Ein weitere "Skandal", der zeigt, dass viele Jugendliche von diesem einseitigen Schuldkult mehr als genug haben, wurde aus Wien bekannt. Dort sollen mehrere Schüler des Albertgymnasiums während eines Besuches des Konzentrationslagers Auschwitz "antisemitische" Bemerkungen gemacht haben. Jetzt wird ein 16-jähriger Schüler der AHS Albertgasse von der Schule ausgeschlossen. Die Disziplinarkonferenz des Gymnasiums, in der Lehrer, Elternvertreter und Schüler sitzen und die auf Druck des (roten) Wiener Stadtschulrats eingesetzt wurde, hat am 19. 5. 2009 mehrheitlich einen Antrag auf sofortigen Schulausschluss des 16-Jährigen gestellt, den der Stadtschulrat annehmen wird, so Mathias Meißner, Sprecher von Stadtschulratspräsidenten Susanne Brandsteidl. „Es ist eben kein Bagatelldelikt“, sagt Meißner, „wenn man als Schulklasse aus Auschwitz geworfen wird.“ Der Jugendliche hat nicht nur antisemitische Aussagen getätigt, er wurde auch gegenüber einem Schüler einer anderen Schule handgreiflich. Eine "antisemitische Aussage" soll darin bestanden haben, dass der Schüler kritisierte, dass er während der Führung im KZ Auschwitz eine Jacke mit Davidstern tragen mußte. Auch bei anderen Schülern gab es diesbezüglich Unmutsäußerungen. Fünf weitere Schüler der AHS Albertgasse, die ebenfalls durch „zynische Aussagen“ (Meißner) aufgefallen sein sollen (etwa: „Super, auf ins KZ“), kommen mit einer „Rüge“ davon. „Im Sinne einer zweiten Chance“, erklärt Meißner. 

Den drei Lehrern, die die 44 Schüler zweier sechster Klassen auf der Fahrt nach Auschwitz begleitet haben, steht eine „Belehrung“ des Landesschulinspektors  bevor: Denn es sei „ein pädagogisches Versäumnis“, dass die Schüler offenbar nicht ausreichend auf den Besuch des ehemaligen KZ vorbereitet wurden. „Das war“, sagt Meißner, „eben kein Wandertag.“

[19. Mai 2009]
 

Der Verein "March of Remembrance and Hope" (Morah) veranstaltet Reisen in das KZ Auschwitz und zum "jüdischen Erbe" in Krakau. Bei dieser Reise waren 440 Schüler im Alter von 15 bis 17 Jahren anwesend. Eine Handvoll aus dem Albertgymnasium habe laut "Morah" Äußerungen gemacht wie "Juden sind reich und in wichtigen Machtpositionen" und "es muss einen Grund geben, warum alle die Juden umbringen wollten" oder "wir werden sicher keine Haube auf den Kopf tun". Auch "die Juden gehören einfach vergast" sei gefallen.

Der Direktor des Albertgymnasiums, Helmuth Hickel, erklärte, er habe ebenfalls eingehende Befragungen von Lehrern und Schülern durchgeführt und die Darstellung von "Morah" sei "so nicht haltbar". So habe zum Beispiel ein Schüler nicht festgestellt, dass es Gründe geben müsse, warum die Juden verfolgt würden, sondern er habe gefragt, warum das der Fall sei. 

Auschwitz - Vernichtungslager für Schulkarrieren >>
 
 

Einer der Ebensee-Störer ist Mitglied bei den "Roten Falken"

Am 18. 5. 2009 wurde bekannt, dass einer der 16jährigen Provokateure von Ebensee Mitglied bei der SPÖ-Organisation "Rote Falken" ist. Er hatte sogleich einen Anwalt zur Verfügung, der ihn veranlaßte, eine Entschuldigung an das "Mauthausenkomitee" (wahrscheinlich auch überwiegend SPÖ-Mitglieder) zu schreiben (oder abzuschreiben...), die sogleich angenommen wurde. 

