Hellmut Diwald - ein Historiker
der Unbestechlichkeit!
gibt
es weder eine soziokulturelle
noch
eine politische Selbstbehauptung."
Hellmut
Diwald
"Die
Geschichte der Deutschen
wurde
(nach 1945) nicht sachbezogen
inspiziert
und interpretiert,
sondern
moralisch disqualifiziert."
Hellmut
Diwald
Am 26. Mai 1993 starb in Würzburg Prof. Dr. Hellmut Diwald, Ordinarius an der Universität Erlangen für Mittlere und Neuere Geschichte. Deutschland verlor mit ihm einen Historiker, der sich durch seine Forschungen und Publikationen unermeßliche Verdienste um die historische Selbstbewahrung und Selbstbehauptung, und das historische Selbstverständnis der Deutschen, um ihre geschichtliche Identität und ihr politisches Selbstbewußtsein erworben hat. Mit einer einzigartigen Unbestechlichkeit im Dienst an der historischen Wahrheit, Klarheit, Gerechtigkeit, Objektivität und Faktentreue, den Lebens- und Überlebensrechten auch des deutschen Volkes, führte dieser weit hervorragende Wissenschaftler einen Kampf gegen Umerziehung, Vergangenheitsbewältigung und Zeitgeist, der ihn heute schon als einen ganz großen Bekenner und großen deutschen Historiker in diesem Jahrhundert auszeichnet. Durch die Kraft seiner Darstellung und Sprache war er ein ebenso brillanter Geschichtsschreiber wie begnadeter Redner. Hellmut Diwald war ein Künder und Deuter einer tragfähigeren und humaneren sowie einer folglich auch freiheitlich-demokratisch stabileren, weil nicht auf der Haltlosigkeit der Lüge, sondern auf den ewig tragenden Säulen alles geschichtlich Entstandenen basierenden Gemeinschaftsgestaltung. Zudem war dieser vielfache Erfolgsautor Millionen von Fernsehzuschauern, etwa durch die Fernsehserie Dokumente Deutschen Daseins, von Wolfgang Venohr in Zusammenhang mit Sebastian Haffner, in Deutschland und Österreich bekannt.
Daß Diwald umstritten
war, kann dieses Urteil nur um so mehr bekräftigen. Zumal er in seinem
unbeirrten Glauben und in seiner Liebe zu Deutschland durch den Triumph der
Wiedervereinigung von West- und Mitteldeutschland, jedoch einer
Wiedervereinigung von Restdeutschland ohne Ostdeutschland und das Sudetenland,
in seinen Auffassungen von den unabdingbaren nationalen Notwendigkeiten, dem
Selbstbestimmungsrecht und der Freiheit aller Völker und Volksgruppen, ohne die
eine wirklich tragfähige und dauerhafte Friedensordnung in Europa unmöglich
ist, nachdrücklichst und zutiefst bestätigt wurde.
Die historischen
Ereignisse und Notwendigkeiten gaben ihm Recht und Genugtuung für seine
Beharrlichkeit, Standfestigkeit und Unbeugsamkeit im Dienst an Volk und
Vaterland und bestätigten zugleich den minderen Rang eines großen Teils der
deutschen Historikerschaft, die sich in ihren Forschungen und Publikationen
durch pseudowissenschaftliche Vergangenheitsbewältigung, vielfach im Dienst
bestimmter politischer Interessen und ideologischer Systeme, der Umerziehung
und des Zeitgeistes, mitunter bis zur Lächerlichkeit kleingeistig prostituierten.
1. Historiker der kompromißlosen Unbestechlichkeit
Es ist Hellmut
Diwald, der sich als Historiker der kompromißlosen Unbestechlichkeit, in der
unermüdlichen Forschung nach dem, wie es denn eigentlich wirklich gewesen ist,
in der nachfolgenden Präsentation dann des Eigentlichen, nämlich "warum es
so gewesen" (Hellmut Diwald), für das deutsche Volk und Vaterland aus Not
und nationalem Elend heraus nicht nur zu einem Bekenner, sondern auch als einem
Retter aus der Gefahr heraus und einen überragenden Schicksalsüberwinder
offenbarte. Wie bei Friedrich Hölderlin gilt für ihn: Was bleibt aber ist der
Toten Tatenruhm!
Diwald stiftete und
kündete historische Klarheit und historische Wahrheit, wo große Teile der
deutschen Historikerschaft bis auf den heutigen Tag die Rosse ihres völlig
verfahrenen pseudowissenschaftlichen Umerziehungskarrens am nationalen Elend
des eigenen Volkes permanent halten lassen. Ein nationales Elend, das durch
eine beispiellose Geschichtslosigkeit und Geschichtsaversion die Heilungskräfte
des Seins aus der Tradition und Überlieferung heraus verloren. Hieraus
resultierte eine Werte-, Normen-, (preußische) Tugend- und
Traditionszerstörung, in erschreckend
weiten Teilen auch ein Abfall vom Glauben an einen Gott - und ohne Gott zerstört
sich der Mensch, er gerät in die Brutalität materialistischer,
egoistisch-liberalistischer und hedonistischer, eine die Zukunft und das Glück
der Menschen mehr und mehr zersetzende Lebensweise. In den puren Atheismus und
Nihilismus! Die vielfältigsten Mißstände in unserer Zeit, etwa die
ethisch-sittliche Verwahrlosung durch den Verlust der Ehrfurcht vor der
Geschichte, die das Auge der Wahrheit ist, der gerechten und wahrhaften und
somit sinnstiftenden und erkenntnisbringenden Würdigung des Daseins der vielen
Generationen, die vor uns schufen, lebten und litten, ihrer zu einer höheren
Seinsweise des Menschen schon gemachten Erfahrungen und auch Irrtümer, stehen
in einem ursächlichen und unzerstückelbaren Zusammenhang.
Weil wir nicht mehr
in Wahrheit und Gerechtigkeit, in Demut und Ehrfurcht, in historischer Klarheit
das "Woher" erfassen können, wissen wir um so weniger um das
"Wohin" und "Wozu".
Wir wissen vielfach nur um die Freiheit "Wovon", aber nicht
mehr um die Freiheit "Wozu".
Dieses Verhängnis der
Geschichtslosigkeit erkannte Hellmut
Diwald wie kein zweiter deutscher Historiker in diesem Jahrhundert.
Zumindest ist dies die notwendige und
logische Konsequenz aus allen seinen wissenschaftlichen Analysen. Wer die
Ehrfurcht vor der Geschichte kennt, verliert sich nicht in
kontraproduktiv-humanitären sozialistisch-internationalistischen, durch den
Untergang des marxistisch-kommunistischen Totalitarismus endgültig widerlegten
Heils- und Irrlehren oder in sogenannten "progressivem", allein ideologischem
Sinnvermittlertum unter Mißachtung der Würde und Humanität auch des
Andersdenkenden. Er erkennt die ewig gültigen Werte und will sie bewahren und
erhalten. Er weiß um den freiheitsstiftenden Wert der Tugenden wie Treue, Ehre,
Pflicht, Dienst, Zuverlässigkeit und Wahrhaftigkeit, Wahrheit und Objektivität,
ohne die das Leben im Grunde nicht lebenswert wäre. Der vielleicht größte
Anschlag der
Werte-, Normen-,
(preußischen)Tugenden- und Traditionszerstörung durch die Jugend- und
Studentenrebellion gegen Ende der sechziger Jahre, der linksextremistischen
68er APO-Revolution und Rebellentum,
wurde aus der Geschichtslosigkeit heraus getragen. Ihr Motto lautete:
"Die Vergangenheit war dumm und schlecht, die Zukunft wird gescheit und
gut und endgültig richtig sein."
Wer fähig ist, aus der Geschichte zu lernen, kann die Vergangenheit
nicht verachten. Die linke und linksradikale Utopie behauptet zwar, aus der
Geschichte Lehren zu ziehen, in Wirklichkeit verweigerte sie sich aber diesem
Anspruch. Ihr verachtenswertes ideologisches und utopisches Dogma lautet:
"Wir werden es zum ersten Mal viel besser machen als alle unsere
Vorfahren! Wir können es uns leisten, die Vergangenheit als schlecht zu
verachten!" Nur aus einem
Patriotismus und Wertkonservatismus heraus, getragen von den Erkenntnissen und
Lehren der Geschichte, schöpfen wir die größtmögliche Kraft, einem neuen
Totalitarismus, neuen irrealen Ideologien und Utopien zu widerstehen. Hierzu
kann uns nur ein tragendes Geschichtsbewußtsein befähigen. Ein Geschichtsbewußtsein
der historischen Wahrheit, Klarheit und Gerechtigkeit, nicht zuletzt auch für
das eigene Volk und Vaterland.
2. Gegen nationale Würde- und Ehrlosigkeit
Hellmut Diwald suchte
und fand auch den Quell der Freiheit
und Gerechtigkeit für das deutsche Volk und Vaterland, um es vor der
"geschichtlichen Selbstentäußerung" zu bewahren, wo große Teile der
deutschen Historikerzunft sich zur Magd der durch Siegerwillkür verordneten
Umerziehnung und Willfährigkeit machten. Dieser überwiegend völlig falsch
betriebenen Vergangenheitsbewältigung! Hier der Wille zur Freiheit und Würde
und dort die Unterwerfung zur nationalen Würde- und Ehrlosigkeit nahezu eines
ganzen Volkes. Hier der Name Hellmut Diwald in seiner wissenschaftlichen
Objektiviät und Faktentreue, dort Vergangenheitsbewältigung im Dienst
bestimmter antideutscher, links und linksradikal versessen-verschwommener
politischer Interessen und ideologischer Systeme, unbeschreiblich fanatischen
und bewußt "volkspädagogisch"
motivierten und verteidigten (etwa durch Golo Mann), Geschichtsmanipulationen,
ritualisierten Bewältigungsstrategien und einer pathologischen Sucht zur
permanenten nationalmasochistischen Selbstanklage und Selbstbezichtigung. Hier
der Name Diwald im Dienst an einer unbestechlichen Wissenschaftlichkeit, dort
die Manipulation und Deutung aus ideologischer Verblendung, aus einer
Pseudofreiheit heraus, wo die Entartung des Pluralismus ohne Grundkonsens als
praktische Anarchie die Geschichte unseres Volkes als "Inseratenwiese"
darbietet, auf der jede verkommene Umerziehungsmeinung und Fixierung nach Tarif
annoncieren kann. Gespeist durch dogmatische Vorgaben, inquisitorische
Praktiken und konformistischem Meinungsdruck, "volkspädagogischer"
Intentionen und moralisierenden Gesinnungsstatements, manichäistischen
Schwarz-Weiß-Bildern, Tabuisierungen, Legendenbildungen und hemmungslosen
Einseitigkeiten, kleinkariert-versessenen Dämonisierungen, moralischer Empörung
in aller Manipulationsabsicht statt wissenschaftlicher Durchdringung der Materie
"Geschichte", entstand ein gravierender Verlust an Wahrheit,
Klarheit, Gerechtigkeit und Freiheit.
So findet man in
Deutschland kaum einen lehrenden Geschichtsprofessor, der die Kraft hätte, das Münchener Abkommen aus dem Jahre
1938 der historischen Wahrheit entsprechend darzustellen: Als das
Durchführungsabkommen einer bereits vorher zurecht erfolgten Abtretung, somit
als die "Revision eines Unrechts" (Hellmut Diwald). Statt
dessen wird unter dem in die Irre führenden Begriff der "Appeasementpolitik" die historische Wahrheit, Klarheit und
Gerechtigkeit völlig verzerrt. Dies wiederum führte und führt zu verhängnisvollen politischen Verirrungen
in unserer Zeit, deren Tragweite heute noch nicht abzuschätzen ist. Jede
Politik, die auf Geschichtsklitterungen größten Ausmaßes basiert, kann auf
Dauer nur auf Sand gebaut sein.
