Sonnwendfeiern 2010: Samstag, 12. Juni 2010, 20 Uhr
A-3541 Senftenberg (Niederösterreich), Burgruine
Sonnwendfeier, Feuerrede: Prof. Dr. J. Pasteiner__________ Freitag, 18. Juni 2010, 19:30
A-1230 Wien-Liesing, Wp. Alt-Erlaa, Zirkuswiese
Sonnwendfeier, Feuerrede: Abg. H. C. Strache
http://www.liesing.fpoe-wien.at/__________ Samstag, 19. Juni 2010, 19 Uhr
A-2111 Seebarn (Niederösterreich), Kellergasse
Sonnwendfeier, Feuerrede: EU-Abg. A. Mölzer
http://www.fpoe-noe.at/__________ Montag, 21. Juni 2010, 19 Uhr
A-1190 Wien, Höhenstraße 382, Am Cobenzl,
Sonnwendfeier, Feuerrede: Dipl. Ing. Th. Thürriedl
(erreichbar von U4-Heiligenstadt-Bus38a oder über Endstation der Straßenbahn Linie 38 (Grinzing)-Bus38a)
http://www.oelm.at/
http://www.wkr.at/____________
Sonnwendfeier 2007 in Wien
„Man stelle sich vor: ein dreifacher Familienvater will mit Frau und Kindern eine Sonnwendfeier besuchen. Dort wird ihm aber plötzlich eröffnet, daß er an der Feier nicht erwünscht sei.
Das Pikante an der Sache: es handelt sich nicht etwa um eine 08/15-Sonnwendfeier, sd. es ist die Sonnwendfeier der ÖLM (Österreichische Landsmannschaften) und des WKR (Wiener Korporationsring).“Mit diesen Worten begann vor rund zwei Wochen ein Artikel in altermedia (nachzulesen samt Kommentaren hier), der dann Zitate brachte, in denen ich als „Spitzel und Schlechtmacher denunziert wurde.
Darf man alles, gesagt von „Hinz oder Kunz“, unwidersprochen lassen? Nein! Da ich diese ungeheuerlichen und infamen Behauptungen nicht hinzunehmen gedenke und da der erste Akt in dieser Sache nun gelaufen ist, möchte ich mich nun selbst zu Wort melden und einige Dinge klarstellen!
Mich als Spitzel zu bezeichnen ist eine üble Beleidigung!
Gemäß „Ritterlichem Ehrenbrauch“ habe ich den für mich greifbaren Beleidiger (”Weil er der ärgste Spitzel ist, der ärgste Schlechtmacher”), den WKR (Wiener Korporationsring) auf Genugtuung gefordert. Die Sache ist weiterhin am Laufen, warum ich noch keine näheren Details über den Verlauf mitteilen kann.Zunächst einmal um Unklarheiten klarzustellen.
Ich habe eine Hochschulpartie gefochten. Die, die dabei waren, bzw. die damalige Zeit mit mir erlebten wissen das und gibt es an berufenen Orten auch die entsprechenden Aufzeichnungen.
Die letzten Sonnwendfeiern in Wien, zu denen ich nachstehend noch näheres auszuführen habe, habe ich besucht – und das problemlos!
(z.B. hier)Die Sonnwendfeier in Wien hat eine über hundert Jahre alte Tradition und galt seit jeher als Mahn- und Bekenntniskundgebung hier lebender Deutscher.
Die Namen der offiziellen Veranstalter und auch deren organisatorische Zusammensetzung änderten sich in der Zeit, was aber dem grundsätzlichen Charakter der Veranstaltung keinen Abbruch tat.Erst in den 90ern des verwichenen Jahrhunderts machte die rote Stadtregierung Wiens dieser deutschen Tradition insofern ein Ende, daß aus feuerpolizeilichen Gründen die Veranstaltung auf öffentlichem Grund untersagt wurde.
Dies schien die Organisatoren nur bedingt zu stören und sie verlegten kurzerhand den Ort der Feier unmittelbar außerhalb der Stadtgrenze, womit die Wiener Feuerpolizei ihrer exekutiven Macht beraubt wurde. (Näheres über Sonnwendfeiern tieferstehend)
Welcher Ratschluß dann dazu führte rund um den Milleniumswechsel aus der traditionellen Wiener Sonnwendfeier eine Privatveranstaltung zu machen, werden vermutlich nur jene erklären können, die hieraus unmittelbaren Nutzen ziehen!
Denn dies geschah!Plötzlich vermeinten Korporationen, daß es sich bei dieser Sonnwendfeier um eine Art „studentischen Mittsommernachtsbrauch“ handle, der auch nach korporativen Ritus abzuwickeln sei.
