Demonstration in Nürnberg Die Versammlung in Nürnberg fand aufgrund eines Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts zwar statt, aber sie war auf eine rein stationäre Kundgebung und auf einen Zeitrahmen von zwei Stunden beschränkt. Trotzdem war es schon fast irre lustig.
Das Verfassungsgericht hatte in seinem Eilbeschluß der Stadt Nürnberg aufgegeben: "...dem Veranstalter einen für die Versammlung geeigneten Platz im Stadtgebiet zu benennen, der historisch nicht durch die auf die Reichsparteitage verweisende Symbolwirkung gekennzeichnet ist. Der Platz muß für die Versammlungsteilnehmer gut erreihbar sein und durch seine Lage nicht ausschließen, öffentliche Aufmerksamkeit für die geplante Kundgebung zu erreichen."
Dagegen hat das Ordnungsamt der Stadt Nürnberg mit erklärter Einwilligung der Polizeidirektion Nürnberg einfach verstoßen. (Verfassungsfeinde in der Behörde, fürchte ich!!!!) Wir bekamen den Max-Morlock-Platz.
Für Ortsfremde: Der Max-Morlock-Platz grenzt direkt an die Restbebauung des Reichsparteitagsgeländes. Auf der anderen Seite ist das Frankenstadion. Das 1927 erbaute Frankenstadion wurde in der Nachkriegszeit an der gleichen Stelle wie das alte gebaut; soviel ich weiß, sogar im gleichen Grundriß. In dem alten Stadion hielt Adolf Hitler seine Rede an die HJ, wo der berühmte Satz fiel mit "schnell wie die Windhunde, zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl". Auch das also ein historisch symbolträchtig, sehr symbolträchtig mit den Reichsparteitagen der NSDAP verbundener Ort! Und das Gelände des Max-Morlock-Platzes selbst WAR früher Gelände der Reichsparteitage!
Die Stadt Nürnberg hat also im Endeffekt genau das getan, weshalb sie vorher meinte, die Demonstration verbieten zu können....
Nebenbei ist die Öffentlichkeitswirksamkeit dieses Platzes gleich null - er liegt an der Peripherie, und es gibt dort weder Wohnbebauung noch Durchgangsverkehr....
Ist die verfassungsmäßige Ordnung eigentlich noch gewährleistet, wenn die Verwaltung einer halb-Millonen-Stadt so offen gegen einen vollziehbaren Beschluß des Höchstgerichts verstößt?! Ihn erkennbar in sein genaues Gegenteil umwandelt?! Die selben Leute, die sich ständig auf die Verfassung berufen!
Auch wenn juristische und historische Details für viele Versammlungsteilnehmer vielleich erst an zweiter oder dritter Stelle stehen: Das leuchtete nun jedem ein. "Jeder" war übrigens nach unserer Zählung 147 Personen. Natürlich gab es auch eine Gegendemonstration. Medienberichten zufolge sollen es zweitausendfünfhundert Leute gewesen sein. Eine völlige Übertreibung. Damit wollte man wohl dem Oberbürgermeister von Nürnberg schmeicheln und dem Vorsitzingen der dortigen jüdischen Kultusgemeinte, A.Hamburger, die beide persönlich an der Gegendemo teilgenommen haben. Es war schon lustig, das Stadtoberhaupt mitten unter merkwürdig herausstaffierten Punks zu sehen, die ihn normalerweise wohl so wenig mögen wie er sie.... Aber wenn es gegen uns geht, werden selbst radikale Vegetarier zu erbitterten Schweinefleischfressern!
Was die Zahl der Gegendemonstranten betrifft: Längs der Absperrung waren sie gut zu zählen, es standen zwischen gut hundertfünfzig und knapp zweihundert in der ersten Reihe. An den Rändern war die Reihe nur etwa zwei Personen stark, in der Mitte waren es mehr, teilweise bis zu fünf oder sechs gestaffelt; insgesamt also mögen es bei achthundert maximal gewesen sein. Wenn die Presse das nun verdreifacht hat, dann kann man es nicht einmal damit erklären, daß ein Journalist betrunken war; sonst wäre es ja nur eine Verdoppelung gewesen, weil er halt doppelt gesehen hat... Also eine reine Gefälligkeitszahl. Vielleicht, um zu verbergen, daß dem Aufruf des Stadtoberhauptes UND des bayerischen Innenministers Beckstein fast ausschließlich Linksradikale und Punks gefolgt waren; normale Bürger waren die absolute Minderheit.
Auf unserer Seite war erfreulich festzustellen, daß für eine so relativ kleine Versammlung sehr viele ausländische Gäste anwesend waren. Erinnerlich sind mir Kameraden aus Italien, England, Bulgarien und der Schweiz sowie auch einer aus Übersee, aus den USA.