Hellmut Diwald hat
Hunderte und Aberhunderte von Vergangenheits- und Umerziehungslügen, von
Geschichtsklitterungen aufgedeckt. Jedoch selbst er hat nur einen Teil von dem
aufdecken können, was heute möglich ist. Noch immer, so der Zeitgeschichtler
Dr. Alfred Schickel, sieht sich die Zeitgeschichtsforschung bei der Offenlegung
der historischen Wahrheit, Klarheit und Gerechtigkeit folgenden Hauptproblemen
gegenüber: "Geheimhaltung wichtiger Dokumente, einseitige Öffnung der
Archive und einseitige Veröffentlichung von Akten der Verlierer-Staaten,
Beschlagnahme wichtiger Akten durch die
Sieger, teilweise Unerreichbarkeit bedeutsamer Unterlagen, Fälschung von
Dokumenten."
3. Demokratiestabilisierung durch Geschichtsbewußtsein
Der Kampf gegen die
Zerstörung der deutschen Geschichte auf breiter Front muß erst noch geführt
werden. Diesbezüglich die Fehlerhaftigkeit einer Demokratie zu erkennen heißt,
sie durch einen Erneuerungsprozeß neu
abzusichern. Erst durch die Schaffung einer nationalen Identität auch für unser
Volk wird die Demokratie langfristig überdauern können und erst dann wird es zu
ihr keine Alternative geben. Wenn die historische Selbstfindung, die nationale
Identität unseres Volkes verhindert werden soll, wird dies kontraproduktiv und
zwangsläufig die Existenzfrage unserer Demokratie stellen. Eine die nationale
Lebens- und Überlebensrechte mißachtende, weil die nationale Identität, die historische Selbstbewahrung und Selbstbehauptung
verhindernde Demokratie ist in Wirklichkeit eine Scheindemokratie. Sie wird sich letztendlich selbst verhindern.
Bonn könnte hier bereits auf dem Weg von Weimar sein. Ohne geschichtliche
Identität, ohne Kenntnis und Verankerung im Historischen, ist keine tragfähige
politische Orientierung und Urteilsbildung möglich. Geschichtslosigkeit
zerstört nicht nur die äußere, sondern auch die innere Ordnung des Menschen und
seines Gemeinwesens.
4. Feststellen "Warum es so gewesen ist"
Die größten Geschichtsklitterungen
sind an deutschen Universitäten heute immer noch gang und gäbe. Wo wäre denn
ein lehrender deutscher Geschichtsprofessor, der die Kraft besäße, das
Versailler Pseudo-Friedens-Diktat als das Grundübel unseres Jahrhunderts darzustellen? Ganz im Gegensatz dazu Hellmut
Diwald, der, in der Größe eines Leopold von Ranke, zunächst darlegte, wie es
denn eigentlich und wirklich gewesen ist und dann mit Können, Verstand und
Brillanz durch Fakten stets untermauerte, einwandfreie, widerspruchslose
Ergebnisse und unabdingbare Schlußfolgerungen darbot. Dabei blieb er stets
unbestechlich in der Erkenntnis und Offenlegung der historischen Wahrheit; ob
sie nun von Größe oder von erbärmlicher Niedertracht zeugte. Diwald sah jedoch
nicht, um es zu wiederholen, in der Darlegung
"wie es eigentlich gewesen sei" (Ranke) die alleinige
Hauptaufgabe. Die viel wichtigere, die zentrale Aufgabe des Historikers sah er
in der Frage "Warum es so gewesen ist. Motive, Gründe, Voraussetzungen des
Menschen in der Geschichte, - das zu klären und erklären ist
wichtig." So Diwald in einem
Beitrag aus dem Jahre 1971.
5. "Volkspädagogisch unwillkommen"
Die real existierende
und praktizierte "Volkspädagogik" geht entlarvend aus einem Brief
Golo Manns hervor, den dieser am 20. September 1961 an den
Reichstagsbrandforscher Fritz Tobias schrieb. Schlagartig wird die verdeckt
aber überwiegend vorhandene Methode erhellt: Die Alleintäterschaft des
Holländers van der Lubbe sei ihm, Golo Mann, "sozusagen volkspädagogisch
unwillkommen". Und ist man mit
Dutzenden von schwerwiegendsten Belastungen - und nicht nur zu jüngsten
Zeitgeschichte - nicht analog
verfahren, etwa mit dem Verbrechen von Katyn?
Der Zeitgeschichtler
Dr. Alfred Schickel (Zeitgeschichtliche Forschungsstelle Ingolstadt), den
Hellmut Diwald noch wenige Monate vor seinem Tode als "einer unserer
namhaftesten Zeithistoriker, dessen Rang sich sowohl aus seiner Sachkenntnis,
als auch aus seiner kompromißlosen Unbestechlichkeit ableitet", ebenso
treffend wie zutreffend hervorhob, schrieb 1989: In den Aussagen der
Kriegsgegner Deutschlands auf den Konferenzen von Jalta im Februar 1945 und von
Potsdam im Juli/August desselben Jahres wurde "einwandfrei festgestellt,
was der 8. Mai 1945 für die Deutschen bedeuten sollte, nämlich der Beginn der
Selbsterkenntnis und der Selbstbezichtigung sowie der Ergebung in den Willen
der Sieger. Diese Erwartung der Sieger von 1945 bemühten sich die Deutschen
nach Kräften zu erfüllen und sind nach den Zeugnissen der letzten Zeit auch
nach vierzig Jahren immer noch dabei, diese flagellantistischen Anstrengungen
fortzusetzen."
6. Wissenschaft als Magd der Politik
Dem
"Zivilisationsbruch" des größten Teils der deutschen
Nachkriegshistorikerschaft, Wissenschaft als Magd der Politik, als Fortsetzung
der Umerziehungspolitik mit anderen Mitteln zu handhaben, hat sich der große
und überragende Gelehrte, der Mediävist (Erforscher und Kenner des
Mittelalters) und Neuhistoriker Hellmut
Diwald von Anfang an widersetzt. Was für eine Ehre, deswegen denunziert
und diffamiert zu werden! Und dies bis in die Nachrufe hinein, die an
Leichenschändung grenzen und mitunter reine Infamie sind. So manch einer hatte
ihm noch "ins offene Grab gespuckt".
Ohne
Geschichtsbewußtsein und historische Identität, man kann es nicht oft genug
wiederholen, ist unsere Demokratie nicht überlebensfähig. So schreibt Hellmut
Diwald noch kurz vor seinem Tode: "Es geht beileibe nicht darum, ob sich
ein Volk in seiner Geschichte überhaupt als betrüblich empfindet. Es geht darum,
ob es die Geschichte überhaupt zur Kenntnis nimmt. Geschichte hat
außerordentlich viele Bedeutungen und Effekte. In und für die Demokratie
ist sie die Basis der politischen
Zentralbegriffe ...
Da die Geschichte die Grundlage auch unserer Demokratie ist, kommt alles darauf
an, daß die Geschichte stimmt, daß sie vor allem von bewußt verfälschenden
Interpretationen freigehalten wird."
Woran krankt und
leidet das deutsche Volk? Es krankt zutiefst am Verlust der Fähigkeit zur
notwendigen nationalpatriotischen Selbstbewahrung und Selbstbehauptung. Und
zwar wirkt sich dies gleichermaßen auf die Innenpolitik und Außenpolitik, auf
unsere persönliche und gemeinschaftliche Befindlichkeit aus. Man kann auch
sagen: Die Grenze zum geistigen Bürgerkrieg ist längst überschritten.
Ein Volk, das seine
Geschichte verliert, sich rauben läßt oder sie sich kriminalisieren läßt, ist
dem Verfall, dem Untergang preisgegeben. Die wahre, die zutreffende Kenntnis
der eigenen Geschichte ist wesentlicher Ausgangspunkt zu allem, was tragend,
würdig, wert und zu schützen ist. Für viele Menschen ist sie auch der
Ausgangspunkt einer sie tragenden menschlichen Sinnfindung.
7. Opfer der Geschichte
Politik prägt unser
aller Schicksal. Sozialverantwortbare Politik kann nur aus der historischen
Kenntnis und Verantwortung heraus gefunden werden. Wer nicht weiß woher, kann
auch nicht wissen wohin. Und so schreibt Diwald in seiner Darlegung
"Welchen Sinn hat Geschichte": "Geschichte aber ist viel näher
an der Praxis, denn sie läßt sich überhaupt nicht trennen von politischer
Orientierung und Urteilsbildung. Sie liefert geradezu die Grundlage." Aus der Geschichtslosigkeit kann nur Chaos
und Untergang, Demokratiegefährdung und Demokratiezerstörung kommen. Nie zuvor
in der europäischen Geschichte hat ein Volk so tief seine Geschichte, seine
nationale Würde und Ehre, seine nationale Identität verloren als unser Volk in
der Gegenwart. Wir Deutschen stehen ungerechtfertigter Weise am Pranger der
Weltgeschichte. Wir wurden zum Opfer der Geschichte, vor allem in diesem
Jahrhundert. Das ist eine Tatsache, wie es kaum eine andere Tatsache geben
kann. Dieses unerträgliche Stigma abzustreifen, ist für das Deutsche Volk von
existentieller Notwendigkeit. Es war Hellmut Diwald, der dies vor allem
erkannte. Eine Demokratie ist ohne Nationalpatriotismus (was weitaus mehr ist
als bloßer Verfassungspatriotismus!), ohne nationalpatriotische Verankerung
nicht unbegrenzt überlebensfähig. Die
fehlende nationale Identität und Selbstachtung, Selbstbewahrung und
Selbstbehauptung der Deutschen, wird kontraproduktiv in allem letztendlich zu
Buche schlagen. Dies zu verhindern war vor allem auch das Anliegen von Hellmut
Diwald. Otto von Habsburg mahnt heute nicht von ungefähr unermüdlich und
nachdrücklich die Rückkehr zum "aufrechten Gang" der Deutschen an.
Hellmut Diwald hat dies alles viel früher als andere erkannt, und er wagte es
auszusprechen zu einer Zeit, als es noch höchst verpönt war. Er war von Anfang an ein Bekenner der Freiheit
seines Volkes.
Er belehrte uns im
großen Zusammenhang schon 1971 wie folgt: "Der kürzeste Weg zur Gegenwart führt durch die Vergangenheit. Der
schnellste Weg in die Vergangenheit beginnt bei der Gegenwart. Deshalb sehe ich
im Geschichtsstudium die exponierteste Art, sich mit der Gegenwart zu beschäftigen.
Mit ihren Spannungen, Widersprüchen,
Zumutungen, Errungenschaften und Unverträglichkeiten".
Geschichte und
Kenntnis der Geschichte, so Hellmut Diwald, ist "das, was die Wirklichkeit bestimmt". Weil "die
elementar historischen Bedürfnisse zu den Lebensnotwendigkeiten des einzelnen
genau so wie zu der Großgruppe eines Volkes" unabdingbar gehören.
"Unsere Existenz, unsere persönlichen und sozialen Bedingungen tragen den
Stempel derjenigen historischen Etappen, die dahin geführt haben". Klar ist,
"daß es ohne Geschichtsbewußtsein weder eine sozikulturelle noch
politische Selbstbehauptung gibt. So wie es ohne Einblick in die Geschichte
keine begründbaren Standpunktbezogenheiten gibt, so gibt es ohne diese keine
kritische Prüfung unserer Werte und Verbindlichkeiten." Und an anderer
Stelle: "Jeder, ob er will oder nicht, steht in einem direkten Kontakt mit
der Vergangenheit, er erlebt und erleidet ihre Wirkungen".
