Kannibalismus-Aufruf gegen rechte Demonstranten in Leipzig

Während Politiker auf Bundesebene dazu übergehen, auch Aufdecker ihrer Praktiken gerichtlich verfolgen zu lassen, ließen sich lokale Gegner der Versammlungs- und Meinungsfreiheit in Leipzig (Sachsen) jetzt etwas besonders Originelles einfallen. 

"Mit Frühstücks-Brunch, wo Braune aufgefressen werden, das ist der Hintergedanke von den Jugend ist bunt Bündnis.." erklärte wörtlich ein Vertreter einer Vereinigung "Courage zeigen" am 3. 8. 2002 in Leipzig. Er meinte damit eine Ausspeisung mit Schokolade, Brötchen und "anderen braunen Sachen..", die vorerst symbolisch aufgefressen werden sollten. Anschließend zogen die so gestärkten  Störtrupps in Richtung Hauptbahnhof Leipzig, um die dort beginnende rechte Demonstration zu stören. Neu war dabei auch, daß die Linken jetzt sogar amerikanische Kriegsverbrechen den Deutschen anlasten wollen. Eines ihrer Transparente zeigte die Parole "Ohne Nazideutschland kein Hiroshima", ein eindrucksvolles Zeugnis der Geschichtskenntnisse der Linken. 

Die von den Nationalisten veranstaltete Demonstration war als "Trauermarsch zur Erinnerung an die Opfer des Atombombenabwurfes von Hiroshima" angemeldet.

Hiroshima
Nationale Demonstration am 3. 8. 2002 in Leipzig

Ca. 250 Nationalisten sammelten sich am 3. 8. 2002 ab 12 Uhr beim Hauptbahnhof Leipzig und marschierten dann durch die Stadt zum Ostplatz, wo bis 19 Uhr die Abschlußkundgebung stattfand. Der Marsch zum Völkerschlachtdenkmal wurde unter fadenscheinigen Begründungen wieder verboten. Der Organisator der Demonstration erklärte, man werde in Leipzig solange demonstrieren, bis ein Zug bis zum Völkerschlachtdenkmal erlaubt werde. Ca. 2000 Polizeikräfte verhinderten ein Zusammentreffen der Störtrupps mit den Demonstranten.

[3. August 2002]

Demonstration am 3. 10. 2006 in Leipzig >> 

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Demonstration in Dresden

Etwa 200 Nationalisten führten am 27. 7. 2002 unter dem Motto „Gegen den antifaschistischen Konsens in Dresden“ eine Demonstration durch. Es nahmen Vertreter der Freien Kräfte  Dresden, Selbstschutz Dresden, Kameradschaftsbund Oberelbe Kameradschaft Sächsische Schweiz, Nationaler Widerstand  Halle und Heimatschutz Mitteldeutschland an der Demonstration teil. 


Nationale Demonstration in Dresden am 27. 7. 2002

Mit übertriebenen Sicherheitsmaßnahmen und schikanösen Kontrollen der Kundgebungsteilnehmer, etwa 1000 Polizisten waren im  Einsatz, sorgte man dafür, daß die Demonstration mit einer zweistündigen Verspätung erst um ca. 15 Uhr beginnen konnte. Die Demonstration führte vom Bahnhof über den Dammweg in die Königsstraße,  wo eine Kundgebung abgehalten wurde. Auf dieser wiesen die Redner darauf hin, daß es Verflechtungen zwischen kriminellen  und gewalttätigen Antifa-Banden und städtischen Behörden des  Ordnungsamtes, sowie den diesen Staat sichernden Organen des  Staatsschutzes (politische Polizei) bis hin zu Fraktionsmitgliedern des  Dresdner Stadtrates und des Sächsischen Landtages gebe. So werde beispielsweise das AZ Conni in der Rudolf-Leonhard-Straße 39  weiterhin durch Mittel aus der Stadtkasse finanziert, obwohl Stadt- und  Polizeibehörden seit Jahren bekannt sein müsse, daß dort Straftaten  gegen Andersdenkende geplant werden. Als weiteres Beispiel dieser  unheiligen Allianz diene die Tatsache, daß Informationen, welche nur dem  Ordnungsamt bekannt sein dürften, kriminellen Antifa-Gruppierungen  zugänglich gemacht, aber auch direkt an die Verfassungsschutzbehörden  gemeldet werden. In der Praxis wirke sich dieses Zusammenspiel dann so  aus, daß nach dem Anschlag Linksextremer in der Nacht zum  27.06.2002 auf den nationalen Jugendklub "Thor" die  Staatsschutzbeamten anstatt eine sofortigen Strafverfolgung  einzuleiten, den Vermieter unter Druck  setzten, er solle den Klubbetreibern kündigen, so daß keine nationale  Jurgendarbeit mehr möglich wäre.

