gallob (SPÖ) zurückgetreten, weil die "Abgrenzung zum Extremismus" gescheitert sei.

Gegen das Ulrichsbergtreffen wird seit Jahren von linken Gruppen gehetzt und dessen Verbot gefordert. Die Gedenkstätte auf dem Ulrichsberg war auf Initiative des damaligen Klagenfurter Vizebürgermeisters B.Scheucher (ÖVP) errichtet und im Jahre 1959 eröffnet worden. Es war zunächst hauptsächlich ein Treffen von Heimkehrern der Kriegsteilnehmer. Später nahme auch Traditionsverbände wie  Kameradschaftsbund, Kameradschaft IV und Burschenschaften teil, was bei der linken Medienmafia seit jeher Anstoß erregte.

[27. August 2009)

 

Ulrichsbergfeier 2008

Das 49. Ulrichsbergstreffen fand mit ca. 500 Teilnehmern am 21. September 2008 statt. Bei der Gedenkfeier stand das 50. Jubiläum der Grundsteinlegung im Mittelpunkt. 1958 wurde die Ulrichsberg Gedenkstätte eingerichtet und im folgenden Jahr fand das erste Heimkehrertreffen statt. Der Präsident der Ulrichsberg-Gemeinschaft, Rudolf Gallob, sagte in seiner Festrede, man gedenke aller Kriegsopfer und nehme keine Wertungen vor: "Vor 50 Jahren war es die Idee, die Heimkehr zu feiern und auf die unheilbringenden Folgen eines Krieges hinzuweisen. Und das ist uns recht gut gelungen."

Der Klagenfurter Altbürgermeister Leopold Guggenburger zitierte in seiner Festrede ein Gedicht seines Vaters. Seine Schlussfolgerung: "Unser Gedenken ist nicht die sinnlose Fortführung von heldenhaften Kriegserinnerungen, sondern ein Mahnmal für den Frieden."

Ulrichsberg 2008

Eine Woche vor der Nationalratswahl spielte der Wahlkampf am Ulrichsberg eine untergeordnete Rolle - zwei Landtagsklubobmänner traten als Redner auf. Kurt Scheuch (BZÖ) sagte, mit dieser Feier werde ehrbaren Frauen und Männern gedacht, denen tiefer Dank gebühre.

Für Stephan Tauschitz (ÖVP) ist der Ulrichsberg ebenfalls nicht überholt. Es gelte nicht, über Opfer und Täter zu urteilen, sondern nur die europäische Integration außer Streit zu stellen.

Auf dem Weg zur Gedenkstätte wurden die Teilnehmer von Gegendemonstranten belästigt, von denen fünf vorläufig festgenommen und wegen Störung der öffentlichen Ordnung bzw. wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt angezeigt wurden. 

[21. September 2008]
 
 

Ulrichsbergfeier 2007

Am 16. 9. 2007 fand auf dem Ulrichsberg bei Klagenfurt mit über tausend Besuchern das 48.Ulrichbergstreffen statt. Die Festrede Hielt der Bundesverbandspräsident des  Kameradschaftsbundes, Ludwig Bieringer

Mehrere Linksradikale versuchten mit Steinen und Baumstämmen die Zufahrt zum Ulrichsberg zu blockieren. Nachdem sie von der Polizei abgedrängt wurden demonstrierten sie mit Spruchbändern wie "Niemals vergessen" und der Fahne der Titokommunisten am Straßenrand.

Ulrichsberg 2007

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Ulrichsbergfeier 2006

Am 17. 9. 2006 fand auf dem Ulrichsberg das 47. Ulrichsbergtreffen vor ca. 1000 Besuchern statt.
Festredner war Abg. F. Schretter, Obmann des Kärntner Abwehrkämpferbundes (KAB).

Zu Beginn der Feierlichkeiten wurde eine große Gedenktafel aus Bronze enthüllt, die daran erinnern sollte, dass Krieg nicht als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln verstanden werden dürfe.

Die Tafel soll auch an Leopold Graf Goess erinnern, den im Dezember 2005 verstorbenen Hausherrn und Besitzer des Ulrichsberges. Er war auch einer der Förderer der Ulrichsberggemeinschaft.

Die Veranstalter wollten die Feier aus dem laufenden Wahlkampf anlässlich der bevorstehenden Nationalratswahl am 1. Oktober 2006 heraushalten, daher gab es keine Politikeransprachen. Die Festreden waren in erster Linie vom Gedenken an die Kriegsheimkehrer geprägt.

