Bildersturm im Gemeindebau

Ähnlich wie die Taliban wollen auch rotgrüne Kulturkritiker in Wien mißliebige Darstellungen aus früheren Zeiten gerne verschwinden lassen. Dazu gehört u. a. ein Wandgemälde des Wiener Künstlers Rudolf Böttger aus dem Jahre 1939, das sich auf einem Gemeindebau in Wien-Margareten befindet. Dessen Entfernung wird seit Jahren immer wieder gefordert. Am 20. 2. 2002 wurde wieder eine neue Kampagne gestartet. Dazu äußerten linke Kulturkritiker, daß das Gemälde eine überwundene Form einer großdeutschen Familie bzw. einer deutschen Großfamilie darstelle. Die abgebildete Frau sei eine Gebärmaschine weil sie vier Kinder hat, der Mann ein herrschsüchtiger Brotverdiener, die Knaben werden durch Kriegsspielzeug zu Tötungsmaschinen und die Mädchen durch Puppen zu neuen Gebärmaschinen abgerichtet....

 WIEN
Das Wandbild aus dem Jahre 1939 stört die linken Kulturkritiker

Da die Bevölkerung gegen eine Entfernung des Gemäldes ist, will die linke Wiener Stadtverwaltung durch Propagandaaktionen für ein Umdenken sorgen. Zu diesem Zweck haben sowohl ein Kulturstadtrat als auch ein Wohnbaustadtrat, beides SPÖ - Mandatare im Wiener Stadtparlament, zu einem "Künstlerwettbewerb" zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Wandbild aufgerufen. Interessant wäre festzustellen, ob die beauftragten Künstler überhaupt in der Lage sind, ein solches Kunstwerk zu schaffen, wie das Wandgemälde, über das sie ein Urteil abgeben sollen. Sie sollen deshalb zunächst ihre eigenen bisherigen Werke herzeigen. Was nach dem Wettbewerb geschehen wird, wurde von den Agitatoren noch nicht bekanntgegeben. Eine Entfernung des Gemäldes würde aber trotz roter Propagandaaktionen weiterhin von der Bevölkerung abgelehnt werden.

[20. Februar 2002]


 
Historische Fresken


Ausschnitt aus dem historischen Wandgemälde in einem ehemaligen Fabriksgebäude  bei Leipzig (Sachsen)

Im Gegensatz zu der Vorgangsweise in Kärnten, wo 1938 geschaffene Fresken entfernt werden sollen, haben die Landesbehörden in Sachsen entschieden, daß eine ähnliche Wandmalerei aus historischen Gründen an Ort und Stelle erhalten und sogar restauriert werden soll. 

Es handelt sich um eine Wandmalerei des Egerländer Künstlers Toni Schönecker, der 1939 in dem damaligen Fabriksgebäude Szenen bei Veranstaltungen des Arbeiterwohlfahrtvereines "Kraft durch Freude" (KdF) darstellte. Die Gemälde befinden sich im Stiegenaufgang des Gebäudes, in dem jetzt ein Fitnesscenter untergebracht ist.


Historisches Gebäude in Neukirchen bei Leipzig

Die Tochter des Kärntner Künstlers Swibert Lobisser, Burgunde Breiter, kritisierte die Entfernung der von ihrem Vater 
geschaffenen Fresken im Kärntner Landtag. Die 1938 aus Anlaß der Volksabstimmung über den Anschluß geschaffenen Fresken sollen entfernt und in einem Museum  für die Nachwelt aufbewahrt werden.  Da sie sich in einem öffentlichen Gebäude befinden, stehen sie automatisch unter Denkmalschutz. Die Kunstwerke wurden in den 60er Jahren durch eine Holzvertäfelung abgedeckt.
Eine Grazer Firma hat die Abtragung der Fresken übernommen


Teil der Wandmalerei des Malers Switbert Lobisser, die
 sich bisher hinter einer Holzwand im Landtag befand.

[30. Juli 2000]

Fresken im Kärntner Landtag >>

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