In
den dunkelsten Stunden nationaler Niederlagen befanden sich im Deutschen Volk
immer wieder Männer von überragender Gestalt und Größe, die unermüdlich das
nationale Elend anprangerten und somit dem Volk zu Schicksalsüberwindern
wurden. Die im tiefsten nationalen Elend aufrechterhielten, was sonst alles
verdorben, verkommen und vollkommen in den Abgrund gerissen worden wäre. Hieran
mußte einer unserer größten Sprachgenies und Vaterlandsdichter, Friedrich
Hölderlin, gedacht haben als er davon sprach: "Wo Gefahr ist, wächst das
Rettende auch!" Hellmut Diwald hat sich diesem Auftrag würdig erwiesen. Er
war ein großer und bedeutender Anwalt für die gerechten Anliegen unseres
Volkes, um ihm den "aufrechten Gang zu seiner Geschichte" wieder zu
ermöglichen. Er gab Hoffnung und Zuversicht besonders all jenen, die seine
Kraft und Stärke weitertragen werden. Er wurde zur geistigen Hauptstütze einer
neuen patriotischen Elite in ihrem Kampf um die Erneuerung von Volk und
Vaterland, Ethik und politischer Kultur, und im Ringen um die unabdingbar
notwendige Erneuerung und Vervollkommnung unserer Demokratie. Die Befreiung von
einer real existierenden Demokratur, die sich durch eine real existierende
Mitte-Links-Parteienoligarchie durch Demokratieverfälschung auszeichnet; der
politischen Unterdrückung einer ganzen politischen Strömung; nämlich der
nationalpatriotischen Strömung in unserem Volk!
Treffend schrieb Richard W. Eichler: "Als die geistige
Entwurzelung im vom Materialismus überwältigten Westdeutschland ihren Höhepunkt
zu erreichen schien, leuchtete unter den Persönlichkeiten, die sich der
Verflachung widersetzten, der Name des ebenso kenntnisreichen wie
charaktervollen Gelehrten Hellmut
Diwald auf."
8. Um Volk und
Vaterland verdient gemacht
Indem Hellmut Diwald aus einer beispiellosen Unbestechlichkeit und
Gradlinigkeit heraus unserem Volk seine wahre und unverfälschte Geschichte
darlegte, hat er sich an der Pflicht im Dienst an Volk und Vaterland,
unbeirrbar an Deutschland glaubend, ein unermeßliches und gleichzeitig
unsterbliches Verdienst erworben. Um es zu wiederholen, weil man es nicht oft genug
wiederholen kann: Hellmut Diwald hat sich durch seine historischen Darlegungen
der Wahrheit und Klarheit, der wissenschaftlichen Unbestechlichkeit, dem
Nationalmasochismus und der Geschichtsklitterung sowie den volkspädagogisch
inszenierten Geschichtslügen trotzend, um das deutsche Volk und Vaterland in
hohen Maße verdient gemacht. Er hat uns durch die Jahrzehnte der schlimmsten
nationalen Verirrung und Verrottung hinweg unsterbliche Wege zur nationalen
Selbstbehauptung und Selbstbewahrung, zur Wiederherstellung unseres
historischen Selbstverständnisses und politischen Selbstbewußtseins gewiesen.
Er hat uns in der Stunde der größten Not nicht verzweifeln lassen. Wo ständen
wir ohne diese Substanz, die er uns stiftete und kündete, nicht zuletzt auch zum
Sieg der historisch geläuterten patriotischen Befreiung und zum Durchbruch der
Erneuerung von morgen, zu einer generellen moralisch-sittlichen Erneuerung, der
christlich-abendländischen Tradition und ihren Werten verpflichtet, zu deren
Herbeiführung nur der Nationalpatriotismus und der Wertkonservatismus fähig und
in der Lage ist.
Hellmut Diwald bleibt ein unsterbliches Fanal des Aufbruchs zu
einer historischen Selbstfindung und Selbstbewahrung im Sinne seiner
Vorstellungen und seines Vermächtnisses. Und hierzu gehört unabdingbar nicht
nur die historische Größe der Deutschen, sondern auch die Darlegungen ihrer
historischen Fehler und auch der begangenen Niedertracht. Nur im Bewußtsein
auch der eigenen Schuld und Fehler und des eigenen Versagens, sowie auch der
unleugbar begangenen Verbrechen, kann eine positive Zukunft entstehen. Um es
unmißverständlich und klar darzulegen, was ich schon vielfach bei anderer Gelegenheit veröffentlicht habe: Das uns permanent zermalmende Stigma und
Kainszeichen heißt Auschwitz. Doch soll dieses, möge die Schuld tatsächlich
noch so groß sein, unsere Selbstzerstörung herbeiführen für alle Zeiten? Ich
hätte mein Leben hingegeben, hätte ich auch
nur einen Judeozid verhindern können! Andererseits gibt es auch eine
"Weltapokalypse" aller Arten von Menschheitsverbrechen.
9. Helmut Schmidt und
Franz Josef Strauß
Zwei der überaus zahlreichen Arbeiten Diwalds tragen die
Überschrift: Mut zur Wahrheit und Mut
zur Geschichte. Nachdem unsere Nation 1945
besiegt und keinesfalls befreit wurde - denn befreit kann nur der
einzelne sich fühlen! - verordneten die Sieger den Deutschen ein
Geschichtsbild, welches in der Zerstörung, Verlogenheit und Kriminalisierung
keinen Stein mehr auf dem anderen ließ. Eine der drei letzten Arbeiten Diwalds
aus dem Jahre 1992 lautet dann auch konsequent: "Die gestohlene
Geschichte". Noch in den 60er Jahren hatte sich der spätere Bundeskanzler
Helmut Schmidt im Verteidigungsausschuß des Bonner Bundestages diesbezüglich klar geäußert und unübertreffbar festgestellt:
"Es ist mit Erfolg gelungen, aus der ganzen deutschen Geschichte ein
Verbrecheralbum zu machen." Dem ist nichts hinzuzufügen!
Der verstorbene bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß
stellte in seiner Rede vom 28. April 1985 im Herkulessaal der Residenz in
München klar und eindeutig fest: "Kein Volk kann auf Dauer mit einer
kriminalisierten Geschichte leben."
In seiner Rede zum 40. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges
(Thema: 1914-1945. Größe und Niedergang Europas. Krieg - Verfolgung -
Vertreibung. Die Zukunft gehört der Freiheit, dem Recht und dem Frieden) heißt
es im Zusammenhang: "Der Bruch im deutschen Geschichtsbewußtsein, der
(...) verstärkt seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Deutschen im
Unfrieden mit ihrer eigenen Geschichte leben läßt, droht das Selbstverständnis
und das Selbstbewußtsein auch ganz Europas zu lähmen. Kein Volk kann auf Dauer
mit einer kriminalisierten Geschichte leben. Gemeinsam kann mit den anderen
europäischen Völkern nur die Nation die Zukunft unseres Kontinents
mitgestalten, die selbst innerlich stark und
ihrer selbst gewiß ist. Deshalb darf unsere Scham über die Verbrechen,
die eine Unrechtsherrschaft in deutschem Namen verübt hat, deshalb darf unser Blick
zurück auf unsere Trauer, auf unser Versagen, unsere Schuld, unsere Leiden
nicht zu einem alles hemmenden Zweifel und einer moralischen Selbstlähmung
führen."
10. Ministerpräsident Stoiber: Frage nach der deutschen Identität
Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber stellte in einem
ebenso bedeutenden und zentralen wie aufsehenerregenden Interview mit der
"Süddeutschen Zeitung" (SZ) vom 2. November 1993 die unabdingbar
notwendige Frage nach der historischen, nach der deutschen Identität: "Mit
der deutschen Wiedervereinigung haben wir nun eine andere Situation - und wir
müssen uns bewußt werden, was die deutsche Identität eigentlich ist." Klar
erkennt Ministerpräsident Stoiber die Notwendigkeit, Deutschland endlich eine
nationale Identität zurückzugeben. Dies war Hellmut Diwalds Lebensaufgabe. Die
Frage nach der Nation und der nationalen Identität, die immer auch die Frage
nach der historischen Wahrheit, Klarheit und Gerechtigkeit, nach dem
Geschichtsbewußtsein der Deutschen, unabdingbar in sich einschließen muß, führt
eben nicht zu einem die Nation und das Nationale zersetzenden
EG-Zentralismus-Vielvölkergulaschkonzept, wie Herr Kohl (Historiker aus
Oggersheim und Super-Bismarck in Bonn/Berlin)
mit seinem Europafimmel und Eurowahn es unserem Volk aufzwingen zu müßen
glaubt, sondern zu einem Europa der
nationalen Souveränitäten, der historisch gewachsenen Identitäten. Stoiber:
"Wir streben keinen europäischen Bundesstaat mehr an. (...) Europa ist
mehr als die EG. Ich will einen bloßen Staatenbund. Das bedeutet: Die
Nationalstaaten haben die Dominanz in den inneren Angelegenheiten. Die
Gemeinsamkeit beschränkt sich auf wesentliche Fragen der Innen- und
Sicherheitspolitik. ... Wir haben zentralistische Regelungen bis ins Detail
hinein, die immer stärker uns im Land Ärgernisse verursacht haben, ohne daß die
wirklichen Verantwortlichen für den Bürger transparent werden. Und wenn Sie
dies künftig verhindern wollen, dann müssen Sie im Grunde genommen auch eine
europäische zentralistische Staatlichkeit bekämpfen. (...) Bundesstaat würde
bedeuten, daß die Staatlichkeit Deutschlands oder Frankreichs überwölbt und
ausgehöhlt würde durch eine europäische Staatlichkeit. Das ist der Weg, den die
Deutschen in den fünfziger, auch noch in den sechziger Jahren gehen wollten.
Eine Rolle spielten dabei unsere geschichtlichen Belastungen: Wir hofften, die
Nation, die damals geteilte deutsche
Nation, würde aufgehen in einer europäischen Nation, und wir würden uns damit
auch entlasten von den geschichtlichen Verantwortlichkeiten. Mit der deutschen
Wiedervereinigung haben wir nun eine andere Situation - und
wir müssen uns bewußt sein, was die deutsche Identität eigentlich ist.
(...) Der junge Helmut Kohl war in einer Zeit aufgewachsen unter dem Eindruck
eines verheerenden Weltkriegs, der zugleich europäischer Bürgerkrieg war, in
einer Zeit also, wo Deutscher zu sein insgesamt oft als belastend empfunden
wurde. Deshalb haben viele Deutsche damals eine neue Identität gesucht und
glaubten, sie in Europa zu finden. (...) Es gab einmal eine europäische
Bewegung in Deutschland, die unter anderem auch glaubte, in der europäischen
Identität belastete deutsche Identität auffangen zu können. Das ist
vorbei."
In der Hinführung zu einer nationalen Identität auch für das
Deutsche Volk und Vaterland, in den hier über Franz Josef Strauß nun weit
hinausgehenden Visionen und Freiheitsvorstellungen und Unabdingbarkeiten, zweifelt Ministerpräsident Stoiber
natürlich in keinem Augenblick die
eherne Notwendigkeit der Einheit Europas durch eine "Europäischen
Politischen Union" , und eben kein aus einer "Kopfgeburt"
resultierender Europäischer "Überstaat" (E. Stoiber), an. Stoiber:
"Diese Eigenständigkeit (etwa die der bundesrepublikanischen und
bayerischen Staatlichkeit; Anm. d. Verf.) wollen wir nicht für Europa auflösen.
Schon deswegen darf es keinen Bundesstaat Europa, sondern nur einen Staatenbund
geben. Staatenbund bedeutet, daß jede Kompetenz einzeln und immer wieder neu
übertragen werden kann. (...) Im Extremfall schließt der Staatenbund auch diese
Möglichkeit (die Möglichkeit des
jederzeitigen Austritts) ein."
Klar erkennt Stoiber zudem die Frage nach der nationalen Identität, nach der Nationalstaatlichkeit,
die nationale Identität voraussetzt,
als eine Systemfrage, als eine Frage der Demokratie, zu der es keine Alternative
gibt. So haben die Richter im Karlsruher Maastricht-Urteil "knallhart
betont, daß sich die europäische
Demokratie vorerst in der Nation aufbaut." Stoiber weiter: "Die Verantwortung des Europa-Parlaments ist
danach nachrangig, erst kommt die Demokratie im Nationalstaat."