Ulrichsberg
Ulrichsbergtreffen am 17. September 2006

Der Ulrichsberg sei eine Stätte der Begegnung, sagte Rudolf Gallob, Präsident der Ulrichsberggemeinschaft. Die Kriegsheimkehrer hätten viel zum Wiederaufbau und zum Bau eines sicheren Europa beigetragen. Krieg dürfe auch künftig nicht die Lösung für Probleme sein.

Gallob: "Es ist nicht nur eine Gemeinschaft, die dafür sorgt, dass es für die Menschen mehr materielle Sicherstellungen gibt, sondern die Europäische Union hat, wenn sie sonst gar nichts geleistet hätte, zumindest eines auf ihr Buch geschrieben: Nie wieder Krieg und das Eintreten für den Frieden. Dafür zu sorgen, dass es durch Richtlinien und gesetzliche Maßnahmen in Europa Voraussetzungen dafür gibt, dass wir uns nie mehr bekriegen werden und können."

Der Ulrichsberg diene auch als Gedenkstätte für die Zukunft, um der Soldaten zu gedenken, die nicht mehr nach Hause zurückkehren.

In seiner Festansprache übte Fritz Schretter, der Landesobmann des Kärntner Abwehrkämpferbundes, heftige Kritik an den politischen Entscheidungsträgern:

"Wir halten Frieden, andere führen Kriege, oft unter scheinheiligen Begründungen und Lügen, wie die vermeintliche Vermittlung von westlichen Werten. In Wirklichkeit geht es bei diesen Kriegen um etwas ganz anderes. Das ist eine verlogene Politik der Mächtigen dieser Welt. Die Spirale der Gewalt dreht sich dennoch weiter nach oben, ob im Kosovo, in Albanien, im Irak oder im Libanon – neunzig Prozent der Opfer sind Frauen und Kinder. Man scheut nicht einmal davor, einen UNO-Beobachtungsposten anzugreifen, wie zuletzt im Libanon, wo ein österreichischer Offizier sein Leben lassen musste."

Mit einer Kranzniederlegung am Heimkehrerkreuz und dem Kärntner Heimatlied endete der offizielle Teil der Ulrichsbergfeier.

Die Veranstaltung verlief nach Angaben der Polizei ruhig und wurde nur von einer kleinen Gegendemonstration begleitet. So hatten beispielsweise im Vorfeld der Feier 30 Personen der Aktion gegen einen Konsens in der Ortstafelfrage am Fuße des Berges demonstriert.

[17. September 2006]
 
 

Ulrichsbergtreffen 2005

Am 18. 9. 2005 fand die traditionelle Gedenkfeier für die Opfer beider Weltkriege und des Kärntner Abwehrkampfes auf dem Ulrichsberg nördlich von Klagenfurt (Kärnten) statt.

Das Treffen von Kriegsveteranen und ihren Angehörigen aus vielen Ländern Europas fand diesmal nicht wie üblich bei der Gedenkstätte auf dem Ulrichsberg statt, sondern aufgrund des schlechten Wetters in einem Festzelt beim Gasthaus "Kollerwirt" unterhalb des Gipfels.

Rund 300 Meter entfernt hatten sich rund 70 Linksradikale zu einer Gegendemonstration zusammengerottet. "Wir protestieren gegen das revisionistische und faschistische Treffen auf dem Ulrichsberg", erklärte eine Sprecherin der Demonstranten gegenüber der APA. Ferner wollen die Demonstranten erreichen, dass "derartige Begegnungen untersagt, die Täter des Nazi-Regimes bestraft und Wehrmachtsdeserteure sowie Partisanen und Partisaninnen gewürdigt werden".

Die Demonstranten waren teilweise per Bus aus Wien angereist. Auf einem der Transparente stand zu lesen: "Eure Ehre heißt Mord". Ein sog. "Arbeitskreis gegen den Kärntner Konsens" hatte im Vorfeld via Nachrichtenagentur und Internet zur Teilnahme an der Kundgebung aufgerufen. Schon am 16. 9. hatten rund 15 Personen in der Klagenfurter Innenstadt lautstark gegen das Ulrichsberg-Treffen protestiert und mussten von der Polizei von Anhängern des Traditionsfestes getrennt werden. Unter diesen befanden sich auch einige Skinheads, zu Zwischenfällen kam es aber nicht.

In Krumpendorf am Wörthersee, hatte ein 30jähriger BRD-Staatsbürger am 17. 9. bei einer nicht genehmigten Demonstration Polizeibeamte attackierte.
 