Es scheint daher möglich, dass diese ganze Aktion in Wirklichkeit von  Linksradikalen inszeniert wurde, um Kritikern des Gedenk-Rummels zu schaden und noch mehr Fördergelder für die diversen Betroffenheitskomitees zu lukrieren. Diese  Kreise könnten auch an der vor kurzem erfolgten Beschmierung der Außenmauer des KZ Mauthausen beteiligt gewesen sein. Dazu eine Pressemeldung der FPÖ (ohne Datum):

FPÖ-Jugendsprecher NAbg. Ing. Christian Höbart forderte heute (!) Bundeskanzler Faymann angesichts der Information, dass einer der Täter in Ebensee Mitglied der Roten Falken sei, auf, in seiner Jugendorganisation Ordnung zu schaffen.
"Laut jüngsten Informationen ist einer der Lausbuben, die in Ebensee während einer Gedenkfeier aufgefallen waren, Mitglied in der Jugendorganisation der SPÖ. Offenbar sorgt die Sozialisierung in dieser Jugendorganisation für eine gewisse soziale Desorientierung, um die sich die SPÖ-Spitze schnell kümmern sollte", so Höbart. "Die Art und Weise der Berichterstattung in den Medien über die Jugendtorheiten in Ebensee lassen nur zwei Rückschlüsse zu: Entweder gibt es in der SPÖ-Jugendorganisation politisch vollkommen unbedarfte Jugendliche, oder es handelt sich um gezielte Provokationen aus linksfaschistischen Kreisen."

"Auf jeden Fall ist hier eine Klarstellung von Kanzler Faymann notwendig, wie sich die SPÖ die Verbindung zu den Vorfällen in Ebensee erklärt. Die vorschnelle Einordnung der Täter in ein angeblich rechtsextremes Umfeld samt medialer Unterstützung durch ORF und dem unsäglichen Präsidenten der israelischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, zeigt sich bei Licht betrachtet doch eindeutig anders, als zunächst dargestellt wurde. Es ist jedenfalls nicht hinnehmbar, dass die FPÖ ständig in einem Atemzug mit solchen Lausbubenstreichen, wie dem in Ebensee, in Verbindung gebracht wird. Die vermeintlichen Gutmenschen der SPÖ sollten zunächst auf dem eigenen Hof kehren, bevor sie mit den Fingern auf andere zeigen. Gerne lädt die FPÖ nun auch den kläglichen Rest der verbliebenen roten Jugend ein, die Seiten zu wechseln, um unter der Regie von HC Strache aktive Jugendpolitik unter lupenreiner demokratischer Gesinnung betreiben zu können", so Höbart abschließend.
 
 

Mauthausen/Ebensee-Gedenken 2009
Nazijäger verhaften 14-16jährige

In manchen Gegenden Mitteleuropas gibt es ganze Landstriche und Örtlichkeiten, die in der Weltöffentlichkeit nur noch im Zusammenhang mit Gaskammern und Konzentrationslagern bekannt sind. Jährlich reisen hunderte Holocaustüberlebende bzw. deren Erben - womöglich auf Kosten der örtlichen Steuerzahler - zu Gedenkfeiern, in denen die Einheimischen  kräftigst an ihre und an die Mitschuld ihrer Vorfahren an den ungeheuerlichsten Verbrechen erinnert werden. Schulklassen, in denen viele Nachfahren von Heimatvertriebenen sitzen, denen alles geraubt wurde, und die noch nie etwas von einer Wiedergutmachung gehört haben, werden von "Zeitzeugen" heimgesucht, die penetrant an die ungeheure Schuld ihrer Eltern bzw. Großeltern erinnern.

Es überrascht nicht, dass sich in der betroffenen Bevölkerung allmählich Widerstand gegen die immer mehr ausufernden einseitigen Gedenkveranstaltungen breitmacht. 

Daher ist es nicht sehr verwunderlich, dass sich bei den Gedenkfeiern vom 9. 5. 2009 im sog. Außenlager Ebensee ein paar 12-16jährige Jugendliche einmal einen Schabernack erlaubten, und in den unterirdischen Stollen der ehemaligen Flugzeugwerke den Gedenkenden ein Theater vorspielten. Sie sollen im Stechschritt marschierend die Hand zum "Hitlergruß" erhoben und "Sieg Heil" gerufen sowie mit  Gummigeschoßen oder  gar Steinen geworfen haben....