Etwa 200  Linksradikale versuchten den Marsch massiv mit Würfen von Obst, Eiern und Feuerwerkskörpern zu stören, wurden jedoch von der  Polizei auf Abstand gehalten.

[27. Juli 2002]. 
 
 

Kundgebung der Schützenvereine in Magdeburg

Über tausend Mitglieder von Schützenvereinen demonstrierten am 27. 7. 2002 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) gegen die Anlaßgesetzgebung zum Waffenrecht nach dem Amoklauf von Erfurt. Die entsprechende Gesetzgebung war ohnehin schon immer sehr streng. Jedes Mitglied eines Schützenvereines muß seine Waffe streng unter Verschluß halten und benötigt ein polizeiliches Führungszeugnis. Verein und Polizei als Erlaubnisbehörde arbeiten eng zusammen und kontrollieren die Vereine.

Schützen
Schützenvereine protestierten am 27. 7. 2002 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) gegen die Verschärfung des Waffenrechtes

Der Präsident des Landesverbandes der Sportschützen hält das neue Gesetzespaket der Bundesregierung zum Waffenrecht für blanken Populismus. "Das können wir so nicht auf uns sitzen lassen. Erst traten alle für eine Liberalisierung des Waffengesetzes ein. Da wurden schon Reden vor dem Bundestag gehalten. Keiner hat dem Beachtung geschenkt. Dann passierte der Massenmord in Erfurt und alles war genau anders herum. Das Gesetz wurde extrem verschärft, nach dem Motto, einen Schuldigen muß es doch geben. Da muß man doch glauben, daß die Politiker bekloppt sind", meinte der Präsident in seiner Ansprache. Denn zunächst sollte das Eintrittsalter für Jugendliche in den Schützenverein gesenkt werden. "Da ging es nur um die Nachwuchsgewinnung im Luftgewehrbereich. Doch plötzlich nach Erfurt wurde das Alter wieder auf 12 Jahre erhöht", so Obmann Keller. Mit scharfen Waffen dürfen erst ab 21-Jährige schießen. Alles sowieso unter strengster Sicherheitsvorkehrung. "Bei der Bundeswehr dürfen 18-jährige Soldaten sehr wohl schießen und benötigen nicht mal eine fachärztliche Untersuchung", erklärte der Präsident auf der Kundgebung. 

Schützenbund
Kundgebung der Schützenverbände am 27. 7. in Magdeburg

Nach dem Gesetz müssen unter 25-Jährige ein entsprechendes Attest des Facharztes vorweisen. Das kostet zwischen 300 und 600 Euro. "Wer soll das auch noch bezahlen? Wir sind keine Gefahr für die Gesellschaft. Im Gegenteil, wir halten das gesellschaftliche Leben gerade in den Dörfern aufrecht", erklärte Obmann Keller.

Der Schützenverband von Sachsen-Anhalt hat ca. 23 500 Mitglieder (aber leider noch keine Internet-Präsenz).

[28. Juli 2002]


 
Protestkundgebung gegen Asylanteneinschleusung in Gotha (Thüringen)

Nachdem eine Bürgerinitiative die Errichtung eines Asylantenlagers inmitten von Gotha verhindert hatte, wollten die Befürworter der Masseneinwanderung ein Gebäude am Stadtrand von Gotha als Ausländerlager einrichten. Dagegen protestierten am 20. 7. 2002 rechte Gruppen unter Führung des Nationalen Sozialen Aufbauwerkes Westthüringen.