Die Redner waren Gerd Ittner, Reinhold Leidenfrost, Yvonne Mädel, der italienische Kamerad Fabien aus Triest, Philipp aus Essen, der mit knapp sechzehn Jahren sein Debüt als Redner gab, Axel Reitz, Michael Burkert, Hartmut Wostupatsch, Dieter Riefling und ich. So konnten wir mit zehn Mann bzw. neun Männern und einer Frau zwei Stunden stationäre Kundgebung sehr gut füllen, ohne daß Langeweile aufkam. Auch das Wetter spielte gut mit.
Die Festnahme zweier Linker, die wohl zu heftig an den Absperrgittern gerüttelt hatten, konnte beobachtet werden; von anderen Zwischenfällen ist bisher nichts bekannt.
Natürlich wird das Verhalten der Stadt und der Polizei juristische Konsequenzen haben. Außerdem war bereits angekündigt, daß bei Versuch des Verbots oder erkennbarer Behinderung der Demonstration Nürnberg sich auf einige weitere demonstrative Auftritte freuen darf. Ob es im kommenden Jahr acht werden, wie Kamerad Ittner angekündigt hat, oder weniger oder mehr, ist noch nicht entschieden. Gewiß ist allerdings, daß es in Nürnberg im Jahre 2004 erkennbar mehr werden als jeweils in den letzten Jahren!
Christian Worch
chworch@t-online.de
Datum ?
In einer Anmerkung der Schriftleitung des Störtebeker-Netzes zum Artikel Nürnberg, September 2003 – Rückblick und Ausblick (http://www.stoertebeker.net/html/likedeeler_aktuell.html) heißt es: Fein, nun wissen wir also wer die „wahren“ und „aufrechten“ Nationalisten des Nationalen Widerstandes in Deutschland sind, aber auch auf die Gefahr hin, nicht in diese Auslese einsortiert zu werden, wagen wir zu empfehlen, daß man bei künftigen Demonstrationsaufrufen in Nürnberg doch mehr auf einen zeitgemäßeren Stil und Inhalt der Aufrufe achten sollte. Das mit dem Reichsparteitag und so ist ja alles gut und schön, aber wir schreiben inzwischen das Jahr 2003 und wer mit so antiquierten Propagandarelikten heute noch Politik machen will, der mag zwar für eine Weile aufsehen in der Presse oder gar auf der Straße erregen, aber die Masse wird er damit nicht für sich einnehmen und echte Politik machen auch nicht. Doch das nur rein subjektiv und persönlich gedacht am Rande notiert. – Die Schriftleitung
__________________ Eigentlich wollte ich mich für eine längere Zeit nicht mehr äußern. Ist doch mein Kommentar vom Tage zuvor zum Thema SS-Männer/Werwölfe, freundlicherweise, schon veröffentlicht worden.
Ich kann mich aber nicht enthalten, zur Rechtfertigung Gerd Ittners bzgl. seiner Wirkungseinschätzung auf die Massen derjenigen, die sich außerhalb der Polizeiabsperrung befinden, zu sprechen zu kommen. Ich teile voll und ganz die Einstellung der Schriftleitung, daß mit dem Lieblingsthema mancher Zeitgenossen nichts gewonnen ist. Gerd Ittner scheint wohl etwas zu flunkern, wenn er sich für einen ausgewiesenen Fachmann für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit hält. Ansonsten wüßte er doch, was man unter zielgruppenspezifischem Handeln zu verstehen hat.
Ich will es dem Fachmann erklären. Als Beispiel soll uns - schon wieder - der Braunauer dienen und zwar deshalb, weil er den Praxistest zum indizierten Thema ohne Wenn und Aber bravourös bestanden hat: Am Anfang stand die Situationsanalyse (damals wie heute): 1. Das ganze Volk litt wirtschaftlich unsagbar unter dem Versailler Diktat. 2. Das ganze Volk litt psychisch unter der Schande und der Demütigung durch das Versailler Diktat. Und 3. dem deutschen Volk wurde immer deutlicher bewußt, daß die parlamentarisch-demokratischen Quasselrunden der Weimarer Republik, als Folge des Versailler Diktates, nicht einmal in einem Jahrzehnt auch nur die kleinste Erleichterung für das gequälte und seiner Souveränität enthobene Deutschland zuwege brachten. Wenn Hitler die vielschichtigen Folgen des Versailler Diktates restlos beseitigen wollte, dann hat er damit die AKTUELLEN Nöte seines Volkes bedient. Mit der gebetsmühlenhaften Benennung nur dieser drei konkreten Bereiche (Wirtschaftslage, genaue Kenntnis der Ursache der Stimmung und die partei-politische Ineffizienz), und seinem Gegenentwurf dazu, konnte Hitler das Volk über die Jahre hinweg für die Befreiung gewinnen. Diese Bedürfnisbefriedigung eines geschundenen Volkes auf der Basis des Istzustandes und des Sollzustandes ergab zielgruppenrelevantes Handeln in Reinkultur. (Hätte Hitler das geistige Vermögen mancher heutigen Aktiven gehabt, hätte er in den Zwanzigern vielleicht sein Volk mit der Forderung "Wir wollen unseren König Ludwig (den Baiern) wieder haben" belästigt.