Der 62jährige Vorsitzende der Vereinigung französischer Mauthausenüberlebender, Daniel Simon, der mit ca. 100 Landsleuten zum 64. Jahrestag der Befreiung Mauthausens angereist war, berichtete laut "Standard" u. a.: Die Tunnel-Führung für etwa hundert Franzosen war bei einem vergitterten Fenster angelangt, durch das man eine weitere, nicht zugängliche Original-Galerie sieht. Dahinter tauchten plötzlich vermummte Individuen auf. Sie gingen im Abstand von etwa einer Minute vorbei, einer nach dem anderen. Sie waren schwarz gekleidet, eine Art Kapuze übergezogen, mit Gewehr-Attrappen. Es war klar, dass es sich um ein Spektakel handelte. Sie machten den Hitlergruß, gingen im Stechschritt. Das waren klare Nazi-Zeichen. Jemand sah, wie sie schossen. Ich habe das nicht gesehen, wurde aber selbst beschossen. Eines der Projektile traf mich an der linken Schläfe. Ich kann nur sagen, dass eine weitere Person an der Wange getroffen wurde, beim Fenster war Aufregung, man hörte Schmähworte. Ich bin weggegangen, um mich nicht provozieren zu lassen. Diese Inszenierung war von langer Hand vorbereitet. Es war wie ein Schattentheater, organisiert von mutmaßlichen Neonazis, die die Provokation suchten. Das wurde auch so wahrgenommen. Die Führung ging weiter. Bei der folgenden Zeremonie war nicht einmal die Rede von dieser Aktion......Ein österreichischer Minister soll gesagt haben, das schade dem Tourismus. Vielleicht ist das so - aber wir kommen wieder......

9. Mai 2009
l.: Vermummter mit Gewehratrappe im Nebenlager Ebensee
r.: Holocaustüberlebende im Hauptlager Mauthausen...........

Die aus der Umgebung von Ebensee stammenden Jugendlichen wurden alsbald ausgeforscht. Am 12. 5. 2009 wurde ein Vierzehnjähriger und zwei Sechzehnjährige von ihnen auf Antrag der weisungsgebundenen Staatsanwaltschaft Wels verhaftet, am 13. 5. wurde über die beiden Sechzehnjährigen die Untersuchungshaft wegen "Wiederbetätigung für den Nationalsozialismus" verhängt....
 

[13. Mai 2009]
 


 
Mauthausen-Gedenken 2008

Rund 7.000 Gäste gedachten etwas verspätet am 18. 5. 2008 in Mauthausen der Befreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers am 5. Mai 1945 durch US-Truppen. Die diesjährige Feier war vor allem den Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus gewidmet.

Das offizielle Österreich war durch Bundespräsident H. Fischer, Nationalratspräsidentin B. Prammer, Bundeskanzler A. Gusenbauer sowie Innenminister G. Platter und Sozialminister E. Buchinger vertreten.

Kanzler Gusenbauer erklärte in seiner Rede, das KZ Mauthausen sei die „Finalität der Menschlichkeit“ gewesen. „Wir wissen seither, dass alles möglich ist“, erklärte der Kanzler, „und darum ist es so wichtig, im Geiste der Opfer dieses Lagers allen künftigen Generationen zur Mahnung zu sagen: Nie wieder.“ 

[18. Mai 2008]

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KZ
Befreiungsfeier Anfang Mai 2005 im KZ Mauthausen, links der "Holocaustüberlebende" Enric Marco, Vorsitzender des Verbandes der spanischen KZ-Opfer...