Ebenfalls ein klarer Traditionsbruch!Als ich nach 7 ½ Jahren politischer Haft erstmals wieder die Wiener Sonnwendfeier besuchte, da war ich ziemlich entsetzt.
Der Feuerstoß war übersichtlich ….. (etwa meterhoch) – früher hat er doch zumindest an die drei Meter Höhe und darüber gemessen.Auch die Tatsache, daß livriertes Bedienungspersonal (wobei der kochbehaubte Essensausgeber aus Innerafrika ein besondere Pointierung darstellte) aus Silbertöpfchen kalte und warme Imbisse (natürlich gegen Bezahlung) reichte, erinnerte eher an ein Südstaatenbarbecue, denn an eine traditionelle Sonnwendfeier.
Dies schreckte mich wohl ab, aber eingedenk der Tatsache, daß ich auch der lokalen Tradition gegenüber eine gewisse Verantwortung trage, aber auch des Umstandes, anläßlich des Sonnwendfeuers alte Bekannte zu treffen, ließ mich diesen Termin als Fixpunkt im Jahr einplanen und stets einhalten.
Zur Geschichte der Wiener Sonnwendfeier:
Vor 1897 gab es im ganzen Wiener Stadtgebiet traditionell Sonnwendfeiern.1897, nachdem Lueger Bürgermeister von Wien wurde, ließ er alle Sonnwendfeiern verbieten. Dieses Verbot geht auf eine persönliche Auseinandersetzung zwischen Lueger und Schönerer zurück und waren die Sonnwendfeiern immer klarer Ausdruck der Deutschen in Wien, was Lueger als Konkurrenz empfand und vermeinte sich dieser durch ein Verbot entledigen zu können.
Dies war aber gleichzeitig der Beginn einer Neuformung der Tradition.
Um das Verbot zu umgehen wurde in Rodaun (heute Teil des 23. Wiener Gemeindebezirkes) bei der Mitzi Langer Wand das Schauspiel „Totilas Tod“ aufgeführt, dessen dramatischen Höhepunkt ein Sonnwendfeuer darstellte. Dieses Sonnwendfeuer war dann auch der Ersatz für alle bislang andernorts in Wien abgebrannten.
Somit war das Lueger´sche Verbot wirkungslos und es fand alljährlich am 21. Juni in Wien die nationale Feierlichkeit der Sonnwende mit Feuer statt.
In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts ritterte nun auch das „Rote Wien“ um das schönste Sonnwendfeuer, und während Turnerbund, Großdeutsche Volkspartei u.a. auf dem Schafberg (zu den Wiener Bezirken Währing und Hernals gehörig) ihre traditionelle Feier abhielten brannte die Sozialdemokratie ihr Sonnwendfeuer auf dem Wiener Rathausplatz ab.
Der katholische Ständestaat versucht traditionell auf den nationalen Zug aufzuspringen und unter dem Titel der Johannisfeuer alle um Sommersonnwend brennende Feuer christlich zu vereinnahmen. Aber auch hier verblieb von Turnern und anderen nationalen Verbänden geführt die Deutsche Sonnwendfeier in Wien.
Nach dem Krieg und der Besetzung wurde traditionell am Wiener Schafberg, dann am Wiener Satzberg, weiter auf der Perchtholdsdorfer Heide, diese Wiener Sonnwendfeier alljährlich abgehalten und es war klar, daß alle nationalen Kräfte aus der Region daran teilhaben sollten.
Bislang schien dies offensichtlich nötige Tradition zu sein.
Daß diese ausgerechnet von den selbsternannten Wächtern der Tradition zerstört werden soll…. ist es ein Treppenwitz der Geschichte oder das tödliche Wirken der Reaktion?
Gottfried Küssel
NS: Als Mitveranstalter dieser Sonnwendfeier fungiert auch die Österreichische Landsmannschaft (Nachfolgeorganisation des Deutschen Schulvereins 1880). Wie diese ihr Motto lebt wird sie wohl auch nur schwerlich erklären können?
„Die Österreichische Landsmannschaft wirkt seit ihrer Gründung für den Erhalt deutscher Kultur, wo sie bedrängt ist. Unabhängig von parteipolitischen und/oder konfessionellen Interessen vereint die Landsmannschaft viele Mitstreiter im Sinne der Stärkung von Kultur, Bildung, Naturverbundenheit, Gesundheit, Familien- und Gemeinsinn. Volksbildung, Heimatkunde und Heimatpflege sind uns besondere Anliegen.“
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4 Responses to “Gottfried Küssel: Korporationen in Geiselhaft von Opportunisten? (Teil 2) (10.07.07)”1. qwertz :
July 10th, 2007 at 9:13Alle nationalen Einrichtungen werden von antideutschen, rassisitischen Zersetzern infiltriert.