Glasklar ist, daß Herr Stoiber weder die Richtlinien der
Bundespolitik bestimmt, noch je willens
und in der Lage ist, diese
zutreffenden Erkenntnisse in die politische Tat umzusetzen. So stimmte
er auch, im Gegensatz zu Ministerpräsident Kurt Biedenkopf, im Bundesrat für
den Eurowahn und nicht dagegen. Die CSU unterstützt den Europafimmel des Herrn
Kohl, dies sind die Fakten und Tatsachen. Es zählt eben nicht nur verbaler "Schall und Rauch"
zwecks Stimmviehmißbrauch und
fortgesetzt anhaltender Wählertäuschung! Die von Herrn Stoiber als
richtig erkannte Politik kann eben nur von einer freiheitlichen oder
demokratischen deutschen Rechten, von einem auch wirklich internalisiert
demokratischen und seriösen Nationalpatriotismus, glaubhaft angestrebt und durchgesetzt, angestoßen werden.
Verbunden ist dieser
existentielle gesamte Komplex unabdingbar mit der Wiedererringung der
nationalen oder historischen Identität der Deutschen. Nehmen wir die Warnung
und Mahnung des Historikers Michael Stürmer ernst, der darauf hinweist,
"daß in geschichtslosem Land (derjenige) die Zukunft gewinnt, wer die
Erinnerung füllt, die Begriffe prägt und die Vergangenheit deutet." (FAZ
vom 25. 4. 1986: "Geschichte in geschichtslosem Land")
11. "Unsere gestohlene Geschichte"
Klar
erkannte Hellmut Diwald in seinen Forschungen die Kriminalisierung der
deutschen Geschichte durch eine skrupellose und brutale Umerziehung und eine
ebenso verlogene Vergangenheitsbewältigung nach 1945. Einige Sätze nur vermögen
seine Erstrangigkeit weiter zu verdeutlichen. In der Einführung zu seinem Werk:
Geschichte der Deutschen spricht er unübertreffbar von "der jahrelangen
Umerziehung, der inneren Umpolung des deutschen Volkes durch die Sieger des
Zweiten Weltkrieges. Alle Ideen und Überzeugungen, die ihrer Meinung nach zu
der politischen, moralischen, charakterlichen Korrumpierung der Deutschen
geführt hatte, sollten ein für allemal ausgerottet werden. Im Bereich der
Geschichte wurde dies durch einen nahezu lückenlosen Kehraus praktiziert, der
sich nicht nur auf die direkten und mittelbaren Vorfahren, sondern auf die
ganze deutsche Vergangenheit erstreckte. Die
Geschichte der Deutschen wurde nicht sachbezogen inspiziert und interpretiert,
sondern moralisch disqualifiziert."
Und
er fährt fort: "Das 20. Jahrhundert ist von den Katastrophen der zwei
Weltkriege geprägt. Beide Male spielte das deutsche Volk einen Part, der nicht
unglückseliger hätte sein können. Deshalb ist die Lage der Deutschen in der
Gegenwart bestimmt von den Ergebnissen dieser Kriege und der politischen
Eigenart der jeweiligen Siegermächte, unter deren Direktive sie gerieten.
Unsere Nation ist auseinandergerissen, innerlich zerfetzt. ... Bei der
Überprüfung unserer Geschichte waren die Siegermächte zu dem Ergebnis gelangt,
daß das meiste der deutschen Vergangenheit verdorben, beschädigt, krank gewesen
sei. Deshalb mußte mit dieser Vergangenheit gebrochen werden." Und weiter:
"Den Deutschen wurde in bewußter Gründlichkeit ihre Geschichte entwertet,
zerstört und weggenommen."
Wie klar dieser
durchschlagende und zentrale Befund unseres nationalen Elends Diwald
beschäftigte, zeigt die Publikationen aus dem Jahre 1992: Unsere gestohlene
Geschichte. Hier schreibt Diwald u.a.: "In der Geschichte unserer Gegenwart
des 20. Jahrhunderts gibt es zwei markante Einschnitte: den Versailler Vertrag
des Jahres 1919 und den 8. Mai 1945. Am 8. Mai 1945 wurde in Europa der Zweite
Weltkrieg beendet. Wer diesen Tag mit Bewußtsein erlebt hat, wer sich an ihn
erinnert ohne die uferlosen Beschönigungen und Lügen, mit denen seit
Jahrzehnten unsere Geschichte und insbesondere unsere jüngere und jüngste Vergangenheit ungenießbar gemacht wird, der
weiß, daß der 8. Mai 1945 ein Tag des Jammers und der Tränen war. ...
`Befreit´ wurden wir aber auch in einem
handfesten Sinn: von dem Elementarsten, was ein bewußter Mensch besitzt, von
unserer Selbstachtung und unserem Stolz, von unserem Anstand, unserer
Tapferkeit, von der Selbstbestimmung, von unserem Wissen, daß wir ein Volk sind,
von der Freiheit der Erkenntnis, von unserer Geschichte. Millionen wurden von
ihrer Heimat `befreit´. Angesichts dieser Summe von `Befreiungen´ schrie 1946 Aloysius J. München, Bischof von
Fargo in Norddakota buchstäblich auf: `Das größte Verbrechen unserer Zeit.
Nichts in der Geschichte kommt dem gleich.´ "
12. Erster Weltkrieg weder verursacht noch provoziert
Und an anderer Stelle
schreibt Diwald: "Wie stolz sind andere Völker auf ihre Nation und ihre
Geschichte, wie selbstverständlich und jenseits aller Diskussionen ist ihnen
ihr Nationalgefühl. In unseren Schulbüchern
dagegen, in unseren Erziehungs- und Parteiprogrammen findet sich nichts
dergleichen. Dies ist das Ergebnis der alliierten Umerziehung, die nach 1945
begann. Die Architekten dieser Umerziehung waren gründliche Leute. Seit 1943
galt die reeducation bei den Westalliierten als eine beschlossene Sache. Das
allgemeine Ziel wurde in einer Aktennotiz mit dem Satz umrissen: `Wir werden
die gesamte Tradition auslöschen, auf der die deutsche Nation errichtet
wurde.´ Deshalb unterlegten sie der
ganzen deutschen Geschichte eine beständige Bereitschaft zu militärischer
Aggression, die in unserem Jahrhundert schließlich ihren Gipfel darin erreicht
habe, daß Deutschland die beiden Weltkriege vom Zaum gebrochen hätte."
Gern zitierte Hellmut
Diwald Theodor Heuß, den ersten Präsidenten der westdeutschen Republik:
"Die Geburtsstätte der nationalsozialistischen Bewegung ist nicht München,
sondern Versailles! " Und weiter im Zusammenhang zitierte er den italienischen
Ministerpräsidenten Francesco Nitti, der 1924 über das Versailler
Friedens-Diktat urteilte: "Noch niemals ist ein ernstlicher und
dauerhafter Friede auf die Ausplünderung, die Quälerei und den Ruin eines
Besiegten, geschweige denn auf den eines besiegten großen Volkes gegründet
worden. Und dies und nichts anderes ist der Vertrag von Versailles!".
Im "vae
victis" liegt, das der Sieger die Geschichte schreibt, daß er sich auf die
klassisch-vulgäre Überzeugung berufen kann, welche das Recht zum Leibeigenen
der politischen Macht degradiert,
Gewalt zu Recht
pervertiert. So kam
es 1919 im Versailler Friedensdiktat
zur unerträglichen Kriegsschuldlüge. Und so schreibt Diwald in der Geschichte
der Deutschen: "Da die Verliererstaaten als Urheber des Konflikts für alle
Folgen des Krieges haftbar gemacht wurden, entwickelte sich ein Kampf gegen die
Versailler Bestimmungen zu einem Kampf gegen die Kriegsschuldbehauptungen, die
Kriegsschuldlüge, wie sie im offiziellen
Sprachgebrauch der deutschen und österreichischen Regierungen hieß. Immer war
das Aufbegehren gegen Versailles ein Aufbegehren gegen die Kriegsschuld. Unter
dem Aspekt des Siegerrechts war Deutschland schuldig, obwohl es den Krieg nicht
verursacht und provoziert hatte. Der Philosoph Hans Driesch steuerte die
burschikose Formel bei: `Schuldig waren alle, aber die Deutschen waren die
Dummen.´"
13. Opfer und Täter
Deutschland wurde
durch das Versailler Diktat -dem
Grundübel unseres Jahrhunderts - zum Opfer der Geschichte im 20. Jahrhundert.
Es wurde auch zum Opfer im Jahre 1945; blieb es durch die darauf folgende
Spaltung oder Teilung, durch den bis heute andauernden völkerrechts- und
menschenrechtswidrigen Verlust Ostdeutschlands und des Sudetenlandes, ohne
jeden tragfähigen historischen Kompromiß und Ausgleich mit den
Vertreiberstaaten Polen und Tschechien und ihrer Raubsicherungspolitik. Selbst
nach der Teilwiedervereinigung von Restdeutdeutschland (Bundesrepublik
Deutschland und Mitteldeutschland, was nicht Ostdeutschland ist!) blieb es
Opfer der Geschichte im vergangenen und auch in diesem Jahrhundert. Hierauf
läßt sich keine wirklich dauerhafte und tragfähige europäische Friedensordnung
aufbauen. An dieser Tatsache läßt sich nichts hinwegdiskutieren. Niemandem
sollten wir auch nur den Fetzen eines Rechtes zugestehen, uns auf Dauer
permanent niederzuhalten, um uns somit unserer nationalen Identität zu
berauben.
Treffend hierzu
stellt auch Dr. Gerhard Frey in seinem Parteiprogramm fest:
"Das Recht auf
Selbstbestimmung in gerechten Grenzen ist für das ganze deutsche Volk ebenso
unverzichtbar wie für jedes andere Volk der Welt. Wir wollen dieses Lebensrecht
in einem freiheitlichen und demokratischen, sozialen und deutschen Rechtsstaat
im Sinne des Grundgesetzes auf der Grundlage eines gleichen Rechts für alle
Menschen, Völker und Staaten sowie der allgemeinen Regeln des Völkerrechts
verwirklichen. Die Abtrennung der deutschen Gebiete östlich von Oder und Neiße
als Kriegsfolge widerspricht völkerrechtlichen Grundsätze. Wir wissen aber auch,
daß nicht Gewaltanwendung, sondern nur friedliches Einvernehmen unter den
Völkern eine Linderung oder auch Korrektur dieser Lage herbeiführen kann und
darf."
Dem ist nur noch
unabdingbar hinzuzufügen, daß dies natürlich auch für das Sudetenland zutreffen
muß! Denn glasklar ist und bleibt: Das Münchener Abkommen, die Prager Abtretung
von 1938, die Münchener Konferenz von 1938,
dieses Abkommen zwischen Hitler, Chamberlain, Daladier und Mussolini,
war "eine Friedenscharta des zwanzigsten Jahrhunderts", so wie es
Jean-Paul-Sartre treffend nannte und nachdrücklichst begrüßte, und er auch
diesbezüglich den ersten Bruch des freundschaftlichen Verhältnisses zwischen
Raymond Aron und ihm in Kauf nahm. Ich lasse mir auch heute kein X für ein U
vormachen: Das Münchener Abkommen war eines der gerechtfertigsten und
notwendigsten Abkommen in der europäischen Geschichte überhaupt. Gar keine
Frage! Und dies wird sich einmal trotz der verheerenden Verhetzung des
Zeitgeistes, trotz des quasi diktatorischen Zwanges und quasi Tugendterror der
political and historical correctness der Mitte-Links-Parteienoligarchie durch
Demokratieverfälschung heute, klar als solches herausstellen. Warum? Weil die
Geschichte das Auge der Wahrheit ist!
Wie sah der tschechische Imperialismus 1945 aus, wie er
heute in Deutschland verschwiegen werden soll? Mehr als 3 Millionen
Sudetendeutsche wurden ohne Rücksicht auf Herkunft und politische Einstellung
aus ihrer jahrhundertealten angestammten Heimat, den Randgebieten Böhmens,
Mährens und Sudetenschlesien, vertrieben. Ihr privates und öffentliches
Vermögen wurde entschädigungslos enteignet. Dabei kam es zu über 240.000
sudetendeutschen Vertreibungsopfern. (Siehe auch mit noch höheren Opferzahlen:
Univ.-Prof. Dr. phil., Dr. rer. pol. Gunnar Heinsohn: Lexikon der Völkermorde,
ro-ro-ro-Taschenbuch, Reinbek bei Hamburg 1999.)