Kurz nach den Befreiungsfeiern im Mai 2005 stellte sich heraus, daß die Holocaust-Erzählungen von Enric Marco nicht der Wahrheit entsprachen. Marco reiste als Präsident von "Amical", der wichtigsten Vereinigung von spanischen KZ-Opfern, in der Welt umher und hielt Vorträge über den Holocaust. Marco avancierte über die Jahre mehr und mehr zum Holocaust-Ausstellungs-Stück sowie zur "Symbolfigur der spanischen Deportierten". (Die Welt, 13.5.2005, S. 27) "Enric Marco hielt in seiner Funktion als Verbandspräsident Hunderte Vorträge über den Holocaust. Im Jahr 1978 veröffentlichte er seine Biographie "Erinnerungen an die Hölle", in der er seine angeblichen Erlebnisse im Lager schilderte." (Die Welt, 12.5.2005, S. 4)

"Bis vor kurzem glaubte jeder zu wissen, daß er den Horror am eigenen Leib erlebt hat, so glaubwürdig waren die Schilderungen in seinen zahllosen Vorträgen. Noch im Januar rührte der angebliche KZ-Häftling die Abgeordneten im spanischen Kongreß zu Tränen, als er, der Ehrengast des Tages, ein bitteres Zeugnis ablegte: "Als wir ankamen, mußten wir uns ausziehen, die Hunde bissen uns, ihre Lampen blendeten uns. Wir waren normale Leute, so wie Sie es auch sind. Sie brüllten uns auf deutsch ihre Befehle zu: links, rechts! Verstanden haben wir gar nichts, aber einen Befehl nicht zu verstehen, konnte dich das Leben kosten." Erst in Flossenbürg, dann in Mauthausen will Marco gewesen sein, doch nun gab er es selbst zu: Ein Konzentrationslager hat er von innen nie gesehen, seine 1978 erschienene Biographie war in weiten Teilen frei erfunden." (Die Welt, 13.5.2005, S. 27)

Marco reiste ins nationalsozialistische Deutschland, um sich als Gastarbeiter zu verdingen. "Marco gab in einer Erklärung zu, daß er die Geschichte, wonach er als Linker aus Spanien während des blutigen Bürgerkriegs 1936-1939 nach Frankreich ins Exil geflüchtet wäre, erfunden hatte. Er gab auch zu, daß er sich nie dem französischen Widerstand im 2. Weltkrieg angeschlossen hatte, wie er immer behauptete. Umgekehrt, Marco reiste 1941 von Spanien nach Deutschland, als Gastarbeiter. (Reuters, 11.5.2005 ). 1943 verließ er Hitler-Deutschland und kehrte nach Spanien zurück. "Bereits 1943 gelangte er nach Spanien zurück." (Die Welt, 13.5.2005, S. 27)

Einen weiteren Holocaustzeugenskandal gab es 1995 bezüglich des 1995 beim Suhrkamp-Verlag erschienenen Buches "Bruchstücke" von Binjamin Wilkomirski. Es ist ein weiteres Beispiel, welcher Art und Güte die in den Medien verbreiteten Zeugenaussagen zum Holocaust sein können. In seinem angeblich autobiographischen Werk behauptete Wilkomirski, er habe als Kind die Vernichtungslager Auschwitz und Majdanek überlebt und sei im Alter von neun Jahren aus Polen in die Schweiz gelangt, wo er von schweizer Adoptiveltern aufgenommen wurde. Drei Jahre lang bezeichneten etablierte Historiker, wie z. B. der Leiter des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung, Wolfgang Benz, die abstrusen Schilderungen Wilkomirskis als authentisch und die Presse feierte das Buch als den letzten Nagel im Sarg der „Auschwitz-Leugner”. Doch der schweizer Journalist und Buchautor Daniel Ganzfried recherchierte den Fall Wilkomirski genauer und kam zum folgenden Ergebnis: „Binjamin Wilkomirski" wurde am 12. Februar 1941 in Biel (Schweiz) als unehelicher Sohn der Yvonne Berthe Grosjean geboren, erhielt den Vornamen Bruno, kam ins Kinderheim und wurde 1945 von einem Ehepaar Doessekker adoptiert. Die Kindheit in Riga, Majdanek und Auschwitz ist frei erfunden. Ganzfried wirft in seinem Resümee folgende Frage auf: „Wie ist es möglich, daß jedes ernstzunehmende Feuilleton dieses Buch gefeiert hat als handle es sich um die Originalniederschrift des Alten Testaments". Eine gute Frage. Doch was bringt einen Menschen dazu, sich die absonderlichsten Greuelmärchen auszudenken und dann steif und fest zu behaupten, er hätte das alles selbst erlebt. Germaine Tillion, die als Mitglied der Résistance in Paris verhaftet und später ins Frauen-KZ Ravensbrück deportiert wurde, hat dieses Phänomen wie folgt kommentiert: „Diese Personen [die sich Greuelmärchen ausdenken] sind in Wirklichkeit viel zahlreicher als man im allgemeinen glaubt, und ein Bereich wie die Welt der Konzentrationslager - leider wie geschaffen zur Erzeugung sadomasochistischer Vorstellungen - bot ihnen ein außergewöhnliches Betätigungsfeld. Wir haben zahlreiche geistig Geschädigte, halbe Gauner, halbe Narren erlebt, die sich eine imaginäre Deportation zunutze machten; wir haben andere - echte Deportierte - erlebt, deren krankhafter Geist sich bemühte, die Ungeheuerlichkeiten noch zu übertreffen, die sie selbst gesehen hatten oder von denen man ihnen erzählt hatte, und es ist ihnen gelungen. Es hat sogar Verleger gegeben, die einige dieser Hirngespinste drucken ließen und hierfür mehr oder weniger offizielle Zusammenstellungen benutzten. Doch sind diese Verleger wie auch die Verfasser jener Zusammenstellungen nicht zu entschuldigen, denn die einfachste Untersuchung wäre ausreichend gewesen, den Betrug zu entlarven”. 

