Wahlkampfschlußveranstaltungen in Wien 

Als "Schlammschlacht der Sonderklasse"  hat Grünen-Chef Van der Bellen am 29. 9. 2006  den Wahlkampf bei der Abschlussveranstaltung im Wiener "Marx-Palast"  bezeichnet. Die Grünen hätten sich an dem "schmutzigen Wahlkampf" nicht beteiligt. Das Wahlziel der Grünen, den dritten  Platz zu erreichen, sei "arschknapp", so Van der Bellen. 
 
28. 9. 2006 29. 9. 2006
   Lieber nackt und grün als          Auf der Schlußkundgebung 
       schwarz  und blau...                        der Grünen..

Die Grünen und die "Strache-Partie" würden hauchdünn beieinander liegen. Er würde es sich  sehr wünschen, dass die Grünen zum  ersten Mal vor "diesen" Freiheitlichen  liegen meinte van der Bellen.

Optimistisch zeigte sich das BZÖ bei seinem Wahlkampfabschluss auf dem Stock im Eisen Platz in der Wiener Innenstadt, der den Charakter einer Touristenattraktion hatte. Trotz schlechter Umfragewerte rechnete Westenthaler weiterhin mit dem Einzug in den Nationalrat. 

Die FPÖ veranstaltete zum Abschluss des blauen Wahlkampfs  in alter Tradition auf dem Viktor-Adler-Platz im Wiener Arbeiterbezirk Favoriten eine Großkundgebung. Vor ca. 3000 versammelten wurden die Ziele der echten FPÖ dargelegt.

Generalsekretär Harald Vilimsky sprach die einführenden Worte und erwähnte u. a., die FPÖ werde dafür sorgen, dass der Viktor-Adler-Platz nicht zum Öztürk-Platz wird. Die wenigen  Gegendemonstranten bezeichnete Vilimsky als rot-grüne Glücksschweinchen. Er sei normalerweise gegen Käfigtierhaltung, "für Euch da hinten" sei er aber ausnahmsweise dafür, so Vilimsky in Anspielung auf die Sperrgitter der Polizei. 

Strache, der unter den Klängen von "Friends" von Sänger Waterloo auf die Bühne schritt, kritisierte vor allem die Ausländerpolitik der politischen Konkurrenz. "Wenn es nach mir geht, würden kriminell gewordene Asylanten noch heute abgeschoben und nicht morgen", so Strache, der den Umbau der militärischen Herkules-Flieger zu Transportfliegern forderte. Man solle kriminell gewordene Ausländer in diese laden, "da können sie schreien und sich anurinieren so viel sie wollen. Das stört mich nicht." Der Staat könne sich nicht länger "auf den Kopf machen lassen". Er frage sich, wieso die "angeblich verfolgten Mongolen, Nigerianer oder Tschetschenen durch sechs bis zehn sichere Staaten reisen um dann in Österreich um Asyl anzusuchen"...  "Diese angeblich verfolgten Menschen sind offensichtlich Wirtschaftsflüchtlinge oder Mitglieder der organisierten Kriminalität, die das Asylgesetz missbrauchen." Eigentlich dürfe es in Österreich keinen einzigen Asylwerber geben, da man von lauter sicheren Drittstaaten umgeben sei.

Das seien die Probleme und "wir wollen sie abgestellt wissen". Die Österreicher hätten es satt, als Ausländerfeinde beschimpft zu werden, meinte Strache und forderte Zuwanderungs- und Asylmissbrauchstopp. Er kritisierte auch die Beitrittsbestrebungen der Türkei. Die Türkei sei ein schönes Land und die Türken könnten stolz darauf sein, "genauso wie wir stolz sein können auf unsere Heimat". Aber nur weil ein Land eine schöne Urlaubsdestination sei, könne es nicht EU-Mitglied werden. "Wer uns mit Gewalt begegnet und gegen unsere Kultur hetzt und das christliche Abendland verachtet", habe nach Hause zu gehen und sei "nicht erwünscht", so Strache.
 