Ausländerstopp
Protestdemonstration in Gotha am 20. 7. 2002
Gotha
In diesem Gebäude im Ostteil Gothas sollen gegen den Willen der  Bevölkerung  Asylanten  einquartiert  werden.   Um  keine Wählerstimmen zu verlieren, wollen die demokratischen Parteien diese Entscheidung erst nach der Bundestagswahl bekanntgeben.

Etwa zweihundert Demonstranten nahmen an der Kundgebung teil. Bei der Abschlußkundgebung wurde ein Redner, der gegen die Einrichtung des Asylantenheimes argumentierte, wegen  "Volksverhetzung" von Polizisten am Weitersprechen gehindert und von der Rednertribüne gezerrt.


Etwa hundert linke Gegendemonstranten suchten die rechte Veranstaltung zu stören.

Nachdem die Gegner der Versammlungs- und Meinungsfreiheit die rechte Kundgebung nicht verbieten konnten, wurde ein  "Volksfest" unter dem Motto "Bunte Vielfalt gegen braune Einfalt" organisiert worden, das von der Bevölkerung boykottiert wurde, die mehrheitlich gegen das Asylantenheim eingestellt ist.

Thüringen

Ein vom der Landkreisverwaltung verhängtes Verbot der rechten Kundgebung war vom Verwaltungsgericht aufgehoben worden. Das von der Kreisverwaltung angerufene Oberverwaltungsgericht lehnte den Einspruch ab, ermächtigte aber das Ordnungsamt zum Erlaß von Auflagen, die dann nicht mehr zeitgerecht zu beeinspruchen waren. So durften die Kundgebungsteilnehmer keine großen Transparente oder Fahnen mit Metallstangen mitführen. Außerdem wurde ihnen u. a. verboten, folgende Parolen zu rufen: "USA-Internationale Völkermordzentrale", "Solidarität mit Palästina - Stoppt den Terror Israels", "Arbeitsplätze zuerst für Deutsche", "Deutschland den Deutschen".....

NPD
Demonstration in Gotha am 20. 7. 2002

[20. Juli 2002]

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Nationale Demonstration in Leipzig

Am 13. 7. 2002 demonstrierten ca. 800 Nationalisten unter Führung der Aktivisten Christian Worch und Steffen Hupka in Leipzig (Sachsen). Die Demonstranten wollten vom Hauptbahnhof bis zum Völkerschlachtdenkmal marschieren, was von den Behörden auch diesmal verhindert wurde. Deswagen sind laut Worch demnächst weitere Demonstrationen geplant, um endlich da Völkerschlachtdenkmal zu erreichen.

Ein Großaufgebot der Polizei und des Bundesgrenzschutzes hatte den Bereich an Osthalle des Hauptbahnhofes sowie entlang der Marschstrecke abgesperrt, kontrollierte insbesondere die von der Stadt gemachten Auflagen. Dazu zählten unter anderem das Verbot, Springerstiefel und Bomberjacken der Firma LONSDAL zu tragen, da im Firmennamen die Buchstaben NSDA vorkommen, die als Abkürzung für NSDAP verstanden werden könnten... Diese Kontrollen der Demonstranten waren wieder schikanös langwierig und dauerten von 12 bis 15 Uhr, dennoch wurde kein Grund gefunden, einen der Patrioten festzunehmen. 

Leipzig
Demonstration der Nationalisten in Leipzig am 13. 7. 2002

Die Gegner der Versammlungs- und Meinungsfreiheit versuchten durch eine Ausspeisung mit einer Gulaschkanone unter dem Titel "Brunch gegen Rechts" Gegendemonstranten zu werben. 

Wegen ihrer geringen Zahl versuchten die Gegendemonstranten, sich in den Zug der Patrioten einzuschleichen und mitzumarschieren. Wegen der zu erwartenden Störaktionen wurde das aber von den Ordnern und der Schutzpolizei unterbunden. Nach einer Kundgebung am Ostplatz zogen die Nationalisten wieder zum Hauptbahnhof zurück, wo die Demonstration um ca. 18 Uhr beendet wurde.