2. Elisa :
July 10th, 2007 at 12:35M.E. geht der Bericht am Thema vorbei, trotzdem vielen Dank für die historisch interessante Aufklärung bzgl. Wiener Sonnwendfeiern und der amüsanten Beschreibung des Personals (und des Holzhäufchens), die völlig zutrifft.
Die Anschuldigung gegenüber GK („Spitzel“) stammt aus dem Standard vom 25.6.07. Ob sie vor Ort so getätigt wurde, müsste erst geklärt werden. Daß der Urheber wirklich zu eruieren ist, bezweifle ich, der Journalist wird sich aus der Sache raushalten und GK hätte wohl nur bei einer Anzeige auf „üble Nachrede“ die Chance, hier Klarheit zu bekommen, um dann weitere Schritte zu unternehmen. Was das aber bringt, muss man sich auch fragen, da die m.E. wahren Hintergründe weit gravierendere sind:
1. Ich bin überzeugt, dass die Abweisung eher mit einem offiziellen Gast des Abends zu tun hatte, HC Strache hatte ja eine Rede gehalten. Die beiden sollten wohl nicht zusammentreffen (Stw. Fotoaffäre), obwohl jeder weiß, dass GK damit nichts zu tun hat.
2. Über die Ausrichtung (und ihre Veränderung) der Wiener Korporierten in Sachen wahres Nationalbewusstsein sollte man sich auch einmal Gedanken machen… Dies ist bspw. der Grund, weshalb ich nicht mehr dabei bin.
Frage mich, warum GK darauf nicht eingeht??
3. Gottfried Kuessel :
July 10th, 2007 at 13:53@ Elisa
Die “Spitzelbehauptung” wird in jedem Fall dem WKR (Wiener Korporationsring) zugeschrieben. Es liegt also an diesem sich die Äußerung zu Eigen zu machen, oder sie von sich zu weisen.Ob ein Herr Strache bei einer Sonnwendfeier anwesend ist, oder nicht, das ist zweitrangig. Mir war dieses Jahresfest fester Bestandteil meines Jahreslaufes, da hat ein Herr Strache - mit Verlaub - “Hemd und Hose noch in einem Stück getragen”.
Ich gehe im Moment auf die ganze “Affaire” nur soweit ein, als sie die Vorkommnisse bei der diesjährige Sonnwendfeier und jene rund um diese betreffen.
Ein grundlegenden Diskurs sollte gegenwärtig eher von anderen geführt werden. Ich mische mich da erst ein, wenn die mich betreffende Sache ein Ende gefunden hat.4. Elisa :
July 10th, 2007 at 15:36@ GK
“Ob ein Herr Strache bei einer Sonnwendfeier anwesend ist, oder nicht, das ist zweitrangig. Mir war dieses Jahresfest fester Bestandteil meines Jahreslaufes, da hat ein Herr Strache - mit Verlaub - “Hemd und Hose noch in einem Stück getragen”.”
Das mag ja alles so sein, aber DIR wurde ja der Eintritt verwehrt und nicht umgekehrt. Ich denke nicht, dass du dich hier für deine Beweggründe, ein Sonnwendfest zu besuchen, rechtfertigen musst.
Ich wundere mich nur, warum man früher nie etwas gegen deine Anwesenheit hatte. Seltsam, nicht?
Der “grundlegende Diskurs” ist wahrlich Sache der Betroffenen (B!), das hatte ich auch nicht anders gemeint, nur zweifle ich an deren Mut, sich diesem offen zu stellen.
[aus "http://de.altermedia.info/"]
Sonnwendfeier in Wien und Niederösterreich Am 20. 6. 2003 fand die traditionelle Sonnwendfeier freiheitlicher Gruppen in Seebarn (Niederösterreich), zu der die Teilnehmer persönlich geladen wurden. Allerdings erfuhren Linksradikale von dem Termin und riefen über ihre Internetseiten zu Störaktionen auf, wozu es aber wegen der geringen Zahl der Linken bei der Veranstaltung nicht kam. Allerdings kam ein Fernsehteam des französischen Fernsehsenders Arte, bekannt durch seine antinazistischen Hetzsendungen, zuletzt über Le Pen vor ca. zwei Wochen.
Zu den Teilnehmern der Feier sprach die Parlamentsabgeordnete Barbara Rosenkranz (FPÖ) und Vizekanzler Herbert Haupt (FPÖ), der die Feuerrede hielt.