FPÖ Rache mit Strache

Kundgebung auf dem Viktor-Adler Platz am 29. 9. 2006

Strache ließ aber auch auf die politische Konkurrenz nicht unverschont. Er schoss sich vor allem auf Kanzler Schüssel ein, den er als "nach oben offenes Holzgefäß" und "sozialen Eiskasten" bezeichnete. Die Grünen bezeichnete er als "Brandstifter". SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer, Finanzminister Karl-Heinz Grasser (V) und VP-Klubbomann Wilhelm Molterer belächelte Strache, weil sie angeblich untauglich fürs Bundesheer gewesen seien. Die Schwarzen seien "Heuchler und scheinheilige Menschen".

Auch am BAWAG-Skandal ging Strache nicht vorbei. Er sprach von einem "Sündenfall der SPÖ", "und danach folgt bekanntlich die Vertreibung aus dem Paradies". Die roten Luxus-Bonzen hätten sich Luxus-Penthäuser zu Gemeindebautarifen zugeschanzt, kritisierte Strache und rief die Arbeitnehmer auf, sich das nicht gefallen zu lassen, sprich der FPÖ ihre Stimme zu geben.

Der Auftritt Straches stand früheren Auftritten des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider in seiner Deftigkeit in nichts nach. Auch die tausenden Fans - darunter auch FPÖ-Prominenz wie Hilmar Kabas und Ewald Stadler - ließen sich davon anstecken. Zu gröberen Zwischenfällen kam es laut Polizei nicht. Die Gegendemonstranten hätten nur ein paar Eier und Bierdosen geworfen, hieß es.

Für die Nationalratswahl am Sonntag sind 417.000 Wahlkarten ausgestellt worden - um fast 10 Prozent mehr als  im Jahr 2002. Das ist ein neuer Rekord.   Die Auszählung der Wahlkarten-Stimmen könnte also durchaus noch etwas am  Ergebnis ändern, das am Sonntag Abend vorliegt. 2002 hatte sich ein Mandat von der FPÖ zu den Grünen verschoben.

[29. September 2006]

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Wahlkampfabschluss 2002 auf dem Victor-Adler-Markt in Wien-Favoriten

Deutliche Warnungen vor einer überhasteten EU-Osterweiterung prägten die offizielle Schlusskundgebung der FPÖ am Freitag am Victor-Adler-Markt in Wien. "Lassen Sie sich nicht hinters Licht führen bei der EU-Osterweiterung", betonte FP-Chef Herbert Haupt vor über 2000 Besuchern. Wenn man die Grenzen aufmache, würden billige Arbeitskräfte ins Land kommen "und unsere Leute werden stempeln geschickt", warnte auch der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider. ÖVP und SPÖ seien wieder einmal dabei, Österreich zu verkaufen.

Benes-Dekrete Kritik kam in diesem Zusammenhang auch an Tschechien. Die Frage der Benes-Dekrete sei weiter völlig offen und auch in Sachen Atom-Sicherheit würden die Freiheitlichen bis zum letzten Moment die Anliegen des Anti-Temelin-Volksbegehrens verfolgen, versprach Haupt. "Solange diese Benes-Dekrete existieren, kann es keinen Beitritt Tschechiens in die EU geben", stellte auch Haider klar.

Steuersenkung 2003 Sozialminister Herbert Haupt konzentrierte sich in seiner Rede dann vor allem auf die von den Freiheitlichen versprochene Steuersenkung ab 2003. Die FPÖ werde die Bezieher von kleineren und mittleren Einkommen entlasten sowie 1000 Euro Mindestlohn einführen, versprach Haupt. Kritik übte der FP-Chef in diesem Zusammenhang an Bundeskanzler Schüssel und Finanzminister Grasser. Die ÖVP wollte den Menschen diese Entlastung erst 2005 geben, während die FPÖ garantiere, dass die erste Etappe schon 2003 erfolge.

