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Demonstration zum Palästina-Tag in Berlin
In Berlin haben am 13. 11. 2004 rund 1000 Menschen an einer Demonstration
zum "Palästina-Tag" teilgenommen. Angemeldet worden war der Aufzug
anlässlich des «Al-Quds-Tages» (Jerusalem-Tag). Die Teilnehmer
waren vorwiegend arabischer und türkischer Herkunft. Bei einer Abschlusskundgebung
am Savignyplatz bekundeten Redner ihre Solidarität und ihr Mitgefühl
mit dem palästinensischen Volk. Den Palästinensern stünde
wie allen Völkern der Welt das Recht zu, über ihr Schicksal selbst
zu bestimmen. Der Palästinatag soll an die brutale Vertreibung der
Palästinenser aus ihrer Heimat erinnern.
Eingeführt wurde dieser Tag 1979 vom iranischen Revolutionsführer
Ayatollah Chomeini, der den letzten Tag des islamischen Fastenmonats Ramadan
zum Internationalen Tag von Al Quds (arabische Bezeichnung für Jerusalem)
machte und die Moslems in aller Welt dazu aufrief, an diesem Tag für
die Befreiung Palästinas von israelischer Okkupation zu demonstrieren.

Die Route der Islamisten führte vom Adenauer Platz über Lewisham-
und Kantstraße. Die ursprünglich angemeldete Strecke zum Wittenbergplatz
war von der Versammlungsbehörde nicht genehmigt worden, um eine Demonstration
in der Nähe des Jüdischen Gemeindehauses in der Fasanenstraße
auszuschließen.
Rund 100 Linksradikale und Zionisten protestierten unter israelischen
Fahnen in der Schlüterstraße in Höhe des S-Bahnhofs Savignyplatz
gegen die Palästiunenser und versuchten den Islamistenaufzug zu stören.
Sie bezeichneten das Eintreten für die Rechte der Palästinenser
als "antisemitischen Hetze". Die Polizei erteilte wegen versuchter
Störungen der Islamisten-Demonstration 46 Platzverweise, wie ein Polizeisprecher
mitteilte. Eine Person sei wegen Widerstands gegen Beamte festgenommen
worden.
Erfolgreich umerzogenene Linksradikale protestieren am 13. 11. 2004
in Berlin gegen das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser
[13. November 2004] |