 

ÖVP-Landesrat Martinz war der erste Festredner der Traditionsveranstaltung, der unter den Teilnehmern für großen Unmut sorgte. Er machte nämlich ausdrücklich einen Unterschied zwischen Wehrmachtsangehörigen im Zweiten Weltkrieg sowie Mitgliedern von Waffen-SS und Totenkopfverbänden. Die beiden Letzteren hätten bewusst Verbrechen gegen die Menschlichkeit und "menschenverachtende Taten" begangen.

Mehr als 100 der weit über 1.500 Teilnehmer der Veranstaltung verließen daraufhin protestierend das Festzelt.

Der Präsident der Ulrichsberg-Gemeinschaft und frühere stellvertretende Landeshauptmann Rudolf Gallob (SPÖ) gab nach der Rede von Martinz eine Erklärung ab, wobei er festhielt, dass die ehemaligen Mitglieder der Waffen-SS, im Gegensatz zu jenen der Totenkopfverbände, auf dem Ulrichsberg sehr wohl willkommen seien. Es handle sichnicht nur um ein Treffen der Kriegsheimkehrer, sondern um eine Begegnung für die Erhaltung des Friedens, betonte Gallob.

Auch die Demonstrationen gegen das Erinnerungstreffen an die Opfer beider Weltkriege und des Kärntner Abwehrkampfes auf dem Ulrichsberg sorgten bei den Teilnehmern für großen Unmut.

Alle Redner versicherten, dass die Veranstaltung keineswegs der Verherrlichung des Krieges, sondern vielmehr dem Frieden diene.

[18. September 2005]

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Linksradikaler Gegendemonstrant verurteilt

Ein 30-jähriger Münchner wurde am 20. 9. 2005 in Klagenfurt (Kärnten) in einem Schnellverfahren wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt zu neun Monaten bedingter Haft verurteilt und mit zehnjährigem Aufenthaltsverbot belegt. 

Der Linksradikale hatte laut Polizeiangaben am Vorabend des Ulrichsberg-Treffens bei einer Gegendemonstration in Krumpendorf am Wörthersee einem Polizisten mit beiden Händen einen Stoß versetzt und andere Demonstranten aufgefordert, gegen die Polizeibeamten gewaltsam vorzugehen.

SPÖ-Sicherheitssprecher Hannes Jarolim kündigte am 21. 9. an, dass er im Zusammenhang mit dem Fall eine parlamentarische Anfrage an Justizministerin Karin Gastinger (BZÖ) richten werde. Für Jarolim sind die Vorfälle "skandalös", die Umstände der Festnahme "mehr als zweifelhaft": "Es wundert mich sehr, dass die Polizei offensichtlich ihr Augenmerk mehr auf die Gegendemonstrationen legt als auf diese höchst zweifelhafte und umstrittene Veranstaltung auf dem Ulrichsberg selbst."
(Präsident der Ulrichsberg-Gemeinschaft ist der frühere stellvertretende Landeshauptmann von Kärnten und SPÖ-Parteigenosse Jarolims, Rudolf Gallob).....

[21. September 2005]
 

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Ulrichsbergtreffen 2003

Der Ulrichsberg ruft! Dieser Aufforderung folgten am 21. 9. 2003 Wochenende etwa 600 Teilnehmer zum alljährlichen Heimkehrertreffen auf dem Ulrichsberg bei Klagenfurt (Kärnten). Wärmende Sonnenstrahlen und das Panorama der Klagenfurter Alpen vergoldeten dieses wichtige Ereignis. Die Organisation der Ulrichsberggesellschaft war einwandfrei. So stellte man einen Bustransfer zum Gipfel, das österreichische Bundesheer unterstützte und das Rote-Kreuz sorgte für die medizinische Versorgung. Ebenso freundlich und hilfsbereit überwachte die österreichische Polizei den Ablauf der Feierlichkeiten. Überwiegend ältere, aber auch eine Großzahl jüngerer Teilnehmer, nahmen an der Gedenkveranstaltung teil, bei der den Opfern und Heimkehrern des Kärntner Freiheitskampfes, sowie den Gefallenen und Mitkämpfern beider Weltkriege gedacht wurde. Zwischen dem Troß parkender Fahrzeuge war sogar ein Schwimmwagen der Wehrmacht zu erblicken, dessen außergewöhnliche Erscheinung allerlei Aufmerksamkeit auf sich zog. Zum Gedenken wurden feierlich Kränze und Blumen niedergelegt. Eine Kapelle vom Bundesheer spielte das Lied vom "Guten Kameraden", das so manchem Anwesenden ein Tränlein in die Augen trieb. Da standen sie in Gedanken noch einmal vor ihnen: die verlorenen Kameraden der Jugendzeit. Der angetretene Fahnenblock ließ die Menge nachdenklich schweigen, auch die Sachsenfahne wehte am Schaft eines "Ehemaligen" der Waffen-SS. Am Rande der Veranstaltung fanden sich Alt und Jung zusammen. Die Erlebnisgeneration berichtete unverfälscht und väterlich den fragenden Jungen. Eine Erinnerungstafel für die in UN-Mission gefallenen Österreicher, schlug eine bewegende Brücke in das Kriegsgeschehen der Gegenwart. Alles in allem eine gelungene, ehrwürdige Gedenkveranstaltung. Allein die Hauptrede einer Klagenfurter Historikerin trübte den sonst so strahlenden Himmel dieses Gedenktages. Unpassende Diffamierungsversuche mit Worten wie: "Vernichtungskrieg" und "Schuld" - ließen manches Soldatenherz erschaudern. Dies war weder der rechte Platz für dumpfe Schuldzuweisungen, noch die rechte Zeit, vorurteilsvergiftete Hetzparolen in die Reihen der Anwesenden zu schicken. Viele ältere und jüngere Teilnehmer verließen darauf protestierend und verbittert die Veranstaltung. Es scheint, als habe nun auch in Klagenfurt die "politische Korrektheit" ihren sieges-grinsenden und wahrheits-verspottenden Einzug gehalten. Was bleibt, ist der bittere Nachgeschmack öffentlicher Entehrung. 