FPÖ ist Reformmotor Haupt machte auch deutlich, dass in Wirklichkeit die Freiheitlichen der tatsächliche Reformmotor in der Sozialpolitik sind. Wenn es nach der ÖVP gegangen wäre, hätten 600.000 bis 900.000 Arbeitnehmer heute keinen Anspruch auf Abfertigung, ebenso wäre das Kindergeld nicht in Kraft. Für den Fall einer SPÖ-Regierungsbeteiligung warnte Haupt, dass SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer das Pflegegeld abschaffen würde.

SPÖ: "Jeder Mensch zahlt" Die Wähler sollten den Gruselbauer" (SP-Chef Alfred Gusenbauer) dort lassen, wo er sei - "in der Bedeutungslosigkeit", sparte auch Haider nicht mit Kritik an der SPÖ. Schon die Plakate der SPÖ seien "sehr verräterisch", heiße es auf diesen doch: "Jeder Mensch zählt". Nach dem Wahltag brauche man dann nur die Stricherln wegzustreichen, dann heiße es richtig: "Jeder Mensch zahlt".

Ausländerpolitik Eine scharfe Attacke ritt Haider außerdem gegen die rot-grüne Zuwanderungspolitik: "Wir wollen Herren im eigenen Haus bleiben und bestimmen, wer zu uns kommen darf." Es dürften nicht Verhältnisse entstehen wie in Deutschland, wo eine falsche Einwanderungspolitik dazu geführt habe, dass die Bürgermeister durch Zuwanderer bestimmt würden.

FPÖ ist Österreich-Partei Der Wiener FPÖ-Spitzenkandidat Herbert Scheibner betonte die Rolle der FPÖ als Österreich-Partei. Die Freiheitlichen hätten die Verantwortung, Österreich zu vertreten, meinte er im Zusammenhang mit der Osterweiterung. Die Beitrittskandidaten hätten die Bedingungen Österreichs zu erfüllen. Ausdrücklich warnte der Verteidigungsminister vor einer Freigabe von Drogen durch Rot-Grün. Scharf attackierte Scheibner auch all jene Demonstranten, die zu Beginn der Legislaturperiode einen Sturz der Regierung angestrebt hätten: "Wir sind standhaft geblieben, wir lassen uns nicht von der Gewalt der Straße wegputzen."

Gerade jetzt Freiheitlich
von LH Dr. Jörg Haider

Zum zweiten Mal nach 1995 fiel ÖVP-Obmann Schüssel mit dem Bruch der Koalition seinem Regierungspartner in den Rücken. Der Vorteil für die eigene Partei war ihm wichtiger als die Fortführung der Reformarbeit für Österreich mit der FPÖ. Zur Reinwaschung dieses Verrates muss jetzt die freiheitliche Basis herhalten. Ihre Forderungen nach weniger Steuern für die Bezieher kleiner Einkommen schon 2003, nach Verschiebung des Abfangjägerkaufes und nach Schutz Österreichs bei der EU-Erweiterung waren für Schüssel angeblich unerfüllbar. Dabei steht all das im Regierungsprogramm. Aber der Zweck heiligt offenbar die Mittel.

Die maßgeblichen Kräfte in der ÖVP sind sich längst mit jenen der SPÖ einig. Nach den Wahlen soll im Idealfall alles wieder so werden, wie es war. Proporz, Packelei und Verschwendung statt Reformkurs und Sanierung. Man will wieder unter sich sein. Eine starke FPÖ mit Jörg Haider ist da nur ein ungeliebter Störfaktor.

Und Gusenbauer?

Während Häupl eifrig Pläne mit der ÖVP schmiedet, kocht er zugleich an einer rot-grünen Koalitionssuppe für den Notfall. Die Zutaten: EU-Osterweiterung ohne Wenn und Aber, Schluss mit einer strengen Zuwanderungspolitik und "zum Drüberstreuen" fortschrittliche Ideen wie die Drogenfreigabe und Horrorpreise für Benzin.