Herbert Haupt sprach von den wahren Werten und den Umgang mit der Natur und der reinigenden Kraft des Feuers. U. a. erklärte er, "Wir, die wir in den Städten hausen, haben längst den Zusammenhang zur Natur verloren." Fleiß, Ehre, Heimatbewusstsein, Treue und Gemeinschaft sind die traditionellen Werte, die ernst zu nehmen sind" und "Die Political Correctness kann unser Rückgrat nicht verbiegen." .Am 21. 6. 2003 fand die Sonnwendfeier des Wiener Korporationsringes und der Österreichischen Landsmannschaft auf dem Cobenzl (Wien XIX) statt. Festredner war Prof. Werner Pfannhauser, Obmann der "Interessengemeinschaft Muttersprache" "Volksbewusste Menschen sehen im Volk einen Teil ihrer selbst", sagte Pfannhauser. Kinder würden heute eher als Belastung angesehen und zu Zehntausenden werden sie ermordet, bevor sie auf der Welt sind. Österreich gehe den gefährlichen Weg von einer Abstammungs- zur Territorialgesellschaft. "Wenn Politiker beginnen, das Volk auszutauschen, sollte das Volk beginnen, die Politiker auszutauschen."
[22. Juni 2003]
Linke Medienhetze gegen Volksanwalt Stadler Seit seiner Ansprache bei der Gedenkfeier vom 8. Mai 2002 bei einer Veranstaltung des Ringes Volkstreuer Verbände in Wien steht Volksanwalt E. Stadler unter Beschuß der Vergangenheitsbewältiger. Bekanntlich wollen linke Politiker und Meinungsterroristen den 8. Mai 1945 zum Freudentag erklären und als Tag der Befreiung feiern, was Millionen Vertriebener und Entrechteter nicht verstehen würden.
Bei einer Sonnwendfeier am 21. 6. 2002 stellte Stadler seine schon am 8. 5. gemachten Äussagen klar. Stadler sagte, Österreich sei 1945 - und das sei zur Staatsideologie geworden - angeblich vom Faschismus und der Tyrannei befreit worden. Für ihn habe Österreich wirkliche Freiheit erst mit dem Abzug der Alliierten 1955 erlangt. Der Selbständigkeit sei die Besetzung 1938 genauso abträglich gewesen wie die Besetzung 1945 durch die Alliierten. Was schlimmer war, wollte Stadler nicht beurteilen: "Für viele waren die Nazis schlimmer, für andere das Sowjetregime. Für mich ist das egal, ich sehe es nur gelassener."
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Volksanwalt Stadler (r.) bei der Sonnwendfeier am 21. 6. 2002 in Seebarn (Niederösterreich)Gegner der Meinungsfreiheit nehmen jetzt, drei Wochen später, diese Äußerungen zum Anlaß, eine wüste Hetze gegen Stadler vom Zaun zu brechen und glauben, damit das Meinungsmonopol der linken Tugendterroristen wieder herstellen zu können.
Eine "skandalöse Entgleisung" sieht SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl in den Aussagen des Volksanwalts und früheren FPÖ-Klubobmanns Ewald Stadler. Die grüne Klubvizechefin Madeleine Petrovic bezeichnete Stadler am Mittwoch als "untragbar" und forderte seinen Rücktritt. Eine Verklärung des Nationalsozialismus sieht Volksanwalt Peter Kostelka (SPÖ) in den Aussagen seines Kollegen. Der ausländerfreundliche Grünenpolitiker und Befürworter einer bedingungslosen Osterweiterung Voggenhuber warf Stadler vor, er mißbrauche die Unabsetzbarkeit des Volksanwaltes für NS - Propaganda..Auch Parlamentspräsident Fischer (SPÖ) kritisierte Stadler.Am Rande des Besuches des Außenministers des Irak in Kärnten nahm J. Haider am 6. 7. 2002 auch zu der Diskussion um die Angriffe auf Volksanwalt Stadler Stellung. Auch er sieht keinen Grund für einen Rücktritt von Ewald Stadler als Volksanwalt.
Es sei die übliche Debatte, bei Freiheitlichen werde immer jedes Wort auf die Goldwaage gelegt. "Andere, wie der Ex-SPÖ-Finanzminister Rudolf Edlinger, können im Parlament 'Sieg Heil' rufen, ohne daß es für sie Konsequenzen gibt", erklärte der Landeshauptmann. Für ihn ist Stadlers Aussage "unbedeutend, weil ich seine Einstellung kenne und weiß, daß er ein Anhänger von Demokratie und Freiheit ist".