Ergebnis: Das Volk hätte mit den Achseln gezuckt und wir würden heute noch die Reparationsforderungen der Engländer und Franzosen begleichen. Was für damals hypothetischer Unfug gewesen wäre, ist heute traurige Wirklichkeit. Wenn ich höre, wie Teile aus dem rechten Lager "Ruhm und Ehre Š", u. s. w. skandieren oder zwangsexhibitorisch III. Reich Symbolik zur Demo nehmen - welche Idiotie! Wenn ich weiß, daß das Dritte Reich heute bei 90% der Volksdeutschen sowieso schon erfolgreich in Mißkredit gebracht ist, kann ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit diesen Themen unmöglich auf Resonnanz im Volke stoßen, das heißt, das Volk für mich gewinnen - das ist doch das kleine Einmaleins der (Werbe-)Psychologie, Herr Ittner. Neben der taktischen Irrelevanz dieses wiederholten Unterfangens ist es außerdem strategisch kontraproduktiv, weil es ein negatives Licht auf den Sender (Demonstranten) wirft. Wenn wir Rechten mit unserem legitimen Anliegen weiterhin als Parias verkauft werden können, dann haben wir diesen Umstand auch den "wahren" Nationalisten zu verdanken. Sie diskreditieren uns. Wie wär's denn auch heute mit Ist- und Sollanalyse? Worunter leiden die Deutschen im Jahre 2003 bewußt und unbewußt? Daran, daß es keine Ehre für die SS-Männer gibt?? Fehlt ihnen der Reichsparteitag so sehr? Kennt Gerd Ittner denn nicht den wirklich zentralen Satz in der Werbebranche - wenn wir schon innerhalb der Niederung unserer Zunft argumentieren - daß der Wurm dem Fisch und nicht dem Angler schmecken muß?
Warum nicht vier Stichworte wie "der Vasallenstatus der BRD", "der Judeneinfluß auf Politik und Medien", "Ausländer-raus" und "volksverräterische Politclique in den Knast" (juristisch unbedenklich formuliert, versteht sich) landauf, landab IMMER WIEDER "kommunizierend"? Wie erhöhen wir unseren "Marktanteil", wenn nicht mit Themen, die 1. die Systemlinge ausklammern und 2. die Deutschen zwangsläufig zunehmend interessieren? Die Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit in den Systemparteien stellen, auf jüdischen Druck oder weil sie als Kollaborateure mit den Feinden Deutschlands zum absurden Verhalten gezwungen sind, den o.g. zentralen Satz mit dem Wurm, der dem Fisch schmecken muß, auf den Kopf. Begreifen die NS-Nostalgiker, aber nicht nur die, wirklich nicht, welche Chance ("Marktlücke") sich für unser Ziel auftut? Wir können das Volk langfristig gewinnen, weil wir eben keine Judenknechte sind!
An den Werbefachmann: Machen Sie, Herr Ittner, mit ihrer Gefolgschaft, das gleiche gilt auch für die NPD auf ihren Demos, den "Protest" für zwei, drei Jahre. Wenn Sie, bei konsequenter Marktpenetration oben genannter Stichworte, die Disposition in der Bevölkerung noch immer nicht in unserem Sinne spürbar korrigiert haben, können Sie die Schaulustigen wieder mit Ruhm-und-Ehre langverwester Ehrenmänner beglücken. Bis dahin aber stellt der nationale Widerstand seine Hitler-Devotionalien in die Vitrine. Er kann sie, nachdem die BRD in die Hölle gefahren ist, wieder auspacken und herumzeigen, wenn's denn soviel Spaß macht. Wenn der nationale Widerstand seinen anerkennenswerten Idealismus und Zeitaufwand in den Dienst der aktuellen (bewußten und unbewußten) Nöte des deutschen Volkes stellt, werden aus Gaffern am Rande der Demos, die die Demonstranten vermeintlich für Zujubler halten, Gleichgesinnte. Sie sind dann ein Teil von uns, wie wir ein Teil von ihnen sind. Das Geheimnis für Erfolg ist gar keines.
Mit bestem Gruß
Hans Kießling