FPÖ-Kulturbeauftragter sprach auf der Wartburg

Am 8. 6. 2001 hat der Kulturbeauftragte des Landes Kärnten, Andreas Mölzer, auf der Wartburg in Eisenach gesprochen. Er ist Festredner des Burschentages 2001 der Deutschen Burschenschaft  (DB). Der Burschentag fand vom 6. bis zum 10. Juni 2001 auf der Wartburg bei Eisenach (Thüringen) statt.

Durch die Regierungsbeteiligung der FPÖ gelangten die FP-nahen akademischen Männerbünde in Österreich zu neuem Einfluß. Die Korporierten des national-freiheitlichen Lagers stellen drei Regierungsmitglieder (Haupt, Waneck, Böhmdorfer) und einen Landeshauptmann (Haider).

Puncto Burschenschaften hat übrigens der Jahreslagebericht 2000 des Österreichischen Innenministeriums festgehalten: Der von den "Burschenschaften unterschwellig ausgehenden rechtsextremen Ideologieverbreitung wird im Sinne des Sicherheitspolizeigesetzes weiterhin besonderes Augenmerk zugewendet".

Jüngste national-freiheitliche Frauenverbindung feiert mit Minister Herbert Haupt 

Die Sudetendeutschen Damengilde "Edda" feierte am 9. 6. 2001 in Wien ihren ersten Geburtstag. Prominenter Festredner: Frauenminister Herbert Haupt (FPÖ). Er habe aus seiner eigenen Mitgliedschaft bei der "Akademischen Landsmannschaft Kärnten zu Wien" nie ein Geheimnis gemacht, sagt sein Sprecher.

Die Damengilde wurde auch als Reaktion auf die Männerbünde gegründet, erklärt Initiatorin Brigitte Enzfelder ("aktives Mädel Ulla, bedeutet reich an Erbbesitz und Geistesgaben") im Ihren Erbbesitz definiert die angehende Ärztin als "deutschstämmig". Ziel sei die "Pflege national-freiheitlichen Gedankenguts".

Enzfelder beharrt nachdrücklich auf einem "anderen Nationenbegriff. Ich bin Österreicherin, aber wir sind einfach deutschstämmig. Österreich ist ein Vielvölkerstaat, aber wir legen halt Wert darauf, dass das deutsche Volksgut irgendwo erhalten bleibt."

Deutsches Volksgut soll aber auch außerhalb Österreichs erhalten bleiben. "Es gibt so viele Deutsche oder deutschstämmige Menschen in den ehemaligen Ostblockländern, die außerhalb der Menschenrechte leben und unterdrückt werden", erklärte Enzfelder: "Da sind Paragraphen drinnen, die die Menschenrechte verachten, und das könnte ich als Europäer nicht unterstützen."

"Objektiv betrachtet" sei es, bedauert Enzfelder, doch so, daß "wenn man Worte wie Vaterland, Ehre, Freiheit oder Deutsch in den Mund nimmt, man ein bißchen aus dem Augenwinkel angeschaut wird. Ich finde das nicht in Ordnung. Das hat mit Hitlerregime nichts zu tun, sondern einfach was mit Volksgut." 

[9. Juni 2001]

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Fronleichnamsumzüge in Süddeutschland

Mit Prozessionen und Gottesdiensten haben Hunderttausende in Dörfern und Städten Süddeutschlands das Fronleichnamsfest gefeiert.

In den Städten wurde die Monstranz mit der Hostie durch die Straßen getragen. Die Prozession in München wurde  traditionell von Jugendlichen aus dem Dekanat Giesing-Harlaching angeführt, die das zentnerschwere Kruzifix trugen. Am Umzug beteiligten 
sich auch die Burschenschaften. 

Das Fest stand unter dem Motto "Jesus Christus, einziger Erlöser der Welt - Brot für das neue Leben". Es ist das Leitmotiv des
Eucharistischen Weltkongresses, der in Rom tagt.

Das Fronleichnamsfest wird seit dem 14. Jahrhundert jeden zweiten Donnerstag nach Pfingsten gefeiert und dürfte auf germanische Bräuche zur Sommersonnenwende zurückgehen. 


Fronleichnamsprozession am 22. 6. 2000 in München

[22. Juni 2000]

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Sonnwendfeiern in Europa


Bereits ab 17. Juni 2000 kamen die Burschenschaften 
zum jährlichen Treffen auf der Wartburg 

Zu Sonnwendfeiern wurde vom 17. bis zum 21. 6. auch von heimattreuen Verbänden aufgerufen, u. a. in Heilbronn und Wien. 

Tausende kamen aus ganz Europa zu den Sonnwendfeiern in Stonehenge (England).


Sonnwendfeier in Stonehenge am 21. 6. 2000 

[22. Juni 2000]

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