Der Vorsitzende der FPÖ Niederösterreich, Ernest Windholz stellt sich im Gegensatz zu einigen Exponenten der Bundes-FPÖ voll hinter Stadler. Gerade Niederösterreich habe in der Zeit zwischen 1945 und 1955 unter der damaligen russischen Besatzung gelitten, sagte Windholz am 5. 7. 2002. Windholz betont Stadlers Mut, Voksanwalt Stadler habe einfach den Mut besessen, diese Thematik einmal offen anzusprechen.
Windholz: "Es soll niemand verschweigen, was hier in Niederösterreich von 1945 bis 1955 auf die Bevölkerung niedergeprasselt ist. Es ist egal, ob das ein braunes oder ein rotes Terrorrechime war, das ist unerheblich. Für mich gilt, das, was damals passiert ist, auf schärfste zu verurteilen."
Auch die Fraktionsvorsitzende der FPÖ im Landtag von Niederösterreich, Barbara Rosenkranz, erklärte am 8. 7., Stadler habe jeden Vergleich zwischen nationalsozialistischem Regime und Besatzungszeit abgelehnt. Weiters sagte Rosenkranz, die wie der Volksanwalt Landesobmann-Stellvertreter der NÖ Freiheitlichen ist, wenn Stadler das Wüten der Roten Armee beim Namen nenne, beziehe er sich auf Tatsachen, die in Niederösterreich noch vielen in schrecklicher Erinnerung seien.
Nicht umsonst habe Leopold Figl, einer der Gründerväter der Republik, erst am 15. Mai 1955 den jubelnden Österreichern vom Balkon des Belvedere aus "Österreich ist frei" zurufen können, erinnerte die Klubobfrau. Und nicht zuletzt feiere die Republik mit dem 26. Oktober den Tag als Staatsfeiertag, an dem 1955 der letzte fremde Soldat österreichischen Boden verlassen habe. Es sei bedauerlich, wenn sich nun auch Teile der ÖVP aus der Tradition Leopold Figls verabschieden wollten, und behaupteten, Österreich sei schon vor 1955 frei gewesen, sagte Barbara Rosenkranz.
Auf die Frage, ob Stadler Spitzenkandidat der FPÖ bei den Landtagswahlen 2003 werden könnte erklärte Rosenkranz, die Partei habe sich noch nicht festgelegt.Stadler sei natürlich nicht ausgeschlossen.
Der Volksanwalt wurde im Juni 1998 zum stellvertretenden Landesobmann der FP-NÖ gewählt und 2000 sowie 2002 in dieser Funktion bestätigt. Er ist auch als Spitzenkandidat der Freiheitlichen im Bezirk Krems (Niederösterreich) für die Landtagswahl im kommenden Jahr nominiert.
Auch die Wiener FPÖ verteidigt den Volksanwalt. Die Wiener FPÖ fordert eine sachliche Beendigung der Causa Stadler. Österreich habe andere und wesentlichere Probleme zu lösen, so die Landesobmann - Stellvertreter der FPÖ Wien Johann Herzog und Heinz-Christian Strache am 06.07.2002. Herzog und Strache bezeichnen die Aufregung um die Aussagen von Volksanwalt Ewald Stadler zum Kriegsende als "künstlich und ideologisch inszeniert".
[7. Juli 2002]
Polizeiwillkür gegen friedliche Sonnwendfeier Die Beckstein-Polizei hat bei Freilassing (Bayern) am 23. 6. 2001 ein Treffen von etwa 70 Teilnehmern einer Sonnwendfeier rücksichtslos aufgelöst.
Als Grund wurde angegeben, die Versammlung sei nicht angemeldet gewesen. Die Zusammenkunft fand jedoch auf Privatgrund statt, wofür keine Anmeldung erforderlich ist. Von Polizeiseite wurde behauptet, die Teilnehmer wollten die Sonnwendfeier für die "Verbreitung rechtsextremistischen Gedankengutes" mißbrauchen.
Die Versammlungsteilnehmer trafen sich auf einem Anwesen in der Nähe von Laufen bei Freilassing (Bayern) und waren aus ganz Bayern und Österreich angereist. Auch ein "bekannter Rechtsextremist" nahm laut Polizei an der Versammlung teil und wurde wegen "Aufforderung zu strafbaren Handlungen" vorübergehend festgenommen.
Die schikanöse Überprüfung der übrigen Teilnehmer ergab angeblich, daß die meisten von ihnen bei der Polizei "einschlägig bekannt" seien. Nach Ansicht der Polizei war es auch strafbar, daß bei der auf Privatgrund stattfindenden Veranstaltung Speisen und Getränke ausgegeben wurden, da dafür auch keine Genehmigung vorlag.
[24. Juni 2001]