Schüssel darf für seinen Verrat nicht belohnt werden. Die einzige Garantie, die Österreich den Rückfall in rot-schwarze Zustände erspart und zugleich verhindert, dass mit unserem Land verantwortungslos experimentiert wird, ist eine starke FPÖ. Sie war die Reformkraft in der Regierung und sie ist und bleibt der einzige Schutzpatron der Österreicher. 
 
 

Wahlkundgebungen mit Herbert Haupt und Jörg Haider

Wo die Haupt-Tour in Österreich Station macht, gleiche Bilder: Tolle Stimmung, tosender Applaus und volles Haus. Am Nachmittag des 20. 11. 2002 in Wels (Oberösterreich): Der Minoriten-Saal ist bis zum letzten Platz gefüllt. Begleitet von Standing Ovations und "Herbert, Herbert" - Rufen ziehen FP-Chef Herbert Haupt und der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider in die Wahlkampfarena ein.

Stunden später das gleiche Bild in Salzburg. Dichtes Gedränge, der Saal im Augustiner Bräu kann die Menschenmenge nicht fassen. Ein zweiter Saal muss für die Wartenden geöffnet werden. Jörg Haider und Herbert Haupt wechseln sich im Schichtdienst in den beiden Sälen mit ihren Reden ab, um alle Zuhörer zu erreichen. Auch hier tosender Applaus und "Herbert, Herbert"-Rufe, Jörg Haider muss zu seiner Rede eine Zugabe geben.

Die FPÖ-Wahlveranstaltungen sind minutiös durchgeplant. Schließlich weiß man, was man den Fans schuldig ist. Nach der Begrüßung tritt Jörg Haider als Erstredner vor die begeisterte Menge. Gleich zum Auftakt zollt er dem neuen FP-Chef Herbert Haupt dickes Lob: "Er wird auch beim stärksten Gegenwind nicht schwach, nicht wankelmütig und fällt nicht seiner Gesinnungsgemeinschaft in den Rücken". Das Publikum stimmt mit tosendem Applaus zu.

FPÖ

Aber auch das Thema Ausländerpolitik bleibt fest in blauer Hand. Österreich dürfe es nicht so gehen wie in der BRD, warnt Haider. "Menschen, die noch vor einigen Jahren in Anatolien gelebt haben und nicht wussten, wo Europa ist, stellen dort nunmehr die Mehrheit in den Städten", warnte Haider. Kritik übte der Kärntner Landeshauptmann auch an illegalen Einwanderern: "Illegale, die sich nicht benehmen können, haben hier nichts verloren".

Dann unterstreicht Haider die Rolle der FPÖ als "entscheidender Reformmotor". Reformen seien der ÖVP erst ein Anliegen geworden, als sie mit den Freiheitlichen eine Koalition bildeten. "Schüssel war 15 Jahre beim Schuldenmachen dabei." Mit der FPÖ sei er in die "Bewährungshilfe" gekommen, aber jetzt bestehe die Gefahr - "wie das so ist mit Resozialisierungskandidaten" - dass er rückfällig werde. Das würden die Freiheitlichen verhindern, macht Haider klar.

Als Höhepunkt der Haider-Rede folgt dann eine Attacke auf die Schüssel-ÖVP. Haider nennt Schüssel "Reserve-Napoleon" und macht ihn verantwortlich für das Platzen der Koalition. Andere Darstellungen seien eine "Gehirnwäsche, die mit den österreichischen Wählern betrieben wird." Schüssel führe als "Reserve-Napoleon" einen "Krieg" gegen die FPÖ, "anstatt dass er Rot-Grün verhindert, der Wahnsinnige".

Bundeskanzler Schüssel habe mit den Neuwahlen auch versucht, neben der Steuerreform auch die EU-Osterweiterung nicht umzusetzen, spart Haider nicht mit Kritik. Bei der Erweiterung hätte es, "Bedingungen gegeben, unter denen Schüssel in Brüssel Ja sagen hätte sollen." Beispielsweise, dass nicht mehr Nettozahlungen für Österreich herauskommen dürften. Aber Schüssel "sitzt lieber auf dem Schoß von Chirac, um der Sonne der Macht näher zu sein und die Außenministerin zeigt lieber ihr Lächeln, als ihre Zähne", polterte Haider.