HSN

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Heimkehrertreffen auf dem Ulrichsberg

Am 6. Oktober 2002 fand wieder das traditionelle Treffen der Kriegsveteranen auf dem Ulrichsberg (Kärnten) statt. Die Festansprache hielt der Landeshauptmann von Kärnten.
Landeshauptmann Haider sagte in seiner Rede, es sei eine gute Tradition, daß aus ganz Europa ehemalige Kriegsteilnehmer auf den Ulrichsberg kommen, um der gefallenen Kameraden zu gedenken und für die eigene glückliche Heimkehr zu danken. Er verwies darauf, daß gerade die Kriegsheimkehrer am Wiederaufbau in Österreich großen Anteil hätten. 

Die Botschaft des Treffens heiße Friede und Freiheit. Die Grundlage sei eine ehrliche Betrachtung der Geschichte und der totalitären Verirrungen des 20. Jahrhunderts. Man müsse die richtigen Konsequenzen daraus ziehen: "Wenn man daher ein friedliches Europa aufbauen will, dann kann das nur sein, wenn auf Unrechtsgesetze wie die menschenverachtenden Benes-Dekrete und Avnoj-Beschlüsse verzichtet wird", betonte der Landeshauptmann. 

Im Hinblick auf den bevorstehenden 10. Oktober sagte er, daß es Abwehrkampf und Volksabstimmung zu verdanken sei, daß Kärnten frei und ungeteilt bei der Republik Österreich ist.
Landeshauptmannstellvertreter Rudolf Gallob (SPÖ) unterstrich in seiner Festrede die Bedeutung des Gedenkens an die Gefallenen und die Erhaltung des Friedens: "Wir, die wir den Krieg erlebt haben, sind die besten Zeugen, daß Krieg immer schlecht ist. Die Soldaten, derer hier gedacht wird, sind nicht die Erfinder des Krieges, das sind immer die politischen Funktionsträger gewesen." 

Unter den Ehrengästen befanden sich Sozialminister Herbert Haupt (FPÖ), LHStv. Karl Pfeifenberger (FPÖ), Altbürgermeister Leopold Guggenberger (ÖVP), die Klubobmänner Martin Strutz (FPÖ), Adam Unterrieder (SPÖ) und Klaus Wutte (ÖVP), Grundeigentümer Graf Leopold Goess sowie eine Abordnung des Bundesheeres.

SPÖ-Landesvorsitzender Peter Ambrozy bezeichnete den Ulrichsberg als "heiligen Berg". Auch er ging auf den Kärntner Abwehrkampf ein: "Er mußte für eine gerechte Sache geführt werden. Durch die erbrachten Opfer wurden Diktatur und viel Leid erspart." 

ÖVP-Landesobmann Georg Wurmitzer sagte, er verstehe den Wunsch der Heimkehrer nach dieser Veranstaltung: "Das Ulrichsbergtreffen ist gegen niemanden gerichtet, sondern ein Gedenken für die verstorbenen Kameraden."

Der Klagenfurter Bürgermeister Harald Scheucher (ÖVP) erinnerte daran, daß sein Vater 1959 das 20 Meter hohe Kreuz auf dem Ulrichsberg errichten hatte lassen. Daher sehe er den Berg als ein Stück Erbe, das er mit Zähnen und Klauen verteidigen werde.

