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Wie peinlich ein zweiter Todesfall innerhalb von sechs Tagen auch sein mag, die Inquisition von Den Haag dürfte sehr erleichtert gewesen sein, als Milosevic am 11. 3. 3006 tot aufgefunden wurde. Vom ersten Tag an waren ihre Bemühungen, mit ihrem Schauprozess das schändlichen Treiben des Imperiums am Balkan zu rechtfertigen, indem man alle Schuld Milosevic und Serbien (oft ohne einen Unterschied zwischen beiden zu machen) gab, in jedem Stadium vergeblich. Milosevic weigerte sich, Selbstmord zu begehen. Er weigerte sich, einen Verteidiger zu nehmen und er weigerte sich sogar, die Rechtmäßigkeit des Tribunals anzuerkennen. Seine Kreuzverhöre entlarvten dutzende meineidige Zeugen. Wäre er am Leben geblieben, wäre das Tribunal in die peinliche Lage gekommen ihn zu verurteilen (das wollten sie sicher, sonst wäre ihre ganze Existenzberechtigung dahin gewesen), ohne tatsächlich irgendetwas bewiesen zu haben. Tote erzählen keine Geschichten, sie können sich nicht verteidigen gegen Anklagen, Verdrehungen Gerüchte und Propaganda. Milosevic mag sie nach ihren eigenen Regeln jahrelang geschlagen haben, aber er verlor am Ende als letzter Mann. Eine der Fragen die in den nächsten Tagen sicher zu beantworten sein wird ist, wie weit das Tribunal für den sich verschlechternden Gesundheitszustand von Milosevic verantwortlich ist. Im Laufe des "Prozesses" verschlechterte sich der Zustand von Milosevic ständig - was seine Verleumder mit der Behauptung vertuschen wollten, Milosevic täusche seine Krankheit nur vor, um den Prozess hinauszuziehen (!). Die Inquisition verweigerte auch seinen Wunsch, in ein russisches Krankenhaus zur Behandlung gebracht zu werden mit der Begründung, die niederländischen Ärzte seien gut genug. Offensichtlich waren sie es nicht. Solange Milosevic am Leben war, gab es wenigstens eine Stimme, die den Propagandalügen über die Balkanländer in den 90er Jahren widersprach, eine sehr öffentliche Stimme, die sagte: "Nun wartet eine Minute, ich weiß, das ist nicht wahr !" Nach seinem Hinscheiden werden das Tribunal, das Imperium und die Systempresse ihre von vornherein festgelegten Schlußfolgerungen propagieren, wohl wissend, dass Milosevic zwar außerhalb der Reichweite ihrer "Gerechtigkeit" ist, sich aber auch nicht mehr verteidigen kann. Ist das nicht ein merkwürdiger Zufall ? Nebojsa Malic
Drei Tage vor seinem Tod äußerte Milosevic den Verdacht, dass ihm absichtlich falsche Medikamente gegeben werden, um ihn umzubringen. Ein entsprechender Brief wurde über seinen Anwalt nach Russland gebracht. Die westliche Lügenpresse verdrehte die Argumente und behauptete, Milosevic habe absichtlich falsche Medikamente genommen, um das Verfahren in die Länge zu ziehen. Ein Ding der Unmöglichkeit, da im NATO-Gefängnis alles genauestens kontrolliert und gegebenenfalls konfisziert wurde. Text des handgeschriebenen Briefes von Milosevic an das Außenministerium Russlands: An das Außenministerium der Russischen Föderation. Sehr geehrte Damen und Herren, mit meiner Anerkennung für die Solidarität und das Verständnis, das Sie zum Ausdruck gebracht haben, indem Sie sich einverstanden erklärten, mich für eine medizinische Behandlung aufzunehmen und Garantien zu geben, möchte ich Sie über Folgendes informieren: Ich glaube, die Beharrlichkeit, mit der die medizinische Behandlung in Russland verweigert wurde, ist in erster Linie in der Befürchtung begründet, dass bei einer sorgfältigen Untersuchung entdeckt werden würde, dass aktive und mutwillige Schritte unternommen wurden, meine Gesundheit zu zerstören, und dies während des gesamten Verfahrens, welche vor russischen Spezialisten nicht verborgen werden könnten. Um meine Anschuldigungen zu belegen, präsentiere ich Ihnen ein einfaches Beispiel, dass Sie im Anhang