Daß ich an keiner
Stelle meiner Bücher zur Vertriebenenproblematik eine Grenzänderung gegenüber
den Vertreibernationen mit ihrer Raubsicherungspolitik gefordert, jedoch die
Notwendigkeit auch der Anerkennung der Menschenrechte der deutschen
Heimatvertriebenen hervorgehoben habe, der völkerrechtlichen Unverjährbarkeit
des Vertreibungsholocaust (ein unabdingbar notwendiger Terminus der
Historien-Wahrheitsergänzung), wird von meinen Kritikern unterdrückt und
verschwiegen, weil es nur um die pure linksextreme und parteienoligarchiehafte
Diffamierung und Diskreditierung geht. Im übrigen hat die
Mitte-Links-Parteienoligarchie durch Demokratieverfälschung jahrzehntelang die
deutschen Heimatvertriebenen als bloßes "Stimmvieh" (Linus Kather)
mißbraucht. Dies ist eines der größten politischen Verbrechen der
Bonn-Berliner-Nachkriegsrepublik - was sich einmal bitter rächen wird. Für die
Menschenrechte von Millionen und Abermillionen deutscher Heimatvertriebenen
wurde schlichtweg nichts unternommen und schlichtweg nichts erreicht. Dies wird
somit einmal einer unabdingbar notwendigen gesamtdeutschen Verobjektivierung
der Interessen der deutschen Heimatvertriebenen, deren unabdingbarer Anerkennung
der Menschenrechte, vorbehalten bleiben. Und dies wird so sicher sein wie das
Amen in der Kirche ist, der Tag auf die Nacht folgt. Ohne dem ist keine
dauerhafte und tragfähige Friedensordnung in Europa zu erreichen! Kein
wirklicher dauerhafter historischer Ausgleich, Kompromiß und Versöhnung.
Dasjenige an Grund
und Boden, was sich heute noch in polnischem oder tschechischem Staatsbesitz
befindet, und dies ist beachtlich!, und was keinem Polen oder Tschechen gehört,
könnte, natürlich einvernehmlich zwischen Deutschland einerseits und Polen und
Tschechien andererseits, an die Leidtragenden der deutschen Heimatvertriebenen
oder an die Deutschen generell zurückgegeben werden. (Und dies wird man ja wohl
noch sagen dürfen, sonst ist die Demokratie nur eine pure Illusion - eine Fata
Morgana! Und dann mögen sie nur kommen.) Und zwar zu beiderseitigem Nutzen.
Deutsche würden dorthin zurückkehren, würden Aufbauarbeit leisten und
investieren: zu beiderseitigem Nutzen und Entwicklung. Und den Menschenrechten
auch der Deutschen würde endlich Gerechtigkeit widerfahren! Dem gravierend und
verheerend verletzten deutschen Rechtsempfinden würde endlich Gerechtigkeit
widerfahren! Der schwer angeschlagenen nationalen Identität und nationalen
Würde der Deutschen würde endlich Gerechtigkeit widerfahren! Wer hierzu nicht
bereit ist, wird einmal für kommende Entwicklungen die Hauptverantwortung
tragen! Denn ein wirklicher historischer Ausgleich und Versöhnung ist etwas
ganz anderes als das, was wir heute haben!
1992 war ich der Herausgeber
einer Publikation mit dem Titel: "Die Tschechoslowakei - Das Ende einer
Fehlkonstruktion - Die sudetendeutsche Frage bleibt offen". Mitautoren in
diesem Werk waren: Univ.-Prof. Dr.
Hellmut Diwald, Prof. Richard W. Eichler, der Leiter der Zeitgeschichtlichen
Forschungsstelle Ingolstadt (ZFI) Dr. Alfred Schickel, Univ.-Prof. Dr. Lothar
Bossle, Weihbischof Gerhard Pieschl, Dr. Rudolf Ohlbaum, Staatsminister a.D.
und seinerzeitiger Sprecher der sudetendeutschen Volksgruppe Franz Neubauer,
Bundestagsabgeordneter und der seinerzeitiger BdV-Vorsitzende Dr. Fritz
Wittmann, das seinerzeitige Mitglied des geschäftsführenden SL-Bundesvorstandes
und des Präsidiums des Sudetendeutschen Rates (SR) sowie Vorsitzender des
Sudetendeutschen Heimatrates Oberfinanzpräsident
Heinz Kraus, der Bundestagsabgeordnete a.D. Siegfried Zoglmann, der Pressechef
der Sudetendeutschen Landsmannschaft Manfred Riedl, der seinerzeitige
Bundesobmann und Sprecher der Sudetendeutschen in Österreich (SLÖ) Karsten
Eder, Staatsminister a.D. Walter Stein, der frühere Sprecher der
Sudetendeutschen Landsmannschaft Dr. rer. pol. Walter Becher, Univ.-Prof. Dr.
Fritz Münch, Dr. Alfred Ardelt, der Witikobund-Vorsitzende Dr. Walter Staffa,
Pfarrer und Oberstudienrat Friedrich Alfred Berger, der seinerzeitige
Bundesgeschäftsführer der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL) Horst Löffler,
der seinerzeitige Präsident der Bundesversammlung der Sudetendeutschen
Landsmannschaft Ministerialdirigent
Prof. Dr. Hans Sehling, Ministerialrat a.D. Hermann Nadler, MA Carsten
Kießwetter, Toni Herget, Kurt Reichelt sowie Dipl.-Ing. Roland Schnürch,
Vzepräsident der Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft,
seinerzeit Landesvorsitzender des Witikobundes in Nordrhein-Westfalen,
Vorsitzender des Benrather Kreises etc.
In dieser Publikation
veröffentlichte der unbestechliche Hellmut Diwald den Beitrag: "Wir
Sudetendeutschen - Etappen unserer Geschichte und unserer Selbstbewahrung von
1848 bis in die Gegenwart" und den Beitrag: "Die Revision eines
Unrechts München 1938". Schon alleine die Beitragsüberschriften von
Hellmut Diwald sind wahrlich selbstredend.
Deutschland war und
ist Opfer der Geschichte; es war primär auch Opfer, bevor es Täter wurde. Es
gab einen Anfang in diesem Jahrhundert und es gab ein "später" und
"ein darauf folgte". Der andauernde Aderlaß unseres Volkes in diesem
Jahrhundert resultierte vor allem aus den "auch"
westlich-demokratischen Siegerordnungen und Siegerdiktaten von Versailles,
Saint-Germain, Jalta und Potsdam. Immer wieder wurde unserem Volk das Recht auf
Selbstbestimmung zugesagt, immer wieder
wurde es ihm vorenthalten. Vielleicht wird der 2+4 Vertrag einmal hinzutreten.
Auch vom 2+4 Vertrag kann keine wirklich dauerhafte und tragfähige europäische
Friedensordnung ausgehen. Ein historischer Ausgleich und Kompromiß mit Polen
und Tschechen, jede neue Gegenvertreibung ausschließend!, in Bezug auf
Ostdeutschland und das Sudetenland, der Wiedergutmachung im Rahmen des
Möglichen von Massenaustreibung und Enteignung, zur Wiederherstellung des
verletzten Rechtsempfindens auch der Deutschen, ist unabdingbar erforderlich.
Wir können und dürfen moralisch der Welt, dem Völkerrecht kein Beispiel geben,
daß die größte Annexion und Deportation in der Weltgeschichte, dieser
Vertreibungsholocaust am deutschen Volk, wobei der Terminus
Vertreibungsholocaust eine unabdingbar notwendige Historien-Wahrheitsergänzung
ist!, weil die Geschichte das Auge der Wahrheit ist, ungesühnt und ohne Wiedergutmachung bleibt. Unser Volk würde vor
der Geschichte moralisch schuldig werden. Eine wirklich dauerhafte und
tragfähige europäische Friedensordnung ist nur durch die Klärung dieser Fragen,
nur durch einen historischen Ausgleich und Kompromiß, dem beide Seiten frei
zustimmen können, zu erreichen. Kann etwas friedfertiger sein? Die Frage der
deutschen Heimatvertriebenen ist vor allem eine Menschenrechtsfrage. Und die
Menschenrechte sind unteilbar! Herr Kohl und die deutsche Regierung hatten und
haben nicht das Recht, die Menschenrechte von heute 20 Millionen heimatvertriebenen,
massenausgetriebenen Deutschen und ihrer Nachkommen permanent mit Füßen zu
treten. Diese nur in Hinsicht auf
Wahlen als Stimmvieh zu mißbrauchen.
Klar
stellte Hellmut Diwald noch wenige Monate vor seinem Tode fest: "Hinter
der Annexion der deutschen Ostgebiete und des Sudetenlandes steht nicht das
Recht, sondern das Faustrecht. Jeder irrt sich, der glaubt, auch nur eine
Vereinbarung würde in der Zukunft
Bestand haben, die mit dem Faustrecht erzwungen wurde."
Der
2+4-Vertrag, gegen das Selbstbestimmungsrecht und auf der Grundlage der größten
Annexion und Deportation oder Massenaustreibung der Weltgeschichte
abgeschlossen, beispielgebend für weltweite Nachahmung ähnlicher und nämlicher
Verbrechen eines Vertreibungsholocaust, bedarf unabdingbar einer Revision.
Deutschland wurde zum Amboß der Geschichte im vergangenen Jahrhundert und ist
es auch noch am Beginn des 21. Jahrhunderts; also nach wie vor. Ohne
Berücksichtigung auch der Menschenrechte der deutschen Heimatvertriebenen; die
abermillionenfach gravierend verletzt wurden und bis heute der Wiedergutmachung
harren. Natürlich, es war auch Täter, aber Opfer vor allem! Was folgt daraus?
14. Europa und der Welt
begreiflich machen
Wir
wollen und müssen der Welt und Europa begreiflich machen, daß Deutschland
ungerechtfertigterweise am Pranger, am Marterpfahl der Weltgeschichte steht.
Die beiden Weltkriege in unserem Jahrhundert müssen endlich, und zunächst vor
allem von uns Deutschen, in den historischen, besonders in den europäisch-historischen
Gesamtkontext eingeordnet werden. Eine Historisierung ist unabdingbar! Es war
ein dreißigjähriger europäischer Bürgerkrieg. Wir Deutschen müssen zunächst
selbst unsere Lebens- und Überlebensrechte erkennen und danach handeln. Wir
können nicht von anderen erwarten, daß sie deutscher als die Deutschen selbst
sind.
Deutschland
hat in den letzten 60 Jahren, seit 1949, Europa der Welt ein Beispiel gegeben für demokratische Kultur und
Beständigkeit. Und zur Demokratie gibt es absolut keine bislang denkbare und
brauchbare Alternative! Europa und die
Welt haben nun die Pflicht, den wahren geschichtlichen Tatsachen und
Verhängnissen ins Auge zu schauen und das deutsche Volk endlich von völlig
unhaltbaren Vorwürfen und permanenten Anklagen zu befreien, Abstand zu nehmen.
Die Deutschen können nicht länger Opfer der Geschichte bleiben, permanent am
Materpfahl und am Fahrkartenschalter nach Canossa stehen. Es ist endlich an der
Zeit, daß die europäische politische Kultur in ein höheres Maß der
Globalverantwortung eintritt.
15. Keine Alleinschuld
1914
bis 1945 war ein Prozeß der europäischen Selbstzerstörung. Wir Deutschen müssen
endlich die "Alleinschuld " oder gar die "Kollektivschuld"
am Ersten und Zweiten Weltkrieg, dem 30-jährigen europäischen Bürgerkrieg,
entschlossen und geschlossen zurückweisen, und zwar nur dort wo dies aus
politischen Gründen heraus ratsam ist! Die Hauptschuld an den beiden
Weltkriegen Deutschland zuzuschieben entspricht nicht den historischen
Tatsachen.