[6. Oktober 2002]

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Gedenkfeier auf dem Ulrichsberg

Zum Tag der 41. Ulrichsbergfeier am 1. Oktober 2000 sind viele Häuser im Gebiet um das Zollfeld nördlich von Klagenfurt (Kärnten) beflaggt. Schon im Morgengrauen windet  sich eine endlos scheinende Autoschlange den holprigen Weg auf den Berggipfel. Oben, unter dem riesigen Gedenkkreuz neben der vor drei Jahren von Linksradikalen verwüsteten Ruine der Gedächtniskapelle, versammeln sich die Kriegsveteranen der deutschen Wehrmacht zum traditionellen Heimkehrertreffen.

Als Gäste nehmen chargierte Studenten Aufstellung,
Reporter richten Kameras und Mikrophone ein. Ebenso sind tausende Besucher aus Europa und den USA da und zahlreiche Kamerateams und Reporter, nur die angekündigten linken Demonstranten blieben aus.

Der Ulrichsberg ist an diesem Sonntag in dichten Nebel gehüllt, eine effizientere Störaktion als der immer dichter einsetzende
Regen ist schwer vorstellbar. Kurz vor der offiziellen Feier marschierten Burschenschafter, Kameradschaftsbündler, Kärntner Abwehrkämpfer sowie ausländische Abordnungen auf. Stolz präsentierten SS-Veteranen der Kameradschaft IV ihre schwarze Fahne mit dem abgewandelten Wahlspruch: "Des Soldaten Ehre heißt Treue." Auch die Lega Nord war samt Fahne mit einer starken Abordnung vertreten, ebenso eine Gruppe Triestiner Monarchisten.

Nach der Feldmesse intonieren die Bläser des Kameradschaftsbundes "Ich hatt' einen Kameraden", dann beginnt die 41. Ulrichsberg-Gedenkfeier. Landeshauptmann Dr. Jörg Haider ist der Festredner.

Er beginnt mit einer Zurechtweisung der Kritiker des Treffens: Der Ulrichsberg habe es sich nicht verdient, "von einigen, denen
eine Lektion in Geschichte erteilt werden müßte, in den Schmutz gezogen zu werden". Es gebe Polemiker eines absonderlichen
Zeitgeistes, die den Kollektivschuldgedanken predigen, Kinder gegen ihre Eltern aufhetzen und Kriegsdenkmäler beseitigen wollen, sagte Haider. "Es kann nicht so sein, daß die Geschichte unserer Väter und Großväter aufgrund des absonderlichen Zeitgeistes zu einem einzigen Verbrecheralbum gemacht wird und ihre Leistungen vor der Geschichte mit Füßen getreten werden." Sie alle seien "gute Bürger gewesen, die ihre Jugend geopfert und nach dem Krieg eine großartige Aufbauarbeit geleistet haben", pries Haider die "Charakterstärke" all derer, die "vor     Verteufelungen nicht in die Knie gegangen sind". Die Kriegsgeneration habe ihre Lektion aus dem Totalitarismus jedenfalls gezogen. Die linksgerichteten Kritiker des Ulrichsberg - Treffens und die Unterstützer der ebenfalls umstrittenen     Wehrmachtausstellung bezeichnete Haider als Tugendterroristen". 
Haider forderte eine Entschuldigung jener Politiker, die vor vier Jahren "den Verleumdungen der Wehrmachtsausstellung" ihren Ehrenschutz gegeben hätten. Denn der Friede brauche auch
Wahrheit. Der Friede sei ohne ein demokratisches Europa der Bürger nicht möglich, schwenkt Haider um zur Gegenwart.
Sanktionen gegen aufrechte Demokraten dürfe es künftig nicht mehr geben.

Der Faschismuskeule müsse man entgegentreten, sagt Haider und trifft eine Unterscheidung: "Freiheit bedeutet auch Denkfreiheit,
aber niemals Narrenfreiheit für extreme Linke und Denkverbote für konservative Rechte." Heftig wendet sich der Ex-FP-Chef gegen die Benes-Dekrete. Er spricht auch von sozialer Gerechtigkeit als Grundlage für den Frieden, bekennt sich zum Schutz der Volksgruppen, sagt aber "Nein zum multikulturellen Einheitsbrei". Die "Clique pseudointellektueller Besserwisser" solle zur Kenntnis nehmen, daß man einem Volk Heimatbewußtsein nicht austreiben könne. 

Kärnten
Das  Treffen der Kriegsveteranen am 1. Oktober 2000 stand unter  dem  Motto  "Friedensforum  2000 - Wegkreuz  2000"

[1. Oktober 2000]

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