finden. Dieses Dokument, das ich am 7. März erhalten habe, zeigt, dass am 12. Januar (d. h. vor zwei Monaten) ein ausgesprochen starkes Medikament in meinem Blut gefunden wurde, das - wie sie selbst sagen - zur Behandlung von Tuberkulose und Lepra eingesetzt wird, obwohl ich selbst während dieser fünf Jahre in ihrem Gefängnis niemals irgendein Antibiotikum genommen habe. Während dieser gesamten Zeit habe ich auch nie irgendeine ansteckende Krankheit gehabt (außer einer Verkühlung). Auch die Tatsache, dass die Ärzte zwei Monate gebraucht haben (um mir zu berichten), ist nicht anders zu erklären, als dass wir es mit einer Manipulation zu tun haben. In jedem Fall können diejenigen, die mir ein Medikament gegen Lepra eingeben, gewiss nicht meine Krankheit behandeln; ebenso wenig wie die, gegen die ich mein Land in Kriegszeiten verteidigt habe und die ein Interesse daran haben, mich zum Schweigen zu bringen. Sehr geehrte Herren, Ihnen ist bekannt, dass russische Ärzte, die zu den angesehensten der Welt zählen, zu dem Schluss gekommen sind, dass die Untersuchung und Behandlung der Probleme mit den Blutgefäßen in meinem Kopf unvermeidlich und dringend ist. Ich weiß sehr gut, dass das wahr ist, da ich mich sehr schlecht fühle. Ich wende mich an Sie in der Erwartung, dass Sie mir helfen, meine Gesundheit gegen die kriminellen Aktivitäten in dieser Institution zu verteidigen, die unter dem Zeichen der UN arbeitet, und dass ich sobald wie möglich eine angemessene Behandlung in Ihrem Krankenhaus erhalte, zu dessen Ärzte, wie auch zu Russland ich vollkommenes Vertrauen habe. Hochachtungsvoll, Slobodan Milosevic" To the Ministry of Foreign Affairs of the Russian Federation. Dear ladies and gentlemen, With my acknowledgment for the solidarity and understanding which you expressed by accepting to receive me to come for medical treatment and by giving guarantees, I would like to inform you about the following: I think that the persistence, with which the medical treatment in Russia was denied, in the first place is motivated by the fear that through careful examination it would be discovered, that there were active, willful steps taken, to destroy my health, throughout the proceedings of the trial, which could not be hidden from Russian specialists. In order to verify my allegations, I'm presenting you a simple example which you can find in the attachment. This document, which I received on March 7, shows that on January 12th (i.e. two months ago), an extremely strong drug was found in my blood, which is used, as they themselves say, for the treatment of tuberculosis and leprosy, although I never used any kind of antibiotic during this 5 years that I'm in their prison. Throughout this whole period, neither have I had any kind of infectious illness (apart from flu). Also the fact that doctors needed 2 months (to report to me), can't have any other explanation than we are facing manipulation. In any case, those who foist on me a drug against leprosy surely can't treat my illness; likewise those from which I defended my country in times of war and who have an interest to silence me. Dear Sirs, it is known to you that Russian physicians, who rank among the most respected physicians in the world, came to the conclusion that the examination and treatment of the vascular problems in my head are inevitable and urgent. I know very well that this is true, as I feel very bad. I'm addressing you in expectation that you help me defend my health from the criminal activities in this institution, working under the sign of the U.N., and that I be enabled as soon as possible to get adequate treatment in your hospital, in whose physicians, as well as in Russia, I have absolute confidence. Yours sincerely, Slobodan Milosevic
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