An der sog. Love-Parade am 13. 7. 2002 in Berlin dürften sich auch einige Nationalisten beteiligt haben....

[13. Juli 2002]

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Protest gegen die Wehrmachtsausstellung in Leipzig

Am 8. Juni 2002 fanden in Leipzig (Sachsen) Demonstrationen gegen die dort soeben eröffnete Wanderausstellung der vom Multimillionär Reemtsma bezahlten Vergangenheitsbewältiger statt. 

NPD

Ca. 1500 Anhänger und Mitglieder der NPD zogen von der Alten Messe zum Bahnhof Stötteritz. Dabei zeigten sie Parteifahnen und Plakate. U. a. gingen Udo Voigt, Herbert Schweiger und Holger Apfel in ihren Reden auf die Behauptungen der Wehrmachtsausstellung ein. 

Die Veranstaltung verlief ohne größere Zwischenfälle. Etwa 80 Linksradikale, die "An den Tierkliniken" die Demonstration stören wollten, wurden von der Schutzpolizei unter Einsatz von Wasserwerfern vertrieben. Die rechten Demonstranten zogen bis zum Bahnhof Stötteritz, wo die Veranstaltung beendet wurde.


NPD-Kundgebung am 8. 6. 2002 in Leipzig (Sachsen)

Zusätzlich zur NPD-Kundgebung fand in Leipzig gleichzeitig eine Demonstration von ca. 500 Patrioten unter Führung des Hamburger Aktivisten Christian Worch statt. 

Auf dem Platz an der Ostseite des Hauptbahnhofs hatten sich die Demonstratnen versammelt. Gegen 14.30 Uhr meldete Versammlungsleiter Worch bei der Polizei Abmarschbereitschaft an. Die Beamten kontrollierten nun, ob die Teilnehmer die Auflagen des Verwaltungsgerichts keine Springerstiefel und Bomberjacken zu tragen, einhielten. Im Gegensatz zur im April von Worch in Leipzig angemeldeten Demonstration, bei der die Kontrolle mehrerer Stunden dauerte und die Demonstration schließlich wegen Zeitablaufs abgesagt wurde, waren die Polizisten dieses Mal nach einer knappen Stunde fertig. "Wir haben keine Verstöße gegen die Auflagen festgestellt", sagte ein Polizeisprecher. Die Demonstranten marschierten sodann in Richtung Ostplatz. Es kam unterwegs zu Störversuchen linker Gegendemonstranten. Rund 80 Linksradikale bewarfen die Worch-Anhänger in der Rosa-Luxemburg-Straße mit Steinen. Die Steinwerfer wurden von Polizisten abgedrängt. 

Worch kritisierte während der Kundgebung auf dem Ostplatz die Initiatoren der  Wehrmachtsausstellung  und bezeichnete die dort präsentierten Inhalte als Lügen. Zudem kündigte der Rechtsextremist vier weitere Demonstrationen in Leipzig für dieses Jahr an. "Drei Mal waren wir vergeblich hier", sagte Worch. Jetzt wolle er mindestens noch drei Mal durch die Messestadt ziehen und mit seinem Demonstrationszug erst am Völkerschlachtdenkmal enden. Die Stadt müsse lernen, daß er und seine Anhänger nicht zu stoppen seien, so Worch. Als Termine nannte er den 13. Juli, jeweils die ersten Sonnabende im August und September sowie den 3. Oktober 2002. Außerdem wolle er im März 2003 wieder in Leipzig demonstrieren.

Eine Gruppe von ca. 100 Altkommunisten mit SED-Fahnen veranstaltete als "Jugendbündnis Jugend ist bunt" einen Protestmarsch gegen rechts. In einer anschließenden Podiumsdiskussion, bei der nur Antifaschisten zugelassen waren, sprach Bürgermeister  Tiefensee (SP) zum Thema "Gesicht zeigen".

[8. Juni 2002]

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