In
der Zeitung Die Welt vom 13. März 1985 wurde ein Leserbrief des
Ehrenpräsidenten des Verbandes der Jagdflieger des freien Frankreich,
Marcel Boisot, abgedruckt. Er schrieb unter anderem die überaus
klarsichtigen Sätze: "Es ist höchste Zeit, das Europa 1945 nicht als eine
Niederlage Deutschlands, sondern als seine eigene Niederlage ansieht und daß es
unter seinen Völkern die Schuld am größten Verbrechen, das es jemals gegen
seine eigene Zivilisation beging, gleichmäßig verteilt. Es ist Zeit, daß eine
Seite seiner tragischen und blutigen Geschichte endgültig umgedreht wird."
16. Zum geistigen Völkermord
Zum
permanenten geistigen Völkermord an den Deutschen durch die Zerstörung ihrer
Geschichte schreibt Diwald: "Für Arnold Gehlen reichte die Kunst, jemanden
geistig wehrlos zu machen, von der Lüge bis zur Diffamierung. Deshalb hatte die
internationale Konvention über die Verhinderung und Unterdrückung des
Verbrechens des Völkermordes vom 9. Dezember 1948 auch einen geistigen
Völkermord anerkannt und in Art. II b definiert als `schweren Angriff auf die
physische und geistige Integrität einer Gruppe´. Dieser Begriff, so ergänzte Gehlen, `umfaßt natürlich die
Traditionen und Überlieferungen eines Verbandes ebenso wie ihre Ehre, und ein
Volk gewaltsam von seiner Geschichte abzutrennen oder zu entehren, bedeutet
dasselbe, wie es zu töten.´"
Das
nationale Elend und die nationale Verrottung der Deutschen bis auf den heutigen
Tag ist u.a. das Resultat ihrer beispiellosen Zerrissenheit und Uneinigkeit. In
der Geschichte der Deutschen stellte Diwald diesen Sachverhalt wie folgt dar:
"Wenn es überhaupt bestimmende Merkmale der Deutschen gibt, dann gehört
die Fähigkeit dazu, sich gegenseitig zu hassen, zu verachten, zu bekämpfen bis
aufs Blut. Unsere Geschichte ist bis zum Rand gefüllt von Streit, Feindschaft,
Brudermord." Und an anderer Stelle: "Die Selbstzerfleischung ist ein
grandioser Kehrreim unserer Geschichte. Hemmungslos, mit mörderischer Lust,
haben wir immer wieder den anderen gejagt, der uns zwar am nächsten gestanden hat,
der aber nicht derselben Meinung war. Kaum jemals war unser Griff so
unerbittlich, als wenn wir uns gegenseitig an der Gurgel hatten. Das gehört zu
unseren Besonderheiten, zu unseren Mängeln, so wie alles andere - weniger
Kummervolle - auch, das mit vorschneller Völkerpsychologie dem allgemeinen
Charakter der Deutschen zugeschrieben wird. Defekte sind zu beklagen, zu
bekämpfen ..." .
17. Erfolgswerk: "Geschichte
der Deutschen"
Diwalds
größtes Erfolgswerk war die 1978 in einer Startauflage von 100.000 Exemplaren erschienene
und in einem gegenchronologischen Verfahren - vom Heute in das Gestern, zum
Ursprung zurückblickend - dargestellte Geschichte der Deutschen
(Propyläen-Verlag, 760 Seiten). Von keinem anderen Fachhistoriker war es bis
dahin unternommen worden, eine nüchterne, sachliche und leidenschaftslose
Betrachtung der tausendjährigen Geschichte der Deutschen zu verfassen. Und dies
zudem "mit seiner besonderen Gabe", Geschichte gleichsam wie
miterlebend "mit einer so
geistreichen wie verständlichen Sprache für unterschiedlichste Leser
aufzuschließen"(Bossdorf).
Diwald
unterbreitete als ein Praeceptor Germaniae mit diesem begnadeten epochalen Werk
einen Identitätsbeweis der Deutschen von überragender Größe und
Stichhaltigkeit. Und dies ohne Ausflüchte, ohne Beschönigungen und ohne
poltikwillfähriges Taktieren. Auf der überaus treffende Zitat von Helmut
Schmidt im Deutschen Bundestag ("Es ist mit Erfolg gelungen, aus der
ganzen deutschen Geschichte ein Verbrecheralbum zu machen.") wurde bereits hingewiesen.
Bundeskanzler
Helmut Schmidt, der als einer der ersten die Publikation in der Urfassung
erhielt - und Diwald zuvor schon zum Festvortrag nach Bonn eingeladen hatte-,
bestätigte ihm schriftlich ein überaus gutes und höchst interessantes Werk über
die Geschichte der Deutschen verfaßt zu haben. Wie kein anderer wußte dieser
Bundeskanzler von der Relevanz der Geschichtsschreibung als einem Feld, auf dem
es um die Werte der Gemeinschaft geht.
Erstmals
nach Kriegsende wurde hier die deutsche Geschichte nicht mehr nur als
"eine Einbahnstraße ins Verhängnis" dargestellt. Sie wurde endlich
herausgenommen aus dem perfiden Bereich der Verdammungsurteile der Umerziehung
und Geschichtsklitterungen. Herausgenommen aus einem Kriminalisierungsprozeß,
der schon in den Schulen beginnt, in den Universitäten fortgesetzt wird und bis
auf den heutigen Tag andauert. Diwald präsentierte ebenso belastende wie
entlastende Fakten und Tatsachen. Er stellte dar, "wie es denn gewesen
ist". Diwalds Werk Geschichte der
Deutschen ist ein Werk der Unbestechlichkeit, es legt nicht nur die eigenen
Verbrechen, sondern auch die von anderen an Deutschen begangenen großen und
einzigartigen Verbrechen offen dar. Verbrechen an Deutschen und nach
Kriegsende, die bislang von einer ganzen Historiker-Umerziehungsgeneration
überwiegend unterdrückt wurden und fortgesetzt tabuisiert werden.
18. Mord im Frieden
Im
Kapitel "Mord im Frieden" nimmt Diwald auch zu den an Deutschen
begangenen unverjährbaren Menschheitsverbrechen präzise Stellung. Während
des Genocids und
Völkerrechtsverbrechens der Massenaustreibung von 15 Millionen Deutschen aus
Ostdeutschland und dem Sudetenland wurden 2,8 Millionen Deutsche ermordet,
ebenso 120.000 Reichsdeutsche von den 2 Millionen Kriegsevakuierten, die sich
zu diesem Zeitpunkt in den genannten Gebieten aufhielten. Rund eine Million
deutscher Kriegsgefangener hat man unter der Verantwortung des amerikanischen
Generals Eisenhower nach der Kapitulation vorsätzlich verhungern lassen. Zu den
Morden an Deutschen im Frieden gehören weit über 200.000 deutsche Soldaten, die
in Jugoslawien durch Massenerschießungen umgebracht wurden. Fast 2 Millionen
Kriegsgefangene starben. Von den in Jugoslawien lebenden 520.000 Volksdeutschen
wurden nach dem 8. Mai 1945 135.000 ermordet. Diwald: "Diese Menschen also
starben nach dem 8. Mai 1945, nach dem Tag, mit dem die Ära `unserer
Gemeinsamkeit an unschätzbaren Werten´
beginnen sollte, wie es einer der Sieger ausdrückte."
Festzustellen
ist: Alle Welt weiß von den Verbrechen
der Deutschen, die Welt weiß nichts von dem, was den Deutschen - und dies sogar
im Frieden und nach der Kapitualtion - angetan wurde! Welch ein
katstrophales Versagen - unter anderem - der deutschen Historikerzunft!
Zur
Nürnberger Rachejustiz, der Prozesse der Sieger über die Besiegten, zitiert
Diwald unter anderem Papst Pius XII.:
"Einem unbeteiligten Dritten bereitet es Unbehagen, wenn er sieht, wie
nach Abschluß der Feindseligkeiten der Sieger den Besiegten wegen Kriegsverbrechen
aburteilt, während sich der Sieger gegenüber dem Besiegten ähnlicher Handlungen
schuldig gemacht hat." Dem ist
absolut nichts hinzuzufügen!
19. Unverjährbarer Völkermord an
den Deutschen
In
seinen Hinweisen zu den millionenfachen Morden an den Deutschen nach dem 8. Mai
1945 hätte Hellmut Diwald noch ungeschminkter vorgehen müssen. Heute wissen wir
mehr um das wahre Ausmaß des einzigartigen Völkermordes am Deutschen Volk. Den Holocaust heute immer noch aus dem
Gesamtzusammenhang einer Apokalypse aller Menschheitsverbrechen zu reißen, auch
den Holocaust an den Deutschen mit millionenfachen Morden nach dem 8. Mai 1945,
um somit unser Volk planmäßig für alle Zeiten zu ruinieren und am Boden zu
halten, dies ist das größte aller Verbrechen, absolut nichts kommt diesem Verbrechen des anhaltenden
geistigen Genozids, des anhaltenden geistigen Völkermordes an unserem deutschen
Volke gleich!
Der
Völkermord an den Deutschen setzt sich zusammen aus: mindestens 2,1 Millionen
Morden in den Vertreibungsgebieten, 300.000 Morde durch den Einmarsch der Roten
Armee in andere Landesteile, 1,725 Millionen Tote durch Kriegsgefangenschaft,
100.000 Tote in Lagern und Gefängnissen der sowjetischen Besatzungszone, durch
Hungerpolitik in den Westzonen von 1946 bis 1950 etwa 5,7 Millionen Tote
(insgesamt: 10,624 Millionen lt. Dr. Heinz Nawratil; vgl. auch James Bacque in
seinem Buch Der geplante Tod, München 1992). In den genannten Zahlen sind nicht
die Opfer der alliierten Flächenbombardements berücksichtigt. "Ca. 550.000
deutsche Zivilisten sind alliierten Bomben zum Opfer gefallen; nicht gerechnet
Polizisten, Kriegsgefangene und andere Ausländer." Allein dem
anglo-amerikanischen Angriff auf
Dresden vom 13./14. O2. 1945 fiel die schier unvorstellbar Zahl von 250.000 Menschen zum Opfer. Dresden beherbergte zu
dieser Zeit ca. 600.000 schlesische Flüchtlinge. Zum Vergleich: Das Bombardement auf Swinemünde forderte
25.000 Tote. Diese Stadt war zu diesem Zeitpunkt Lazarettstadt und voller
Flüchtlinge. Von den 107.800 Stalingradgefangenen haben nur 6.000 die Heimat
wiedergesehen. "Weit über 2 Millionen Frauen und Mädchen sind Opfer von
Vergewaltigungen geworden, in 12 Prozent der Fälle mit Todesfolge. Andere
Schätzungen kommen sogar auf 4 bis 5 Millionen", so Dr. Heinz Nawratil.
Zahlreiche Geschichtsrevisionen werden notwendig sein, um die historische
Wahrheit, Klarheit und Gerechtigkeit auch für unser Volk durchzusetzen, denn es
war im 20. Jahrhundert fast ausnahmslos nur Amboß und nicht Hammer. Opfer
fremder Mächte und der Geschichte. Dies ist so klar wie klarer nichts sein
kann! Die westlichen Demokratien waren schon immer vollkommen unfähig, mit den
Unterlegenen einen gerechten Frieden zu schließen.
20. Niederlage der
Umerziehungspäpste
Überaus
interessant im Zusammenhang mit dem Bestseller: Geschichte der Deutschen -
gleichsam als ein Bestseller von vielen - ist die Art und Weise der zahlreichen
kontraproduktiven und selbstentlarvenden Kritiker durch namhafte
Geschichtsprofessoren, die ihre Masken als
Päpste der historischen Umerziehung in ihren Rezensionen hemmungslos
fallen ließen. Nichts könnte deutlicher die fortwährende Umerziehung, die
fortwährende Kriminalisierung und Verfälschung der deutschen Geschichte bis auf
den heutigen Tag deutlicher hervortreten lassen wie diese seinerzeitigen
Auseinandersetzungen.