[23. Juni 2005] 

Ein weiblicher Häftling namens Klara Hochhauser, 1932 in Budapest geboren, wurde Ende Oktober 1944 vom KZ Auschwitz mit insgesamt 577 jüdischen Schicksalsgefährtinnen ins Frauenlager Lenzing/Pettighofen (Oberösterreich) überstellt. Hochhauser aber meinte bis ins hohe Alter fälschlich, im KZ Mauthausen gelandet zu sein. In ihren Memoiren heißt es über den dortigen Arbeitseinsatz: "Es verging kein Tag, an dem nicht etliche Gefangene fehlten, wenn wir ins Lager zurückgingen. Die Zahl der Gefangenen verringerte sich rapide... Von den ursprünglich mehreren hundert Frauen waren noch ungefähr zwanzig übrig."

Hochhauser (nach späterer Heirat: Clare Parker) Aussagen wurden von den Vergangenheitsbewältigern in Form einer "Autobiographie" sogleich in die Buch-Reihe "Mauthausen-Erinnerungen" als erster Band aufgenommen.  Herausgeber: das österreichische Innenministerium. Kürzlich nahm sich nun der Historiker Roman Sandgruber, Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Linz, des Falls an und veröffentlichte seine Erkenntnisse in der Wiener Tageszeitung "Die Presse": "Daß von den 577 Häftlingen in Lenzing/Pettighofen nur etwa 20 überlebt hätten, widerspricht den tatsächlichen Gegebenheiten diametral. Tatsächlich gab es in Lenzing/Pettighofen zwar schreckliche Schikanen, aber nur neun Todesopfer, auch wenn diese durch nichts zu rechtfertigen sind. Aber es macht schon einen Unterschied, ob die Todesrate bei 577 Lagerinsassen mit mehr als 95 Prozent angegeben wird oder 1,6 Prozent betrug, wie durch alle dazu vorliegenden Forschungen bestätigt wird."

Mit Blick auf die Strafverfahren gegen sog. "Holocaust-Leugner" auch in Österreich fordert Sandgruber das Innenministerium auf, bei KZ-Veröffentlichungen künftig doch bitte "alle Regeln der historischen Quellenkritik" zu beachten. Von Behördenseite wurde dazu erklärt, daß die Mauthausen-Texte vor allem für jugendliche Leser bestimmt, also "nicht wissenschaftlich intendiert" seien....

[8. Mai 2007]

Mauthausen

Einen gewissen E. Lachout versuchte man in Österreich nach jahrelangem Prozessieren gerichtlich für verrückt zu erklären, weil er u. a. behauptete, die jetzt in Mauthausen gezeigte Gaskammer befinde sich in einem Kühlhaus, das erst nach 1945 von den Sowjetsoldaten, die das KZ als Kaserne benutzt hatten, gebaut wurde.
 