Eine scharfe Attacke setzt es auch gegen den "Abtrünnigen" Finanzminister Karl Heinz-Grasser. Dieser ist wie ein "Bräutigam, der mit Geschenken durchgeht, um andere zu heiraten". Der Grasser-Wechsel war lange geplant. Aus dem Publikum tönen "Verräter, Verräter-Rufe". "Würde dieser einen Funken von Charakter und Anständigkeit besitzen, ginge er", ruft Haider unter tosendem Beifall in die Menge.

Die Stimmung ist am Überkochen. Jetzt kommt FP-Spitzenkandidat Herbert Haupt ans Redner-Pult. Euphorische "Herbert, Herbert" - Rufe begleiten seinen Auftritt. Wie Haider weiß auch Haupt, was er den blauen Fans schuldig ist. Er beeindruckt mit enormer Sachkenntnis. Plötzlich wird das komplexe Thema Sozialpolitik allgemein verständlich. Dazwischen dominiert der Angriff auf den politischen Gegner. SPÖ und Grünen bekommen ihr Fett ab, wenn es um Fragen wie Ausländerpolitik oder Drogenliberalisierung geht. Im Kreuzfeuer der Kritik stehen aber besonders Rot und Schwarz.

Schüssel und SP-Chef Gusenbauer sind "nicht glaubwürdig", wettert Haupt in die begeisterte Menge. Beide haben in der Zeit der Großen Koalition zugeschaut, "wie ein Schuldenberg angehäuft wurde." Und Schüssel habe auch vergessen, was er im Wahlkampf versprochen hat, greift Haupt den Kanzler weiter an. Der Plan sei gewesen, zuerst den Staatshaushalt zu sanieren und - sobald das Nulldefizit erreicht sei - zu entlasten. Wenn die FPÖ in die Regierung komme, würden Versprechen "auf Punkt und Beistrich" eingehalten". Dafür erntet Haupt Standing Ovations.

Das gilt besonders auch für die Steuerreform. Dass Sparen und Bürokratieabbau notwendig waren, würden viele Menschen befürworten, aber die "kleinen Leute derschnaufen das nicht". Die FPÖ ist Garant, dass es 2003 eine Steuersenkung für die niedrigsten Einkommen gibt, verspricht Haupt dem heftig applaudierenden Publikum. Nichts anderes wollten die Delegierten in Knittelfeld setzt es dann gleich eine neue Breitseite gegen den Koalitonsbrecher Schüssel und den Abtrünnigen Grasser. Wieder ertönen "Verräter, Verräter"-Rufe". Wir Freiheitlichen wollen, dass Österreich ein starkes Herz in Mitteleuropa ist und nicht ein ausgeblutetes." Deshalb muss das Finanzministerium mit einem Freiheitlichen besetzt werden.

Haupt erläutert auch eingehend die FPÖ-Position zur EU. Die FPÖ sei nicht gegen eine EU-Erweiterung, aber nicht ohne Wenn und Aber. Aber mit den Benes-Dekreten komme ein EU-Beitritt Tschechiens nicht in Frage, stellt Haupt klar. Überhaupt sei einiges an den Verträgen nach zu verhandeln, verweist Haupt unter großer Zustimmung des Publikums auf die Bereiche Landwirtschaft, Transit, Gentechnik, Atompolitik oder die Bekämpfung der Kriminalität.

Der riesige Publikumsandrang bei den Wahlveranstaltungen macht die Freiheitlichen für die Wahl am 24. November optimistisch. "Ich bin überzeugt, dass wir über 15 Prozent liegen werden", zeigt sich Haupt zuversichtlich. Der Abstand der Freiheitlichen zu den Grünen sei schon unübersehbar geworden, die SPÖ werde knapp vor der ÖVP liegen, prognostizierte Haupt. Und Nur die FPÖ könne verhindern, dass es nicht wieder zu einer "rot-schwarzen Koalition ad infinitum kommt".

[21. November 2002]

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