Diwald
zerstörte dreißig Jahre Umerziehung, aber die Götzenbildner und Reeducation-Päpste der Umerziehung traten hervor mit dem
Vorwurf, er würde "trotz offener Bibliotheken und Archive in aller Welt
den Umfang der nationalsozialistischen Verbrechen verharmlosen".
Treffend
analysierte Wolfgang Venohr diese Geschehnisse wie folgt: "Hellmut Diwald
wurde bis 1978 von den demokratischen Medien geradezu vergöttert. Nach seiner
brillanten `Wallenstein´ - Biographie, nach dem Propyläen-Beitrag ` Anspruch
auf Mündigkeit´ und seinen engagierten Geschichts-Disputationen mit Sebastian
Haffner in meiner Fernsehserie `Dokumente Deutschen Daseins´ galt Diwald als `shooting star´, als der
komnmende deutsche Historiker. Dann erschien sein Buch `Geschichte der
Deutschen´. Wolf Jobst Siedler, damals
Ullstein-Verlag, beglückwünschte seinen Autor in einem Telegramm
überschwenglich zum Erscheinen des Bandes. Kurz darauf eröffnete ein enger
Mitarbeiter Augsteins im Spiegel, ausgerechnet ein ehemaliger
SS-Obersturmführer, die Hatz auf Diwald. Und von einem Tag auf den anderen war
der Mann für die BRD-Medien als `neofaschistisch´ gebrandmarkt, war er erledigt."
Dieser
Akt der Infamie und Intoleranz war bezeichnend für die bundesrepublikanische
Wirklichkeit. Hellmut Diwald bot eine sachliche und wissenschaftlich doppelt
und dreifach untermauerte Geschichtsdarlegung und man antwortete ihm "mit
den Methoden des intellektuellen Bürgerkrieges, so anachronistisch wie unter
dem Strich erfolglos" (Bossdorf). "Gegen einen vom Verlag gebilligte
Textstelle mit Binsenwahrheiten", so Richard W. Eichler, "kam
Zensorenprotest - eine Art Gegenstück zum schüchternen Versuch des
seinerzeitigen Bundestagspräsidenten Philipp Jenninger, der in einer Gedenkrede
nicht die üblichen Pauschalierungen ausbreitete, sondern sich um
Differenzierung, also Wahrheitsfindung, bemühte."
Besonders
die linksversessene Ideologie und Utopie, die
"Antifa"-Demokratiezersetzung in unserem Lande, so Alfred Schickel,
"trachtete Diwald mit ihren Angriffen und Unterstellungen nach seiner
beruflichen Existenz! Die Standfestigkeit des damaligen bayerischen
Kultusminister Maier, von dem man ungestüm die Abberufung Diwalds forderte, ist
es zu danken, daß Hellmut Diwald seine Professur an der Universität Erlangen
behielt."
21. Nicht Opfer sondern Täter!
Eberhard
Jäckel erklärte Diwalds Buch zu einer "verfehlten Geschichte der
Deutschen" und Golo Mann - von dem
wir bereits hörten - ließ sich zu einer ebenso unwahren wie lächerlichen
Attacke hinreißen, in der er u.a. schrieb: "Dieser Ordinarius einer, ja
leider, einer bayerischen Universität, leugnet den Judenmord glattweg ab."
(Spiegel, Nr. 49, 4.12.1978) Nie zuvor
hatte sich ein Historiker-Umerziehungspapst vom Rang eines Golo Mann
entsetzlicher blamiert und dekuvriert. Handelt es sich doch um eine
Selbstentlarvungsschnellschußdiffamierung aus der Hüfte heraus, bar jeder
Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Denn Hellmut Diwald schrieb auf Seite 118 der
Geschichte der Deutschen: "In den Konzentrationslagern der
Nationalsozialisten wurden seit 1942 ungezählte Menschen ermordet, Juden,
Zigeuner, Homosexuelle, Menschen minderen Erbgutes oder Angehörige
unterwertiger Rassen. Diese Verbrechen wurden nach der Kapitulation nicht nur
zum Gegenstand von Prozessen, sondern ihnen wurde auch eine Schlüsselfunktion
bei der politischen Behandlung der Deutschen zugesprochen." Und auf Seite 164 schreibt er: "Dies
ist das grauenhafte Thema der systematischen Vernichtung eines Volkes, das für
Ereignisse büßen mußte, für die es gemäß der Logik eines Wahnsystems
verantwortlich gemacht wurde - ein Thema, das durch die Vokabel Auschwitz einen
entsetzlichen Symbolwert erhalten hat. Die ethische Dimension macht es fast
unmöglich, den nachweisbaren Sachgehalt nüchtern zu behandeln, weil die
Beweggründe und Formen des Mordens mit einer unbetroffenen Objektivität nicht
in Deckung zu bringen sind." Und in der Fernsehserie Dokumente Deutschen
Daseins erklärte Diwald vor einem Millionenpublikum seine Einstellung zur
NS-Politik u.a.: "Dazu ist noch der ganz brutale Rassenantisemitismus
gekommen! Es ist dies ein Phänomen, das es weder in Deutschland noch in der
gesamten politischen Geschichte vorher in dieser Prägnanz und Entschiedenheit
gegeben hat."
Jedoch
schreibt Diwald unabdingbar notwendig und unübertreffbar folgerichtig auf Seite
164/165 der Geschichte der Deutschen auch: "Man beutete eins der
grauenhaftesten Geschehnisse der Moderne durch bewußte Irreführungen,
Täuschungen, Übertreibungen für den Zweck der totalen Disqualifikation eines
Volkes aus. (...) Auschwitz ist das deutsche Stigma dieses Jahrhunderts. Es ist
ein Symbol des Entsetzens, doch es ist auch symbolisch für die sowohl
tatsächlich nachzuweisende als auch gegen besseres Wissen absichtlich
hineingedeutete Gleichsetzung vom Dritten Reich und Deutschland. Dies freilich
gehört zu dem Prozeß einer allgemeinen intellektuell-sittlichen Verwirrung als
Ergebnis radikaler Standortbezogenheiten und ideologischer Festlegungen, der in
Deutschland bereits in den beginnenden dreißiger Jahren eingesetzt hat."
22. Bekenner der Freiheit seines
Volkes
Hellmut
Diwald war ein Bekenner der Freiheit seines Volkes. In der tiefen Nacht der nationalen Würde- und Ehrlosigkeit über
der Bundesrepublik Deutschland befeuerte er unseren Mut zur Wahrheit, unseren
Mut zur Geschichte. Noch wenige Monate vor seinem Tode schrieb er über die Zeit
vor der Teilwiedervereinigung mit Mitteldeutschland: "Deutschland? Das war
provinziell, ein Terminus aus dem Arsenal der Vertriebenensprecher, der
revanchistischen Hitzköpfe, der nationalistischen Bullenbeißer, der Leute von
vorgestern. Machen wir uns doch nichts vor:
Wer von Deutschland sprach, der bewies seine faschistoide Gesinnung, war
zumindest rechtsextrem. Das alles ist nachzulesen in unseren allzeit druckreif
druckenden Zeitungen und Zeitschriften,
Politmagazinen und ähnlich ambitionierten Illustrierten - nicht zu vergessen
die Verfassungsschutzberichte und Protokolle des Bundestages, die jeder von
uns, Satz für Satz, seit 1949 studieren kann." (Hellmut Diwald: Unsere
gestohlene Geschichte)
Diwalds
herausragende Bedeutung und Verdienste auch in politischer Hinsicht würdigt der
profunde Sachkenner Wolfgang Venohr wie folgt: "Über jeden Zweifel erhaben
sind die Verdienste des Patrioten Diwald. Er gehörte zu jener Handvoll Männer,
die in den Jahren 1982 bis 1989, vor allem ab 1985, hinter den Kulissen für die
Einheit Deutschlands gearbeitet haben. Mit einer Fülle von Gesprächen,
Ratschlägen, Denkschriften, Vorschlägen, Schriftsätzen und Modellen zur
`deutschen Frage´ beeinflußten sie die
Deutschlandexperten und Abgesandten des Kreml, die permanent durch die BRD
reisten, und bereiteten so maßgeblich den dramatischen Wandel in der
Deutschland-Politik der Sowjets vor. (Selbstverständlich gingen Kopien dieser
Vorschläge auch an den Bundespräsidenten und an das Bundeskanzleramt.) Als dann
im April 1989 im Kreml eine neue Deutschland-Politik beschlossen wurde, die ein
Jahr später zur Wiedervereinigung führte, hatte sich das stete Bemühen dieser
Handvoll gesamtdeutscher Patrioten, darunter nicht zuletzt Hellmut Diwald, voll
bezahlt gemacht." Im übrigen sei
darauf hingewiesen, daß Hellmut Diwald, wie jeder wirklich überragende Geist,
in keinster Weise ein Dogmatiker war. Als Sachkenner schreibt Peter
Bossdorf: "Seine Lehrtätigkeit
durchwehte ein anarchischer Zug, den die meisten seiner Studenten als befreiend
und äußerst anregend empfanden. Ganz und gar dem Klischee des traditionellen
Professors widersprechend, das im Zeitalter der Massenuniversität erst so recht
Realität geworden ist, setzte er nicht auf Distanz und Autorität, sondern auf
die Befähigung zu fundierter Kritik, ganz gleich, von welcher Warte sie dann
erfolgen mochte." Politik ist nicht nur und prägt nicht nur das Schicksal,
sie ist mehr als die Kunst des
Möglichen. Lassen wir sie nicht länger die Kunst des Unbegreiflichen sein!
Hellmut Diwald verweist darauf, "daß Politik nicht die Kunst des Möglichen ist, sondern
Realisierung des Notwendigen zu sein hat ". Über die Kunst des Möglichen
zur Kunst des Notwendigen. Hellmut Diwald bleibt der Vater der Selbstfindung
der Deutschen zu ihrer unverfälschten Geschichte, der Vater unseres
historischen Bewußtseins nach der Niederlage von 1945, des Bewußtseins von
Leid, Schicksal, Fehlern, aber auch der Größe unseres Volkes.
23. Ohne Gott zerstört sich der
Mensch
Alles
Denken und alle sozial-verantwortbare Politik muß letztlich auf die ethische
und die religiöse Frage nach dem höchsten Sinn und der Menschlichkeit
hinauslaufen. Dem Dienst am Humanum. Unsere Pflicht und Schuldigkeit ein Humanum
in uns zu tragen! So und nicht anders sehen wir die Politik. Denn ohne Gott
zerstört sich der Mensch! Die politisch-historische Krise in Europa ist auch
eine Krise des Glaubens, vielleicht vor allem! Jede historische Epoche ist eine
abgeschlossene Epoche vor Gott. Hellmut Diwald, als der bekannteste Historiker
Nachkriegsdeutschlands, schrieb unter anderem als "überzeugter
Katholik" die beiden Werke zu Martin Luther (Biographie und Lebensbilder).
Und - wie auch anders? - es wurden wiederum Bestseller. Die Luther-Bücher
Diwalds, so Alfred Schickel, "wollten deutlich machen, welchen
kirchlich-religiösen Impuls Deutschland Europa und der Welt gegeben hat;
sozusagen überzeugender Kontrast zur niederdrückenden Behauptung, ` Der Tod´ sei `ein Meister aus Deutschland´." Wir
haben lernen müssen: Der Abfall der
Politik vom christlichen Sittengesetz (oder der Abfall von der Bindung an ein
supreme etre im Sinne des Unbestechlichen, im Robespierrschen Sinne, wie ich es
sehen möchte!), so auch Franz Josef Strauß, führte und führt in den
Totalitarismus. Bahnen wir - unter anderem - einer neuen sittlich-religiösen
Methaphysik den Weg.