 

KZ-Gedenkfeier in Mauthausen

Am 5. 5. 2002 fand die jährliche Gedenkfeier anläßlich der Befreiung des Konzentrationslagers in Mauthausen (Oberösterreich) statt. Rund 9.000 Delegationsteilnehmer aus  40 Nationen waren in das ehemalige KZ zur Feierstunde gekommen. Es waren auch ganze Schulklassen gekommen, die sich im Geschichtsunterricht theoretisch mit dem  Nationalsozialismus und seiner Schreckensherrschaft befaßt haben. "Erst wenn man hier ist, kann  man sich so richtig vorstellen, wie arg das alles war", meinte einer der Jugendlichen. 

Die erste Österreichische Bundesregierung 1945 setzte sich zum größten Teil aus vormaligen Insassen des KZs Mauthausen zusammen.

Der Vorsitzende der SPÖ, Alfred Gusenbauer erklärte in seiner Ansprache, es sei "nicht akzeptabel, daß Vertreter einer österreichischen  Regierungspartei an einer Veranstaltung teilnehmen, die das Ende des Zweiten Weltkriegs und der  Nazi-Herrschaft als Trauerfeier sieht", in Hinblick auf die für den 8. Mai geplante Kranzniederlgung in Wien.

Es genüge nicht, der Opfer des Nationalsozialismus bloß zu gedenken, es seien auch entsprechende  Handlungen gegen den Ungeist des Rechtsextremismus erforderlich. Dies bedeute, daß alle  Veranstaltungen untersagt werden müssen, die dem Verbotsgesetz widersprechen, so Gusenbauer:  "Österreich kann nicht zum Aufmarschplatz für Neonazis und Rechtsextremisten aus dem  deutschsprachigen Raum werden." Gusenbauer forderte daher den Bundeskanzler auf, dieser solle dafür  sorgen, dass der Innenminister die Kundgebungen der Rechtsextremisten untersagt. Der Wiener Bürgermeister Häupl (SPÖ) erklärte in seiner Festrede, im Internet werde bereits zu den Nazikundgebungen in Wien aufgerufen und diese müßten verboten werden, da sonst ein schlechtes Bild von Wien in der Welt entstehe. Ähnliches erklärte er bereits bei dem Aufmarsch zum 1. Mai 2002 vor dem Wiener Rathaus.

[5. Mai 2002]

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Gedenkfeiern in Mauthausen (Oberösterreich)

Bei den jährlichen Gedenkfeiern im ehemaligen
Konzentrationslager Mauthausen waren nur Gegner der neuen Österreichischen Bundesregierung bzw. der FPÖ als öffentliche Redner zugelassen. 

Der Sozialdemokrat und Vorsitzende des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, Franz Verzetnitsch, versuchte in seiner Gedenkrede eine Verbindung zwischen den Betreibern des Konzentrationslagers und der FPÖ herzustellen. Er klage jene an, die heute wieder aus taktischen und politischen Gründen mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit tagespolitisches Kleingeld machen wollten, meinte Verzetnitsch.

Gegen die Wiener Philharmoniker, die am Abend ein Festkonzert aufführten, gab es Proteste, weil bereits vor dem Anschluß im März 1938 mehr als ein Drittel der Musiker Mitglieder bei der NSDAP gewesen waren und jüdische Orchestermitglieder in Konzentrationslager deportiert worden sein sollen.

Zur Gedenkfeier am 7. Mai 2000 kamen 14 000 Besucher nach Mauthausen, doppelt soviele wie vor einem Jahr. Außerdem gibt es laufend verbindliche Führungen mit Kindern aus öffentlichen Schulen, beginnend mit zwölfjährigen Hauptschülern. Ihnen wird 
u. a. der mit Duschearmaturen und einem Kühlaggregat ausgestatteter Raum als Gaskammer gezeigt.

Der US - Opferanwalt hat seine Forderungen gegen Österreich von ursprünglich umgerechnet 35 Millarden DM nunmehr auf 15 Milliarden DM ermäßigt. Die Regierungsbeauftregte Schaumayer will dagegen nur weniger als eine Milliarde DM für die Zwangsarbeiter aufbringen lassen. 

[7. Mai 2000]

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