In
dem von Hellmut Diwald herausgegebenen Handbuch zur Deutschen Nation schrieb
ich unter anderem in meinem Beitrag "Aufbruch und Möglichkeit zum Sieg der
Freiheit aller Völker und Volksgruppen - Die Folgen der nationalen Revolution
im Osten" - mit Bezug auf Hellmut Diwald folgendes: In einem seiner
neuesten Beiträge: "Im Fadenkreuz von Geschichte und Wissenschaft, Glaube
und Vernunft" (in: Hellmut Diwald (Hrsg.): Warum so bedrückt? Deutschland
hat Zukunft. Festschrift für Richard W. Eichler, Tübingen-Zürich-Paris 1992),
fragt Hellmut Diwald: "Wo aber sind die Fortschritte in der Sphäre dessen,
was den Menschen wirklich zum Menschen macht?". Und an anderer Stelle in
diesem Beitrag schreibt er: "Aus wissenschaftlichen Wahrheiten lassen sich
keine Imperative des Glaubens ableiten. Und die Imperative des Glaubens haben
sich nicht vor der Instanz der menschlichen Vernunft zu verantworten, heute so
wenig wie im kommenden Jahrtausend. ... Wer heute versucht, Glaube und Vernunft
gegeneinander abzuschwächen, muß zugestehen, daß der moderne Mensch so bemüht
wie noch nie zu lernen versucht, seinem Leben einen Sinngehalt ohne den Glauben
an Transzendenz, den Glauben an einen persönlichen Gott, zu geben, und daß er
dabei keinen Schritt vorangekommen ist.
... Allerdings bricht sich auch ein unausrottbares Bedürfnis des Menschen Bahn:
Er will mehr als ` vernünftige´
Erklärungen und sogenannte unumstößliche Tatsachen. Er besitzt einen
unermeßlichen Hunger nach all dem, was
in den Sammelbegriff der Werte gehört, die aber nicht von der Vernunft leben
oder auf ihr gründen."
24. Vermächtnis und Verpflichtung
Die
nationale Würde und Ehre, die nationale Selbstbewahrung und Selbstbehauptung
bleibt unsere Verpflichtung. "Andere Völker achten wir, unser Vaterland
Deutschland aber lieben wir." Wir sind dazu da, unsere Pflicht im Dienst
an Volk und Vaterland zu tun. Erfüllen wir das Vermächtnis von Hellmut Diwald, der
uns zurief: "Wir sind mit dem Kopf wie in einer Reuse gefangen.
Hineinstecken hat man uns könne. Aber wir kommen nicht ebenso glatt wieder
heraus wie hinein. Den Kopf wieder freizubekommen geht nur, wenn man mit
Vehemenz die Reuse zerstört. Daß dies nicht
ohne Schmerzen abgeht, versteht sich von selbst." Und kurz vor seinem Tod sagte er uns noch:
"Die Mauer ist weg. Welch ein Triumph. Der Umsturz kann nur dann gesichert
werden, wenn auch die inneren Mauern in Deutschland und in den Deutschen
zerschlagen werden. Die Mauern, die unsere Selbstachtung blockieren, unsere
Selbstfindung verhindern und unsere neurotische Verfassung über die
Generationen hinweg aufrechterhalten sollen."
Hellmut
Diwald, dem die deutsche Geschichte Lebensinhalt war, plädierte immer wieder
und wieder für eine Neubestimmung der Geschichtswissenschaft. In einem seiner
letzten Beiträge: "Neues Deutschland - Neues Geschichtsbild",
analysierte er nochmals treffend die Verkommenheit, wenn er darlegte: "Wir
gehen mit der Schwermut von Rindern auf den Pfaden der Geschichte, die von den
Siegern des 2. Weltkrieges festgelegt wurden. Die Geschichtsschreibung legt
sich selbst den Strick um den Hals, wenn sie Schuldbekenntnisse vor die
Überprüfung historischer Fakten stellt ". Einer seiner engsten und
würdigsten Freunde, Alfred Schickel (Zeitgeschichtliche Forschungsstelle
Ingolstadt) , berichtete uns noch über das letzte Bemühen Diwalds: "Noch
zwei Tage vor seinem Tod rief er seine Freunde zu verstärkter Forschungsarbeit
auf und warb um materielle Unterstützung der aufwendigen Archivstudien."
Noch auf dem Sterbebett plagte ihn das Schicksal seines Volkes. Und sein
letztes Vermächtnis lautete: "Wer sein Recht nicht wahrnimmt, gibt es
preis!"
25. Mut statt Feigheit
Nun,
wir gehören nicht zu den Feigen, Lauen und jenen, die eingeschüchtert wurden.
Wir bekennen: "Wir halten das Glück für die Frucht der Freiheit und die
Freiheit für die Frucht der Tapferkeit." (Perikles, 439 v. Chr.) Ohne
Wahrheit und Gerechtigkeit, ohne Freiheit ist alles nichts! Wir dienen diesen Werten zu einem höheren
Wert und Sinn des Lebens. Wir wissen, daß dieser Dienst uns Leid bringt, aber
was ist das Leid eines einzelnen gegenüber dem Leid einer ganzen
Volksgemeinschaft? Zum Widerruf wird uns nichts und niemand zwingen können. Man
kann uns zu unterdrücken versuchen, man kann uns schlagen und schlimmeres
zufügen, kapitulieren werden wir nicht! Weil wir der Freiheit dienen, dienen
wir der Demokratie, zu der er keine brauchbare Alternative gibt. Und vor allem, wir dienen dem Höheren. Für uns ist
Richtschnur das Wort Karl Haushofers: "Um des Vergänglichen willen gelebt
zu haben, verlohnt nicht. Lebenswert ist nur der Dienst um das Ewige und um das
Ganze." Wir handeln und leben danach!
Zu
unserem Bekennertum gegen die Widrigkeiten des tyrannisierenden Zeitgeistes,
den geistigen Bürgerkrieg gegen das Nationale, die Diffamierung und
Ausgrenzung, die Stigmatisierung und Verfemung des internalisiert
demokratischen und seriösen deutschen Nationalpatriotismus, im Grunde gegen die
ganzen pseudodemokratischen Systemverfälschungen - diese
Mitte-Links-Parteinoligarchie durch Demokratieverfälschung, des "Hasses
der Wahrheitsleugner" (Prof. Richard W. Eichler), gehört zentral das
Goethe-Wort:
"Feige
Gedanken
bänglisches
Schwanken,
Weibisches
Zagen
ängstliches
Klagen,
Wendet
kein Elend
macht
dich nicht frei."
Weil
wir dem Ganzen und dem Ewigen dienen sind wir frei. Vom klassischen Historiker
Polybios stammt das Wort: "Die Wahrheit ist das Auge der Geschichte."
Wie
alles-bestimmend Geschichtslügen in den Terror der Unfreiheit führen, offenbart
ein Wort George Orwells:
"Wer
die Vergangenheit kontrolliert,
kontrolliert
die Zukunft,
wer
die Gegenwart kontrolliert,
kontrolliert
die Vergangenheit."
Das
nationale Elend der Deutschen liegt darin, daß sie sich ihre Vergangenheit und
damit ihre Wurzeln, die stabilisierende Kraft bewährter Traditionen rauben
ließen und sich somit selbst um ihre Zukunft betrogen und fortgesetzt betrügen.
Der deutsche Patriotismus, die demokratische und seriöse deutsche Rechte wird
diesen Zustand beenden. Für den Autor gilt persönlich als Maxime ein Wort
Luthers: "Die Wahrheit ist mit Blut und Leben zu verteidigen." Noch
präziser: Der Tod hat nichts Schreckliches, wenn man um die Freiheit kämpft,
vielleicht ist er sogar ihr Preis! Mache sich niemand Illusionen um unsere
Entschlossen- und Geschlossenheit. Es gibt da etwas, was alles und nicht
vergebens ist. Wir rufen alle Patrioten und alle, die die Freiheit lieben, auf,
unseren Mut zur Entschlossenheit mit uns zu teilen und wir werden das deutsche
Schicksal und nationale Elend, auch das demokratische und soziale, auch das
religiöse, alles miteinander ist untrennbar verbunden, überwinden, komme, was
da wolle!
Deutschland
befindet sich am Tiefpunkt seines nationalen Elends. Wir, die wir um die
soziale, nationale und demokratische Erneuerung und Vervollkommnung ringen,
scheuen keine Verfemung und Stigmatisierung. Wir wissen:
Wer
nicht stirbet,
eh
er stirbet,
der
verdirbet,
wenn
er stirbet."
Jakob
Böhme
Patriotenverfolgung
in Deutschland, die Unterdrückung , Verfemung, Stigmatisierung, Gethoisierung,
Kriminalisierung, die Bekämpfung der demokratischen deutschen Rechten mit
struktureller Gewalt ist keine Fiktion, keine Hirngespinst, sondern eine
brutale Realität. Wenn das Verbrechen an der Demokratie durch die
Demokratieverfälscher und Demokratiefalschmünzer nicht endlich überwunden wird,
dann wird die Frage erlaubt sein müßen:
Ist die Demokratie doch nur eine blanke Illusion?
Es
ist schier unglaublich, aber dennoch ist es eine Tatsache, daß im angeblich
"freiesten Staat in der deutschen Geschichte", so Herr Kohl
(Historiker aus Oggersheim und seinerzeit Super-Bismarck in Bonn/Berlin), Staatsbürger aus politischen Gründen
verfolgt, niedergemacht und ruiniert, vielfach existentiell vernichtet werden,
und die politische Opposition der demokratischen deutschen Rechten
niedergehalten und diffamiert wird. Dies muß ein Ende finden! Unseren Kritikern
sei auch hier mit Hellmut Diwald die Erkenntnis zuteil: "Haltet
Deutschland nicht für tot, ehe ihr seine Leiche gesehen habt. Aber selbst dann
dürftet ihr euch irren."
Auf
der Basis des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, eine der besten und
solidesten Verfassungen der Welt, und auf der Basis der freiheitlich
demokratischen Grundordnung erstrebt die demokratische und seriöse deutsche
Rechte die politische Freiheit für nahezu ein Drittel des deutschen Volkes -
der real existierenden und bislang unterdrückten nationalpatriotischen Strömung im politischen Spektrum, jener
Teil, der national denkt und fühlt, der sich an ewig gültigen Normen, Werten,
(preußischen) Tugenden und Traditionen gebunden fühlt, an historischer
Wahrheit, Klarheit und Gerechtigkeit. Es geht vor allem auch um die nationale
Selbstbewahrung und Selbstbehauptung unseres Volkes in Frieden und Freiheit -
in auch nationaler Würde. Es geht um die Funktionsfähigkeit der Demokratie, die
nicht länger Demokratiefälschern und Demokratiefalschmünzern, die eine
politische Zweidrittelgesellschaft und eine undemokrtische
Mitte-Links-Parteienoligarchie zum Schutz ihres Machtmißbrauchs, ihrer Pfründe
und Privilegien errichteten,
ausgeliefert werden kann. Es geht um politische Freiheit für das ganze
deutsche Volk! Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung. Politische Freiheit auch
für alle in unserem Land vorhandenen politischen Strömungen. Nicht nur
politische Freiheit für die Mitte und die Linke in diesem unserem Lande. Was
für eine verheerende Verirrung!
Denn:
Wir haben eine solide Verfassung, aber
wir haben keine politische Freiheit! Die Verfassungswirklichkeit entspricht
durch die Herrschaft der Mitte-Links-Parteienoligarchie durch
Demokratieverfälschung nicht dem Verfassungsrecht. Denn Demokratie kann nur
dort sein, wo auch der politische Meinungs- und Willensbildungsprozeß
funktioniert; weil dies erst für eine Demokratie konstituierend ist - will sie
nicht nur eine formale sein. Ansonsten ist die Demokratie nur eine Illusion!
Nicht die Demokratie, sondern die verfälschte Demokratie ist der Fehler!
Rolf
Josef Eibicht (MA)
München,
den 15. 7. 2009
(Beitrag
am heutigen Tag
gravierend
aktualisiert)
Aktuelles
Verfasserbild unter:
http://www.wno.org/images/e090702b.jpg
Anhang:
[Zu meinem Beitrag: "Anmerkungen zum
Holocaust an unseren jüdischen Mitbürgern", verweise ich die geneigten Leser ebenso wie die verschworenen
Kritiker, auf die folgende Weltnetzseite mit der EDV-Kennung: http://forum.golem.de/read.php?21,411710,1834154#msg-1834154 ]
RJE